Rau, Milo

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Begriff Definition
Rau, Milo

Milo Rau, geboren 1977 in Bern, ist Theater-  und Filmemacher und mit Beginn der Spielzeit 2018/19 künstlerischer Leiter des Nationaltheater Gent.

Rau studierte Germanistik, Romanistik und Soziologie in Zürich, Berlin und Paris und promovierte 2010 an der Universität Zürich mit einer Arbeit über die "Ästhetik des Reenactments". Als Theaterautor und -regisseur ist Rau ebenso in der freien Szene wie an Stadttheatern tätig gewesen. 2007 gründete er das International Institute of Political Murder (IIPM) als Produktionsfirma für seine "multimediale Bearbeitung historischer oder gesellschaftspolitischer Konflikte".

2012 wurde Rau mit "Hate Radio", einem Reenactment einer Sendung des Völkermordradios RTLM in Ruanda, zu "Radikal jung" und zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2014 wurde er mit einem der neu ins Leben gerufenen Schweizer Theaterpreise sowie für "Civil Wars" mit dem Preis des Festivals Politik im Freien Theater ausgezeichnet. Im November 2015 erhielt Milo Rau den ersten Konstanzer Konzilspreis "für europäische Begegnungen und Dialog". 2017 übernahm er die Saarbrücker Poetikdozentur.

Texte von Milo Rau auf nachtkritik.de:

Eröffnungsrede zu "Das Kongo Tribunal"  (5/2015), auch auf Französisch

Das Genter Manifest zum Stadttheater der Zukunft (5/2018)

Der Schauspieler des 21. Jahrhunderts – Rede zur Alfred-Kerr-Preis-Verleihung beim Berliner Theatertreffen 2018 (5/2018)

Nachtkritiken zu Arbeiten von Milo Rau:

Die letzten Tage der Ceaușescus am Hebbel-am-Ufer in Berlin (12/2009)

Hate Radio am Hebbel-am-Ufer in Berlin (12/2011)

Breiviks Erklärung am Nationaltheater Weimar (10/2012)

Die Moskauer Prozesse am Andrej-Sacharow-Zentrum Moskau (03/2013)

Die Zürcher Prozesse. Erster Sitzungstag am Zürcher Theater Neumarkt (5/2013)

Die Enthüllung des Realen in den Sophiensaelen Berlin (11/2013)

Werkschau von Milo Rau an den Berliner Sophiensälen  (11/2013)

Moskauer Prozesse Filmkritik (3/2014)

The Civil Wars beim Zürcher Theaterspektakel (8/2014)

The Dark Ages am Münchner Residenztheater (4/2015)

Das Kongo Tribunal in den Sophiensaelen in Berlin (6/2015)

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs an der Schaubühne Berlin (1/2016)

Five Easy Pieces beim Kunstenfestival Brüssel (5/2016)

Empire beim Zürcher Theaterspektakel (9/2016)

Die 120 Tage von Sodom am Schauspielhaus Zürich (2/2017)

Lenin an der Schaubühne Berlin (10/2017)

General Assembly an der Schaubühne Berlin (11/2017)

Die Wiederholung. Histoire(s) du théâtre, Teil 1 vom NT Gent, Gastspiel am Théâtre Vidy-Lausanne (5/2018)

Lam Gods am NT Gent (9/2018)

Orest in Mossul am Schauspielhaus Bochum (5/2019)

Weitere Beiträge zu Milo Rau:

Debatte: Kritik der Eröffnungsrede zu Milo Raus "Kongo Tribunal" von Esther Slevogt (5/2015)

Essay: Aktivistisches Theater – die Suche nach politischer Wirksamkeit in Zeiten der polarisierten Öffentlichkeit (u.a. über Milo Rau) von Sophie Diesselhorst (12/2015)

Filmkritik: Kongo Tribunal – Milo Raus Dokumentarfilm über seinen fiktiven Gerichtshof in Bukavu und Berlin zur Untersuchung von Verbrechen im Ostkongo (11/2017)

Meldung: Milo Raus Film "Das Kongo Tribunal" erhält Zürcher Filmpreis (11/2017)

Meldung: Milo Raus Münchner Projekt "Jeanne d'Arc" abgesagt (11/2017)

Presseschau: Milo Rau im Berner Bund über seine Ausladung von einem Debattenforum des Ringier-Verlages (12/2017)

Meldung: Akademische Ehren für Milo Rau (4/2019)

Buchkritik: Das geschichtliche Gefühl – Milo Raus Saarbrücker Poetikdozentur erscheint als Buch (5/2019)


Links:

international-institute.de

althussers-haende.org