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Begriff Definition
Svolikova, Miroslava

Miroslava Svolikova, geboren 1986 in Wien, ist Dramatikerin.

Svolikova studierte Philosophie in Wien und Paris, Szenisches Schreiben bei uniT Graz und ist Absolventin der Akademie der bildenden Künste Wien. Für ihre Stücke gewann sie mehrere Preise wie u.a. den Retzhofer Dramapreis 2015 und den Schiller-Gedächtnis-Förderpreis 2016.

 

Nachtkritiken zu Stücken von Miroslava Svolikova:

die hockenden am Burgtheater Wien (4/2016)

Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen ... am Schauspielhaus Wien (1/2017)

europa flieht nach europa bei den Autorentheatertagen Berlin (6/2018)

Der Sprecher und die Souffleuse am Grazer Theater am Lend (6/2019)

 

Weitere Beiträge zu Miroslava Svolikova:

Meldung – Retzhofer Dramapreis 2015 verliehen (5/2015)

Meldung – Miroslava Svolikova gewinnt Hans-Gratzer-Stipendium (5/2016)

Meldung – Schiller-Gedächtnis-Förderpreise an Stefan Hornbach und Miroslava Svolikova (7/2016)

Meldung – Hermann-Sudermann-Preis an Miroslava Svolikova (6/2017)

Meldung – "europa flieht nach europa" von Miroslava Svolikova in Auswahl für Autorentheatertage 2018 (11/2017)

Meldung – Autor*innen-Preis der österreichischen Theaterallianz an Miroslava SvolikovaMiroslava Svolikova (8/2018)

 

Website:

www.miroslavasvolikova.com

Syha, Ulrike

Ulrike Syha, 1976 in Wiesbaden geboren, ist Dramatikerin.

Sie studierte ab 1996 Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig und arbeitete anschließend von 1999 bis 2002 als Regieassistentin am Schauspiel Leipzig, während der Intendanz von Wolfgang Engel.

2002 erhielt sie den Kleist-Förderpreis für "Autofahren in Deutschland". Mit ihren Stücken "Nomaden" und "Privatleben" wurde sie 2003 und 2009 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. 2002 war sie für den Autoren-Preis des Heidelberger Stückemarkts nominiert. 2018 gewann sie den Autoren-Preis des Heidelberger Stückemarkts mit ihrem Stück "Drift".

 

Nachtkritiken zu Stücken von Ulrike Syha:

Gewerbe beim Festival Spieltriebe 2 am Theater Osnabrück (9/2007)

Rialto in der Reihe Deutschlandsaga der Berliner Schaubühne (11/2007)

Privatleben am Theater Chemnitz (10/2008; siehe dazu auch das Dossier zur Mülheim-Einladung dieses Stückes auf nachtkritik-stuecke09.de)

China Shipping am Landestheater Tübingen (5/2009)

Fracht (Nautisches Denken I–IV) am Theater Chemnitz (2/2010)

Report am Schauspiel Leipzig (3/2015)

Nora, Hedda und ihre Schwestern am Badischen Staatstheater Karlsruhe (10/2018)

Drift am Theater Heidelberg (4/2019)

Der öffentliche Raum am Theater Drachengasse Wien (3/2020)

 

Weitere Beiträge zu Ulrike Syha:

Meldung: Auswahl Heidelberger Stückemarkt 2018 steht fest (3/2018)

Meldung: Ulrike Syha erhält Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts (4/2018)

Meldung: Ulrike Syha mit Hamburger Literaturpreis ausgezeichnet (11/2019)

Sykes, Lily

Lily Sykes, geboren 1984 in London, ist Regisseurin.

Sykes studierte an der Universität Oxford Germanistik und Philosophie, danach besuchte sie von 2006 bis 2008 die Pariser Theaterakademie École Philippe Gaulier.

