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Begriff Definition
Stückl, Christian

Christian Stückl, geboren 1961 in Oberammergau, ist Regisseur und Intendant.

Nach dem Abitur, einer Ausbildung zum Holzbildhauer und der Gründung einer eigenen Theatergruppe wurde Stückl 1987 zum Spielleiter der alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele in seiner Heimatgemeinde Oberammergau ernannt und führte dort 1990, 2000 und 2010 die Regie.

Stückl war in den Jahren 1987/88 Regieassistent bei Dieter Dorn und Volker Schlöndorff an den Münchner Kammerspielen und anschließend ebenda Hausregisseur. 1992 wurde er mit seiner Münchner Inszenierung von Werner Schwabs "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos" zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Nach seinem Abschied von den Kammerspielen 1996 arbeitete er als freier Regisseur. 2002 besorgte Stückl für die Salzburger Festspiele die Neuinszenierung des "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal, die er 2010 überarbeitete (siehe die Nachtkritik zur Neuinszenierung).

Seit 2002 ist Stückl Intendant des Münchner Volkstheaters, das seit 2005 das renommierte Festival für Nachwuchsregie Radikal jung ausrichtet. 2011 erhielt er den Bayerischen Verdienstorden.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christian Stückl:

Jeremias im Passionstheater Oberammergau (6/2007)

Don Karlos am Münchner Volkstheater (10/2007)

Peer Gynt am Münchner Volkstheater (3/2008)

Richard III. am Münchner Volkstheater (11/2008)

Die Pest im Passionstheater Oberammergau (6/2009)

Hamlet am Münchner Volkstheater (11/2009)

Oberammergauer Passionsspiele 2010 in Oberammergau (5/2010)

Jedermann bei den Salzburger Festspielen (7/2010)

Merlin oder Das wüste Land am Schauspielhaus Zürich (11/2011)

Der Stellvertreter am Münchner Volkstheater (1/2012)

Antonius und Cleopatra im Passionstheater Oberammergau (7/2012)

Dantons Tod am Münchner Volkstheater (10/2012)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Münchner Volkstheater (3/2013)

Moses im Passionstheater Oberammergau (7/2013)

Ghetto am Münchner Volkstheater (11/2013)

Das Wintermärchen am Münchner Volkstheater (3/2014)

Bei Einbruch der Dunkelheit am Burgtheater Wien (11/2014)

Siegfried am Münchner Volkstheater (3/2015)

Schuld und Sühne am Münchner Volkstheater (12/2015)

Der Diener zweier Herren bei den Ruhrfestspielen (5/2016)

Der Sturm am Münchner Volkstheater (10/2016)

Mein Kampf am Münchner Volkstheater (1/2018)

Der Rüssel am Burgtheater Wien (4/2018)

Wilhelm Tell am Passionstheater Oberammergau (7/2018)

 

Studio Braun

Studio Braun ist eine 1998 gegründete, in Hamburg ansässige Musiker- und Künstlergruppe.

Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jaques Palminger produzieren zusammen Musik und "Telefonstreiche". Neben Alben wie "Gespräche" und "Ein Kessel Braunes" widmen sie sich auch der Arbeit im und am Theater. So vertonten sie 2006 und 2007 Texte von Besuchern des Berliner Maxim Gorki Theaters. Beim Protest gegen die geplanten Etatkürzungen beim Deutschen Schauspielhaus Hamburg engagierte sich das Studio Braun besonders prominent.

Inszenierungen des Studio Braun auf nachtkritik.de:

Dorfpunks am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (4/2008)

Rust - Ein deutscher Messias am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2010)

Der goldene Handschuh am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (11/2017)

Studlar, Bernhard

Bernhard Studlar, geboren 1972 in Wien, ist Dramatiker.

