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Begriff Definition
Stemann, Nicolas

Nicolas Stemann, geboren 1968 in Hamburg, ist Regisseur und designierter Co-Intendant des Zürcher Schauspielhaus.

Er studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Hamburg und Schauspieltheater-Regie am Max Reinhardt-Seminar in Wien und an der Theaterakademie in Hamburg bei Jürgen Flimm und Christoph Nel. Während der Ausbildung arbeitete er als Hotel- und Restaurantpianist, als Sänger und Gitarrist. Er inszeniert seit 1995. Das erste Mal überregional bekannt wurde er durch die Inszenierung seiner Terror-Trilogie 1997 ("Antigone" von Sophokles, "Die Möwe" von Tschechow, "Leonce und Lena" von Georg Büchner) auf Kampnagel Hamburg und am Gostner Hoftheater Nürnberg. Die ebenfalls in Nürnberg entstandende Inszenierung "Werther!" nach Goethe (1997) mit Philipp Hochmair spielt bis in die Gegenwart an zahlreichen nationalen und internationalen Theatern.

Stemann wurde mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen, zum ersten Mal 2002 mit seiner Inszenierung von "Hamlet" vom Schauspiel Hannover. Stemann wurde vor allem mit seinen Inszenierungen von Theatertexten Elfriede Jelineks bekannt.

Nicolas Stemann inszeniert regelmäßig am Wiener Burgtheater, dem Deutschen Theater Berlin und dem Thalia Theater Hamburg. Er arbeitet regelmäßig mit der Bühnenbildnerin Katrin Nottrodt, der Kostümbildnerin Esther Bialas und dem Dramaturgen Bernd Stegemann zusammen.

Stemann wurde bisher dreimal (2003, 2005, 2008) für den Nestroy-Theaterpreis und einmal für den Faust-Theaterpreis nominiert.

Simone Kaempf hat sich anhand seiner Wiener Inszenierung von Elfriede Jelineks "Babel" und der Hannoveraner Inszenierung von Kurt Vonneguts "Schlachthof 5" der Dialektik von Erinnern und Verdrängen bei Steman gewidmet. Dirk Pilz untersucht in einem Text zum Verhältnis von Geschichte und Gegenwart auch Stemanns Salzburger Räuber-Inszenierung. Als die Schauspielerin Margit Bendokat 2010 den Berliner Theaterpreis bekam, hielt Stemann die Laudatio. Dann brachte er der Bendokat ein Ständchen. Im November 2012 antwortete Stemann in Wien auf Peter Turrinis Regietheaterschelte im Rahmen der Nestroypreisverleihung.

Im Dezember 2014 nahm Stemann gemeinsam mjit Amelie Deuflhard (Kampnagel), Joachim Lux (Thalia Theater), Dirk Nockemann (AfD Hamburg) und Sieghard Wilm (Pfarrer St. Pauli Kirche) im Anschluss an eine Aufführung der "Schutzbefohlenen" an einer Podiumsdiskussion im Thalia Theater teil, mit dem Thema: Was darf die Kunst? Was darf die Gesellschaft? Der Anlass ist die Strafanzeige der AfD Hamburg gegen Amelie Deuflhard, wegen Verstosses gegen die Aufenthaltsbestimmungen.

"Die Schutzbefohlenen" wird zum Theatertreffen 2015 eingeladen. Anlässlich des dortigen Gastspiels wird heftig über Rassismus, Blackfacing und die Arbeit mit Flüchtlingen diskutiert.

2019 übernimmt Stemann zusammen mit Benjamin von Blomberg die Leitung des Zürcher Schauspielhaus

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Nicolas Stemann:

Don Carlos im Deutschen Theater Berlin (01/2007)

Ulrike Maria Stuart beim Theatertreffen 2007

Über Tiere im Deutschen Theater Berlin (05/2007)

Iphigenie im Thalia Theater Hamburg (09/2007)

Die Räuber bei den Salzburger Festspielen (08/2008)

Urlesung der "Kontrakte des Kaufmanns" am Wiener Burgtheater (03/2009)

Die Kontrakte des Kaufmanns im Kölner Schauspielhaus (04/2009)

Nathan der Weise am Thalia Theater Hamburg (10/2009)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Deutschen Theater Berlin (12/2009)

La Périchole an der Komischen Oper Berlin (6/2010)