2007 gründete sie mit Künstler*innen aus Japan, Deutschland, Österreich, England, den USA und Italien das Theaterensemble Aitherios. Von 2009 bis 2012 arbeitete Sykes als Regieassistentin am Schauspiel Frankfurt. Seit 2012 inszeniert sie als freie Regisseurin u.a. für das Deutsche Theater Berlin, das Schauspiel Frankfurt, die Theater in Oberhausen und Osnabrück, das Junge Theater Göttingen, das Schauspielhaus Zürich und das Schauspielhaus Graz.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Lily Sykes:

Steilwand am Schauspiel Frankfurt (01/2010)

Edgar und Annabel am Schauspiel Frankfurt (05/2012)

Exzess, mein Liebling im Rahmen der Langen Nacht der Autoren am Deutschen Theater Berlin (06/2013)

Your Lover Forever beim Kunstfest Weimar (08/2014)

Das Gelübde am Deutschen Theater Berlin (06/2016)

Romeo und Julia am Schauspielhaus Graz (11/2016)

Orlando am Schauspiel Hannover (10/2019)

Bomb am Schauspiel Köln (2/2020)

Tabori, George

George Tabori, Schriftsteller, Drehbuchautor, Übersetzer und Regisseur, wurde am 24. Mai 1914 in Budapest geboren und starb am 23. Juli 2007 in Berlin. Bis kurz vor seinem Tod hat er noch am Berliner Ensemble gearbeitet. Ein Nachruf von Martin Kagel.

Tabori ist Namensgeber des 2010 postum gestifteten George-Tabori-Preises des "Fonds Darstellende Künste" in Berlin. Der Preis wird jedes Jahr an herausragende Ensembles freier Theater- und Tanzschaffender verliehen.

Nachtkritiken zu Arbeiten von George Tabori:

Gesegnete Mahlzeit bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen (5/2007)

Die Goldberg-Variationen im Berliner Ensemble (3/2008)

Die Juden / Jubiläum am Staatstheater Nürnberg (2/2009)

Mein Kampf am Schauspiel Frankfurt (10/2010)

Mein Kampf am Theater Bremen (6/2011)

Mein Kampf am Staatstheater Braunschweig (6/2014)

Flucht nach Ägypten am Théâtre National du Luxembourg (2/2015)

Mein Kampf am Mittelsächsischen theater in Freiberg (11/2015)

Mein Kampf am Münchner Volkstheater (1/2018)

Thalbach, Katharina

Katharina Thalbach, geboren am 19. Januar 1954 in Ost-Berlin, ist Schauspielerin sowie Schauspiel- und Opernregisseurin.

Katharina Thalbach entstammt einer Theaterfamilie. Ihr Vater war der aus der Schweiz stammende Brecht-Schüler und Regisseur Benno Besson, ihre Mutter die Schauspielerin Sabine Thalbach. Sie selbst steht seit ihrem fünften Lebensjahr auf der Bühne. Nach dem Tod ihrer Mutter 1966 kümmerte sich unter anderem Helene Weigel um ihre schauspielerische Ausbildung. Am Berliner Ensemble debütierte Thalbach als Schauspielerin im Jahre 1969.

Neben ihrer Arbeit als Theaterschauspielerin spielte sie auch Filmrollen bei den wichtigsten Regisseuren der DDR, darunter Konrad Wolf und Egon Günther. Im Dezember 1976 siedelte Katharina Thalbach nach Unterzeichnung des Offenen Briefes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns gemeinsam mit ihrem damaligen Lebenspartner, dem Schriftsteller Thomas Brasch (1945-2001), nach West-Berlin über.

In der BRD spielte sie u.a. in dem Kinofilm "Die Blechtrommel" von Volker Schlöndorff (1979), der in Hollywood auch einen Oscar als bester ausländischer Film erhielt, sowie den Filmen von Thomas Brasch und zahlreichen anderen Kino- und Fernsehfilmen. 2003 gehörte Katharina Thalbach zu den Mitgründer*innen der Deutschen Filmakademie. 2015 wurde ihr vom Bundespräsidenten Joachim Gauck das Verdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von und mit Katharina Thalbach:

Maria Stuart am Hans Otto Theater Potsdam (Schauspiel) (01/2008)

Wie es Euch gefällt am Theater am Kurfürstendamm (Regie) (01/2009)

Die Socken Opus 124 am Schloßparktheater Berlin (Regie) (09/2010)

Im Dickicht der Städte am Berliner Ensemble (Regie) (10/2010)

Cyrano de Bergerac am Schauspielhaus Bochum (Regie) (1/2011)

Was ihr wollt am Berliner Ensemble (11/2012)

Roter Hahn im Biberpelz am Theater am Kurfürstendamm Berlin (1/2014)

Amphitryon am Berliner Ensemble (11/2014)

Hase Hase in der Komödie am Kurfürstendamm (im Schillertheater ) (1/2019)

 

Thalheimer, Michael

Michael Thalheimer, geboren am 28. Mai 1965 in Frankfurt am Main, ist Theaterregisseur.