Studlar studierte Theaterwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Publizistik an der Universität Wien. Von 1995 bis 1998 war er Dramaturg und Regieassistent am Theater der Jugend in Wien. Von 1998 bis 2002 studierte er "Szenisches Schreiben" an der Universität der Künste Berlin, wo er auch Andreas Sauter kennenlernte, mit dem er für mehrere seiner Werke zusammenarbeitete. Seit 2005 leitet er gemeinsam mit Hans Escher das interkulturelle Autorentheater-Projekt Wiener Wortstätten.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Bernhard Studlar:

Spieltrieb, Bühnenbearbeitung des Romans von Juli Zeh, am Schauspiel Köln (4/2009)

Geld – Her Damit, gemeinsam mit Andreas Sauter, am Staatstheater Oldenburg (11/2009)

Alles in Ordnung, gemeinsam mit Andreas Sauter, am Theater Rampe in Stuttgart (6/2010)

Human Being Parzival, im Rahmen des Zweitaufführungs-Festivals "Don't Believe The Hype", am Theater Heidelberg (10/2011)

Kill Hill™ von Viliam Klimáček, Produktionsleitung, an den Wiener Wortstätten (11/2012)

Habe die Ehre von Ibrahim Amir, Dramaturgie, an den Wiener Wortstätten (1/2013)

Nullzeit, Bühnenbearbeitung des Romans von Juli Zeh, am Theater Bonn (3/2014)

Die Sicherheit der Sicherheit, Monologparcours anlässlich 10 Jahre Wiener Wortstätten, Inszenierung, an den Wiener Wortstätten (11/2015)

Der grüne Kakadu, nach Arthur Schnitzler, in einer Version mit Texten von Bernhard Studlar am Schauspielhaus Wien (1/2016)

Seestadt-Saga, Script für intermediales Erzählwerk, gemeinsam mit Tomas Schweigen und Lorenz Langenegger, am Schauspielhaus Wien (10/2017)

Digitalis Trojana – Der See, die Stadt und das Ende am Schauspielhaus Wien (5/2018)

Studnitz, Andreas von

Andreas von Studnitz, geboren 1954 in Bonn, ist Theaterregisseur und Intendant.

Andreas von Studnitz studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München und arbeitete ab 1979 zunächst als Schauspieler. Von 1986 bis 1989 war er Regieassistent am Schauspielhaus Bochum, u.a. bei Frank-Patrick Steckel und Andrea Breth, von 1991 bis 1997 Oberspielleiter des Schauspiels am Theater Lübeck. Nach 1998 arbeitete er als freier Regisseur u.a. am Thalia Theater Hamburg und am Schauspiel Frankfurt. Seit 2006 leitet Andreas von Studnitz das Theater Ulm. Sein Vertrag endet mit der Spielzeit 2017/2018.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Andreas von Studnitz:

Döner zweier Herren am Theater Pforzheim (6/2013)

Die Bakchen (Pussy Riot) am Theater Ulm (4/2015)

Judith am Theater Ulm (3/2016)

Dogville am Theater Ulm (10/2017)

Die lächerliche Finsternis am Theater Ulm (1/2018)

Stuhler, Nele

Nele Stuhler, 1989 in Berlin geboren, ist Performerin, Regisseurin und Autorin.

Nele Stuhler war als Jugendliche Mitglied von p14, dem Jugendclub der Berliner Volksbühne. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und Regie an der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2014 bis 2016 nahm sie am Lehrgang "Forum Text" in Graz teil. Sie ist Mitglied der Performancegruppe FUX und bildet mit Jan Koslowski das Regie-Duo "Leien des Alltags".

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen oder Stücken von Nele Stuhler:

FUX gewinnt 3/3 als Teil von FUX beim Performing Arts Festival Berlin (5/2016)

Société des Amis – Tindermatch im Oderbruch als Teil der Leien des Alltags beim Körber Studio Junge Regie in Hamburg (6/2015)

Frotzler-Fragmente als Teil von FUX am Schauspielhaus Wien (3/2017)

Die Wiederentdeckung der Granteloper als Teil von FUX am HAU Berlin (1/2018)

Der alte Schinken als Teil der Leien des Alltags am Schauspiel Frankfurt (4/2018)

Fische am Pfalztheater Kaiserslautern (3/2019)

 

Weitere Beiträge zu Nele Stuhler:

Meldung: Nele Stuhler erhält Förderpreis für Dramatik (3/2016)

Meldung: Die Gruppe Fux gewinnt den Ponto Performance Preis 2016 (4/2016)

Meldung: Stückepreis für Nele Stuhler (7/2018)

 

Link:

www.gruppefux.de

Siehe auch: FUX

Svolikova, Miroslava

Miroslava Svolikova, geboren 1986 in Wien, ist Dramatikerin.