Faust I & II. Eine öffentliche Probe am Thalia Theater Hamburg (10/2010)

Aufhören! Schluss jetzt! Lauter! 12 letzte Lieder am Deutschen Theater Berlin (2/2011)

Die Dreigroschenoper am Schauspiel Köln (3/2011)

Faust 1 & 2 bei den Salzburger Festspielen (7/2011)

Der demografische Faktor am Schauspiel Köln (3/2012)

Gefahr-Bar an der Berliner Schaubühne (12/2012)

Kommune der Wahrheit. Wirklichkeitsmaschine bei den Wiener Festwochen (6/2013)

Rein Gold an der Staatsoper Berlin (3/2014)

Die Schutzbefohlenen beim Festival "Theater der Welt" in Mannheim (5/2014), Gastspiel beim Berliner Theatertreffen 2015

Der Kaufmann von Venedig in den Münchner Kammerspielen (10/2015)

Borgen an der Berliner Schaubühne (2/2016)

Wut an den Münchner Kammerspielen (4/2016)

Der Kirschgarten an den Münchner Kammerspielen (1/2017)

Kein Licht bei der Ruhtriennale (8/2017)

Der Vater an den Münchner Kammerspielen (4/2018)

Stephens, Simon

Simon Stephens, geboren 1971 in Stockport bei Manchester/England, ist Dramatiker und gehört zu den meistgespielten ausländischen Gegenwartsautoren auf deutschsprachigen Bühnen.

Sebastian Nüblings Inszenierung von Stephens' Pornographie, das im Juni 2007 beim Festival Theaterformen in Hannover herauskam, wurde 2008 zum Theatertreffen eingeladen. In der Jahresumfrage von Theater heute wurden Stephens' Werke mehrfach zum "Ausländischen Stück des Jahres" gekürt: 2007 Motortown , 2008 Pornographie, 2011 Wastwater, 2012 Three Kingdoms.

Nach dem Veto der Briten beim EU-Gipfel zur Euro-Rettung im Dezember 2011 sprach der Dramatiker über die Europafeindlichkeit in seinem Land und auf den britischen Bühnen.

Nachtkritiken zu Stücken von Simon Stephens:

Pornographie beim Festival Theaterformen in Hannover, R: Sebastian Nübling (6/2007)

Christmas am Staatstheater Mainz, R: Michael Fontheim (11/2007)

Motortown am Schauspielhaus Bochum (1/2008)

Motortown am Burgtheater Wien (1/2008)

Harper Regan bei den Salzburger Festspielen (8/2008)

Steilwand am Schauspiel Frankfurt (1/2010)

Punk Rock am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (3/2010)

Marine Parade am Staatstheater Mainz (6/2010)

Harper Regan am Theater Aachen (3/2011)

Wastwater vom Royal Court Theatre bei den Wiener Festwochen (5/2011)

Three Kingdoms an den Münchner Kammerspielen (10/2011)

Wastwater am Schauspiel Köln (4/2012)

Wastwater am Burgtheater Wien (4/2012)

Wastwater am Deutschen Theater Berlin (4/2013)

Three Kingdoms am Landestheater Tübingen (9/2013)

Three Kingdoms am Theater Osnabrück (12/2013)

Carmen Disruption am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (3/2014)

Blindlings am Theater Kiel (1/2016)

Wut / Rage am Thalia Theater Hamburg (9/2016)

Birdland am Nationaltheater Mannheim (10/2016)

Heisenberg am Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2016)

Three Kingdoms am Theater Hof (3/2017)

Am Strand der weiten Welt am Landestheater Detmold (5/2017)

Ubus Prozess am Schauspiel Leipzig (1/2018)

Motortown am Pfalztheater Kaiserslautern (3/2018)

Harper Regan am Theater Heilbronn (10/2018)

Maria am Hamburger Thalia Theater (1/2019)

Link:

https://twitter.com/stephenssimon

 

Siehe auch: Theaterbrief aus Großbritannien (3) – Das vom "German theatre" inspirierte Experiment "Secret Theatre" des Lyric Hammersmith London. (3/2014)

Stockmann, Nis-Momme

Nis Momme-Stockmann, geboren 1981 in Wyk auf der nordfriesischen Insel Föhr, ist Theaterautor.