Von 1985 bis 1989 studierte er an der Berner Schauspielschule und war als Schauspieler an mehreren Theatern engagiert, unter anderem in Bern, Mainz, Bremerhaven und Chemnitz. 1997 brachte er am Theater Chemnitz seine erste Inszenierung heraus: Fernando Arrabas "Der Architekt und der Kaiser von Assyrien". Seitdem arbeitet er mit dem Bühnenbildner Olaf Altmann zusammen.

Mehrfach wurden seine Arbeiten zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2008 und 2011 erhielt er den Nestroy-Theaterpreis für die beste deutschsprachige Aufführung für "Die Ratten" und "Die Weber", jeweils am Deutschen Theater Berlin entstanden. Seit der Spielzeit 2017/18 gehört er als Hausregisseur der Theaterleítung des Berliner Ensembles an.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Michael Thalheimer:

Orestie beim Theatertreffen 2007 in Berlin (5/2007)

Die Ratten am Deutschen Theater Berlin (10/2007, eingeladen zum Theatertreffen 2008)

Die Wildente am Deutschen Theater Berlin (2/2008)

Hamlet am Thalia Theater Hamburg (4/2008)

Was ihr wollt am Deutschen Theater Berlin (8/2008)

Reigen am Thalia Theater Hamburg (3/2009)

Ödipus/Antigone am Schauspiel Frankfurt (10/2009)

Der Kirschgarten am Staatstheater Stuttgart (1/2010)

Die Nibelungen am Deutschen Theater Berlin (3/2010)

Die heilige Johanna der Schlachthöfe am Burgtheater Wien (10/2010)

Die Weber am Deutschen Theater Berlin (1/2011)

Maria Stuart am Schauspiel Frankfurt (3/2011)

Die Macht der Finsternis an der Berliner Schaubühne (5/2011)

Unschuld am Deutschen Theater Berlin (9/2011)

Medea am Schauspiel Frankfurt (4/2012)

Ein Sommernachtstraum am Residenztheater München (6/2012)

Elektra am Burgtheater Wien (10/2012)

Kleiner Mann, was nun? am Schauspiel Frankfurt (1/2013)

Geschichten aus dem Wiener Wald am Deutschen Theater Berlin (3/2013)

Medea als Gastspiel beim Berliner Theatertreffen im Shorty (5/2013)

Die Jungfrau von Orleans bei den Salzburger Festspielen (7/2013)

Tartuffe an der Berliner Schaubühne (12/2013)

Maria Magdalena am Burgtheater Wien (2/2014)

Nora am Schauspiel Frankfurt (5/2014)

Die Schutzbefohlenen am Wiener Burgtheater (3/2015)

Nachtasyl an der Berliner Schaubühne (6/2015)

Penthesilea am Schauspiel Frankfurt (12/2015)

Wallenstein an der Schaubühne Berlin (5/2016)

Prinz Friedrich von Homburg am Schauspiel Frankfurt (11/2016)

Der eingebildete Kranke an der Schaubühne Berlin (1/2017)

Der zerbrochne Krug am Hamburger Schauspielhaus (3/2017)

Die Perser am Akademietheater Wien (5/2017)

Der Kaukasische Kreidekreis am Berliner Ensemble (9/2017)

Richard III. am Münchner Residenztheater (12/2017)

Endstation Sehnsucht am Berliner Ensemble (4/2018)

Glaube Liebe Hoffnung am Wiener Burgtheater (9/2018)

Macbeth am Berliner Ensemble (11/2018)

Othello am Berliner Ensemble (4/2019)

