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Begriff Definition
Rosinski, Stefan

Stefan Rosinski, geboren 1961 in Flensburg, ist ausgebildeter Regisseur, Kulturmanager und Dramaturg.

Rosinski studierte Musiktheaterregie bei Götz Friedrich und arbeitete viele Jahre in der Freien Szene Hamburgs und Berlins. Von 1996 bis 1999 war er Storyliner für TV-Soaps wie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" und "Komissar Rex" und studierte Betriebswirtschaft. Er arbeitete als Ökonom und Controller u.a. für den Otto-Konzern, die Lufthansa, Staatsoper und Schauspielhaus in Hamburg.

2006 ging Rosinski zur Berliner Opernstiftung, deren Generaldirektor er im Jahr darauf wurde. In der Spielzeit 2009/2010 war er Chefdramaturg und Stellvertretender Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (dazu hier ein Interview). Zwischen 2011 und 2016 war Rosinski Kaufmännischer Geschäftsführer am Volkstheater Rostock. Seit 2016 ist er Geschäftsführer der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle. Im Februar 2020 entschied der Aufsichtsrat der Bühnen Halle, seinen Vertrag nicht zu verlängern.

Texte von Stefan Rosinski auf nachtkritik.de:

Theater als GmbH – Was aus dem einstigen Heilsversprechen geworden ist (3/2013)

Andere Beiträge zu Stefan Rosinski:

Interview: "Der Mythos lebt!" der neuen Chefdramaturgen der Volksbühne Stefan Rosinski im Gespräch mit Anne Peter (7/2009)

Meldung: Frank Castorf kündigt Volksbühnen-Chefdramaturg Stefan Rosinski (6/2010)

Meldung: Volksbühne fordert Ausladung Rosinskis, IKM verlegt Konferenz (6/2010)

Presseschau: Volksbühnen-Chefdramaturg Rosinski wehrt sich gegen Castorfs Vorwürfe (6/2010)

Meldung: Stefan Rosinski wird Kaufmännischer Geschäftsführer in Rostock (6/2011)

Presseschau: Rostocker Internetzeitung spricht mit dem Geschäftsführer des Volkstheaters Rostock Stefan Rosinski (8/2014)

Meldung: Stefan Rosinski wird neuer Chef der Theater-GmbH in Halle (11/2015)

Presseschau: Rostocker Spardiskussion: Stefan Rosinski stellt ein alternatives Theatermodell für Rostock vor – und liest der Kulturpolitik in Stadt und Land die Leviten. Sewan Latchinian wehrt mit einem Positionspapier ab (1/2016)

Presseschau: Im Merkur beklagt Stefan Rosinski ein unterkomplexes deutsches Theatersystem (5/2017)

Presseschau: Die Mitteldeutsche Zeitung interviewt Halles Geschäftsführer Stefan Rosinski zum Defizit des Theaters (6/2017)

Meldung: Intendanten in Halle sprechen Geschäftsführer Stefan Rosinski das Misstrauen aus (6/2017)

Presseschau: Die Mitteldeutsche Zeitung zum Machtkampf an den Bühnen Halle (11/2017)

Meldung: Streit an Bühnen Halle spitzt sich zu (12/2018)

Meldung: Hallenser Intendant Matthias Brenner droht Rückzug an (3/2019)

Meldung: Geschäftsführer der Bühnen Halle bleibt (4/2019)

Meldung: Geschäftsführer der Bühnen Halle Stefan Rosinski muss gehen (2/2020)

Presseschau: Stefan Rosinski unterbreitet einen Vorschlag zur Rettung der Freien Szene (5/2020)

Siehe auch:
Kommentar: Interne Machtkämpfe – Warum Intendanz und kaufmännische Geschäftsführung immer wieder aneinandergeraten (12/2018)

Ross, Yana

Yana Ross, geboren in Litauen, ist Theaterregisseurin.

