Seit einem Jahr festgehalten

Moskau, 26. Juli 2018. Ein russisches Gericht hat den Hausarrest des Regisseurs Kirill Serebrennikow erneut um einen Monat verlängert. Das meldet Spiegel Online.

Gefährdung des Theaters begriffen

Berlin, 17. August 2018. Der diesjährige, mit 5.000 Euro dotierte Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste geht an die unabhängige, kosmopolitische und interdisziplinäre Kulturzeitschrift Lettre International. Wie die AdK mitteilt, würdigt die Jury – die Akademie-Mitglieder Mark Lammert, Hans-Thies Lehmann und Angela Winkler – mit ihrer Wahl die intellektuelle Arbeit einer Kulturzeitschrift, die allen Künsten Raum gibt und insbesondere den darstellenden Künsten nicht nur regelmäßig ein Podium bietet, sondern ihnen einen jährlichen Schwerpunkt widmet.

Hommage ans Theater

Berlin, 16. August 2018. Die Bühnen- und Kostümbildnerin Annemarie Rost ist tot. Wie Theater der Zeit meldet, starb sie bereits am 20. Juli 2018 in Lobetal bei Berlin.

Falschem Urteil ausgesetzt?

14. August 2018. Das Istanbuler Hezarfen Ensemble hat seinen für morgen geplanten Auftritt bei der Ruhrtriennale abgesagt. Das gab das Ensemble bereits vor zwei Tagen auf seiner Webseite bekannt. Als Absagegrund nennt die Musik-Gruppe einen Artikel in der Tageszeitung Die Welt vom vergangenen Wochenende. Darin wirft der Schriftsteller Dogan Akhanli dem Hezarfen Ensemble vor, den Völkermord an den Armeniern zu leugnen.

Falsches Zeichen

12. August 2018. In einem Offenen Brief wenden sich der Theater-Regisseur Christoph Marthaler und das Ensemble, mit dem er für die Ruhrtriennalen-Produktion "Universe, incomplete" probt, an Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Laschet gab jüngst bekannt, dass er der Ruhrtriennale fernbleiben wolle, um ein "Zeichen in der um die Ruhrtriennale entflammten Debatte um Antisemitismus zu setzen". Marthaler fragt in dem Offenen Brief, was das für ein Zeichen sein soll und dass dieses Zeichen kontraproduktiv sei, weil Laschet sich damit der Debatte entziehe. 

Abgestellter Koffer

Berlin, 12. August 2018. Wegen eines verdächtigen Koffers wurde die Vorstellung des Musicals "Ghost" gestern Abend im Berliner Theater des Westens unterbrochen und das Theater vorübergehend geräumt, das berichtet unter anderem der Tagesspiegel (12.8.2018).

Steigende Betriebskosten

11. August 2018. Die Theater in Bochum, Dortmund und Hagen bekommen in der nächsten Saison wieder einmalige Betriebskostenzuschüsse. Insgesamt sind es mehr als drei Millionen Euro, die die Arnsberger Bezirksregierung Stadttheatern in ihrem Bezirk zur Verfügung stellt, berichten die Ruhr Nachrichten. Der größte Anteil geht dabei nach Dortmund: 1,07 Millionen Euro erhält das Schauspielhaus, das Kinder- und Jugendtheater (KJT) bekommt 300.000 Euro. Fürs Schauspielhaus Bochum liegt der Betrag bei 933.000 Euro. In Hagen erhält das Theater 691.000 Euro, das Kinder- und Jugendtheater 110.000 Euro. Die Zuschüsse, die jährlich neu erteilt werden, sollen die Arbeit und Zukunft der Theater sichern, zitiert die Zeitung die Mitteilung der Bezirksregierung von Freitag.

(sik)

Nicht von der Kunstfreiheit gedeckt

7. August 2018. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird dem Kulturfestival "Ruhrtriennale" in diesem Jahr fernbleiben. Das berichten diverse Medien, darunter die WAZ. Der Ministerpräsident habe vor einiger Zeit entschieden, weder am offiziellen Empfang mit der neuen Intendantin Stefanie Carp noch an einer Aufführung teilnehmen zu wollen.

Eine Diskussion steht zur Debatte

3. August 2018. Stefanie Carp, die Leiterin des Kulturfestivals Ruhrtriennale, steht weiter in der Kritik. Die israelische Botschaft lehnte ihre Einladung zu einer Podiumsdiskussion zum Thema "Freiheit der Künste" ab. Zur Begründung äußerte sich eine Sprecherin gegenüber der Rheinischen Post: "Wir unterstützen die Idee, verschiedene Friedenskonzepte, Ansätze und Wege zu diskutieren, auch mit Menschen, mit denen wir nicht einer Meinung sind. Wir werden jedoch nicht das Existenzrecht Israels diskutieren."

Tiroler Affairen

1. August 2018. Nach den massiven Vorwürfen wegen sexueller Übergriffe und Mobbings hat der Intendant der Tiroler Festspiele in Erl Gustav Kuhn gestern seine Funktion ruhend gestellt. Bis zur vollständigen Aufklärung der Missbrauchsvorwürfe werde sein bisheriger Stellvertreter Andreas Leisner interimistischer Leiter der Festspiele. Das meldet derStandard.at (online 31.7.2018, 17:31 Uhr).