Sprache als Spielmaterial

Kassel, 6. Februar 2010. Den "Förderpreis Komische Literatur" erhält dieses Jahr Rebekka Kricheldorf für ihr Stück Villa Dolorosa. Drei missratene Geburtstage frei nach Tschechows 'Drei Schwestern', wie der Stiftungsrat der Brückner-Kühner-Stiftung mitgeteilt hat, die den Preis gemeinsam mit der Stadt Kassel seit 1999 jährlich vergibt

Rebekka Kricheldorfs von Markus Heinzelmann im Oktober 2009 am Theaterhaus Jena uraufgeführtes Stück, (wo Kricheldorf Dramaturgin und Hausautorin ist), beeindruckte die Kassler Jury besonders durch den ebenso poetischen wie humorvollen Umgang mit Sprache - "als Spielmaterial für den Entwurf schräger Figuren, für die oft persiflierende Zeichnung moderner Märchen und Mythen, für die satirische Verdichtung heutiger Themenmärkte (...) gebrochen an der Banalität des Alltäglichen."

Der diesjährige Preisträger des gleichzeitig vergebenen "Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor", der Schriftsteller, Filmregisseur, Schauspieler und bildenden Künstler Herbert Achterbusch, war bereits im Oktober 2009 bekannt gegeben worden.

(sle)

 

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