Streeruwitz, Marlene

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Begriff Definition
Streeruwitz, Marlene

Marlene Streeruwitz, am 28. Juni 1950 in Baden bei Wien geboren, ist Schriftstellerin und Regisseurin. Sie lebt in Wien, Berlin, London und New York.

Nach einem abgebrochenen Jurastudium studierte Streeruwitz Slawistik und Kunstgeschichte in Wien. Seit 1986 veröffentlicht sie literarische Arbeiten, seit 1992 werden ihre Theaterstücke an zahlreichen Bühnen aufgeführt. 1996 erschien ihr erster Roman, "Verführungen. 3 Folge. Frauenjahre", für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde. Zahlreiche Würdigungen folgten. Anfang der 1990er Jahre arbeitete sie auch als Theaterregisseurin am Schauspiel Köln und am Schauspielhaus Wien.

Streeruwitz gilt als eine der politisch engagiertesten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. Scharf kommentierte sie die politischen Ereignisse in Österreich (ÖVP/FPÖ-Koalition) im Jahr 2000. Im November 2006 wehrte sich die österreichische Schriftstellerin öffentlich gegen Nicolas Stemanns Inszenierung von Elfriede Jelineks Ulrike Maria Stuart am Hamburger Thalia Theater, weil sie darin als sprechende Vagina dargestellt wurde. Im Magazin des Spiegel formulierte sie: "Ich will als handelndes und denkendes Subjekt nicht auf ein sprechendes Geschlechtsorgan reduziert werden." Stemanns Reaktion wurde auf einer Diskussion beim Berliner Theatertreffen 2007 thematisiert.

Als Jurorin des Stückemarktes beim Berliner Theatertreffen 2010 beklagte Streeruwitz in der TAZ das fehlende "Begehren auf Literatur" bei den JungautorInnen und lieferte damit einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Krise der Nachwuchsdramatik.

Nachtkritiken zu Texten von Marlene Streeruwitz:

Jessica, 30 im Theater Drachengasse Wien (4/2011)

Entfernung am Schauspielhaus Wien (10/2011)

Jessica, 30 am Schlosstheater Celle (2/2013)

Willkommen in Deutschland (Textbeiträge zum Drama von Tony Kushner) am Schauspiel Frankfurt (4/2017)

Revolt. She said. Revolt again. / Mar-a-Lago. am Berliner Ensemble (10/2018)