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Fair Pay: Szenografie-Bund setzt zweites Reformpaket auf

30. Mai 2024. Der Szenografie-Bund forderte fairere Entlohnung und bessere Arbeitsbedingungen für Bühnen- und Kostümbildner*innen an deutschen Theatern. Dafür hat der Bund acht Jahre nach seinem ersten "Reformpaket" ein zweites "Reformpaket" aufgesetzt (hier komplett nachzulesen).

In der begleitenden Pressaussendung heißt es: "Szenograf*innen sind in besonders hohem Maße von den Missständen des deutschen Theatersystems betroffen. Die bestehenden Sozialsysteme sind auf Soloselbständige unzureichend eingestellt. Der gesetzliche Mindestlohn greift im Bereich der freischaffenden Künstler*innen nicht. Es gibt immer noch, im Gegensatz zur Filmbranche, keine Tarifpartner*innen, die ihre Interessen vertreten."

"Szenograf*innen die Bildwelten der Darstellenden Kunst", schreibt der Bund weiter. "Als Teil der künstlerischen Leitungsteams prägen sie maßgeblich das gesamte künstlerische Erscheinungsbild der Theater und beschäftigen durch die Umsetzung ihrer Entwürfe einen Großteil der Theatermitarbeitenden."

Das neue Reformpaket stellt über 40 Forderungen in drei Kategorien an Theater und Politik: "Faire Honorare!", "Faire Verträge!" und "Innovatives Theater!"

Parallel dazu erschient ein Positionspapier, das auf die Abschaffung der "Pay-Gaps" in der Szenografie abzielt. Der Gender-Pay-Gap liege bei 32 Prozent für die Solo-Selbstständigen in den Darstellenden Künsten und bei 34 Prozent im Szenografie-Breich. "Während Szenografen im Jahr 2023 brutto durchschnittlich 1.969 Euro verdienten, erhielten Szenografinnen nur 1.308 Euro. Für festangestellte Assistierende am Theater liegt die Einstiegsgage nach NV Bühne / Solo im Jahr 2024 hingegen bei 2.915 Euro.Der Mindestlohn für eine 40-Stunden-Woche beträgt bei ihnen rund 2.051 Euro", rechnet der Szenografie-Bund vor.

(Szenografie-Bund e.V. / chr)

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