Glaube und Heimat am Berliner Ensemble (12/2019)

Katzelmacher am Berliner Ensemble (2/2020)

Theater der Welt

Theater der Welt ist ein internationales Theaterfestival, das 1981 vom deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts gegründet wurde und alle zwei bis drei Jahre in einer anderen deutschen Stadt stattfindet. Es entstand aus einer Idee des damaligen Intendanten des Deutschen Schauspielhauses und damaligen Präsidenten des ITI, Ivan Nagel, anlässlich des Theaters der Nationen 1979 in Hamburg. Zum ersten Male fand das Theater der Welt 1981 in Köln unter der Programmdirektion der Theaterkritikerin Renate Klett statt.

Es folgten die Festivals 1985 in Frankfurt am Main (Programmdirektion Thomas Petz), 1987 in Stuttgart (Programmdirektion: Renate Klett), 1989 in Hamburg (Programmdirektion: Renate Klett), 1991 in Essen (Programmdirektion: Börries von Liebermann), 1993 in München (Programmdirektion: Renate Klett), 1996 in Dresden (Programmdirektion: Hannah Hurtzig), 1999 in Berlin (Programmdirektion: Nele Hertling, Maria Magdalena Schwaegermann und Thomas Langhoff), 2002 in Köln, Bonn, Düsseldorf und Duisburg (Programmdirektion: Matthias Lilienthal), 2005 in Stuttgart (Programmdirektion: Marie Zimmermann), 2008 in Halle (Saale) (Programmdirektion: Torsten Maß), 2010 in Essen und Mülheim an der Ruhr (Programmdirektion: Frie Leysen) sowie 2014 in Mannheim (Programmdirektion: Matthias Lilienthal und Burkhart C. Kosminski).

 

Nachtkritiken zu den Aufführungen beim Theater der Welt 2008 in Halle

Komm ins Offene! – Die elfte Ausgabe des ITI-Festivals nimmt engen Kontakt auf zur umgebenden Stadt (6/2008)

22. Juni 1974, 21:03 – Massimo Furlans Remake von Jürgen Sparwassers WM-Tor (6/2008)

X(ics) – die italienische Gruppe Motus erzählt von einer Jugend ohne Gott (6/2008)

Faustas – Eimuntas Nekrosius übersetzt Goethes Faust in sein poetisches Bildertheater (6/2008)

Cet Enfant – Joël Pommerat zeigt sich als kluger Entrümpler des Familienstücks (6/2008)

Dritte Generation – Yael Ronen zeigt ein israelisch-palästinensisch- deutsches work in progress (6/2008)

Back in the USSR – das kasachische Ensemble Art & Shock mit einer SU-Parodie (6/2008)

China – William Yangs intime Foto-Dokumentation sucht nach den Wurzeln (7/2008)

 

Nachtkritiken zu den Aufführungen beim Theater der Welt 2010 in Essen und Mülheim a.d.R.

I am not me, the horse is not mine – Williams Kentridges kluge Gogol-Annäherung (7/2010)

Der Kirschgarten – Kristian Smeds präsentiert ein Tschechow-Public-Viewing (7/2010)

Welcome to Rocksburg − Mpumelelo Paul Grootbooms Township-Romanze (7/2010)

Kinder des Dämons – Béla Pintér treibt eine Verlobungsgesellschaft auf die Spitze der Skurrilitäten (7/2010)

Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein – Kornél Mundruczó sucht bei Theater der Welt in Essen nach der Wahrheit (7/2010)

Der Mann ohne Eigenschaften – Guy Cassiers überträgt Musils Ironie auf die Bühne (7/2010)

 

Nachtkritiken zu den Aufführungen beim Theater der Welt 2014 in Mannheim

Die Schutzbefohlenen – Nicolas Stemanns Jelinek-Uraufführung blickt zur Eröffnung des Festivals auf das Elend der Anderen (5/2014)

Super Premium Soft Double Vanilla Rich – Toshiki Okada parodiert die Segnungen des Konsums (5/2014)

Next Day – Philippe Quesne macht Kindertheater für Erwachsene  (5/2014)

Thyestes – Regieshootingstar Simon Stone zeigt einen drastisch vergegenwärtigenden Seneca-Abend (5/2014)

