Führen und verführen

15. Dezember 2017. Sandra Küpper wird ab der Spielzeit 18/19 künstlerische Leiterin der Schauspielsparte und stellvertretende Intendantin am Luzerner Theater. Das gab das Haus in einer Presseaussendung bekannt.

In Tradition als bewegliches Ensembletheater

Zürich, 15. Dezember 2017. Ein Direktionsteam bestehend aus Julia Reichert, Tine Milz und Hayat Erdoğan übernimmt ab der Spielzeit 2019/20 die Leitung des Zürcher Theater am Neumarkt. Das Trio wurde vom Verwaltungsrat für vier Jahre gewählt. Das teilt das Theater in einer Presseaussendung mit. Mit der Wahl des Frauenteams wolle man ein Zeichen für ein zukunftsorientiertes Ensembletheater setzen, heißt es.

In der Grabbe-Stadt

14. Dezember 2017. Jan Steinbach wird neuer Schauspieldirektor am Landestheater Detmold. Wie das Landestheater mitteilt, nimmt Steinbach seine Tätigkeit unter der Intendanz von Georg Heckel zur Spielzeit 2018/2019 auf. "Moderne Klassiker, zeitgenössische Stücke und unterhaltende Stoffe" sollen auch künftig das Programm des Theaters prägen. "Das Grabbe-Haus mit seinen 60 Plätzen ist für den designierten Schauspieldirektor vor allem als Spielstätte mit einem starken Fokus auf zeitgenössische Dramatik relevant", heißt es in der Pressemitteilung. Er folgt damit auf Martin Pfaff, seit der Spielzeit 2015/16 Schauspieldirektor.

Die öffentliche Kritik am Arbeitgeber war rechtens

14. Dezember 2017. Das Rostocker Oberlandesgericht (OLG) hat die im Juni 2016 ausgesprochene Kündigung des damaligen Intendanten des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, für unwirksam erklärt. Das meldet die Ostseezeitung. Latchinian war 2016 von der Volkstheater Rostock GmbH unter anderem wegen des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht und wegen öffentlicher Kritik an der geplanten Umstrukturierung des Vierspartenhauses gekündigt worden.

Versuchsfeld für Tanz und Performance

14. Dezember 2018. Die Auswahl für die Tanzplattform Deutschland steht fest. Vom 14. bis 18. März 2018 findet die Tanzplattform in Essen und an verschiedenen Spielstätten des Ruhrgebiets statt. Der Veranstalter PACT Zollverein kündigte das Programm bereits mit Spielterminen auf seiner Website an.

Die Tanzplattform Deutschland sieht sich als "Versuchsfeld aktueller Strömungen in Choreographie, Tanz und Performance mit internationaler Strahlkraft" und präsentiert im Zwei-Jahres-Takt "bemerkenswerte zeitgenössische Produktionen", die "mit substantieller Beteiligung deutscher Partner entstanden sind". Gegründet wurde sie 1994 in Berlin. Seit 2004 sind das Goethe-Institut und das Internationale Theaterinstitut ITI Partner der Tanzplattform Deutschland. Ausgerichtet wird die Plattform alle zwei Jahre von einer anderen deutschen Institution mit Tanzschwerpunkt.

Zur 2018er Edition der Plattform in Essen sind folgende Produktionen eingeladen:

Claire Cunningham und Jess Curtis: The Way You Look (at me) Tonight
Koproduktion: Jess Curtis / Gravity, Claire Cunningham, Förderung durch das Arts Council England, Arts Council of Wales, Creative Scotland u.a.

Julian Warner & Oliver Zahn / Hauptaktion: Situation mit Doppelgänger
Produktion: Hauptaktion mit der Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München, in Kooperation mit: Ballhaus Ost Berlin

Grupo de Rua / Bruno Beltrão: Inoah
Produktion: Grupo de Rua, Koproduktion: Kampnagel (Hamburg), Festival de Marseille, Wiener Festwochen, Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt), Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), tanzhaus nrw (Düsseldorf)

CocoonDance Company: MOMENTUM
Produktion: CocoonDance Company, Koproduktion: Theater im Ballsaal Bonn, Malévoz Quartier Culturel, Théâtre du Crochetan Monthey

Claudia Bosse / theatercombinat: the last IDEAL PARADISE
Produktion: theatercombinat, Koproduktion: FFT Düsseldorf im Rahmen von "Internationale Koproduktionen. Living Dead – Spukgestalten im Theater der Gegenwart"

Sasha Waltz: Kreatur
Produktion: Sasha Waltz & Guests, Koproduktion: Festspielhaus St. Pölten, Les Théatres de la Ville de Luxembourg, Opéra de Dijon

Richard Siegal / Ballet of Difference: Ballet 2.018 & BoD (zwei Stücke)
Produktion: Richard Siegal / The Bakery und ecotopia dance productions, Koproduktion: Schauspiel Köln, Tanz Köln, Muffatwerk München

