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Begriff Definition
Tabori, George

George Tabori, Schriftsteller, Drehbuchautor, Übersetzer und Regisseur, wurde am 24. Mai 1914 in Budapest geboren und starb am 23. Juli 2007 in Berlin. Bis kurz vor seinem Tod hat er noch am Berliner Ensemble gearbeitet. Ein Nachruf von Martin Kagel.

Tabori ist Namensgeber des 2010 postum gestifteten George-Tabori-Preises des "Fonds Darstellende Künste" in Berlin. Der Preis wird jedes Jahr an herausragende Ensembles freier Theater- und Tanzschaffender verliehen.

Nachtkritiken zu Arbeiten von George Tabori:

Gesegnete Mahlzeit bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen (5/2007)

Die Goldberg-Variationen im Berliner Ensemble (3/2008)

Die Juden / Jubiläum am Staatstheater Nürnberg (2/2009)

Mein Kampf am Schauspiel Frankfurt (10/2010)

Mein Kampf am Theater Bremen (6/2011)

Mein Kampf am Staatstheater Braunschweig (6/2014)

Flucht nach Ägypten am Théâtre National du Luxembourg (2/2015)

Mein Kampf am Mittelsächsischen theater in Freiberg (11/2015)

Thalbach, Katharina

Katharina Thalbach, geboren am 19. Januar 1954 in Ost-Berlin, ist Schauspielerin sowie Schauspiel- und Opernregisseurin.

Katharina Thalbach entstammt einer Theaterfamilie. Ihr Vater war der aus der Schweiz stammende Brecht-Schüler und Regisseur Benno Besson, ihre Mutter die Schauspielerin Sabine Thalbach. Sie selbst steht seit ihrem fünften Lebensjahr auf der Bühne. Nach dem Tod ihrer Mutter 1966 kümmerte sich unter anderem Helene Weigel um ihre schauspielerische Ausbildung. Am Berliner Ensemble debütierte Thalbach als Schauspielerin im Jahre 1969.

Neben ihrer Arbeit als Theaterschauspielerin spielte sie auch Filmrollen bei den wichtigsten Regisseuren der DDR, darunter Konrad Wolf und Egon Günther. Im Dezember 1976 siedelte Katharina Thalbach nach Unterzeichnung des Offenen Briefes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns gemeinsam mit ihrem damaligen Lebenspartner, dem Schriftsteller Thomas Brasch (1945-2001), nach West-Berlin über.

In der BRD spielte sie u.a. in dem Kinofilm "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff (1979), der in Hollywood auch einen Oscar als bester ausländischer Film erhielt, sowie den Filmen von Thomas Brasch und zahlreichen anderen Kino- und Fernsehfilmen. 2003 gehörte Katharina Thalbach zu den Mitgründer*innen der Deutschen Filmakademie. 2015 wurde ihr vom Bundespräsidenten Joachim Gauck das Verdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Katharina Thalbach:

Maria Stuart am Hans Otto Theater Potsdam (Schauspiel) (01/2008)

Wie es Euch gefällt am Theater am Kurfürstendamm (Regie) (01/2009)

Die Socken Opus 124 am Schloßparktheater Berlin (Regie) (09/2010)

Im Dickicht der Städte am Berliner Ensemble (Regie) (10/2010)

Cyrano de Bergerac am Schauspielhaus Bochum (Regie) (1/2011)

Was ihr wollt am Berliner Ensemble (11/2012)

Roter Hahn im Biberpelz am Theater am Kurfürstendamm Berlin (1/2014)

Amphitryon am Berliner Ensemble (11/2014)

 

Thalheimer, Michael

Michael Thalheimer, geboren am 28. Mai 1965 in Frankfurt am Main, ist Theaterregisseur.

Von 1985 bis 1989 studierte er an der Berner Schauspielschule und war als Schauspieler an mehreren Theatern engagiert, unter anderem in Bern, Mainz, Bremerhaven und Chemnitz. 1997 brachte er am Theater Chemnitz seine erste Inszenierung heraus: Fernando Arrabas "Der Architekt und der Kaiser von Assyrien". Seitdem arbeitet er mit dem Bühnenbildner Olaf Altmann zusammen.