Svolikova studierte Philosophie in Wien und Paris, Szenisches Schreiben bei uniT Graz und ist Absolventin der Akademie der bildenden Künste Wien. Für ihre Stücke gewann sie mehrere Preise wie u.a. den Retzhofer Dramapreis 2015 und den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis 2016.

 

Nachtkritiken zu Stücken von Miroslava Svolikova:

die hockenden am Burgtheater Wien (4/2016)

Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen ... am Schauspielhaus Wien (1/2017)

europa flieht nach europa bei den Autorentheatertagen Berlin (6/2018)

Der Sprecher und die Souffleuse am Grazer Theater am Lend (6/2019)

 

Weitere Beiträge zu Miroslava Svolikova:

Meldung – Retzhofer Dramapreis 2015 verliehen (5/2015)

Meldung – Miroslava Svolikova gewinnt Hans-Gratzer-Stipendium (5/2016)

Meldung – Schiller-Gedächtnis-Förderpreise an Stefan Hornbach und Miroslava Svolikova (7/2016)

Meldung – Hermann-Sudermann-Preis an Miroslava Svolikova (6/2017)

Meldung – "europa flieht nach europa" von Miroslava Svolikova in Auswahl für Autorentheatertage 2018 (11/2017)

Meldung – Autor*innen-Preis der österreichischen Theaterallianz an Miroslava SvolikovaMiroslava Svolikova (8/2018)

 

Website:

www.miroslavasvolikova.com

Syha, Ulrike

Ulrike Syha, 1976 in Wiesbaden geboren, ist Dramatikerin.

Sie studierte ab 1996 Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig und arbeitete anschließend von 1999 bis 2002 als Regieassistentin am Schauspiel Leipzig, während der Intendanz von Wolfgang Engel.

2002 erhielt sie den Kleist-Förderpreis für "Autofahren in Deutschland". Mit ihren Stücken "Nomaden" und "Privatleben" wurde sie 2003 und 2009 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. 2002 war sie für den Autoren-Preis des Heidelberger Stückemarkts nominiert. 2018 gewann sie den Autoren-Preis des Heidelberger Stückemarkts mit ihrem Stück "Drift".

 

Nachtkritiken zu Stücken von Ulrike Syha:

Gewerbe beim Festival Spieltriebe 2 am Theater Osnabrück (9/2007)

Rialto in der Reihe Deutschlandsaga der Berliner Schaubühne (11/2007)

Privatleben am Theater Chemnitz (10/2008; siehe dazu auch das Dossier zur Mülheim-Einladung dieses Stückes auf nachtkritik-stuecke09.de)

China Shipping am Landestheater Tübingen (5/2009)

Fracht (Nautisches Denken I–IV) am Theater Chemnitz (2/2010)

Report am Schauspiel Leipzig (3/2015)

Nora, Hedda und ihre Schwestern am Badischen Staatstheater Karlsruhe (10/2018)

Drift am Theater Heidelberg (4/2019)

 

Weitere Beiträge zu Ulrike Syha:

Meldung: Auswahl Heidelberger Stückemarkt 2018 steht fest (3/2018)

Sykes, Lily

Lily Sykes, Regisseurin

Lily Sykes wurde 1984 in London geboren und studierte an der Universität Oxford Germanistik und Philosophie, danach besuchte sie von 2006 bis 2008 die Pariser Theaterakademie École Philippe Gaulier.

2007 gründete sie mit Künstler*innen aus Japan, Deutschland, Österreich, England, den USA und Italien das Theaterensemble Aitherios.

