meldungen

Auswahl für das Festival radikal jung 2008 steht

Neun mal jung

München, 10. März 2008. Zum vierten Mal findet in diesem Jahr das Festival radikal jung am Volkstheater München statt. Neun Inszenierungen - ausgewählt von den Juroren Annette Paulmann, C. Bernd Sucher, Kilian Engels - werden vom 27. April bis  zum 4. Mai 2008 zu sehen sein.

Markus Dietze wird Intendant in Koblenz

Für Nicht-Theatergänger

Koblenz/Stendal, 8. März 2008. Zum 1. September 2009 wird Markus Dietze neuer Intendant am Theater der Stadt Koblenz; das meldet heute die Volksstimme aus Magdeburg. Der Koblenzer Stadtrat entschied sich am Donnerstag, dem 6. März, unter den 88 MitberwerberInnen einstimmig für den 35-jährigen; er löst die 63-jährige Annegret Ritzel als Chef des Dreispartenhauses ab.

Anja Dirks übernimmt die Leitung der Theaterformen

Weiter erfolgreich

Hannover, 7. März 2008. Vom 5. bis 15. Juni 2008 findet in diesem Jahr wieder das Festival Theaterformen in Braunschweig statt, nachdem es im letzten Jahr in Hannover veranstaltet wurde. Die künstlerische Leitung liegt abermals bei Stefan Schmidtke. Nach dem Festival wird der 39-jährige allerdings zur Kulturhauptstadt Europas 2011 nach Tallinn (Estland) wechseln.

Theaterfestival NRW

Preiswürd'ge Nibelungen aus Köln

3. März 2008. Bei westwärts 08, dem Theaterfestival Nordrhein-Westfalen, wurden am Wochenende die DarstellerInnenpreise vergeben. Für die beste Hauptrolle zeichneten die Juroren  Patrycia Ziolkowska vom Schauspiel Köln aus für ihre Darstellung der Kriemhild in Karin Beiers "Nibelungen". Der Preis ist mit 3.500 Euro dotiert.

ITI-Preis für Gießener Gründungsdirektor Andrzej Wirth

Gebürtiger Pole, naturalisierter Amerikaner, deutscher Professor

Berlin, 29. Februar 2008. Der Preis des Internationalen Theaterinstituts zum Welttheatertag wird in diesem Jahr an den Literatur- und Theaterwissenschaftler Andrzej Wirth verliehen, den emeritierten Gründungsdirektor des Gießener Instituts für angewandte Theaterwissenschaft, aus dem unter anderem René Pollesch, Rimini Protokoll, Tim Staffel und She She Pop hervorgegangen sind.

Hörspielpreis der Kriegsblinden an Rimini Protokoll

Akustischer Mehrwert

Düsseldorf, 28. Februar 2008. Der renommierte Hörspielpreis der Kriegsblinden geht in diesem Jahr an Helgard Haug und Daniel Wetzel von Rimini Protokoll. Wie die Filmstiftung NRW am Nachmittag mitteilte, erhalten sie die Auszeichnung für ihre Produktion Karl Marx. Das Kapital. Erster Band. Seit 1994 ist die Filmstiftung NRW neben dem Bund der Kriegsblinden Deutschlands Trägerin des 1950 ins Leben gerufenen und 1952 zuerst verliehenen Preises, mit dem so bedeutende Autoren und Autorinnen wie Ingeborg Bachmann, Ernst Jandl oder Elfriede Jelinek ausgezeichnet wurden.

Lubricat kündigt Zusammenarbeit mit Berliner Sophiensaelen

Ein eindeutiger Schnitt

Berlin, 22. Februar 2008. Die Schauspielformation Lubricat hat die zwölfjährige Zusammenarbeit mit den Sophiensaelen aufgekündigt und die beiden für dieses Jahr geplanten Premieren abgesagt. Das teilte Dirk Cieslak, Leiter und 1989 Gründer von Lubricat, in einer Pressemitteilung mit.

Christoph Schlingensief legt Opernregie nieder

Aus persönlichen Gründen

Berlin, 14. Februar 2008. Der Regisseur Christoph Schlingensief hat über die Pressestelle der Deutschen Oper Berlin mitteilen lassen, dass er sich aus persönlichen Gründen mit der Intendantin Kirsten Harms darauf verständigt habe, die szenische Uraufführung von Walter Braunfels' Jeanne d'Arc - Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna in die Hände eines anderen Produktionsteams zu übergeben. Wer die Arbeit an dem Projekt fortsetzen wird, steht der Mitteilung zufolge noch nicht fest. Die Premiere soll jedoch wie geplant am 27. April 2008 stattfinden. Es wurde außerdem mitgeteilt, dass Christoph Schlingensief und die Deutsche Oper Berlin in Zukunft eine Weiterführung der Zusammenarbeit anstreben. 