Seit seiner Doppeleinladung zum Berliner Theatertreffen 2000 mit "Das Fest" nach Thomas Vinterberg und Mogens Rukov am Staatsschauspiel Dresden und "Liliom" von Franz Molnar am Hamburger Thalia Theater inszeniert er regelmäßig an den führenden Bühnen im deutschsprachigen Raum. Mehrfach wurden seine Arbeiten zum Berliner Theatertreffen eingeladen, wobei sie immer wieder für Diskussionen sorgten, zum Beispiel hier und hier. 2008 und 2011 erhielt er den Nestroy-Theaterpreis für die beste deutschsprachige Aufführung für "Die Ratten" und "Die Weber", jeweils am Deutschen Theater Berlin entstanden.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Michael Thalheimer:

Orestie beim Theatertreffen 2007 in Berlin (5/2007)

Die Ratten am Deutschen Theater Berlin (10/2007, eingeladen zum Theatertreffen 2008)

Die Wildente am Deutschen Theater Berlin (2/2008)

Hamlet am Thalia Theater Hamburg (4/2008)

Was ihr wollt am Deutschen Theater Berlin (8/2008)

Reigen am Thalia Theater Hamburg (3/2009)

Ödipus/Antigone am Schauspiel Frankfurt (10/2009)

Der Kirschgarten am Staatstheater Stuttgart (1/2010)

Die Nibelungen am Deutschen Theater Berlin (3/2010)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Burgtheater Wien (10/2010)

Die Weber am Deutschen Theater Berlin (1/2011)

Maria Stuart am Schauspiel Frankfurt (3/2011)

Die Macht der Finsternis an der Berliner Schaubühne (5/2011)

Unschuld am Deutschen Theater Berlin (9/2011)

Medea am Schauspiel Frankfurt (4/2012)

Ein Sommernachtstraum am Residenztheater München (6/2012)

Elektra am Burgtheater Wien (10/2012)

Kleiner Mann, was nun? am Schauspiel Frankfurt (1/2013)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Deutschen Theater Berlin (3/2013)

Medea als Gastspiel beim Berliner Theatertreffen im Shorty (5/2013)

Die Jungfrau von Orleans bei den Salzburger Festspielen (7/2013)

Tartuffe an der Berliner Schaubühne (12/2013)

Maria Magdalena am Burgtheater Wien (2/2014)

Nora am Schauspiel Frankfurt (5/2014)

Die Schutzbefohlenen am Wiener Burgtheater (3/2015)

Nachtasyl an der Berliner Schaubühne (6/2015)

Penthesilea am Schauspiel Frankfurt (12/2015)

Wallenstein an der Schaubühne Berlin (5/2016)

Prinz Friedrich von Homburg am Schauspiel Frankfurt (11/2016)

Der eingebildete Kranke an der Schaubühne Berlin (1/2017)

Der zerbrochne Krug am Hamburger Schauspielhaus (3/2017)

Die Perser am Akademietheater Wien (5/2017)

 

Theater der Welt

Theater der Welt ist ein internationales Theaterfestival, das 1981 vom deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts gegründet wurde und alle zwei bis drei Jahre in einer anderen deutschen Stadt stattfindet. Es entstand aus einer Idee des damaligen Intendanten des Deutschen Schauspielhauses und damaligen Präsidenten des ITI, Ivan Nagel, anlässlich des Theaters der Nationen 1979 in Hamburg. Zum ersten Male fand das Theater der Welt 1981 in Köln unter der Programmdirektion der Theaterkritikerin Renate Klett statt.