Sie absolvierte ihren Master of Fine Arts an der Yale School of Drama im Jahr 2006 und arbeitete unter anderem in Polen, Island, Finnland, Schweden, litauen und Deutschland. In ihren Theaterarbeiten überschreibt Ross Stoffe, die heute als Klassiker gelten, und spiegelt sie an Stadtgeschichten und den persönlichen Biografien der Spieler*innen. Yana Ross war 2008 die erste Frau, die auf der grossen Bühne der Berliner Volksbühne Regie führte. Im deutschsprachigen Theaterraum fiel sie 2016 bei den Wiener Festwochen einem breiten Publikum mit ihrer Inszenierung "Wunschkonzert" von Franz Xaver Kroetz auf, in der die polnische Filmschauspielerin Danuta Stenka 80 Minuten lang schweigend auf der Bühne steht. Yanna Ross ist seit Beginn der Intendanz von Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg Hausregisseurin am Schauspielhaus Zürich. Direkt vor ihrer Zeit in Zürich war sie Hausregisseurin am Litauischen Nationaltheater in Vilnius,

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Yana Ross:

Macbeth an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Belrin (9/2008)

Wunschkonzert bei den Wiener Festwochen (6/2016)

Der Kirschgarten am Schauspielhaus Zürich (12/2019)

 

Rothenhäusler, Felix

Felix Rothenhäusler, geboren 1981, Regisseur.

Rothenhäusler studierte Theater- und Medienwissenschaft in Bayreuth und Paris und Regie an der Theaterakademie Hamburg. Er inszenierte unter anderem  am Schauspielhaus und am Thalia Theater in Hamburg, außerdem in Kiel und Göttingen. In Moskau gewann er den 1. Preis beim Internationalen Regiekongress und wurde zum Festival Universo Teatro in Benevento, Italien eingeladen. Mit seiner "Ödipus"-Inszenierung nach Hölderlin wurde er 2009 sowohl zum Körber Studio Junge Regie als auch zum Festival Radikal jung eingeladen. Seit der Spielzeit 2012/2013 ist Rothenhäusler Hausregisseur am Theater Bremen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Felix Rothenhäusler:

Ödipus beim Festival Radikal Jung (5/2009)

Zorn am Deutschen Theater Göttingen (2/2010)

Tod eines Handlungsreisenden in Heidelberg (3/2011)

Die Verschwörung des Fiesco zu Genua in Karlsruhe (11/2011)

Delhi, ein Tanz am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2012)

Phädra am Deutschen Theater Göttingen (5/2012)

Sickster am Theater Bremen (10/2012)

Die Räuber am Theater Bremen (6/2013)

Schimmernder Dunst über Coby County am Theater Bremen (9/2013)

Faust hoch zehn am Theater Bremen (10/2014)

Verzehrt (Consumed) am Theater Bremen (9/2015)

Nora oder Ein Puppenheim am Theater Bremen (3/2016)

Mr. Robot am Theater Bremen (3/2017)

Der Mensch erscheint im Holozän am Theater Luzern (4/2017)

Ödipus / Antigone am Theater Bremen (12/2017)

Hier bin ich am Theater Bremen (11/2018)

Melancholia an den Münchner Kammerspielen (6/2019)

Mononoke am Theater Neumarkt Zürich (1/2020)

 

Rottkamp, Stephan

Stephan Rottkamp, am 23. Mai 1971 in Köln geboren, ist Regisseur.

Rottkamp studierte Theaterwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur in München. Danach war er Regieassistent am Bayerischen Staatsschauspiel München und am Wiener Burgtheater, unter anderem bei Andreas Kriegenburg und Peter Zadek. Eigene Inszenierungen entstanden am Burgtheater Wien, am Thalia Theater Hamburg, an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Bochum, am Staatstheater Stuttgart und am Theater Freiburg. Von 2006 bis 2010 war Rottkamp leitender Regisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus bei Intendantin Amélie Niermeyer.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Stephan Rottkamp:

Die Familie Schroffenstein am Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2008)

Übergewicht, unwichtig: Unform am Staatstheater Stuttgart (1/2009)

Die Beteiligten (UA) am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2009)

Good Morning, Boys and Girls (UA) am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2010)

Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle am Schauspielhaus Düsseldorf (12/2010)

Der blaue Boll am Staatstheater Stuttgart (03/2011)

Halali am Residenztheater München (10/2011)

Das Ballhaus am Staatstheater Braunschweig (1/2013)

Die Wildente am Staatstheater Braunschweig (4/2014)

Hamlet am Staatstheater Braunschweig (10/2014)

Betrunkene am Staatstheater Braunschweig (3/2017)

Verzicht auf zusätzliche Beleuchtung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2018)

Ruch, Philipp

Philipp Ruch, geboren 1981 in Dresden und nach 1989 in der Schweiz aufgewachsen, ist Aktionskünstler und Gründer der Gruppe Zentrum für politische Schönheit.

