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Heidelberger Stückemarkt: Autor:innenpreis 2023 vergeben

7. Mai 2023. Der Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts geht in diesem Jahr an Leonie Lorena Wyss. Das teilt das Theater Heidelberg mit, das den Stückmarkt seit 1984 jährlich ausrichtet. Wyss wird für ihr Stück "Blaupause" ausgezeichnet. 

Leonie Lorena Wyss, 1997 in Basel geboren, studiert Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Davor studierte sie Kulturwissenschaften und Ästhetischen Praxis in Hildesheim und Madrid. Während ihres Studiums in Hildesheim war sie Mitherausgeber*in der "BELLA triste" und Teil des Writer's Studios am Schauspiel Hannover. 2021 wurde sie zum Treffen junger Autor*innen am Schauspiel Leipzig eingeladen. 2022 war sie mit dem Stück "Blaupause" für den Hans-Gratzer-Preis nominiert und erhielt das Literar-Mechana Dramatiker:innen-Stipendium sowie das Startstipendium Literatur der Stadt Wien. Derzeit ist sie für den Retzhofer Dramapreis 2023 nominiert. 

"In Blaupause trifft Leonie Lorena Wyss einen Ton, den wir seit längerer Zeit nicht gehört hatten", begründete die Jury die Preisentscheidung. "Auf poetische Art beschreibt sie eine Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau verbunden mit Trauer und der Verlusterfahrung eines geliebten Menschen. Und außerdem verbunden mit der Entdeckung der eigenen Sexualität, nämlich homosexuell zu sein." Der Jury gehörten 2023 die Regisseurin Sapir Heller, die Dramaturgin Elvin İlhan, die Kritikerin Christiane Lutz, die Autorin Ulrike Syha sowie der Leitenden Heidelberger Schauspieldramaturg Jürgen Popig an.

Mit Leonie Lorena Wyss traten Lamin Leroy Gibba, Kim de l'Horizon, Svealena Kutschke, Caspar-Maria Russo und Miriam Unterthiner im Wettbewerb um den Autor:innenpreis an.

Jugendstückepreis, Nachspielpreis

Neben dem Autor:innenpreis vergibt der Heidelberger Stückemarkt weitere Preise. Lamin Leroy Gibba erhielt für sein Stück Doppeltreppe zum Wald den diesjährigen Publikumspreis sowie den SWR2 Hörspielpreis. Der Jugendstücke-Preis geht an das Junge Schauspielhaus Hamburg für das in Kooperation mit der Theaterakademie Hamburg entstandene Postgraduiertenprojekt Out there von Staislava Jević nach einer Idee von Dominique Enz.

Albrecht Schroeders Inszenierung von zwei herren von real madrid von Leo Meier am Schauspiel Leipzig erhält den Nachspielpreis. Dieser Preis soll einen nachhaltigeren Umgang mit Neuer Dramatik fördern. Den internationalen Autor:innenpreis, der im Rahmen des Gastland-Schwerpunkts vergeben wird, erhält Alejandro Leiva Wenger und sein Stück "Leichenschmaus (Minnesstund)".

Die Wettbewerbs-Lesungen fanden hybrid statt und erreichten neben dem jeweiligen Publikum im Zuschauerraum den Informationen des Theaters Heidelberg zufolge auch jeweils etwa 200 Views pro Stream.

(Theater Heidelberg / sle)

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