Zoo – Manuela Infante und das Teatro de Chile parodieren ethnologische Menschenexperimente (5/2014)

X Firmen – Theater der Welt führt ins Reich des Softwareunternehmens SAP in Walldorf (5/2014)

Saddam Hussein – der israelische Regisseur Yonatan Levy treibt den vervierfachten Machthaber in den Aberwitz (5/2014)

 

 

 

 

Theater Hora

Das Theater Hora in Zürich ist eines der wenigen professionellen Theater von und mit Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Schweiz, das heute weit über die Landesgrenzen bekannt ist.

Nach einem ersten Projekt 1989 gründete der Theaterpädagoge Michael Elber das Theater Hora, das 2003 Teil der Stiftung Züriwerk wurde und seitdem die erste und bis heute einzige professionell arbeitende Kulturwerkstatt für geistig behinderte Künstlerinnen und Künstler in der Schweiz ist. Der Name geht auf das erste Theaterprojekt nach Michael Endes Roman "Momo" mit der Figur des Meister Hora zurück. Seit 2009 bietet das Theater Hora Menschen mit einer geistigen Behinderung eine anerkannte Schauspiel-Ausbildung an.

Der zweite Hauptbereich der künstlerischen Arbeit ist die Erarbeitung von Bühnenproduktionen, sei dies in Eigenproduktionen oder in der Zusammenarbeit mit externen Theaterschaffenden. Ausgezeichnet wurde das Theater HORA 1998 mit dem Sozial- und Kulturpreis der ZFV-Unternehmungen oder 2015 mit dem Anerkennungspreis der Paul-Schiller-Stiftung. Die Produktion "Disabled Theater" vom französischen Choreographen Jérôme Bel wurde 2013 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, Julia Häusermann erhielt dort den Alfred-Kerr-Darstellerpreis und das Stück wurde auch mit einem Schweizer Tanzpreis ausgezeichnet und löste eine Debatte über den Umgang mit behinderten Künstler*innen aus. 160 Vorstellungen von New York bis Macau markieren die Erfolgsgeschichte des Stücks.

Neben Bühnenwerken sorgt das auf drei Jahre angesetzte Experiment "Freie Republik Hora" für Aufsehen, in dem ohne Spielvorlage, Autorin oder Regisseur das Ensemble eigene Themen auf die Bühne bringt. Zur Hora-Republik zählen weiters ein Förderverein, das von 2007 bis 2013 biennal veranstaltete Festival "OKKUPATION!", Workshop-Angebote oder die Hora-Band.

Nachtkritiken zu Inszenierungen des Theater Hora:

Disabled Theater beim Festival d'Avignon (7/2012), auch: Shorty zum Gastspiel beim Theatertreffen 2013 (5/2013)

Mars Attacks! in der Roten Fabrik Zürich (5/2014)

Andere Beiträge zum Theater Hora: 

Debatte: Inklusionstheater – Wie Schauspieler mit Behinderungen die großen Off-Bühnen erobern (11/2012)

Presseschau: Anke Dürr im kulturSpiegel über "Disabled Theater" und andere Produktionen mit behinderten Schauspielern (4/2013)

Vortrag von Benjamin Wihlstutz: Über die Emanzipation bei Jérôme Bels "Disabled Theatre" (5/2013)

Meldung : Alfred-Kerr-Darstellerpreis geht an Julia Häusermann vom Theater Hora (5/2013)

Presseschau: Matthias Dell hat auf freitag.de massive Einwände gegen Jérôme Bels Inszenierung "Disabled Theater" (5/2013)

Presseschau: Die SZ über Theater mit Schauspielern mit Behinderung (5/2013)

Debattentext: Inklusionstheater II – Mehr zum Status Quo des Theaters im Umgang mit Behinderung auf der Bühne, vier Jahre nach "Disabled Theater" (4/2016)

Meldung: Schweizer Grand Prix Theater 2016 für Theater Hora (5/2016)

Link:

www.hora.ch

Siehe auch: Inklusionstheater

Theater Ramba Zamba

Das Theater Ramba Zamba ist ein Privattheater in Berlin, das einen inklusiven Ansatz verfolgt, also Arbeiten für das Theater produziert, in dem Schauspieler mit und ohne Behinderung gemeinsam auf der Bühne stehen. Das Theater wurde 1990 von von Gisela Höhne und Klaus Erforth, selbst Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom, gegründet. Erforth ist Regisseur und war u.a. von 1970 bis 1990 Regisseur am Deutschen Theater Berlin engangiert, Gisela Höhne ist ausgebildete Schauspielerin und Theaterwissenschaftlerin. Gisela Höhne war bis künstlerische Leiterin des Theaters Ramba Zamba.