Xavier Le Roy: TEMPORARY TITLE, 2015
Produktion: Le Kwatt Koproduktion: 31. Kaldor Public Art Projects, Carriageworks (Sydney), Les Spectacles vivants – Centre Pompidou (Paris), Festival d’Automne Paris

Eszter Salamon: MONUMENT 0.5: The Valeska Gert Monument
Produktion/ Organisation: Botschaft Gbr / Alexandra Wellensiek, Studio E.S / Elodie Perrin, Koproduktion: PACT Zollverein, City of Women (Ljubljana), Théâtre Nanterre-Amandiers, Kaaitheater Brüssel

DANCE ON ENSEMBLE / William Forsythe: Catalogue (First Edition)
Produktion: DANCE ON / DIEHL+RITTER gUG, Koproduktion: Theater im Pfalzbau (Ludwigshafen), tanzhaus nrw (Düsseldorf)

Eisa Jocson: Princess
Produktion: Eisa Jocson, Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt), Koproduktion: Frankfurter Positionen, Münchner Kammerspiele, tanzhaus nrw (Düsseldorf)

Boris Charmatz / Musée de la danse: 10000 Gesten
Produktion: Musée de la danse / Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne, Koproduktion: Volksbühne Berlin, Manchester International Festival (MIF), Théâtre National de Bretagne-Rennes, Festival d’Automne à Paris, Chaillot – Théâtre national de la Danse, Wiener Festwochen, Sadler’s Wells London, Taipei Performing Arts Center

Ligia Lewis: minor matter
Produktion: Ligia Lewis, Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer (Berlin)

Der Auswahljury gehörten an: Bruno Heynderickx (Kurator und stellvertretender Ballettdirektor am Hessischen Staatsballett Darmstadt/ Wiesbaden), Elisabeth Nehring (Tanzkritikerin und Autorin, Berlin), Scarlet Yu (Künstlerin, Berlin/Hongkong), Leonie Otto (Dramaturgin und Tanzwissenschaftlerin, Frankfurt/Main) und Stefan Hilterhaus (Künstlerischer Leiter PACT Zollverein), gemeinsam mit Matthias Mohr, Marlies Pillhofer, André Schallenberg (PACT Zollverein, geteilte Stimme).

Die Tanzplattform Deutschland findet 2018 an Spielorten in Essen und Gelsenkirchen statt, u.a. beim Veranstalter PACT Zollverein, am Aalto-Theater, der Folkwang Universität der Künste und dem Musiktheater im Revier.

(tanzplattform2018.de / chr)

Ohne Fernsehen läuft's nicht

13. Dezember 2017. Der Kölner Boulevardtheatermacher Peter Millowitsch hat bekanntgegeben, ab dem Ende der Spielzeit 2018/2019 keine weiteren Stücke mehr auf der Volksbühne am Rudolfplatz zu inszenieren. Das gibt das Privattheater mit Gastspiel-Betrieb in einer Presseaussendung bekannt.

Fünf Jahre Gentrifizierungs-Aufschub

13. Dezember 2017. Das Berliner Theater o.N. erhält eine Verlängerung des Mietvertrags für seinen Spielort von maximal fünf Jahren. Das sei das Ergebnis monatelanger Verhandlungen zwischen der Eigentümergemeinschaft des Gebäudes in der Kollwitzstraße in Prenzlauer Berg, der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Ensemble des Theater o.N., teilt das Kindertheater per Presseaussendung mit.

Sack zu

12. Dezember 2017. Andreas Beck wird ab 2019 neuer Intendant am Münchner Residenztheater. Die bayerische Staatsregierung hat einem entsprechenden Vorschlag des Kultusministers Ludwig Spaenle am heutigen Dienstag zugestimmt. Das melden diverse Medien.

Ehrensache

Wien, 12. Dezember 2017. Johannes Krisch wird am 15. Dezember der Berufstitel Kammerschauspieler verliehen. Das gab das Burgtheater, dessen Ensemble Krisch seit 28 Jahren angehört, in einer Pressemitteilung bekannt.

Perspektiven im Vierländereck

12. Dezember 2017. Die Dramaturgin Stephanie Gräve wird Intendantin des Vorarlberger Landestheater in Bregenz. Das berichten diverse Medien, darunter die Wiener Tageszeitung Der Standard. Gräve sei einstimmig aus 65 Bewerbungen ausgewählt worden, heißt es mit Bezug auf eine Mitteilung des Bregenzer Theaters. Stephanie Gräve soll der Mitteilung zufolge nicht nur sofort einen Spielplan für 2018/19 ausarbeiten, sondern das Theater auch neu positionieren. In die Auswahl der neuen Intendantin waren dem Standard zufolge neben Kulturlandesrat Christian Bernhard (ÖVP), Kulturamtsleiter Winfried Nußbaummüller, Aufsichtsratsmitglied Franz Salzmann und Geschäftsführer Werner Döring auch die deutsche Dramaturgin Dorothee Bauerle-Willert, die Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele, Bettina Hering, und der Direktor des Theaters Basel, Andreas Beck, involviert.