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Begriff Definition
Schroeder, Dorothea

Dorothea Schroeder, 1974 in Mettmann geboren, ist Regisseurin.

Von 1997 bis 2001 Regiestudium an der Bayerischen Theaterakademie in München. Seither arbeitet sie als freie Regisseurin u. a. in Erlangen, Mannheim, Tübingen, Halle, München, Osnabrück, Augsburg, Dessau, Linz, Berlin und Belgrad. Regelmäßig soziokulturelle Projekte (im Team mit Nina Gühlstorff) mit professionellen SchauspielerInnen und LaiendarstellerInnen, z.B. zum Thema Abwanderung 2004 in einem Dorf in Sachsen-Anhalt bzw. im Jahre 2007 zum Thema Migration in Mettmann.

Zusammen mit Nina Gühlstorff leitet sie die Spieltriebe Festivals am Theater Osnabrück. Mehr über das dritte Spieltriebe-Festival, das im September 2009 stattfand, auf www.nachtkritik-spieltriebe3.de.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Dorothea Schroeder:

Der Dritte Weg am Theaterhaus Jena (10/2009).

Believe Busters am Landestheater Tübingen (2/2017)
Links:

nyx-net.de

Schroeter, Werner

Werner Schroeter, geboren am 7. April 1945 in Georgenthal (Thüringen), gestorben am 12. April 2010 in Kassel, war  Film-, Opern- und Theaterregisseur.

Erste Experimentalfilme auf 8mm entstehen 1967. Schroeters erster Langfilm "Eika Katappa" erhält 1969 auf den Internationalen Filmwochen Mannheim den Josef von Sternberg-Preis. Neben Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Wim Wenders oder Alexander Kluge wird Schroeter zu einem der wichtigsten Exponenten des jungen deutschen Films. Seit 1972 arbeitet er mit internationalem Erfolg auch für das Theater und die Oper.

Sein Film "Palermo oder Wolfsburg" gewinnt 1981 auf der Berlinale den Goldenen Bären. Die von Elfriede Jelinek adaptierte Ingeborg-Bachmann-Verfilmung "Malina" mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle feiert 1990 in Cannes Premiere und wird mit Deutschen Filmpreisen in den Kategorien "Bester Film und "Beste Regie" ausgezeichnet. In den neunziger Jahren konzentriert sich Schroeter auf die Theater- und Opernarbeit.

Comeback als Filmregisseur 2002 auf den Filmfestspielen von Cannes mit "Deux", Isabelle Huppert spielt darin die Doppel-Hauptrolle zweier bei der Geburt getrennter Zwillingsschwestern. 2008 wird Schroeter bei den Filmfestspielen von Venedig mit einem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Nachtkritiken
zu Inszenierungen von Werner Schroeter:

Antigone/ Elektra in der Berliner Volksbühne (6/2009)

Quai West in der Berliner Volksbühne (3/2010).

Links
:

www.werner-schroeter.com

Schroth, Christoph

Christoph Schroth, 1937 in Dresden geboren, ist ein Regisseur und ehemaliger Intendant.

Aus einer alten Schauspielerfamilie stammend, studierte Schroth zunächst Journalistik, ehe auch er sich dem Theater zuwandte. Nach Regieassistenzen am Maxim-Gorki-Theater und an der Volksbühne in Berlin und eigenen Regiearbeiten in Halle und Berlin war er von 1974 bis 1989 Schauspieldirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin und wurde dort zu einem der wichtigsten Impulsgeber für das kritische DDR-Theater. Es fogte ein kurzes Intermezzo am Berliner Ensemble, ehe Schroth 1992 Intendant des Staatstheater Cottbus wurde, eine Position, die er bis 2003 innehatte. Seitdem arbeitet er als freischaffender Regisseur, u.a. in Cottbus, Senftenberg oder Neubrandenburg/Neustrelitz. 2010 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Christoph Schroth:

Faust I am Staatstheater Cottbus (1/2008)

Die Kröte an der Neuen Bühne Senftenberg (9/2010)

Der Schimmelreiter bei der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (11/2011).

Schroth, Katka

Katka Schroth, 1964 in Potsdam geboren, ist Regisseurin.

Von 1986 bis 1991 studierte sie Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Von 1991 bis 1993 war Katka Schroth Regieassistentin und Dramaturgin am Deutschen Nationaltheater Weimar, von 1994 bis 1996 Regieassistentin von Andrea Breth an der Berliner Schaubühne.
1996 gab sie an der Schaubühne mit Tim Staffels "Stadt der Krieger" ihr Regiedebüt. Seitdem inszenierte sie u. a. in Berlin, Göttingen, Zürich, Nürnberg, Halle, Magdeburg.
2005/2006 war Katka Schroth als Gastdozentin für Schauspiel und Regie am Institut für Theaterwissenschaft der Universität von Toronto (Kanada) tätig. 2008 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Katka Schroth:

Kap der Unruhe am Thalia Theater Halle (9/2008)

Franziska Linkerhand im Thalia Theater Halle (6/2009)

Clockwork Orange am Thalia Theater Halle (3/2011)

Von den Beinen zu kurz am Theater Würzburg (1/2015)

Draußen vor der Tür am Staatstheater Cottbus (2/2016)

 

Schug, Sebastian

Sebastian Schug, 1979 in Leverkusen zur Welt gekommen, ist Regisseur.

