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Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2024 an Nikita Buldyrski

Nikita Buldyrski © Fabian Schellhorn, Berliner Festspiele

20. Mai 2024. Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2024 geht an den Schauspieler Nikita Buldyrski vom Theaterhaus Jena. Das gab die Alleinjurorin Ursina Lardi bei der Preisverleihung im Rahmen des Berliner Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele bekannt. Nikita Buldyrski gehört zum Ensemble der Produktion "Die Hundekot-Attacke", die von der Kritiker*innen-Jury als eine der zehn bemerkenswerten Inszenierungen der Saison zum Festival eingeladen worden war. 

In ihrer Laudatio sagte Lardi: "Nikita Buldyrskis Spiel ist in seiner präzisen Natürlichkeit pure Gegenwart. Er zeigt sich ganz und gar, klagt an, teilt aus und ist dabei verletzbar und selbstbewusst zugleich. Jeder Satz ein Treffer!"

1995 in Neftekumsk (Russland) geboren, sammelte Nikita Buldyrski nach seinem Umzug nach Bochum bereits früh Theatererfahrungen in verschiedenen russisch- und deutschsprachigen Projekten. Es folgten Arbeiten in freien Ensembles und der freien Szene Bochum sowie in Produktionen am Jungen Schauspielhaus und am Schauspielhaus Bochum. Von 2018 bis 2022 erhielt Nikita Buldyrski seine Schauspielausbildung an der Universität Mozarteum Salzburg und arbeitete vor und während des Studiums mit Regisseur:innen wie Alexander Riemenschneider, Tina Lanik oder Amélie Niermeyer zusammen. Anfang 2022 war er unter der Regie von Ebru Tartıcı Borchers in der Uraufführung von Caren Jeß' "Knechte" am Kosmos Theater Wien zu sehen. Seit der Spielzeit 2022/23 ist er Ensemblemitglied am Theaterhaus Jena. Nikita Buldyrski schreibt selbst Texte und macht in seiner Freizeit Rapmusik. Am Theaterhaus Jena nutzte er dies unter anderem für die Arbeit an seinem ersten selbstentwickelten Solo-Stück "On the Edge".

Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis wird jedes Jahr für eine herausragende Leistung einer jungen Schauspielerin oder eines jungen Schauspielers in einer der zehn Produktionen des Berliner Theatertreffens vergeben. Er ist mit 5.000 Euro Preisgeld dotiert und wird von der Alfred-Kerr-Stiftung mit Unterstützung der Berliner Festspiele vergeben.

Zu den Kerr-Preisträger*innen zählen unter anderen Kathrin Angerer, Johanna Wokalek, August Diehl, Fritzi Haberlandt, Lina Beckmann, Devid Striesow, Wiebke Puls, Felix Goeser, Julischka Eichel, Kathleen Morgeneyer, Paul Herwig, Julia Häusermann, Gala Othero Winter, Marcel Kohler, Michael Wächter, Benny Claessens, Johannes Nussbaum, Samouil Stoyanov und im letzten Jahr Dominik Dos-Reis.

(Berliner Festspiele / cwa)

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