Es folgten die Festivals 1985 in Frankfurt am Main (Programmdirektion Thomas Petz), 1987 in Stuttgart (Programmdirektion: Renate Klett), 1989 in Hamburg (Programmdirektion: Renate Klett), 1991 in Essen (Programmdirektion: Börries von Liebermann), 1993 in München (Programmdirektion: Renate Klett), 1996 in Dresden (Programmdirektion: Hannah Hurtzig), 1999 in Berlin (Programmdirektion: Nele Hertling, Maria Magdalena Schwaegermann und Thomas Langhoff), 2002 in Köln, Bonn, Düsseldorf und Duisburg (Programmdirektion: Matthias Lilienthal), 2005 in Stuttgart (Programmdirektion: Marie Zimmermann), 2008 in Halle (Saale) (Programmdirektion: Torsten Maß), 2010 in Essen und Mülheim an der Ruhr (Programmdirektion: Frie Leysen) sowie 2014 in Mannheim (Programmdirektion: Matthias Lilienthal und Burkhart C. Kosminski).

 

Nachtkritiken zu den Aufführungen beim Theater der Welt 2008 in Halle

Komm ins Offene! – Die elfte Ausgabe des ITI-Festivals nimmt engen Kontakt auf zur umgebenden Stadt (6/2008)

22. Juni 1974, 21:03 – Massimo Furlans Remake von Jürgen Sparwassers WM-Tor (6/2008)

X(ics) – die italienische Gruppe Motus erzählt von einer Jugend ohne Gott (6/2008)

Faustas – Eimuntas Nekrosius übersetzt Goethes Faust in sein poetisches Bildertheater (6/2008)

Cet Enfant – Joël Pommerat zeigt sich als kluger Entrümpler des Familienstücks (6/2008)

Dritte Generation – Yael Ronen zeigt ein israelisch-palästinensisch- deutsches work in progress (6/2008)

Back in the USSR – das kasachische Ensemble Art & Shock mit einer SU-Parodie (6/2008)

China – William Yangs intime Foto-Dokumentation sucht nach den Wurzeln (7/2008)

 

Nachtkritiken zu den Aufführungen beim Theater der Welt 2010 in Essen und Mülheim a.d.R.

I am not me, the horse is not mine – Williams Kentridges kluge Gogol-Annäherung (7/2010)

Der Kirschgarten – Kristian Smeds präsentiert ein Tschechow-Public-Viewing (7/2010)

Welcome to Rocksburg − Mpumelelo Paul Grootbooms Township-Romanze (7/2010)

Kinder des Dämons – Béla Pintér treibt eine Verlobungsgesellschaft auf die Spitze der Skurrilitäten (7/2010)

Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein – Kornél Mundruczó sucht bei Theater der Welt in Essen nach der Wahrheit (7/2010)

Der Mann ohne Eigenschaften – Guy Cassiers überträgt Musils Ironie auf die Bühne (7/2010)

 

Nachtkritiken zu den Aufführungen beim Theater der Welt 2014 in Mannheim

Die Schutzbefohlenen – Nicolas Stemanns Jelinek-Uraufführung blickt zur Eröffnung des Festivals auf das Elend der Anderen (5/2014)

Super Premium Soft Double Vanilla Rich – Toshiki Okada parodiert die Segnungen des Konsums (5/2014)

Next Day – Philippe Quesne macht Kindertheater für Erwachsene  (5/2014)

Thyestes – Regieshootingstar Simon Stone zeigt einen drastisch vergegenwärtigenden Seneca-Abend (5/2014)

Zoo – Manuela Infante und das Teatro de Chile parodieren ethnologische Menschenexperimente (5/2014)

X Firmen – Theater der Welt führt ins Reich des Softwareunternehmens SAP in Walldorf (5/2014)

Saddam Hussein – der israelische Regisseur Yonatan Levy treibt den vervierfachten Machthaber in den Aberwitz (5/2014)

 

 

 

 

Theater Hora

Das Theater Hora in Zürich ist eines der wenigen professionellen Theater von und mit Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Schweiz, das heute weit über die Landesgrenzen bekannt ist.