Bereits während seines Regiestudiums an der Berliner Ernst-Busch-Schule begann Schug, u.a. an den Berliner Sophiensälen zu inszenieren.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Sebastian Schug

5 x 2 am Staatstheater Kassel (1/2008)

Früchte des Nichts am Theater Bremen (4/2008)

Iwanow im Theater Heidelberg (12/2008)

Hedda Gabler im Theater Bremen (12/2009)

herzwurst. immer alles eine tochter im Schauspielhaus Wien (1/2010)

Yerma im Schauspiel Hannover (3/2010)

Don Juan am Schauspiel Hannover (1/2011)

Medea am Staatstheater Braunschweig (4/2011)

Drei Schwestern am Staatstheater Kassel (11/2011)

Endstation Sehnsucht am Staatstheater Karlsruhe (11/2013)

Eine Hotelbar in Tokyo am Staatstheater Karlsruhe (2/2014)

Im Turm zu Basel am Theater Basel (9/2016)

Onkel Wanja am Nationaltheater Mannheim (4/2018)

Schultze, Holger

Holger Schultze, 1961 in Berlin geboren, ist Regisseur und amtierender Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg sowie Mitglied des Vorstandes der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins, wo er auch dem Künstlerischen Ausschusses vorsitzt.

Schultze studierte Germanistik und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Im Anschluss assistierte er am Staatstheater Stuttgart und Nationaltheater Mannheim und brachte seine ersten Inszenierungen an diesen Theatern heraus.

Von 1992 bis 1994 war er Spielleiter am Hans-Otto-Theater in Potsdam und von 1994 bis 1997 Oberspielleiter am Stadttheater Bremerhaven. Sein nächstes Engagement führte ihn von 1998 bis 2005 als Oberspielleiter ans Theater Augsburg. Für seine dortige Inszenierung des Stückes Past perfect wurde er im Jahr 2004 mit dem Regiepreis der Bayerischen Theatertage ausgezeichnet.

Von 2005 bis 2011 war Holger Schultze Intendant des Vier-Sparten-Theaters Osnabrück. Seit Beginn der Spielzeit 2011/12 ist Holger Schultze Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Leitung der Festivals Heidelberger Stückemarkt, Heidelberger Schlossfestspiele und Winter in Schwetzingen. Sein Vertrag läuft bis 2026.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Holger Schultze:

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Theater Heidelberg (12/2014) 

Ich bin das Volk am Theater Heidelberg (11/2017)

Die Dreigroschenoper am Theater Heidelberg (6/2019)

Beiträge von Holger Schultze auf nachtkritik.de:

Denkt unökonomisch! Ein Plädoyer für das Theater als nicht-interessengesteuerten Schutzraum von Holger Schultze und Lene Grösch (6/2014)

Weitere Beiträge zu Holger Schultze:

Don't believe the Hype – Mit acht Zweitaufführungen beginnt Holger Schultze seine Heidelberger Intendanz. Und den Kampf gegen den Uraufführungswahnsinn (10/2011)

Schulz, Jana

Jana Schulz, geboren 1977 in Bielefeld, ist Schauspielerin.

Sie studierte von 1999 bis 2003 an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater. Von 2003 bis 2011 war sie am Deutschen Schauspielhauses in Hamburg engagiert. eine lange Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Regisseur Roger Vontobel. 2014 wurde sie mit dem Bochumer Theaterpreis ausgezeichnet und 2016 mit dem Gertrud-Eysolt-Ring geehrt, eine der höchsten Auszeichnungen für Schauspielkünstlerinnen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen mit Jana Schulz:

Minna von Barnhelm am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2007)

Marat, was ist aus unserer Revolution geworden? am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2008)

Kritische Masse am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (2/2009)

Das Käthchen von Heibronn am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (5/2009)

Glaube Liebe Hoffnung am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (11/2009)

Penthesilia bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (6/2010)

Rust - Ein deutscher Messias am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2010)

König Lear am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (1/2011)

Macbeth an den Münchner Kammerspielen (6/2011) und der Shorty zum Gastspiel beim Berliner Theatertreffen 2012

Was ihr wollt am Schauspielhaus Bochum (11/2011)

Die Froschfotzenlederfabrik im Casino des Wiener Burgtheaters (12/2011)

König Richard III. am Schauspielhaus Bochum (9/2012)

Die Nibelungen am Schauspielhaus Bochum (10/2013)

Hedda Gabler am Schauspielhaus Bochum (3/2014)

Einsame Menschen am Schauspielhaus Bochum (11/2014)

Rose Bernd am Schauspielhaus Bochum (10/2015)

Charlotte Salomon am Theater Bielefeld (1/2017)

Medea am Düsseldorfer Schauspielhaus (3/2017)

Kampf des N*** und der Hunde am Schauspielhaus Bochum (5/2017)

Momentum am Düsseldorfer Schauspielhaus (10/2018)

Siehe auch: Roger Vontobel

Schulz, Wilfried

Wilfried Schulz, geboren 1952 in Falkensee bei Berlin, ist Dramaturg und Theaterleiter.