Nachtkritiken zu Inszenierungen des Theaters Ramba Zamba:

Der gute Mensch von Downtown (2/2016)

Die Räuber (9/2017)

Die Frauen vom Meer (2/2018)

Andere Beiträge zum Theater Ramba Zamba:

Meldung: Caroline-Neuber-Preis 2014 an Ramba-Zamba-Leiterin Gisela Höhne (11/2013)

Presseschau: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung porträtiert Gisela Höhne, Leiterin der integrativen Theatertruppe RambaZambae Frankfurter Allgemeine Zeitung porträtiert Gisela Höhne, Leiterin der integrativen Theatertruppe Ramba-Zamba (3/2014)

Meldung: Schauspieler Sven Normann gestorben (4/2016)

Meldung: Gisela Höhne übergibt Leitung des Ramba Zamba Berlin (6/2017)

Link:
rambazamba-theater.de

Siehe auch: Inklusionstheater

Theater und Digitalität

Theater und Digitalität – Das Theater versteht sich schon immer als Ort der Reflexion über Politik und Gesellschaft. Wie sieht es damit im digitalen Zeitalter aus? Ist der Cyberspace auch als Ort für Theater nutzbar? Sind die partizipativen Formen, wie sie das Netz ausgebildet hat, überhaupt noch kompatibel mit der Institution Theater? Welche Konsequenzen hat der radikale Strukturwandel der Öffentlichkeit für das Genre Kritik? Fest steht: die digitalen Medien bilden nicht nur neue Kulturtechniken aus. Sie verändern auch die alten.

Vom 9. bis 13. Dezember 2013 fand in Kooperation von Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Bochum, Deutsches Theater Berlin, Schauspiel Hannover und Residenztheater München und mit freundlicher Unterstützung von nachtkritik.de unter dem Hashtag #TTW13 die erste Twitter-Theater-Woche Deutschlands statt.

Im Kontext der Konferenz Theater & Netz untersucht und diskutiert nachtkritik.de gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung seit 2013 jährlich die Folgen der Digitalisierung für das Theater. Die erste Ausgabe der Konferenz fand am 8. / 9. Mai 2013, die zweite Ausgabe  am 3./4. Mai 2014 statt. Die Vorträge wurden größtenteils in Videodokumentationen festgehalten. Hier die Videodokumentation der dritten Ausgabe der Konferenz am 2. / 3. Mai 2015: "Plattform oder Player? Politische Kunst und neuer Aktivismus". Hier die Videodokumentation von Theater & Netz Vol. 4:  "Digitale Bühnen des Extremismus" am 8. Mai 2016.  Hier das Programm der 5. Ausgabe "Behauptungsmaschinen: Fake, Fakten und Fiktionen" am 6./. 5. 2017. Die 6. Ausgabe fand am 6.5. 2018 unter der Überschrift Vom Publikum zur Community statt. Ausgabe 7 der Konferenz "Theater und Netz" tagte am 4.5.2019 unter dem Titel Die Innovationsschraube.

