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Berliner Ensemble: Max Gindorff erhält Helene-Weigel-Preis 2024

Schauspieler Max Gindorff ist seit 2023 am Berliner Ensemble engagiert © Julian Baumann

27. Juni 2024. Der Helene Weigel Theaterpreis 2024 geht an den Schauspieler Max Gindorff. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis, der außergewöhnliche künstlerische Leistungen am Berliner Ensemble sichtbar machen und fördern will, wird zum dritten Mal vom Freundeskreis des Berliner Ensemble e.V. vergeben.

Max Gindorff wurde 1994 in Luxemburg geboren und studierte am Max Reinhardt Seminar Wien. Nach einem Jahr als Ensemblemitglied am Residenztheater München wechselte er 2019 an das Wiener Burgtheater. Seit der Spielzeit 2023/2024 ist er Mitglied des Berliner Ensembles. Hier stand Gindorff in der aktuellen Spielzeit unter anderem in den Neuproduktionen Woyzeck von Georg Büchner (Regie: Ersan Mondtag), Mutti, was machst du da? von Axel Ranisch und Paul Zacher, "Hedda" von Henrik Ibsen (Regie: Heiki Riipinen) und RCE von Sibylle Berg (Regie: Kay Voges) auf der Bühne.

Laut Presseaussendung des Berliner Ensembles konnten Nominierungsvorschläge für den Helene-Weigel-Preis durch die Mitglieder des Freundeskreises des Berliner Ensembles eingereicht werden. Die Entscheidung traf eine dreiköpfige Jury auf Grundlage der eingegangenen Nominierungen. Sie bestand aus Rebecca Lyson (Vorstand Freundeskreis des Berliner Ensemble e.V.), Amely Joana Haag (Dramaturgie, Berliner Ensemble) und Prof. Dr. Matthias Warstat (Institut für Theaterwissenschaft, Freie Universität Berlin).

Der Preis versteht sich auch als Hommage an die Schauspielerin Helene Weigel (1900–1971), die als langjährige Intendantin und Schauspielerin das Berliner Ensemble gemeinsam mit Bertolt Brecht wie auch allein prägte.

(Berliner Ensemble / chr)

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Helene Weigel-Preis: Gute Wahl
Eine gute Wahl. Max Gindorff hat in dieser Spielzeit mit einer großen Wandlungsfähigkeit beeindruckt: vom Tambourmajor, der vor toxischer Männlichkeit strotzt, in Ersan Mondtags "Woyzeck" bis zum zarten Fräulein Thea Elvsted in Heiki Riipinens "Hedda" im Werkraum.

Meine Lieblingsinszenierung mit Max Gindorff haben das BE und Christian Rakow in ihrer Aufzählung nicht erwähnt: "Eine göttliche Komödie. Dante Pasolini" am Resi, eingeladen zum tt 2020, Corona zum Opfer gefallen (:-
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