Von 2009 bis 2012 arbeitete Sykes als Regieassistentin am Schauspiel Frankfurt. Seit 2012 inszeniert sie als freie Regisseurin u.a. für das Deutsche Theater Berlin, das Schauspiel Frankfurt, die Theater in Oberhausen und Osnabrück, das Junge Theater Göttingen, das Schauspielhaus Zürich und das Schauspielhaus Graz.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Lily Sykes:

Steilwand am Schauspiel Frankfurt (01/2010)

Edgar und Annabel am Schauspiel Frankfurt (05/2012)

Exzess, mein Liebling im Rahmen der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater Berlin (06/2013)

Your Lover Forever beim Kunstfest Weimar (08/2014)

Das Gelübde am Deutschen Theater Berlin (06/2016)

Romeo und Julia am Schauspielhaus Graz (11/2016)

 

Tabori, George

George Tabori, Schriftsteller, Drehbuchautor, Übersetzer und Regisseur, wurde am 24. Mai 1914 in Budapest geboren und starb am 23. Juli 2007 in Berlin. Bis kurz vor seinem Tod hat er noch am Berliner Ensemble gearbeitet. Ein Nachruf von Martin Kagel.

Tabori ist Namensgeber des 2010 postum gestifteten George-Tabori-Preises des "Fonds Darstellende Künste" in Berlin. Der Preis wird jedes Jahr an herausragende Ensembles freier Theater- und Tanzschaffender verliehen.

Nachtkritiken zu Arbeiten von George Tabori:

Gesegnete Mahlzeit bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen (5/2007)

Die Goldberg-Variationen im Berliner Ensemble (3/2008)

Die Juden / Jubiläum am Staatstheater Nürnberg (2/2009)

Mein Kampf am Schauspiel Frankfurt (10/2010)

Mein Kampf am Theater Bremen (6/2011)

Mein Kampf am Staatstheater Braunschweig (6/2014)

Flucht nach Ägypten am Théâtre National du Luxembourg (2/2015)

Mein Kampf am Mittelsächsischen theater in Freiberg (11/2015)

Mein Kampf am Münchner Volkstheater (1/2018)

Thalbach, Katharina

Katharina Thalbach, geboren am 19. Januar 1954 in Ost-Berlin, ist Schauspielerin sowie Schauspiel- und Opernregisseurin.

Katharina Thalbach entstammt einer Theaterfamilie. Ihr Vater war der aus der Schweiz stammende Brecht-Schüler und Regisseur Benno Besson, ihre Mutter die Schauspielerin Sabine Thalbach. Sie selbst steht seit ihrem fünften Lebensjahr auf der Bühne. Nach dem Tod ihrer Mutter 1966 kümmerte sich unter anderem Helene Weigel um ihre schauspielerische Ausbildung. Am Berliner Ensemble debütierte Thalbach als Schauspielerin im Jahre 1969.

Neben ihrer Arbeit als Theaterschauspielerin spielte sie auch Filmrollen bei den wichtigsten Regisseuren der DDR, darunter Konrad Wolf und Egon Günther. Im Dezember 1976 siedelte Katharina Thalbach nach Unterzeichnung des Offenen Briefes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns gemeinsam mit ihrem damaligen Lebenspartner, dem Schriftsteller Thomas Brasch (1945-2001), nach West-Berlin über.

In der BRD spielte sie u.a. in dem Kinofilm "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff (1979), der in Hollywood auch einen Oscar als bester ausländischer Film erhielt, sowie den Filmen von Thomas Brasch und zahlreichen anderen Kino- und Fernsehfilmen. 2003 gehörte Katharina Thalbach zu den Mitgründer*innen der Deutschen Filmakademie. 2015 wurde ihr vom Bundespräsidenten Joachim Gauck das Verdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Katharina Thalbach:

Maria Stuart am Hans Otto Theater Potsdam (Schauspiel) (01/2008)

Wie es Euch gefällt am Theater am Kurfürstendamm (Regie) (01/2009)

Die Socken Opus 124 am Schloßparktheater Berlin (Regie) (09/2010)

Im Dickicht der Städte am Berliner Ensemble (Regie) (10/2010)

Cyrano de Bergerac am Schauspielhaus Bochum (Regie) (1/2011)

Was ihr wollt am Berliner Ensemble (11/2012)

Roter Hahn im Biberpelz am Theater am Kurfürstendamm Berlin (1/2014)

Amphitryon am Berliner Ensemble (11/2014)

Hase Hase in der Komödie am Kurfürstendamm (im Schillertheater ) (1/2019)