Der föderale Flickenteppich

23. April 2020. Der deutsche Kulturrat hat mit Stand 20. April die aktuellen Landesprogramme für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen zusammengestellt, die zusätzlich zu dem für alle geltende Bundesprogramm angeboten werden.

Förderung in der Pandemie 

20. April 2020. Das Kuratorium des Fonds Darstellende Künste hat alle fristgerecht eingereichten Anträge zur Förderung empfohlen. Mit 364.000 Euro befördert der Fonds Darstellende Künste damit rund 100 Vorhaben von künstlerischen Arbeiten unter den aktuellen Rahmenbedingungen. Das teilt der Fonds in einer Presseaussendung mit.

Mit sparsamen Mitteln und Humor

23. April 2020. Der Forced Entertainment Award (in memory of Huw Chadbourn) geht dieses Jahr an die Künstler Bertrand Lesca und Nasi Voutsas, die als bertandnasi zusammen arbeiten. Das gibt die Gruppe Forced Entertainment bekannt, die den Preis 2018 ins Leben rief, nachdem sie selbst den hochdotierten Ibsen Award erhalten hatte.

Noch ein Dominostein, der kippt

22. April 2020. Einstimmig hat der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr heute in einer außerordentlichen Sitzung die Absage der diesjährigen Ruhrtriennale beschlossen. Das gaben das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Kultur Ruhr GmbH in einer Presseaussendung bekannt.

Von Berlin nach Weimar

22. April 2020. Das Goethe- und Schiller-Archiv der Klassik Stiftung Weimar bekommt einen neuen Direktor. Marcel Lepper, bisher Leiter des Literaturarchivs der Berliner Akademie der Künste, übernimmt den Posten. Er folgt damit auf Bernhard Fischer, der nach 13 Jahren als Direktor des ältesten Literaturarchivs Deutschlands in den Ruhestand geht. Das gibt die Stiftung in einer Pressemitteilung bekannt.

Spielabbruch

Ab 22. April 2020. Dieser Tage gehen vermehrt Meldungen über den voraussichtlichen Zeitraum der Corona-bedingten Schließungen von Theatern ein. Wir sammeln und aktualisieren die Angaben in diesem Dokument. 

Halt geben

21. April 2020. Der Deutsche Bühnenverein fordert in einer Presseaussendung zu den jüngsten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen von der Politik "klare Perspektiven und Planungssicherheit für die Theater und Orchester" im Land. "Die unscharfe Regelung zu Großveranstaltungen darf nicht einfach auf Theater und Orchester angewendet werden", sagt Marc Grandmontagne, der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenverein, und fordert die Politik auf, "Konzepte hin zu einer schrittweisen Normalisierung zu entwickeln", wobei die "bisherigen Erfolge im Hinblick auf die Kontrollierbarkeit des Ausbruchs nicht aufs Spiel" gesetzt werden dürften.

Mangelnde Zahlungsmoral

21. April 2020. Das Ensemble-Netzwerk hat in einer Pressemitteilung Umfrageergebnisse zur Gagenfortzahlung der freien Mitarbeiter*innen an den Theatern in der Corona-Krise veröffentlicht. Den Ergebnissen der Umfrage zufolge erhalten 49% der freischaffenden Theatermacher*innen im deutschsprachigen Raum keinen Lohn. 

Nur wer schreit, wird gehört

Berlin, 20. April 2020. Während sich die Lage in anderen Bereichen ganz allmählich beginne zu normalisieren, fehle für die Theater jede Perspektive, kritisiert der Präsident des Deutschen Bühnenvereins Ulrich Khuon auf Deutschlandfunk Kultur. Die Künste kämen "im Denken und im Sprechen der Großpolitik" nicht vor, beklagt Khuon, der auch Intendant des Deutschen Theaters in Berlin ist. Die Theater bräuchten klarere Ansagen, "wann welche Häuser wieder öffnen dürfen". Bisher sehe alles danach aus, dass sie noch lange geschlossen blieben. Wenn es schlecht laufe, gar bis zum Ende der Saison.

Wunschkonzert zum Abschluss

Basel, 20. April 2020. Weil der Schweizer Bundesrat, die Schweizer Regierung, eine mögliche Lockerung des Veranstaltungsverbots frühestens ab 8. Juni in Aussicht stellt, hat das Theater Basel alle geplanten Vorstellungen in den Monaten Mai und Juni abgesagt. Das teilt das  Haus in einer Presseaussendung mit.