Ein Kulturdenkmal

21. Mai 2020. Das Foyer der Theater-Doppelanlage in Frankfurt am Main wird unter Denkmalschutz gestellt. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung und beruft sich auf eine Entscheidung des Landesdenkmalamts. "Das Foyer der Städtischen Bühnen erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen eines Kulturdenkmals aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen", zitiert die FAZ aus einem Gutachten des Amts. Mit seiner urbanen und transparenten Fassade stehe das Foyer für das demokratische Selbstverständnis Westdeutschlands nach 1945. An einem Erhalt bestehe daher ein öffentliches Interesse.

Konzentrate und Digitales

Berlin, 21. Mai 2020. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen können die Berliner Autorentheatertage nicht wie gewohnt im Juni am Deutschen Theater Berlin (DT) stattfinden. Daher ergeht an alle Autor*innen, die mit Uraufführungen zu den diesjährigen Autorentheatertagen eingeladen gewesen wären, Stückaufträge für "Kurzstücke und Konzentrate", wie es in der Pressemitteilung des DT heißt. "Nach den Kontaktbeschränkungen werden alle wieder lernen müssen, ohne Misstrauen beieinander zu sein. Dann braucht es Theater, Stücke, Abende, die genau dies zum Thema machen", so das DT.

"Ein bedeutendes Upcoming"

20. Mai 2020. Der Fonds Darstellende Künste verleiht den Tabori Preis 2020 an das Performancekollektiv Gob Squad. Die deutsch-britische Gruppe habe die nationale wie internationale Theaterästhetik seit über 25 Jahren maßgeblich beeinflusst, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die zwei "Tabori Auszeichnungen" (jeweils 10.000 Euro Preisgeld) gehen an die Regisseurin Anta Helena Recke sowie an den Choreographen Christoph Winkler.

Für die Künstler*innen da sein

19. Mai 2020. Andrea Mayer wird Österreichs neue Kulturstaatssekretärin. Das meldete gestern Abend der Standard. Mayer folgt auf Ulrike Lunacek, die vor vier Tagen zurückgetreten ist.

Eine Legende

Paris, 18. Mai 2020. Die französische Schauspiel-Legende Michel Piccoli ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Piccoli sei am 12. Mai an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben, berichtet u.a. Der Spiegel und stützt sich dabei auf die französische Nachrichtenagentur AFP, die einen Freund der Familie zitiert. Der gebürtige Pariser hat in mehr als 220 Filmen mitgewirkt, darunter in Klassikern wie "Tagebuch einer Kammerzofe", "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" und "Das große Fressen".

Beschränken, erfassen, speichern

17. Mai 2020. Die Kulturminister*innen von Bund und Ländern haben in einem sechs Seiten umfassenden Konzept für Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschef*innen der Länder Eckpunkte für Öffnungsstrategien für die Kulturszene festgelegt. Das berichten mit Berufung auf die DPA diverse Medien, darunter die Berliner Zeitung. Laut den Berichten hat die DPA Auszüge aus dem Papier dokumentiert.

Nicht verfassungsgemäße Straftat

17. Mai 2020. In der Nacht auf den 17. Mai 2020 ist das Albanische Nationaltheater in Tirana trotz Protesten abgerissen worden. Das berichten unter anderem albanische Blogs und Medien. nachtkritik.de wurden Videos zugesandt, die zum einen die Räumung des Areals durch die Polizei und zum andern den Abriss des Theaters dokumentieren. Seit März diesen Jahres stand das Gebäude auf der Liste der sieben gefährdesten Baudenkmäler Europas der Denkmalschutzorganisation Europa Nostra .

Aus dem Interim verstetigt

17. Mai 2020. Die Schauspielerin Maria Happel ist zur neuen Leiterin des Wiener Max Reinhardt Seminars ernannt worden. Das meldete gestern die Zeitung Der Standard.

Freundliche Übernahme

16. Mai 2020. Die Stadt Hamburg wird Alleingesellschafterin der Kulturfabrik Kampnagel, wie Hamburgs Behörde für Kultur und Medien gestern in einer Presseaussendung bekannt gab. Das internationale Produktionshaus wird damit neben dem Schauspielhaus, der Staatsoper und dem Thalia Theater Hamburgs viertes Staatstheater.

Special Edition

15. Mai 2020. Auch die 32. Ausgabe des internationalen Festivals "Tanz im August", präsentiert vom HAU Hebbel am Ufer Berlin, ist aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt. Stattdessen wird es eine digitale Special Edition 2020 geben, mit einem alternativen Programm im digitalen Raum. Das teilte das Hebbel am Ufer heute mit. "Nach dem bundesweiten Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August und der Schließung der Berliner Bühnen bis Ende Juli, den nicht planbaren Reisen internationaler Künstler*innen und eingeschränkten Produktions- und Probenmöglichkeiten" habe man sich in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Hauptstadtkulturfonds dazu entschieden, heißt es.