Beiträge zum Thema Theater und Digitalität auf nachtkritik.de:

Bericht: Report über Theater im Internet aus der Frühzeit des Netzes von Esther Slevogt (12/2001)

Bericht: Flamings und Chats als Maskenspiel von Andreas Horbelt (4/2008)

Essay: Von der Geschichte der Nachtkritik und der Theaterkritik im Internet von Petra Kohse (1/2009)

Vortrag: Theaterkritik im Netz vor dem Hintergrund einer sich verändernden Öffentlichkeit am Beispiel von nachtkritik.de von Nikolaus Merck (3/2011)

Essay: Zur Krise der Theaterkritik und zur Kritik in Zeiten des Web 2.0 von Tobi Müller (8/2011)

Bericht. Fünf Jahre nachtkritik.de – eine kleine Zwischenbilanz von Dirk Pilz (5/2012)

Bericht: Das Barcamp Theater und Internet am Thalia Theater Hamburg von Esther Slevogt (11/2012)

Vortrag:  Computerspiele und Theater – Wie die neue Medienkunst die Bühnenwirklichkeit verändert von Christian Rakow (11/2012)

Bericht:  Wie das Modell Crowdfunding im Theater ankommt (2/2013) von Esther Slevogt

Buchkritik: Ulf Otto - Internetauftritte. Eine Theatergeschichte der Neuen Medien von Christian Rakow (4/2013)

Vortrag: Die Dauerpräsenz des Publikums im Internetzeitalter und seine Folgen für das Künstlerbild von Ina Roß (4/2013)

Bericht:  Über Theaterblogs, ihre Schwierigkeiten und ihre Chancen von Georg Kasch (5/2013)

Keynote: Thesen zur Konferenz "Theater und Netz" – ein Bullshit-Bingo, umkleidet von dreißig Thesen von Christoph Kappes (5/2013)

Bericht: Das Cyberleiber Festival am Schauspiel Dortmund von Sascha Westphal (6/2013)

Buchkritik: Meike Wagner – Theater und Öffentlichkeit im Vormärz von Esther Slevogt (9/2013)

Vortrag: Playing Democracy: Ein Vortrag über das neue Game-Theater und seine politische Relevanz bei der Konferenz rePLAYCE the:City in Zürich von Christian Rakow (11/2013)

Bericht: Crowdfunding – In Frankfurt setzt die Aventis Foundation auf ein neues Fördermodell von Esther Boldt (11/2013)

Report: Twitter und Theater – Wie die Sozialen Medien im Theater funktionieren (könnten) von Anne Peter (4/2014)

Presseschau: Die Süddeutsche Zeitung über den Einsatz von Social Media in Münchner Kultureinrichtungen (5/2014)

Presseschau: Die Wirtschaftswoche gegen Social Media in in Oper, Theater & Konzert (5/2014)

Essay: Der Theaterverleger Bernd Schmidt denkt über das Streaming von Theateraufführungen nach (9/2014)

Blog: Refugium vom Theater Ulm im Livestream (9/2014)

Presseschau: Theaterkritiker Andreas Tobler in der Baseler Zeitung über Livestreaming im Theater (10/2014)

Blog: Livestreams, die Tim Renner fordert, gibts zum Beispiel am Theater Ulm. Ein Testbericht (10/2014)

Presseschau: Joachim Lottmann und Gerhard Stadelmaier finden Theater-Livestreaming unsinnig (10/2014)

Presseschau: Bühnenvereins-Direktor Rolf Bolwin spricht sich für Livestreaming aus (11/2014)

Dossier: Zum Livestreaming von Theater (12/2014)

Diskussion "Schauspiel im Livestream – Fluch oder Segen?" der Heinrich Böll Stiftung Berlin (12/2014)

Magazinrundschau Dezember 2014: Wie zeitgenössisch ist Shakespeare, wie konservativ ist Livestreaming, und was will man eigentlich in Mainz? (12/2014)

Vortrag: Über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels von Esther Slevogt (12/2014)

Presseschau: Der Tagesspiegel über Theater und Netz (1/2015)

Nachtkritik: Information wants to be free - Marcus Lobbes versucht sich mit einem Text von Lucas Svensson in Göttingen an Netzthemen (3/2015)

Presseschau: Die Süddeutsche Zeitung lobt das Theater Dortmund und seine digitale Agenda (3/2015)

Nachtkritik: This is for everyone – Thomas Freyer und Ulrike Hatzer machen in Braunschweig besorgtes Theater über die Netzgesellschaft (4/2015)

Nachtkritik: Supernerds – Angela Richters Whistleblower-Inszenierung zum transmedialen WDR-Überwachungs-Großprojekt (5/2015)

