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Begriff Definition
Thieme, Thomas

Thomas Thieme, geboren am 29. Oktober 1948 in Weimar, ist Schauspieler und Regisseur.

Thieme absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Ost-Berlin. Es folgten Engagements in Magdeburg und Halle. Nach seiner Ausreise aus der DDR im Jahr 1984 spielte er vier Jahre lang am Schauspiel Frankfurt, danach folgten feste Engagements am Burgtheater Wien und an der Schaubühne Berlin. Für seine Rolle als Richard III. in Luk Percevals und Tom Lanoyes "Schlachten!" im Jahr 2000 wurde er vom Fachblatt "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gekürt. In der Spielzeit 2002/03 inszenierte er zum ersten Mal als Regisseur am DNT Weimar.

nachtkritiken zu Regie-Arbeiten von Thomas Thieme:

Büchner/Leipzig/Revolte am Schauspiel Leipzig (10/2009)

Fallers Leben – vom deutschen Wesen Co-Regie mit Julia von Sell beim Movimentos Festival Wolfsburg (5/2011)

Weitere Texte:

Meldung - Thomas Thieme vergibt Alfred-Kerr-Darstellerpreis an Julia Häusermann vom Theater Hora (5/2013)

Meldung - Schauspieler Thomas Thieme will Weimar-Preis nicht annehmen (6/2018)

 

 

Thoms, Antje

Antje Thoms, geboren 1976 in Stralsund, ist Regisseurin und Autorin. Thoms studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Giessen und war anschließend Regieassistentin am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Seit der Spielzeit 14/15 ist sie Hausregisseurin am Deutschen Theater Göttingen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Antje Thoms:

Revolver-Traum … am Stadttheater Bern (12/2008)

Kaspar Häuser Meer am Staatstheater Saarbrücken (3/2009)

Die Kontrakte des Kaufmanns am Staatstheater Saarbrücken (11/2009)

Über die Kunst, seinen Chef anzusprechen am Staatstheater Saarbrücken (3/2016)

Sofja am Deutschen Theater Göttingen (12/2016)

Das Kind träumt am Theater Augsburg (1/2018)

In Alice Welt am Deutschen Theater Göttingen (8/2018)

Gas am Theater Augsburg (9/2018)

Nach Amerika am Stadttheater Bremerhaven (6/2019)

 

www.antjethoms.de

Thum, Caro

 

Caro Thum, geboren 1977 in Saarbrücken, ist Regisseurin.

Thum studierte nach einer zweijährigen Regieassistenz am Staatstheater Stuttgart Regie an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Sie hat als freie Regisseurin u.a. in Stuttgart, Ingolstadt, Münster und Bern gearbeitet. In Mainz, Basel und Nürnberg hat sie drei Stücke des britischen Dramatikers Dennis Kelly ("DNA", "Kindersorgen", "Waisen") zur deutschsprachigen Erstaufführung gebracht.

2009 war sie mit ihrer Mainzer Kelly-Inszenierung "DNA" für den "Faust"-Preis in der Kategorie Kinder- und Jugendtheater nominiert. Im Juni 2013 erhielt sie bei den Bayerischen Theatertagen den "Preis für eine herausragende Gesamtproduktion" für ihre Ingolstädter Inszenierung von Das Ende des Regens von Andrew Bovell.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Caro Thum:

Angst am Theater Basel (4/2007)

Stoning Mary am Theater Würzburg (3/2012)

Das Ende des Regens am Stadttheater Ingolstadt (12/2012)

Liebe und Information am Theater Münster (9/2013)

Detroit am Theater Münster (11/2014)

Kruso an den Bühnen der Stadt Gera / Theater und Philharmonie Thüringen (11/2015)

 

 

Tiedemann, Kathrin

Kathrin Tiedemann, geboren 1964 in Hamburg, ist Dramaturin, Kuratorin und Theaterleiterin.

Nach dem Studium der Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik war sie u.a. Autorin und Redakteurin der Fachzeitschrift "Theater der Zeit" und bei der Wochenzeitung "Freitag". Sie war Mitbegründerin und Kuratorin des Festivals "reich & berühmt" am Podewil Berlin (1996 bis 2003) und arbeitete als Dramaturgin u.a. auf Kampnagel Hamburg. Seit 2004 ist sie Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin des Forum Freies Theater in Düsseldorf.