Nach einem ersten Projekt 1989 gründete der Theaterpädagoge Michael Elber das Theater Hora, das 2003 Teil der Stiftung Züriwerk wurde und seitdem die erste und bis heute einzige professionell arbeitende Kulturwerkstatt für geistig behinderte Künstlerinnen und Künstler in der Schweiz ist. Der Name geht auf das erste Theaterprojekt nach Michael Endes Roman "Momo" mit der Figur des Meister Hora zurück. Seit 2009 bietet das Theater Hora Menschen mit einer geistigen Behinderung eine anerkannte Schauspiel-Ausbildung an.

Der zweite Hauptbereich der künstlerischen Arbeit ist die Erarbeitung von Bühnenproduktionen, sei dies in Eigenproduktionen oder in der Zusammenarbeit mit externen Theaterschaffenden. Ausgezeichnet wurde das Theater HORA 1998 mit dem Sozial- und Kulturpreis der ZFV-Unternehmungen oder 2015 mit dem Anerkennungspreis der Paul-Schiller-Stiftung. Die Produktion "Disabled Theater" vom französischen Choreographen Jérôme Bel wurde 2013 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, Julia Häusermann erhielt dort den Alfred-Kerr-Darstellerpreis und das Stück wurde auch mit einem Schweizer Tanzpreis ausgezeichnet und löste eine Debatte über den Umgang mit behinderten Künstler*innen aus. 160 Vorstellungen von New York bis Macau markieren die Erfolgsgeschichte des Stücks.

Neben Bühnenwerken sorgt das auf drei Jahre angesetzte Experiment "Freie Republik Hora" für Aufsehen, in dem ohne Spielvorlage, Autorin oder Regisseur das Ensemble eigene Themen auf die Bühne bringt. Zur Hora-Republik zählen weiters ein Förderverein, das von 2007 bis 2013 biennal veranstaltete Festival "OKKUPATION!", Workshop-Angebote oder die Hora-Band.

www.hora.ch

siehe auch: Inklusionstheater

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen des Theater Hora:

Disabled Theater beim Festival d'Avignon (7/2012), auch: Shorty zum Gastspiel beim Theatertreffen 2013 (5/2013)

Mars Attacks! in der Roten Fabrik Zürich (5/2014)

 

Mehr zum Thema:

Debattentext vom 1. November 2012: Inklusionstheater – Wie Schauspieler mit Behinderungen die großen Off-Bühnen erobern

Presseschau vom 29. April 2013: Anke Dürr im kulturSpiegel über "Disabled Theater" und andere Produktionen mit behinderten Schauspielern

Impulsvortrag beim Berliner Theatertreffen 2013 von Benjamin Wihlstutz: Über die Emanzipation bei Jérôme Bels "Disabled Theatre"

Meldung vom 19. Mai 2013: Alfred-Kerr-Darstellerpreis geht an Julia Häusermann vom Theater Hora

Presseschau vom 22. Mai 2013: Matthias Dell hat auf freitag.de massive Einwände gegen Jérôme Bels Inszenierung "Disabled Theater"

Presseschau vom 23. Mai 2013: Die SZ über Theater mit Schauspielern mit Behinderung

Debattentext vom 7. April 2016: Inklusionstheater II – Mehr zum Status Quo des Theaters im Umgang mit Behinderung auf der Bühne, vier Jahre nach "Disabled Theater"

Meldung vom 27. Mai 2016: Schweizer Grand Prix Theater 2016 für Theater Hora

 

Theater und Netz
Theaterfotografie

Zum Thema Theaterfotografie finden Sie bei uns ein Porträt von Thomas Aurin, der nicht nur seit Beginn der Ära Castorf die Ästhetiken der Berliner Volksbühne dokumentiert und interpretiert, sondern auch die Bildleiste von nachtkritik.de bestückt.

Theaterkritik

Theaterkritik beschäftigt sich mit der Beschreibung und Bewertung von Produktionen der Darstellenden Künste. Diese journalistische Gattung, ihre Bedingungen und Kriterien und nicht zuletzt ihre Geschichte waren seit der Gründung dieses Portals im Mai 2007 immer wieder Gegenstand der Reflexion auf nachtkritik.de.