Philipp Ruch besuchte die Handelsschule in Bern (1996 bis 1999) und studierte von 2003 bis 2009 politische Philosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Er promoviert bei Herfried Münkler und Hartmut Böhme mit einer Arbeit über Ehre und Recht. 2008 gründete Ruch die Aktionskunstgruppe Zentrum für politische Schönheit. 2015 veröffentlichte Ruch sein politisches Manifest "Wenn nicht wir, wer dann?" (hier die nachtkritik.de-Rezension). 2019 erschien sein Buch "Schluss mit der Geduld" (hier die nachtkritik.de-Rezension)

Texte zu Arbeiten von Philipp Ruch siehe: Zentrum für politische Schönheit.

 

Rudolph, Hannes

Hannes Rudolph, 1977 in der DDR geboren, ist Regisseur.

Rudolph studierte zunächst Psychologie in Leipzig und Tübingen, bevor er als Regieassistent ans Theater ging. Seine ersten Regiearbeiten am Zürcher Schauspielhaus brachten Rudolph 2006 die begehrte Nominierung als "Bester Nachwuchskünstler 2006" der Fachzeitschrift "Theater heute" ein.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Hannes Rudolph:

Die Wahlverwandtschaften am Staatstheater Mainz (3/2008)

hamlet ist tot. keine schwerkraft am Luzerner Theater (9/2008)

Leonce und Lena am Staatstheater Mainz (3/2009)

Uns kriegt ihr nicht (UA) am Staatstheater Mainz (12/2009)

Biedermanns. Umgezogen (UA) am Theater Luzern (3/2011)

Link:

www.hannesrudolph.net

Rudolph, Niels-Peter

Niels-Peter Rudolph, 1940 in Wuppertal geboren, ist Regisseur.

Anfang der Sechziger Jahre begann er seine Theaterlaufbahn als Regieassistent von Hans Schalla am Schauspielhaus Bochum. 1972 wurde er Schauspieldirektor des Theaters Basel. Von 1979 bis 1984 war er Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Zuletzt hat Niels-Peter Rudoph auch an der Hamburger Theaterakademie unterrichtet.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Niels-Peter Rudolph:

Baby Doll am Wiener Volkstheater (9/2010)

Rueb, Gustav

Gustav Rueb, am 25. Mai 1975 in Zürich geboren, arbeitet als Regisseur im Sprech- und Musiktheater. In Berlin studierte Rueb Kunstgeschichte und Philosophie und begann dort auch seine Theaterlaufbahn, u. a. an der Berliner Schaubühne als Regieassistent von Klaus Michael Grüber. Am Düsseldorfer Schauspielhaus entstanden 2005 erste eigene Inszenierungen. 2009 erhielt Rueb in Marburg des Preis der Hessischen Theatertage für seine Inszenierung der "Bakchen" des Euripides in Kassel.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Gustav Rueb:

Lieblingsmenschen am Staatstheater Dresden (5/2008)

Torquato Tasso am Staatstheater Kassel (3/2010)

Die Jungfrau von Orleans am Staatstheater Kassel (11/2013)

Jenseits von Fukuyama am Theater Osnabrück (5/2014)

Hochzeit bei den Cromagnons am Staatstheater Kassel (4/2015)

Drift am Theater Heidelberg (4/2019)

Othello am Staatstheater Darmstadt (9/2019)

Link:

www.gustavrueb.de

Rühle, Günther

Günther Rühle, geboren 1924 in Gießen, ist Theaterkritiker, Theaterhistoriker und ehemaliger Theaterintendant.

Rühle arbeitete seit 1953 als Theaterkritiker u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, deren Feuilleton-Chef er von 1974 bis 1985 war. Von 1985 bis 1990 war er Intendant des Schauspiels Frankfurt. Anschließend wechselte er zum Berliner Tagesspiegel, dessen Kulturredaktion er bis 1994 leitete. Von 1993 bis 1999 war Rühle Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt, deren Ehrenpräsident er heute ist. 2009 wurde der im Rahmen der Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler verliehene Preis für die beste darstellerische Leistung in "Günther-Rühle-Preis" umbenannt. Von 1999 bis 2017 war Rühle Präsident der Alfred-Kerr-Stiftung. Er ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland sowie Träger zahlreicher Auszeichnungen, u.a. der Ehrenbürgerwürde der Stadt Bensheim. Seine Studien "Theater in Deutschland 1887–1945" und "Theater der Republik" sind Standardwerke der Theatergeschichtsschreibung.