 

Tiedemann, Philip

Philip Tiedemann, 1968 in Gießen geboren, ist Regisseur.

Ab 1990 arbeitete er als Regieassistent zuerst in Freiburg, später in Basel und Bremen. Auch am Burgtheater Wien begann er als Assistent, bekam rasch die Chance, selbst zu inszenieren. "Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" wurde 1999 zum Theatertreffen eingeladen, im selben Jahr wechselte er mit Claus Peymann als Oberspielleiter ans Berliner Ensemble. Ab 2002 inszenierte er in unterschiedlichen Städten, Düsseldorf, Graz, Leipzig, Osnabrück, und seit geraumer Zeit auch wieder am Berliner Ensemble. "Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen" erhielt 2010 den Preis der Berliner Theatergemeinde für die beste Inszenierung der Saison.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Philipp Tiedemann:

Trommeln in der Nacht am Berliner Ensemble (8/2007)

4 ½ Männer und ich (UA) am Berliner Ensemble (12/2007)

Aus dem Leben der Marionetten am Theater in der Josefstadt Wien (3/2009)

Die Hermannsschlacht am Theater Osnabrück (5/2009)

Immanuel Kant am Berliner Ensemble (12/2010)

Jandls Humanisten am Berliner Ensemble (6/2012).

Titov, Evgeny

Evgeny Titov, geboren 1980 in Russland, ist Regisseur.

Titov absolvierte eine Schauspielausbildung an der Theaterakademie St. Petersburg und arbeitete mehrere Jahre lang als Schauspieler in Russland, bevor er ein Regiestudium am Max Reinhardt Seminar in Wien begann. Seit 2016 arbeitet er als freischaffender Regisseur. Titov ist ferner regelmäßig als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin tätig.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Evgeny Titov:

Mein Herz ist rein am Staatsschauspiel Dresden (9/2016)

Hexenjagd am Schauspielhaus Düsseldorf (6/2017)

Frühlings Erwachen am Landestheater Linz (9/2017)

Der eingebildete Kranke am Staatstheater Wiesbaden (12/2018)

Hundeherz am Schauspielhaus Düsseldorf (2/2019)

 

Website:

https://evgenytitov.net/

toxic dreams

toxic dreams ist ein in Wien beheimatetes Off-Label, das 1997 von dem israelischen Regisseur Yosi Wanunu und der Produzentin Kornelia Kilga gegründet wurde.

Charakteristisch für die Gruppe ist die Verbindung von verschiedenen Stilen, von High- und Low-Technologien, theater- und kunstgeschichtlichem Referenzwissen und die Gleichwertigkeit der eingesetzten Elemente. Die Gruppe hat bereits über 20 Inszenierungen produziert, unter anderem eine Tschechow-Trilogie am brut Wien, deren dritter Teil Ich sterbe. I'm dying vom November 2009 sich mit den verschiedenen Legenden um den Tod des Autors beschäftigt. 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von toxic dreams:

Ich sterbe. I'm dying im Wiener brut (11/2009).

Link:

http://toxicdreams.at

Trolle, Lothar

Lothar Trolle, 1944 in Brücken bei Sangerhausen im Harz geboren, ist Schriftsteller und Dramatiker.

Zu DDR-Zeiten gab er u.a. mit dem Dichter Uwe Kolbe die Zeitschrift "Mikado" heraus und wurde 1992 einem größeren Publikum durch Frank Castorfs Inszenierung seines Stücks "Hermes in der Stadt" am Deutschen Theater Berlin bekannt. Von 1994 bis 1999 war er Hausautor am Berliner Ensemble. 1978 und 1991 erhielt er den Kinderhörspielpreis von Terre des Hommes, 1998 den Hörspielpreis der Akademie der Künste und wurde 2007 der 26. Stadtschreiber zu Rheinsberg. Lothar Trolle ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.

Nachtkritiken zu Texten von Lothar Trolle:

Kean (mit Textbeiträgen von Trolle) in der Volksbühne Berlin (12/2008)

Hans in Glück (mit Texten von Trolle) der Gruppe "Pankow" in der Berliner Volksbühne (3/2009)

Bertolt Brechts Julius Caesar (Bearbeitung Trolle) in der Agora der Berliner Volksbühne (6/2009)

Oberhausener Johannes-Passion am Theater Oberhausen (11/2009)

Der Engel von Sibiu, uraufgeführt am Teatrul National Radu Stanca Sibiu in Koproduktion mit dem Theater Oberhausen (3/2011)

K.O. nach zwölf Runden (Stunde der Boxer) am Mainfranken Theater Würzburg (7/2014)

Turbo Pascal

Turbo Pascal ist ein Berliner Theater- und Performance-Kollektiv. Gegründet wurde es 2004 in Hildesheim.