Texte zur Geschichte der Theaterkritik und von nachtkritik.de:

Grußwort zum Umzug der Theaterkritik ins Internet – Robin Detje zur Gründung von nachtkritik.de (5/2007)

Von der Geschichte der Nachtkritik und der Theaterkritik im Internet – von Petra Kohse (1/2009)

Theaterkritik im Internet und nachtkritik.de – von Nikolaus Merck (2/2011)

Fünf Jahre nachtkritik.de – Eine Zwischenbilanz von Dirk Pilz (4/2012)

Buchkritik: Theater und Öffentlichkeit im Vormärz von Meike Wagner von Esther Slevogt (9/2013)

Vortrag über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels – von Esther Slevogt (12/2014)


Beiträge zur Krise der Theaterkritik:

Zur Krise der Theaterkritik – von Tobi Müller (8/2011)

Presseschau: DRS2 über das neue Schweizer Portal theaterkritik.ch, wo Theater für Kritiken zahlen müssen (9/2011)

Presseschau: Die Schweizer Wochenzeitung über das Portal theaterkritik.ch (10/2011)

Presseschau: NZZ, FAZ und Tages-Anzeiger setzen sich mit Theaterkritik im Netz auseinander (12/2011)

Presseschau: Tobi Müller fragt in der Berliner Zeitung nach der Zukunft von Pop- und Theaterkritik (4/2012)

Meldung: Das Schweizer Portal theaterkritik.ch gibt auf (8/2013)

Meldung: Independent on Sunday entlässt seine Kulturkritiker (8/2013)

Presseschau: Britische Medien über die Krise der Theaterkritik (9/2013)

Zur vermeintlichen und tatsächlichen Krise der Kritik in Großbritanien – von Andrew Haydon (10/2013)

A debate on theatre criticism and its crisis in the UK – by Andrew Haydon (10/2013)

Presseschau: Im Theatertreffen-Blog denkt Eva Biringer über neue Formen der Theaterkritik nach (5/2014)

Video: Theaterkritik im Wandel - Theatertreffen-Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kritik (5/2014)

Presseschau: Ulrich Matthes im Spiegel-Interview über Expertenjournalismus und die Kommentarkultur auf nachtkritik.de (12/2014)

Kolumne: Experte des Monats – Ulrich Matthes beweist Kompetenz in Dschungelcamp- und Schreibfragen – von Dirk Pilz (1/2015)

Meldung: Kulturkritik.ch hört auf (3/2015)

Meldung: Kölner Theaterzeitung aKT wird eingestellt (3/2015)

Presseschau: Eine Kritik der deutschen Theaterkritik auf SWR2 (10/2015)


Weitere Texte und Beiträge zum Thema:

Über Theaterblogs, ihre Schwierigkeiten und Chancen – von Georg Kasch (5/2013)

Das Panel Kritik im Netz. Schreiben über Theater bei der Konferenz Theater und Netz (5/2013)

Das Panel Der Kritiker in der Crowd bei der Konferenz Theater und Netz (5/2013)

Presseschau: Theaterkritikerin Barbara Villiger Heilig auf Twitter über die Vermengung von Kritik und PR bei "Anne" in Amsterdam (5/2014)

Presseschau vom 18. Juli 2014: Gerhard Stadelmaier durchstreift die Spielzeithefte der kommenden Theatersaison (7/2014)

Meldung: Der Theaterkritiker Martin Linzer ist gestorben (12/2014)

Presseschau: Christine Dössel von der Süddeutschen Zeitung amüsiert sich über die Berliner Kollegenschaft (12/2014)

Presseschau: Auf Deutschlandradio Kultur unterhält sich André Mumot mit Matthias Dell über Theaterdebatten im Netz (8/2015)

Presseschau: Ein "Best of Theatre"-Buch des britischen Theaterkritikers Michael Billington wirft Fragen der Deutungshoheit auf (8/2015)

 

Siehe auch: Internet und Theater

Theaterlabor Bremen

Das Theaterlabor Bremen wurde 2005 unter der Leitung von Maik Romberg in Bremen gegründet und versteht sich als eine Spielstätte, die Theaterschaffenden und bildenden Künstlern ohne festes Engagement ermöglicht, "ihr Handwerk weiter auszubilden und in der Praxis zu bleiben – sich gemeinsam mit Texten auseinanderzusetzen und verschiedene Darstellungsformen zu erproben" (Webseite des Theaterlabors Bremen).