Schulz studierte an der Freien Universität Berlin und der Nouvelle Sorbonne in Paris Theaterwissenschaft, Politologie und Germanistik und schloss sein Studium mit einer Arbeit über das Theater von Ariane Mnouchkine ab. Von 1976 bis 1981 war er Hochschulassistent an der Hochschule der Künste Berlin, bevor er als Dramaturg zu Peter Stoltzenberg ans Theater der Stadt Heidelberg wechselte, wo er den Heidelberger Stückemarkt mitbegründete. Unter der Intendanz von Ivan Nagel arbeitete Schulz von 1986 bis 1988 als Dramaturg am Staatstheater Stuttgart.

1988 begann seine Zusammenarbeit mit dem Intendanten Frank Baumbauer, zunächst als Chefdramaturg des Theaters Basel und von 1993 bis 2000 als Chefdramaturg des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Von 2000 bis 2009 war Schulz Intendant des Schauspiels Hannover, von 2009 bis 2017 leitete er das Staatsschauspiel Dresden, wo er beispielhaft für viele Theater eine "Bürgerbühne" als eigene Sparte aufbaute.

Seit 2017 ist Schulz Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses. Schulz hatte in seiner Laufbahn zahlreiche Lehraufträge inne und publizierte, unter anderem über das Theater von Christoph Schlingensief. In den Jahren 2013 und 2015 war Schulz Podiumsteilnehmer auf der Konferenz "Theater und Netz" von nachtkritik.de und der Heinrich Böll Stiftung.

Beiträge zur Theaterarbeit von Wilfried Schulz:

Interview: Was kann Theater in der Haupstadt der "Pegida" ausrichten? – Interview mit den Dresdner Intendanten Wilfried Schulz und Dieter Jaenicke (1/2015)

Bericht: Über die Zukunft des Düsseldorfer Schauspielhauses – Podiumsdiskussion u.a. mit dem Düsseldorfer OB Thomas Geisel, Intendant Wilfried Schulz (11/2016)

Presseschau: dpa-Interview mit Wilfried Schulz in den Ruhrnachrichten (12/2016)

Recherche: Was wurde aus #RefugeesWelcome? – Eine Wiederbegegnung mit ostdeutschen Theater-Initiativen für Geflüchtete (11/2018)

 

Schupp, Antje

Antje Schupp, 1983 in München geboren, ist Regisseurin.

Schupp studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Cultural Studies in Wien sowie Regie für Theater und Oper an der Bayerischen Theaterakademie in München.

Seit 2010 arbeitet sie als freischaffende Regisseurin im Sprech- und Musiktheater. Ihr Projekt "google my goggles" wurde 2010 zum Rodeo Tanz- und Theaterfestival München eingeladen, im gleichen Jahr erhielt sie den Debütförderpreis der Landeshauptstadt München für ihre Projektreihe "fast play". Ihre Inszenierung von Wolfram Lotz' Stück "Der große Marsch" wurde zum Heidelberger Stückemarkt 2012 eingeladen.

 

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Antje Schupp:

Der gute Mensch von Sezuan am Theater Ulm (4/2010)

Thriller! Jason und Medea kurz vor Mitternacht an der Garage X Wien (4/2013)

Pink Mon€y an der Kaserne Basel (1/2018)

Schuster, Robert

Robert Schuster, 1970 in Meißen geboren, ist Theaterregisseur.

Schuster studierte von 1992 bis 1996 Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Von 1994 an arbeitete er gemeinsam mit Tom Kühnel als Regisseur. 1999 bis zu seiner Schließung im Jahr 2002 leiteten Tom Kühnel und Robert Schuster gemeinsam mit dem Dramaturgen Bernd Stegemann das Frankfurter Theater am Turm (TAT). Seitdem arbeitet Schuster als Dozent, seit 2004 als Professor für Regie an der Ernst Busch-Hochschule und als freier Regissseur an zahlreichen Häusern, darunter dem Deutschen Theater Berlin, dem Staatstheater Hannover, dem Weimarer DNT und den Häusern in Frankfurt, Basel oder Bremen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Robert Schuster:

Das goldene Vließ von Franz Grillparzer am Schauspiel Leipzig (5/2007)

Die Bakchen von Euripides am Bremer Theater (6/2008)

Der Revisor von Nikolai Gogol am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin (2/2009)

Was ihr wollt von Shakespeare am Bremer Theater (9/2010)

Ein Volksfeind am Theater Bremen (6/2011)

Kula – nach Europa am DNT Weimar (9/2016)

Hamlet am DNT Weimar (2/2017)

Malalai – die afghanische Jungfrau von Orleans beim Kunstfest Weimar (9/2017)

Peer Gynt bei den Bad Hersfelder Festspielen (7/2018)