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Regisseur und Theaterleiter Hansjörg Utzerath verstorben

19. Juni 2024. Der Theaterregisseur und Theaterleiter Hansjörg Utzerath ist am 16. Juni 2024 im Alter von 98 Jahren in Berlin verstorben, teilt seine Familie mit.

Hansjörg Utzerath, geboren am 20. März 1926 in Schorndorf, war in den 1950er Jahren Mitbegründer der Düsseldorfer Kammerspiele, die er von 1959 bis 1966 als Direktor leitete und insbesondere mit Stücken des Absurden Theaters (Ionesco, Beckett, Genet, Hildesheimer) zu überregionaler Beachtung führte.

In den 1960er Jahren inszenierte er an den Staatlichen Schauspielbühnen in Westberlin und wurde dort Nachfolger von Erwin Piscator als Intendant der Freien Volksbühne in der Schaperstrasse.

In den 1970er Jahren gastierte er überwiegend im Rheinland, unter anderem regelmäßig am Düsseldorfer Schauspielhaus, und wurde schließlich 1977 Schauspieldirektor an den Städtischen Bühnen Nürnberg. Er behielt das Amt bis 1992. Anschließend war er freischaffend tätig, unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Zürcher Schauspielhaus.

(chr)

Kommentare  
Hansjörg Utzerath: Unvergessen
Lieber Utz,
ein großer Theatermann ist klamm und heimlich gegangen, unvergessen wie du mir als Assistent vor den Proben die Theaterwelt auseinander genommen hast. Knallhart, herzlich, aber mit Humor. Ein Könner aller Klassen.
Mach et jot Jung
Hansjörg Utzerath: Anekdoten werden bleiben
Lieber Utz,
wir haben viel Zeit miteinander verbracht, auf den Brettern und beim Wein. Bei dir war ich eingebildet krank (Moliere), der liebe Gott persönlich (Liebeskonzil), der Papa des Hitlerjungen Quex, der Bettlerkönig in der Dreigroschenoper und vieles andere mehr. Ich hab ne Menge gelernt. Und freu dich: man wird noch viele Theatergenerationen mit Anekdoten von dir und über dich versorgen. Und ich bin sicher, da, wo du jetzt bist, wirst du auch Regie führen...
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