Ein Ensemble aus Schauspielern, Tänzern, Mitarbeitern und Künstlern aus dem Bühnen-, Film- und Medienbereich kommt für jeweils 24 Wochen zusammen und erarbeitet in dieser Zeit mehrere professionelle Inszenierungen. Zu den Vorstellungen wird gezielt Fachpublikum (Intendanten, Regisseure, Choreographen, Dramaturgen, Agenten, Caster) eingeladen.

Flankierende Maßnahmen bieten den Künstlern Sprech- und Bewerbungscoaching, Arbeit an Vorsprechrollen, Kurse in Selbstvermarktung, Produktion von CDs und DVDs für Bewerbungen.

An dem Projekt, das von der Bundessagentur für Arbeit gefördert wird, können Schauspieler, Tänzer, Dramaturgen, Regieassistenten, Produktionsleiter/-assistenten, Bühnenbildner, Video- und Tontechniker, Mediengestalter, Veranstaltungstechniker, Kostümbildner, Requisiteure, Maskenbildner, Garderobieren, Schneiderinnen, Beleuchter, Bühnentechniker und Mitarbeiter für das Betriebsbüro sowie für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit teilnehmen.

Die Inszenierungen des theaterlabors haben bis dato schon für viel Aufhorchen gesorgt. "Plutos" von Aristophanes, bearbeitet und inszeniert von Frank-Patrick Steckel, gewann per Abstimmung des Publikums das nachtkritik-Theatertreffen 2010.

Nachtkritiken zu Aufführungen des Theaterlabors Bremen:

Jeff Koons, R: Patrick Schimanski, 06/2008

Plutos, R: Frank-Patrick Steckel, 02/2009

Germania Tod in Berlin, R: Patrick Schimanski, 06/2009

Der Schuhu und die fliegende Prinzessin, R: Patrick Schimanski, 03/2010.

Theatertreffen

Das Theatertreffen findet alljährlich im Mai in Berlin statt und gilt vielen als wichtigste Leistungsschau des deutschsprachigen Theaters. Präsentiert werden jeweils die zehn "bemerkenswertesten" Inszenierungen der Saison, ausgewählt von einer siebenköpfigen Jury, deren Mitglieder normalerweise für drei Jahre ernannt werden. Das erste Theatertreffen fand in Berlin 1964 statt. 1978 wurde es durch den Stückemarkt ergänzt.

Nachtkritik-Texte zu verschiedenen Theatertreffen-Editionen und -themen:

Hartmut Krug schreibt über seine (nicht nur positiven) Erfahrungen als Juror. Wir berichteten ausführlich vom Theatertreffen 2007 und waren 2008 nicht nur bei der Eröffnung und bei der Abschlussdiskussion dabei, sondern auch mehrmals in Ruby Town, einer Installation der Performance-Gruppe Signa. Außerdem veröffentlichten wir Joachim Lux' Vortrag zur Eröffnung des tt08-Stückemarkts, der bei unseren Lesern eine rege Diskussion auslöste. Immer wieder lösen Veränderungen bei den Auswahlkriterien für den Stückemarkt heftige Diskussionen aus, die vorerst letzte findet im Herbst 2014 statt.

Festivalübersicht zum Theatertreffen 2010

Festivalübersicht zum Theatertreffen 2011

Festivalübersicht zum Theatertreffen 2012

Festivalübersicht zum Theatertreffen 2013

Festivalübersicht zum Theatertreffen 2014

Festivalübersicht zum Theatertreffen 2015