Ende Januar hatte eine Indiskretion quer durch Boulevardpresse und Feuilletons zu reißerischen Spekulationen über Schlingensiefs Gesundheitszustand geführt, so dass sich dessen Anwälte schließlich zur Androhung rechtlicher Schritte gegen Veröffentlichungen dieser Art genötigt sahen.

(sle)

Berliner Theatertreffen 2008 – Auswahl und Reaktionen

Wo ist Bösch?

Berlin, 13. Februar 2008. Am späten Montagabend wurde die Auswahl für das diesjährige Theatertreffen bekanntgegeben, das vom 2. bis 18. Mai in Berlin stattfindet (Auswahl, siehe unten).

Die Jury aus sieben TheaterkritikerInnen (Eva Behrendt, Jürgen Berger, Karin Cerny, Stefan Keim, Hartmut Krug, Peter Müller und Christopher Schmidt) lädt dafür aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zehn Inszenierungen als die "bemerkenswertesten" nach Berlin ein. Jeweils zwei kommen aus Berlin, München und Zürich, die anderen aus Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg und Köln.

Die Kommentare (alle vom 13.2.) der KollegInnen zu dieser Auswahl sind unterschiedlich ausgefallen. Laut Peter Michalzik (ehemals Jurymitglied) von der Frankfurter Rundschau ist das Theatertreffen "die wichtigste Überblicks- und Spitzenveranstaltung der größten Theaterlandschaft der Welt" und die diesjährige Auswahl in Ordnung; Welt, NZZ und F.A.Z. ist die Weltspitzenveranstaltung lediglich eine Meldung wert, wobei das Frankfurter Blatt in der Auswahl immerhin "die Rückkehr zu professionellem Theater, ganzen Stücken und halbwegs vollständigen Inszenierungen" erkennt. Für Christine Dössel von der Süddeutschen Zeitung, bis letztes Jahr Jurymitglied, ist sie dagegen "grundsolide und künstlerisch vertretbar wie überraschungsarm"; sie vermisst den Nachwuchs (David Bösch!), Peter Steins "Wallenstein" (der "in einem ganz speziellen Sinne" bemerkenswert sei) und würde offenbar auch Volker Lösch gern einmal beim Theatertreffen sehen. Den Tagesspiegel können allenfalls die Produktionsstätten überraschen, die Berliner Zeitung sieht die Virtuosen kommen, die taz vermeldet als "deutliche Tendenz" die Rückkehr des Schauspielertheaters. Und das Hamburger Abendblatt hat Gerhard Jörder – er war insgesamt 12 Jahre Jury-Mitglied – gefragt, wie die Jury-Auswahl zustande kommt.

Wir haben unsere LeserInnen abstimmen lassen (hier die Liste der zur Wahl stehenden Inszenierungen), und sie hatten ja auch ein paar andere Vorschläge (das Ergebnis: hier). Die Einladung von Signa ist natürlich eine Überraschung und Freude, aber: Wie wird man die Installation in Berlin aufbauen? Hier noch einmal unsere Besprechung von Die Erscheinungen der Martha Rubin. Und hier die Nachtkritiken (zumeist samt Presserundschauen und LeserInnenkommentaren) zu den eingeladenen Inszenierungen von: Jan Bosse, Jürgen Gosch, Stephan Kimmig, Sebastian Nübling, Christoph Marthaler, Thomas Ostermeier, Armin Petras, Stefan Pucher und Michael Thalheimer.

 

Großbrand in der Essener Folkwang Schule

Oh je, die Schule brennt!

Essen, 12. Februar 2008. Wie die Feuerwehr Essen mitteilt, kam es am Montagnachmittag zu einem großen Brand in der Essener Kunsthochschule, der auch am Dienstagvormittag nicht vollständig gelöscht ist. Die Ursache des Feuerausbruchs ist noch nicht bekannt.

Friedrich-Luft-Preis für Heaven (zu tristan)

Ausgezeichnetes Ego-Duo: Fritz Kater und Armin Petras

Berlin, 11. Februar 2008. Die Berliner Morgenpost meldet, dass der von ihr gestiftete Friedrich-Luft-Preis für "die beste Berliner Aufführung des Jahres 2007" an Heaven (zu tristan) in der Regie von Armin Petras gehe, eine Koproduktion des Maxim Gorki Theaters mit dem Schauspiel Frankfurt.

Walter-Hasenclever-Preis für Christoph Hein

Vielseitig, zeitbezogen, engagiert

Aachen, 7. Februar 2008. Der Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen geht in diesem Jahr an Christoph Hein. Am 26. Oktober wird er im Ludwig-Forum für Internationale Kunst verliehen, wie der ZDFtheaterkanal mit Bezug auf eine ddp-Meldung schreibt.

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