Nachtkritik: To like or not to like – Die Gruppe Interrobang nutzt ihre Residenz am Schauspiel Leipzig für ein Big-Data-Spiel (6/2015)

Presseschau: Die Süddeutsche Zeitung spricht mit den Kultur-Digitalisierern Tim Renner und Dieter Gorny (6/2015)

Magazinrundschau Juni 2015: Die Theaterzeitschriften räsonieren über digitale Welten, die Volksbühnen-Zukunft und über zweckfreie Kunst (6/2015)

Presseschau: Die Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz (7/2015)

Blog: Neun Tage mit dem Livestream "Complete Works" von Forced Entertainment nach William Shakespeare beim Berliner Festival "Foreign Affairs" (7/2015)

Debatte: Nishant Shah looks beyond the Spectacle Imperative of the Social Web (9/2015)

Presseschau: Berlins SPD-Kulturpolitiker Tim Renner und Thorsten Schäfer-Gümbel legen im Tagesspiegel ihr Mission Statement vor (10/2015)

Meldung: Google launcht "Performing Arts"-Projekt (12/2015)

Presseschau: Tim Renner im Magazin Das Netz über das Digitale und den Kulturbetrieb (12/2015)

Kolumne: Esther Slevogt über Volkstribune auf YouTube und im Theater (2/2016)

Porträt: Der Regisseur und Videokünstler Manuel Braun inszeniert "Romeo und Julia" auf Tumblr als assoziativen Bilderreigen (2/2016)

Kolumne: Esther Slevogt über das neue Buzz-Word "Immersion" (5/2016)

Kolumne: Esther Slevogt fordert die Theater auf, soziale Plattformen im Netz zu schaffen (11/2016)

Kolumne: Esther Slevogt über die App Snapchat und Brechts V-Effekt (7/2017)

Essay: Im digitalen Vormärz – Das Theater, einst Hort bürgerlicher Öffentlichkeit, verpasst im Digitalisierungs-Zeitalter wichtige Chancen von Esther Slevogt (2/2018)

Interview: Auch Coding kann Kunst sein: Kay Voges und Alexander Kerlin über Pläne des Theaters Dortmund für eine Akademie für Theater und Digitalität (2/2018)

Bericht: Volksbühne Fullscreen – Die Saison 2017/2018 in der digitalen Spielstätte der Volksbühne Berlin von Esther Slevogt (5/2018)

Meldung: Neues Programm "Kultur digital" der Kulturstiftung des Bundes (6/2018)

Meldung: Neues Förderprogramm für Kunst und Digitales (11/2018)

Meldung: Dortmund: Akademie für Theater & Digitalität startet (3/2019)

Meldung: EU-Förderung für digitale Technologien im Theater (7/2019)

Meldung: Fonds Digital: 15 Projekte werden gefördert (12/2019)

Bericht: Staging Complexity – Die Initiative Cheers for Fears veranstaltet ihr Symposium zu "Kunst und Theater im digitalen Zeitalter" online von Sascha Westphal (3/2020)

Debatte: Liveness im digitalen Raum – Über den Internet-Rush der Theater in Zeiten von Corona und Social Distancing von Katja Grawinkel-Claassen (3/2020)

Debatte: nachtkritikstream – Wie das Streamen von abgefilmtem Theater der Bühnenwelt neue kulturelle Bedeutung verschaffen kann von Christian Rakow (4/2020)

Bericht: Theater-Streaming & Video-On-Demand im Internet und das Urheberrecht – Ein Überblick von Rolf Bolwin (4/2020)

Umfrage: Theater-Streams: Wer nutzt das Angebot?  von Rainer Glaap (4/2020)

Debatte: Epochenwechsel? – Theater und Digitalität in der pandemischen Krise von Christiane Hütter (4/2020)

Bericht: Am virtuellen Lagerfeuer – Wie die Theater in der Corona-Krise Videokonferenz-Apps als Spielwiese entdecken von Sophie Diesselhorst (6/2020)

Bericht: Intime Räume – Wie das interaktive Netztheater den Zuschauer für sich entdeckt  von Christian Rakow (7/2020)


Siehe auch: Game TheaterVoges, Kay