Seine Vita führt neben einem Studium der Sprache und Kultur Tibets sowie der Medienwissenschaften in Hamburg und Odense eine Lehre als Koch auf. Zum Dramatiker bildete er sich an der Berliner Universität der Künste im Studiengang "Szenisches Schreiben" aus.

Für "Der Mann der die Welt aß" erhielt Stockmann den Werkauftrag des Stückemarktes des Berliner Theatertreffens 2009 und den Preis des Heidelberger Stückemarktes 2009. Die Heidelberger Uraufführung des Werkes aus demselben Jahr wurde für das nachtkritik-Theatertreffen 2010 nominiert und von den nachtkritik-Lesern auf den 5. Platz hochkatapultiert. Als Diskutant trat er 2009 beim Berliner Symposium Schleudergang Neue Dramatik auf. Von 2009 bis 2012 war Stockmann Hausautor am Schauspiel Frankfurt, auf dessen Website er auch einen eigenen Blog führte.

Mit dem Stuttgarter Auftragswerk "Kein Schiff wird kommen" wurde Stockmann bereits in seiner Debütsaison zu den Mülheimer Tagen 2010 eingeladen, in deren Vorfeld er auf nachtkritik-stuecke2010.de einen Text gegen die Bewertungsmacht der Kritik und für eine Dramaturgie der Zukunft veröffentlichte. Im Mai 2010 war Stockmann außerdem Mitglied der Jury des Heidelberger Stückemarktes, die mit ihrer Entscheidung, die zu vergebende Preissumme zwischen allen Autoren zu teilen, für Aufsehen sorgte. Im Rahmen der Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa 2010 hielt Nis-Momme Stockmann die Rede Vom Verschwinden des Autors und dem anschwellenden Theater, die im Juni 2010 auf nachtkritik.de veröffentlicht wurde.

Im Jahr 2014 erhielt er den mit 10.000 Euro dotierten Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. 2016 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Der Fuchs" (hier die Buchkritik), mit dem er für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Im Vorfeld gab er dem Blog intellectures.de ein Interview, in dem er auch über die "Idioten" von der theaterkritischen Zunft schimpfte.

In Bild und Ton ist Stockmann Videoporträt auf nachtkritik-stuecke2010.de zu erleben.

Nachtkritiken zu Stücken und Inszenierungen von Nis-Momme Stockmann:

Der Mann der die Welt aß auf dem Stückemarkt des Theatertreffens (5/2009)

Und dann biege ich in eine Straße ein im Rahmen des Theaterspekakels "Heimat-Los!" am Landestheater Altenburg/Gera (10/2009)

Der Mann der die Welt aß am Theater Heidelberg (12/2009)

Das blaue blaue Meer am Schauspiel Frankfurt (1/2010)

Kein Schiff wird kommen am Staatstheater Stuttgart (2/2010)

Das blaue blaue Meer am Theater Bremen (5/2010)

Inga und Lutz oder: Die potentielle Holistik eines Schnellkochtopfs im Kosmos des modernen Seins am Staatstheater Braunschweig (10/2010)

Kein Schiff wird kommen in der Box des Deutschen Theaters Berlin (10/2010)

Die Ängstlichen und die Brutalen am Schauspiel Frankfurt (11/2010)

Herkules Manhattans holistisches Kompendium des modernen Seins, Kapitel 2: Time Tunnel in der Box des Schauspiels Frankfurt (1/2011)

Expedition und Psychiatrie am Theater Heidelberg (auch Regie) (3/2011)

Die Ängstlichen und die Brutalen am Deutschen Theater Berlin (4/2011)

Der Freund krank am Schauspiel Frankfurt (4/2012)

Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir am Schauspiel Hannover (9/2012)

Der Freund krank am Deutschen Theater Berlin (2/2014)

Die kosmische Oktave an den Sophiensaelen Berlin (3/2014)

Phosphoros bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2014)

In Transit im Kurzdramenprojekt "Vom Ende der Kindheit" am Theater Chemnitz (6/2015)

Amerikanisches Detektivinstitut Lasso am Schauspiel Hannover (2/2016)

Kernsanierung der Postmoderne beim Offshore Festival am Stadttheater Bremerhaven (6/2016)

Das Imperium des Schönen am Schauspiel Stuttgart (1/2019)

Stolz, Caroline

Caroline Stolz, 1977 in Bonn geboren, ist Regisseurin.

