Keine Planungssicherheit

Recklinghausen 6. Mai 2020. Die Ruhrfestspiele brechen ihre Planungen für ein Herbstfestival ab. Das traditionsreiche Theaterfestival in Recklinghausen und weiteren Städten des Ruhrgebiets findet traditionell im Mai und Juni statt und war im März zu Beginn der Corona-Pandemie abgesagt worden. Gleichzeitig war ein Herbstfestival für Oktober 2020 angedacht worden. Eine "Planungssicherheit für die Wiederaufnahme von Kulturveranstaltungen im Herbst" sei aber aktuell nicht gegeben, heißt es in der Pressemitteilung der Ruhrfestspiele. In der kommenden Spielzeit 2021 feiern die Ruhrfestspiele ihr 75jähriges Bestehen.

"Existenziell bedroht"

Berlin, 6. Mai 2020. Dem Theaterdiscounter, einer der bekanntesten Spielstätten der Freien Szene in Berlin, sind mit Frist zum 31. August 2020 "alle Miet- und Nutzungsverträge der sich auf dem Grundstück der Klosterstraße 44 befindenden Immobilie" gekündigt worden. Das gab das Theater heute in einer Pressemitteilung bekannt. Die Immobilie in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes und des Nikolaiviertels befinde sich in Privatbesitz, gleichwohl sei die Klosterstraße 44 "Teil des Stadtentwicklungsgebiets Molkenmarkt und damit verbundener komplexer Planungen". Das Gebäude sei "vor kurzem unter abermaliger Verdopplung der Kaufsumme veräußert" worden.

Neue Phase

6. Mai 2020. Die Intendant*innen der österreichischen Landestheater fordern eine schrittweise Öffnung der Theater für den Produktionsbetrieb hinter der Bühne ab sofort sowie für den Vorstellungsbetrieb ab August 2020. Das geben Stephanie Gräve, Vorarlberger Landestheater, Iris Laufenberg, Schauspielhaus Graz, Marie Rötzer, Landestheater Niederösterreich, Nora Schmid, Oper Graz, Carl Philip von Maldeghem, Salzburger Landestheater, Johannes Reitmeier, Tiroler Landestheater, Hermann Schneider, Landestheater Linz und Florian Scholz, Stadttheater Klagenfurt in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.

Ein neues Mehrspartenhaus in der Schweiz

5. Mai 2020. Vier Institutionen im schweizerischen Aarau haben sich zur Bühne Aarau zusammengeschlossen. Das teilt das Aarauer Theater Tuchlaube mit. Gemeinsam mit dem Fabrikpalast, der Theatergemeinde Aarau und dem Verein Freunde Alte Reithalle Aarau (FARA) gehört das Theater Tuchlaube zu den Gründungsmitgliedern dieses Zusammenschlusses.

Nicht zu toppen

Hamburg, 1. Mai 2020.Karin Beier verlängert ihren Vertrag als Intendantin des Deutschen Schauspielhauses Hamburg bis 2023. Das meldet der NDR auf seiner Website. Eine Option auf Verlängerung bis 2023 habe immer bestanden: "Die Option ziehe ich auf jeden Fall durch, aber wir verhandeln auch über weitere Jahre", sagte Beier jetzt NDR Kultur.

Schauspiel kann verdichtetes Leben zeigen

1. Mai 2020. Der Martin-Linzer-Preis der Fachzeitschrift Theater der Zeit (TdZ) wird in diesem Jahr an das Schauspielhaus Bochum vergeben. Der 2017 ins Leben gerufene Preis erinnert an den 2014 verstorbenen Theaterkritiker und langjährigen TdZ-Chefredakteur Martin Linzer, ist undotiert und soll jeweils "ein Ensemble oder eine freie Gruppe aus dem deutschsprachigen Raum für herausragende künstlerische Leistung" ehren.

Frau mit Laufbahn

1. Mai 2020. Die Schauspielerin Eva Kotthaus ist tot. Das teilt ihre Familie mit.

Für eine verantwortungsvolle Exit-Strategie

1. Mai 2020. Die Oper Dortmund, das Aalto-Musiktheater Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, die Oper Wuppertal, das Theater Krefeld Mönchengladbach, das Landestheater Detmold und das Theater Münster schließen sich auf Initiative des Theaters Dortmund in einer gemeinsamen Initiative zusammen und "fordern die politischen Akteure im Land und Bund auf, einen realistischen und zügigen Zeitplan zur Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes zu erarbeiten und dafür in einen direkten und konstruktiven Dialog mit den Kulturschaffenden zu treten". Ziel dieses Dialoges solle es sein, "den Vorstellungsbetrieb baldmöglichst, jedoch spätestens ab dem 1. September 2020, wiederaufzunehmen", heißt es in ihrer Presseerklärung.

Das Rückgrat der Kultur

1. Mai 2020. Die kroatische EU-Ratspräsidentschaft hat eine gemeinsame Erklärung zur "Kultur in Zeiten der Covid 19-Krise" vorgelegt (hier im englischen Original). Initiiert von der deutschen Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist sie von 26 Kultur- und Medienministerinnen und Kulturministern der Europäischen Union unterzeichnet. Darin mahnen die Minister*innen an, dass die auf EU-Ebene geplanten Hilfen aus den Fonds und Programmen auch die Kultur und die Medien erreichen müssen. "Artists are the backbone of our culture and specific attention must be granted to them", heißt es in der Erklärung (dt.: Künstler*innen sind das Rückgrat unserer Kultur und verdienen besondere Beachtung.)

 Die Kunst bleibt draußen

1. Mai 2020. Die Ruhrfestspiele müssen dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Nun soll zumindest die Fassade des Festspielhauses bespielt werden. Die Ruhrfestspiele nehmen am "Inside Out Project" teil. Die Initiative des französischen Künstlers JR, sieht vor, fotografische Porträts im öffentlichen Raum zu präsentieren.