Intensiv und ohne Sicherheitsnetz

Berlin, 27. April 2009. Wie der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft mitteilt, geht der Dramatikerpreis der deutschen Wirtschaft über 10.000 Euro in diesem Jahr an Juliane Kann. Die 1982 geborene Autorin wurde von einer fünfköpfigen Jury – Ulrich Khuon (Deutsches Theater Berlin), Wilfried Schulz (Staatsschauspiel Dresden), Barbara Mundel (Theater Freiburg), Amélie Niermeyer (Düsseldorfer Schauspielhaus) und Andreas Schneider (Will Media GmbH) – unter dem Vorsitz von Nina Hugendubel (Vorsitzende des Gremiums Literatur des Kulturkreises) aus 19 nominierten Autoren ausgewählt.

Zum letzten Mal in Hamburg

Hamburg, 25. April 2009. Altmeister René Pollesch eröffnet heute abend mit seiner Wiener Inszenierung Fantasma die 9. Hamburger Autorentheatertage des Thalia Theaters. Mit ihrem Stück Rechnitz (Der Würgeengel) gehört Elfriede Jelinek ebenfalls zu den Altmeisterinnen dieses Autorenfestivals, das dieses Jahr zum letzten Mal in der Hansestadt stattfinden wird. Denn es wechselt mit Ulrich Khuon nach Berlin. Beide Stücke sind auch für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert.

Theaterlandschaft von morgen

München, 23. April 2009. Wie die Presseabteilung des Münchner Volkstheaters meldet, hat Jette Steckel für ihre am Deutschen Theater Berlin produzierte Inszenierung "Caligula" nach Albert Camus den Publikumspreis des Festivals Radikal jung gewonnen. Der Preis in Höhe von 2.500 Euro wurde vom Freundeskreis des Münchner Volkstheaters gestiftet.

Wie bei Daimler und Mitsubishi

22. April 2009. Verschiedenen Pressemitteilungen zufolge wird Christian Tombeil 2010 die Nachfolge Anselm Webers als Intendant des Schauspiels Essen antreten, der nach Bochum wechselt. Der 1965 in Oberfranken geborene Tombeil ist zur Zeit künstlerischer Betriebsdirektor des Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld Mönchengladbach.

Wer sahnt die Zehntausend ab?

St. Gallen, 21. April 2009. Wie der Theaterkanal meldet, hat die Jury der 3. St. Galler Autorentage die drei Finalisten des diesjährigen Dramenwettbewerbs bekannt gegeben: Aus 125 eingereichten neuen deutschsprachigen Stücken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wählten die Juroren folgende Stücke aus:

Der Streichholzpalast
von Dirk Dobbrow

Silent Song
von Simone Kucher

Hühner. Habichte.
von Charlotte Roos

Fünf für das beste Stück

20. April 2009. Einen guten Monat nach Bekanntgabe der nominierten Stücke, steht nun auch fest, wer über den diesjährigen Mülheimer Dramatikerpreis, dotiert mit 15.000 Euro, entscheiden wird. Ein Platz in der fünfköpfigem Jury, die nach dem letzten Festival-Gastspiel in einer öffentlichen Debatte über die Preisvergabe diskutiert, ist dabei stets für den Sprecher des Auswahlgremiums reserviert, in diesem Jahr Franz Wille, Redakteur von Theater heute.

Chronist der New Yorker Theatergeschichte

16. April 2009. Stefan Brecht ist am Ostermontag in New York im Alter von 84 Jahren verstorben, das gab das Büro der Brecht-Erben in Berlin bekannt. Der Sohn des Dramatikers Bertolt Brecht und der Schauspielerin Helene Weigel wurde 1924 in Berlin geboren. Als die Eltern in den Nachkriegsjahren aus dem Exil nach Europa zurückkehrten, entschied sich Stefan Brecht in den Vereinigten Staaten zu bleiben, wo die Familie seit 1941 in Kalifornien Zuflucht gefunden hatte.

Den Weg ebnen

15. April 2009. Der russische Dramatiker Iwan Wyrypajew und sein Übersetzer, der Regisseur und Theatermacher Stefan Schmidtke erhalten einer Mitteilung der Stifter zufolge den Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatiker Preis, der in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben wird.

Mit dem nüchternen Blick der Juristin

14. April 2009. Die Schriftstellerin Juli Zeh erhält einer Mitteilung des Luchterhand Literaturverlags zufolge den diesjährigen Carl-Amery-Preis. Der mit 6000 Euro dotierte Preis wird seit 2007 alle zwei Jahre vom Verband deutscher Schriftsteller in Bayern mit Unterstützung des Luchterhand Literaturverlages und von ver.di Bayern in Erinnerung an den Münchner Schriftsteller Carl Amery (1922-2005) vergeben, der sich in seinem Werk zeitlebens gegen restaurative Tendenzen in Gesellschaft und Kirche und für eine ökologisch vernünftig gestaltete Welt eingesetzt hat. Erster Preisträger war 2007 Feridun Zaimoglu.

An seiner Kunst mitwirken

8. April 2009. Wie der Theaterkanal heute meldet, berief der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann gestern Christoph Schlingensief auf die Universitätsprofessur "Kunst in Aktion" an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Christoph Schlingensief wird Studierenden der Freien Kunst und des Darstellenden Spiels die Möglichkeit geben, an den Orten seiner Inszenierungen an seiner Kunst mitzuwirken und eigene Positionen weiter zu entwickeln.

Die Professur ist auf fünf Jahre befristet. Ein Mal pro Jahr wird es eine öffentliche Veranstaltung in Braunschweig geben, die jeweils in Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig stattfinden wird.

(Theaterkanal/ jnm)