In seinen "theatralen Publikumsexperimenten" interessiert sich Turbo Pascal für kollektive Prozesse und Praktiken und dafür, wie Menschen ihr Zusammenleben organisieren und imaginieren. Das Kollektiv entwickelt interaktive Bühnenstücke, performative Installationen und partizipative Projekte im Stadtraum.

In Berlin arbeiteten Turbo Pascal mit der Schaubühne am Lehniner Platz, dem HAU Hebbel am Ufer, dem Heimathafen Neukölln und seit 2009 kontinuierlich mit den Sophiensaelen zusammen. Im Rahmen des Fonds Doppelpass der Bundeskulturstiftung kooperierten Turbo Pascal von 2012 bis 2014 mit dem Theater Freiburg.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Turbo Pascal:

Die Paten im Berliner Heimathafen Neukölln (2/2016)

Völkerwanderung am Theater Freiburg (5/2015)

Algorithmen in den Berliner Sophiensaelen (10/2014)

Leben und arbeiten am Theater Freiburg (3/2014)

Andere Beiträge zu Turbo Pascal:

Meldung: George Tabori Förderpreis 2018 an Turbo Pascal (5/2018)

Link:
www.turbopascal.info

 

Türkei

Türkei. Seit Gründung im Mai 2007 dehnt nachtkritik.de sukzessive seine internationale Berichterstattung aus. In "Theaterbriefen" wird in loser Folge über Tendenzen, herausragende Künstler und Spielstätten sowie aktuelle Debatten in Bühnenlandschaften jenseits des deutschen Sprachraums berichtet.

Im Jahr 2008 widmete die Biennale Bonn ihren Schwerpunkt dem Thema Bosporus und zeigte Arbeiten etwa des Staatstheater Istanbuls (Istanbul Devlet Tiyatrosu) oder des kurz zuvor neu gegründeten Istanbuler Volkstheater (Istanbul Halk Tiyatrosu). Beim Heidelberger Stückemarkt 2011 stand junge türkische Dramatik im Vordergrund. Geht es um die Auseinandersetzung der zweiten und dritten Generation der nach Deutschland eingewanderten Türken, ist das Ballhaus Naunystraße Berlin das repräsentative Theater. Dort lief auch Nurkan Erpulats Verrücktes Blut, das 2011 zum Theatertreffen eingeladen wurde.

Theaterbriefe aus der Türkei:

Das Theaterland Türkei auf der Bonner Biennale - Ein Bericht von Dorothea Marcus über die Biennale (6/2008)

Vom Marmara- übers Schwarze bis zum Mittelmeer – Steffen Kopetzky unterwegs im Auftrag der Bosporus Biennale Bonn (6/2008).

Meldungen, Berichte und Nachtkritiken im Zusammenhang mit der Türkei:

Presseschau vom 23.-25. Februar 2011 – Süddeutsche, Die Zeit und taz porträtieren das Ballhaus Naunynstraße und seine Leiterin Shermin Langhoff (2/2011)

Junge türkische Dramatik eröffnet den Wettbewerb beim Heidelberger Stückemarkt (5/2011)

Zwei türkische Autoren gewinnen Heidelberger Stückemarkt (5/2011)

Migranten spielen auf den Sprechbühnen keine Rolle - ein Debattenbeitrag des Journalisten Özgür Uludag (5/2011)

SüpermännerSüpermänner – Idil Üner beleuchtet im Berliner Ballhaus Naunystraße Klischees vom türkischen Mann (4/2014)

Nachtkritik vom 21. August 2014: Taksim forever - #Rüyalar parki – Die Neuköllner Oper in Berlin bemächtigt sich der Istanbuler Proteste vom Taksim-Platz

Presseschau: Der Tagesspiegel berichtet über türkische Theaterzensur (10/2014)

 

Weitere Lexikoneinträge: Nurkan Erpulat, Shermin Langhoff