Kritiken zu Werken von Günther Rühle:

Buchkritik: Theater in Deutschland 1945 bis 1966 (3/2015)

Andere Beiträge zu Günther Rühle:

Bericht: Abschlußdiskussion der TT-Jury (5/2007)

Meldung: Binding-Kulturpreis für Günther Rühle (4/2010)

Meldung: Rahel Varnhagen von Ense-Medallie für Günther Rühle (9/2013)

Kolumne: Als ich noch ein Zuschauer war – Wolfgang Behrens blickt auf große Theater-Abschiede zurück (6/2017)

Presseschau: Die FAZ spricht mit Günther Rühle über das deutsche Theaterwesen und seine große Theatergeschichte (6/2019)

Rüping, Christopher

Christopher Rüping, 1985 in Hannover geboren, ist Theaterregisseur.

Christopher Rüping assistierte am Schauspiel Hannover, bevor er an der Theaterakademie Hamburg und an der Zürcher Hochschule der Künste Regie studierte. Seine, am Schauspiel Frankfurt entstandene Romanadaption "Der große Gatsby" wurde 2012 zum "Radikal jung"-Festival am Volkstheater München eingeladen. In den Jahren 2014 und 2015 wurde Rüping in der Kritikerumfrage der Theaterzeitschrift Theater heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt. Mit Das Fest (nach dem Film von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov) aus Stuttgart gastiert er 2015 erstmals beim Berliner Theatertreffen. 2017 wurde er erneut mit seiner Brecht-Inszenierung Trommeln in der Nacht eingeladen. Seit der Spielzeit 2019/20 gehört er zum Team von Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg am Schauspielhaus Zürich.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christopher Rüping:

Der große Gatsby am Schauspiel Frankfurt (11/2011)

Titus Andronikus  Brief an den Vater am Theaterhaus Jena (4/2013)

Brandung bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und am Deutschen Theater Berlin (6/2013)

Dekalog am Schauspiel Frankfurt (12/2013)

Das Fest am Staatstheater Stuttgart (4/2014)

Die lächerliche Finsternis am Thalia Theater Hamburg (11/2014)

Frühstück bei Tiffany am Schauspielhaus Zürich (1/2015)

Romeo und Julia am Deutschen Theater Berlin (3/2015)

Peer Gynt am Staatstheater Stuttgart (6/2015)

100 Sekunden (wofür leben) am Deutschen Theater Berlin (10/2015)

Der Spieler an den Münchner Kammerspielen (12/2015)

23 am Schauspiel Hannover (2/2016)

Lolita (ein Drehbuch) am Schauspiel Stuttgart (11/2016)

Hamlet an den Münchner Kammerspielen (1/2017)

It Can't Happen Here am Deutschen Theater Berlin (9/2017)

Trommeln in der Nacht an den Münchner Kammerspielen (12/2017)

Panikherz am Thalia Theater Hamburg (3/2018)

Dionysos Stadt an den Münchner Kammerspielen (10/2018)

In der Sache J. Robert Oppenheimer am Deutschen Theater Berlin (1/2019)

Früchte des Zorns am Zürcher Schauspielhaus (10/2019)

Im Dickicht der Städte an den Münchner Kammerspielen (1/2020)

Dekalog: Folge 1 auf der Webseite des Schauspielhauses Zürich (4/2020)

paradies fluten/hungern/spielen am Thalia Theater Hamburg (9/2020)

Andere Beiträge zu Christopher Rüping:

Presseschau: Interview mit Nicolas Stemann und Christopher Rüping zur Münchner-Kammerspiele-Debatte (12/2016)

Presseschau: Regisseur Christopher Rüping im Deutschlandfunk Kultur über strukturellen Sexismus im Theaterbetrieb (10/2017)

Das Berliner Theatertreffen 2018 von außen betrachtet: Gastautorin Johanna Schall über Christopher Rüpings Inszenierung von "Trommeln in der Nacht" (5/2018)

nachtkritikstream:  "Trommeln in der Nacht" mit Live-Chat (3/2020)

Podcast: Der Theaterpodcast #24: Produktivitätsdruck in der Krise (4/2020)