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Moers: Theater Marabu gewinnt Festival-Hauptpreis

1. Juli 2024. Das Theater Marabu hat mit seiner Produktion "Genauso, nur anders" den von der Sparkasse Niederrhein gestifteten Hauptpreis des Festivals "Penguin’s Days" 2024 in Moers gewonnen. Das teilt das Ensemble in einer Presseaussendung mit.

Zur diesjährigen 32. Festivalausgabe unter dem Motto "alle gleich anders" waren demnach acht bemerkenswerte Inszenierungen aus Deutschland eingeladen worden, "um zu zeigen 'was uns ausmacht und eint: unsere Verschiedenartigkeit'". 

Das Kinder- und Jugendtheaterfestival "Penguin’s Days" entstand 1993 als direkte Reaktion auf den rechtsextremen Brandanschlag von Solingen, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Seither werden jährlich bis zu zehn nationale und internationale Produktionen des Kinder- und Jugendtheaters eingeladen, die an verschiedenen Spielorten in Moers "ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und ein friedliches Zusammenleben setzen", so das Festival in seiner Selbstbeschreibung.

Am Ende vergibt eine mehrköpfige Kinder- und Jugendjury zwei "Goldene Pinguine". Mit einem wird die beste Inszenierung ausgezeichnet, mit dem anderen ein Sonderpreis vergeben.

In der Begründung der Preisjury heißt es: "Julia und Davis haben es mit ihrem Spiel, ihren Tänzen und ihrer direkten Ansprache an das Publikum geschafft, dass eine nicht vergleichbare Atmosphäre entstanden ist, in der viele wichtige Themen unserer Zeit ganz unterschwellig erzählt werden konnten – ohne dem Publikum etwas aufzwingen zu wollen. Man hatte das Gefühl, dass sich die Turnhalle für die Schüler der Grundschule Hülsdonk für eine Stunde zu einem bunten Ort verändert hat, in dem man alles sein kann. (…) Am Ende bleibt: jeder ist irgendwie gleich und doch haben wir krasse Unterschiede. Und das ist auch gut so."

(Theater Marabu / cwa)

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