Stolz studierte unter anderem Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Bochum und Bonn. Von 2008 bis 2014 war sie Leiterin der Spielstätte Wartburg und Hausregisseurin am Staatstheater Wiesbaden, von 2014 bis 2017 künstlerische Direktorin für Oper und Schauspiel am Theater Pforzheim. Zur Spielzeit 2017/18 wechselte sie als Schauspieldirektorin ans Theater Trier. Ab August 2019 wird Caroline Stolz Intendantin am Rheinischen Landestheater Neuss.


Nachtkritiken zu Inszenierungen von Caroline Stolz:

Jede Menge Kohle am Schauspiel Essen (10/2010)

König Ödipus am Staatstheater Wiesbaden (1/2011)

Prinz Eisenherz am Staatstheater Wiesbaden (6/2011)

Die Leiden des jungen Werthers am Theater Bielefeld (8/2014)


Weitere Links:

www.carolinestolz.de

Stolzenburg, Enrico

Enrico Stolzenburg, 1973 in Berlin geboren, ist Regisseur.

Stolzenburg begann als Regieassistent am Berliner Ensemble und der Schaubühne, wo auch seine ersten Regiearbeiten entstanden. Er arbeitet als Regisseur u.a. an den Theatern Konstanz, Freiburg und Magdeburg, sowie in Basel und Bern. Seit der Spielzeit 2013/14 ist er Hausregisseur am Nationaltheater Weimar.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Enrico Stolzenburg:

Kebab an der Berliner Schaubühne (3/2007)

An kalten Tagen bitte Türen schließen am Theater Magdeburg (2/2011)

Kleiner Mann, was nun? am Theater Magdeburg (4/2012)

Die Fraktion am Theater Magdeburg (1/2013)

Weiskerns Nachlass am Nationaltheater Weimar (9/2013)

Luft nach oben am Deutschen Nationaltheater Weimar (11/2015)

Trutz am Nationaltheater Weimar (2/2019)

Stölzl, Philipp

Philipp Stölzl, 1967 in München geboren, arbeitet als Opern-, Film-, Video- und Theaterregisseur sowie Drehbuchautor.

An den Münchner Kammerspielen zum Bühnen- und Kostümbildner ausgebildet, arbeitete Stölzl bis 1996 an deutschen Theatern in diesen Professionen, u.a. mit Thomas Langhoff und Armin Petras. Mit Armin Petras und Rio Reiser brachte er 1994 am Theater Chemnitz das Rockmusical "Knock out Deutschland" heraus, an dem er als Co-Autor mitgewirkt hatte.

1997 drehte Stölzl für die Band Rammstein sein erstes Musikvideo und war danach für u.a. Madonna, Mick Jagger, Faith No More, Evanescence oder Marius Müller-Westernhagen tätig. Sein erster Spielfilm "Baby" kam 2002 in die Kinos. Seither drehte Stölzl u.a. "Nordwand" (2002), "Goethe!" (2010) und "Der Medicus" (2013).

Seit seinem Opernregiedebüt mit Carl Maria von Webers "Freischütz" am Meininger Staatstheater Premiere 2005 inszeniert Stölzl regelmäßig an Opernhäusern. 2014 brachte Stölzl sein erstes Sprechtheaterstück, Frankenstein nach dem gleichnamigen Roman von Mary Shelley, am Theater Basel heraus.

 

nachtkritiken zu Inszenierungen von Philipp Stölzl:

Orpheus in der Unterwelt an der Staatsoper Berlin (12/2011)

Frankenstein am Theater Basel (9/2014)

Der Phantast am Staatsschauspiel Dresden (1/2017)

Andersens Erzählungen am Theater Basel (9/2019)

 

Weitere Beiträge zu Philipp Stölzl:

Meldung: Bühnenbildner des Jahres bei Theater der Zeit (10/2015)

Stone, Simon

Simon Stone, als Sohn australischer Wissenschaftler 1984 in Basel geboren, ist Theaterregisseur und Dramatiker.

Stone wuchs in Cambridge/England und in Melbourne/Australien auf und studierte Schauspiel. 2007 gründete er die freie Theatergruppe "The Hayloft Project", die ab 2008 im Belvoir St Theatre in Sydney auftrat. 2011 wurde Stone Hausregisseur am Belvoir, wo er u.a. seine Adaption der "Wildente" von Henrik Ibsen schuf. Seit einem Gastspiel dieser Produktion bei den Wiener Festwochen 2013 arbeitet Stone regelmäßig im deutschsprachigen Raum. Seit 2015 ist er Hausregisseur am Theater Basel.

