Freitag, 18. April 2014

Die Top 10 des Theaters

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die nachtkritik

besuch der alten dame 280a arnodeclair h"Der Besuch der alten Dame" © Arno DeclairBerlin, 18. April 2014

Ein Showprozess

Eigentlich ist Der Besuch der alten Dame ja schon nachhaltig genug; in seiner Dürrenmatt-Inszenierung am Deutschen Theater verleiht Bastian Kraft der alten Dame Claire Zachanassian aber noch den Pluralis Majestatis von gleich fünf Schauspielern. Allein steht dagegen Ulrich Matthes als Ex-Ekel Alfred Ill. Wie es ausgeht und aussieht, weiß Christian Rakow.

Berlin, 18. April 2014. Der Abend "Dschingis Khan" des Performance-Kollektivs Monster Truck wurde deshalb so viel diskutiert, weil unklar blieb: Werden die Darsteller mit Down Syndrom benutzt? Ihr neuer Abend an den Sophiensälen heißt Regie und macht genau diese Frage zum Thema. Ob's mehr als ein Meta-Abend geworden ist, sagt Simone Kaempf.

Dresden, 18. April 2014. So wie Der abentheurliche Simplicissimus Teutsch hat Simon Solberg sich als Schelm bekannt gemacht. Nun hat er den Barockroman von Grimmelshausen in Dresden auf die Bühne gesprengt. Lukas Pohlmann ist baff und schreibt trotzdem, wie es war.

Mainz, 18. April 2014. Systeme brechen zusammen, Einbrecher ein, Konventionen auseinander. Die Mainzer Hausautorin Natascha Gangl hat ihr neues Stück Die große zoologische Pandemie den Spielarten des Brechens gewidmet. Ob sich Regisseur Felix Meyer-Christian einen abbricht, weiß Shirin Sojitrawalla.

Karlsruhe, 18. April 2014. In Baden-Württemberg fordern gerade 192.000 Petenten, dass der Diskurs über sexuelle Vielfalt nicht in Bildungsplänen stehen soll. Vor diesem Hintergrund bekommt Katharina Gerickes Stück Maienschlager über zwei schwule Jungs im Dritten Reich beklemmende Aktualität. Stefan Otteni hat Regie geführt, Elisabeth Maier war dabei.

Leipzig, 18. April 2014. Hedda Gabler liebt ihren Mann nicht, ist auf ihren ehemaligen Liebhaber eifersüchtig und hat eine Pistole. Heiße Kombination, die unter Regisseur Sarantos Zervoulakos in Kälte erstarrt, sagt Ute Grundmann.

Was Sie schon immer über Angelina Jolie und Drew Barrymore wissen wollten! Michael Jacksons Schönheitschirurg packt aus! Na, angefixt? Dann ist dieser Abend vielleicht etwas für Sie. Angela Richter hat für ihren neuen Dokufictionabend Brain and Beauty eigens in Beverly Hills recherchiert, bei den Ärzten der Reichen und Schönen. Wie sich das mitgebrachte Recherchematerial in der Kölner Halle Kalk ausnimmt, weiß Stefan Keim.

Brit Bartkowiak war bis 2013 Regieassistentin am Deutschen Theater Berlin und fiel dort mit ihrer Marianna-Salzmann-UA "Muttersprache Mameloschn" auf. Jetzt hat sie im Theater an der Glocksee, einer kleinen Hannoveraner Off-Stätte, mit Dennis Kellys Waisen ein sehr eindringliches Sozialdrama inszeniert. Stephanie Drees war vor Ort – und beeindruckt.

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heidelberger stückemarkt

blackbox1 250 sebastianhoppe"Black Box Schule" © Sebastian HoppeHeidelberg, 17. April 2014

Black Box Jugendtheater

Das aktuelle Jugendtheater, das unbekannte Wesen? Wie in den Vorjahren sind auch diesmal wieder drei Jugendproduktionen zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Sie alle überschneiden sich im Modell der Blackbox, jenem mysteriösen, von Theatern wie der bildenden Kunst geliebten Ort, der Geheimnis und Schnittstelle zugleich ist. Was uns das übers Theater sagt, fasst Sophie Diesselhorst zusammen.

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debatte

livestream 280 cuvelliers uGleich geht's los: Livestream aus dem Theater.
Foto: Screenshot

16. April 2014

Auf die Plätze, fertig, stream!

Inszenierungen produzieren. Dem Abonnentenpublikum zeigen. Aus! Kein Wunder, dass Stadttheater zunehmend als analoges Auslaufmodell gilt. Doch es könnte sich als Router in der Netzgesellschaft neu verorten. Zum Beispiel, in dem es seine Produktionen per Livestreaming einem größeren Publikum öffnet. Sagt Tina Lorenz, Bloggerin und Kulturpolitikerin für die Piraten.