Nachtkritiken zu Inszenierungen und Texten von Simon Stone:

The Wild Duck / Die Wildente bei den Wiener Festwochen (5/2013)

Die Orestie von Simon Stone nach Aischylos am Theater Oberhausen (2/2014)

Thyestes von Simon Stone nach Seneca beim Festival "Theater der Welt" (5/2014)

John Gabriel Borkman bei den Wiener Festwochen (5/2015)

Rocco und seine Brüder an den Münchner Kammerspielen (10/2015)

Peer Gynt am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (3/2016)

Drei Schwestern am Theater Basel (12/2016)

Ibsen Huis beim Festival d'Avignon (7/2017)

Lear bei den Salzburger Festspielen (8/2017)

Hotel Strindberg am Burgtheater Wien (1/2018)

Eine griechische Trilogie am Berliner Ensemble (10/2018) 

Medea am Burgtheater Wien (12/2018)

Hotel Strindberg beim Berliner Theatertreffen (5/2019)

Médée bei den Salzburger Festspielen

Štorman, Marco

Marco Štorman, 1980 in Hamburg geboren, ist Regisseur.

Štorman absolvierte 2005 ein Regiestudium an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule und arbeitete zunächst als Regieassistent u.a. von Jossi Wieler, Stephan Kimmig, Christoph Schlingensief und Lars-Ole Walburg. Noch als Student gab Štorman 2004 am Nationaltheater Weimar sein Debüt als Regisseur. 2006 gründete er in Hannover die freie Gruppe Kulturfiliale, die er seitdem leitet. Seit 2007 arbeitet er darüber hinaus als freier Regisseur.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Marco Štorman und/oder Kulturfiliale:

Anna Karenina am Theater Lübeck (3/2012)

Wir sind noch einmal davon gekommen am Thalia Theater Hamburg (2/2013)

T.R.I.P. - Ein Open World Game von Kulturfiliale am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (4/2013)

Anatol am Staatstheater Kassel (5/2013)

Paul Pode von Kulturfiliale (ohne Marco Štorman) am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (8/2013)

Ändere den Aggregatzustand Deiner Trauer oder Wer putzt Dir die Trauerränder weg? am Theater Luzern (3/2014)

Hamlet am Stadttheater Ingolstadt (12/2014)

Der schwarze Obelisk am Theater Osnabrück (1/2015)

Immer noch Sturm am Staatstheater Kassel (6/2015)

Möglicherweise gab es einen Zwischenfall am Schauspielhaus Wien (11/2015)

Wintermärchen am Theater Trier (02/2016)

Kudlich am Schauspielhaus Wien (11/2016)

Ich schlief mit Gott am Staatstheater Mainz (7/2017)

Merlin oder Das wüste Land am Staatstheater Kassel (1/2018)

Das schweigende Mädchen am Theater Bremen (6/2019)

Link:

www.kulturfiliale-hannover.de

Strauß, Botho

Botho Strauß, geboren 1944 in Naumburg/Thüringen und aufgewachsen im Ruhrgebiet und in Rheinland-Pfalz, ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller der Nachkriegszeit.

Nach einem nach fünf Semestern abgebrochenen Studium der Germanistik, Theatergeschichte und Soziologie arbeitete er 1967 bis 1970 als Journalist beim Fachblatt "Theater heute". Anschließend war er bis 1975 Dramaturg an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer, die sich aus dem Geist der 1968er-Bewegung als Mitbestimmungstheater konstituiert hatte und in den 1970er Jahren unter dem Intendanten Peter Stein zu einem der führenden Theater im deutschsprachigen Raum aufstieg.

Strauß etablierte sich als Dramatiker, Prosaschriftsteller und Essayist. 1989 erhielt er den Georg-Büchner-Preis, 1993 den Berliner Theaterpreis, 2001 den Lessing-Preis der Stadt Hamburg und 2007 den Schiller-Gedächtnispreis. Mit seinem Stück "Kalldewey, Farce" gewann er 1982 den Mülheimer Dramatikerpreis.

1993 entfachte Strauß mit seinem im Wochenmagazin "Der Spiegel" veröffentlichten Essay "Anschwellender Bocksgesang" eine große Nachwende-Debatte über Demokratie, Kulturkritik und die Gesinnung der neuen Rechten. Der Essay brachte dem ehemals als links eingestuften Autor den Vorwurf des Flirts mit der politischen Rechten und des Drifts in den Neokonservativismus ein. In den Jahren seither meldet sich Strauß sporadisch, aber stets prononciert kulturkritisch zu Wort. Auf seine 2013 ebenfalls im "Spiegel" unter dem Titel "Der Plurimi-Faktor" veröffentlichte Kritik an der neuen Mitbestimmungs- und Netzkultur antwortete Dirk Pilz für nachtkritik.de. Im Jahr 2015 schrieb Strauß, angesichts der ins Land strömenden Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern, abermals im Spiegel, mit dem Essay "Der letzte Deutsche" (Zusammenfassung hier) eine Fortsetzung des "Bocksgesangs". 2016 bedient er sich der FAZ und Shakespeares, um abermals die modernen Zeiten und das Theater der Gegenwart eher herabzuwürdigen als zu kritisieren.

Nachtkritiken zu Stücken von Botho Strauß:

Groß und klein am Deutschen Theater Berlin (3/2008)

Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle am Staatstheater Mainz (6/2008)

Trilogie des Wiedersehens am Burgtheater Wien (3/2009)

Leichtes Spiel. Neun Personen einer Frau am Bayerischen Staatsschauspiel München (4/2009)

Trilogie des Wiedersehens am Staatstheater Stuttgart (7/2009)

Sieben Türen am Schauspielhaus Bochum (1/2010)

Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle am Düsseldorfer Schauspielhaus (12/2010)

Das blinde Geschehen am Burgtheater Wien (3/2011)

Groß und klein / Big and small bei den Wiener Festwochen (5/2012)

Ithaka am Schlosstheater Celle (1/2013)

Groß und klein am Schauspiel Köln (10/2016)

Besucher am Theater Hof (10/2019)

Buchkritiken zu Büchern von Botho Strauß:

Lichter des Toren (8/2013)

Streeruwitz, Marlene

Marlene Streeruwitz, am 28. Juni 1950 in Baden bei Wien geboren, ist Schriftstellerin und Regisseurin. Sie lebt in Wien, Berlin, London und New York.

Nach einem abgebrochenen Jurastudium studierte Streeruwitz Slawistik und Kunstgeschichte in Wien. Seit 1986 veröffentlicht sie literarische Arbeiten, seit 1992 werden ihre Theaterstücke an zahlreichen Bühnen aufgeführt. 1996 erschien ihr erster Roman, "Verführungen. 3 Folge. Frauenjahre", für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. Zahlreiche Würdigungen folgten. Anfang der 1990er Jahre arbeitete sie auch als Theaterregisseurin am Schauspiel Köln und am Schauspielhaus Wien.

Streeruwitz gilt als eine der politisch engagiertesten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. Scharf kommentierte sie die politischen Ereignisse in Österreich (ÖVP/FPÖ-Koalition) im Jahr 2000. Im November 2006 wehrte sich die österreichische Schriftstellerin öffentlich gegen Nicolas Stemanns Inszenierung von Elfriede Jelineks Ulrike Maria Stuart am Hamburger Thalia Theater, weil sie darin als sprechende Vagina dargestellt wurde. Im Magazin des Spiegel formulierte sie: "Ich will als handelndes und denkendes Subjekt nicht auf ein sprechendes Geschlechtsorgan reduziert werden." Stemanns Reaktion wurde auf einer Diskussion beim Berliner Theatertreffen 2007 thematisiert.

Als Jurorin des Stückemarktes beim Berliner Theatertreffen 2010 beklagte Streeruwitz in der TAZ das fehlende "Begehren auf Literatur" bei den JungautorInnen und lieferte damit einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Krise der Nachwuchsdramatik.

Nachtkritiken zu Texten von Marlene Streeruwitz:

Jessica, 30 im Theater Drachengasse Wien (4/2011)

Entfernung am Schauspielhaus Wien (10/2011)

Jessica, 30 am Schlosstheater Celle (2/2013)

Willkommen in Deutschland (Textbeiträge zum Drama von Tony Kushner) am Schauspiel Frankfurt (4/2017)

Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-Lago. am Berliner Ensemble (10/2018)