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presseschau

17. April 2014

Sorgen um Sachsen-Anhalt

Wie geht es weiter in Dessau? Wann wird die Schauspielsparte geschlossen? Oder gibt es doch noch Rettung? Der Kultur Sachsen-Anhalts widmete sich Deutschlandfunk in einer hitzigen Live-Sendung mit u.a. mit Kultusminister Stephan Dorgerloh, Dessaus Intendant André Bücker und der Dessauer Bürgermeisterin Sabrina Nußbeck.

14. April 2014. Die Süddeutsche Zeitung nimmt an einer Intendantentagung in Halle teil, erfährt allerhand über Krisen an deutschsprachigen Theatern, über Krisen im Osten und über Stadtplanung ohne Berücksichtigung der Theater und schreibt es in einem großen Bericht auf. Die Zusammenfassung.

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magazinrundschau

magazinrundschau 4-14Die Theatermagazine im April

15. April 2014

Es gibt unglaublich viel Geld in Deutschland

Die Theatermagazine widmen ihre Schwerpunkte in diesem Monat der Angst und der Inklusion. Zwei Schauspieler schreiben gewichtige Beiträge. Dass es auch einen Abstecher zur Stadttheaterdebatte gibt, versteht sich ja eigentlich von selbst. Bitte hier entlang zur Magazinrundschau April.

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porträt & profil

elementarteilchen 280 simongosselin"Elementarteilchen " beim Festival radikal jung
© Simon Gosselin

München, 14. April 2014

Knutschen ohne Klassiker

Wer beim diesjährigen radikal jung-Festival am Münchner Volkstheater darauf hoffte, radikal junge Klassiker-Durchlüftungen zu erleben, der wurde enttäuscht. Doch es gab reichlich Ersatz, nicht zuletzt Formexperimente und Projekte von jungen internationalen Künstlern aus Frankreich, Moldawien, Israel und natürlich aus dem deutschsprachigen Raum. Einen Überblick über das gesamte Festival bietet Michael Stadler.

Berlin, 14. April 2014: Das Festival Internationale Neue Dramatik (F.I.N.D.) an der Schaubühne Berlin ist zu Ende gegangen. Es hat mit Gastspielen aus aller Welt, nicht zuletzt mit solchen aus Lateinamerika und Russland, das Kunststück vollbracht, das politische Theater zu beerdigen und zugleich lustvoll wiederauferstehen zu lassen. Auf unserem Festivalrundgang begleitet uns Georg Kasch.

Im Theater Schleswig gibt es nur noch Flugshows der Fledermäuse. Die Menschen zeigen ihre Kunst seit 2011 in einer kleinen Ausweichspielstätte im Slesvighus. Politische Lösungen für die Lage, die die gesamte Landesbühne Schleswig-Holstein bedroht, werden beständig ausgebremst. Mit Brechts Der gute Mensch von Sezuan in der Regie des jungen Paul-Georg Dittrich spielt das Theater nun gegen die Krise an. Jens Fischer sah sich vor Ort um.

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kritikenrundschau

Hübsch und wohlklingend, das alles, aber wozu, fragt das Gros der KritikerInnen nach Betrachten von Waltz Berliner Staatsopern-Inszenierung. Das allerdings fragten wir uns auch.

Die Inszenierung des modernen Klassikers findet Anklang beim lokalen Kritiker, bei uns noch mehr.

Die Düsseldorfer Krise deuten fast alle Stimmen hinein in diese Zwei-Personen-Inszenierung auf der großen Bühne. Wir waren beeindruckt.

Ganz und gar nicht zufrieden mit Daniela Löffners leichtfertiger Adaption, die mit der Kälte der Vorlage nicht umgehen kann, zeigen sich die KritikerInnen vor Ort. Wir waren auch ganz unzufrieden.

Nicht uninteressant, schallt es aus den Kritiken, aber so richtig vom Hocker gerissen ist nun auch niemand. Wir waren ratlos.

Die Kritikerin der lokalen Zeitung war sehr unzufrieden, wir womöglich noch mehr.

Die KritikerInnen in nah und fern sind voll des Lobes, nur wir mussten mäkeln.

Die Kritiker aus der Region sind hochzufrieden. Wir auch.

Was für die einen überzeugende Anknüpfung an das berühmte "Testament"-Stück ist, sieht für die anderen nach Abspulung eines durchchoreografierten Fertigprodukts aus. Unser Begeisterungspegel schlug nicht wirklich aus.

Die Printkritiker erleben bei diesem Dokumentartheaterabend über die NSU-Morde erhellende und bewegende Momente, aber auch Redundantes. Das ging uns ähnlich.

Einen intensiven Abend mit Menschen von nebenan haben die Radiokritiker im Ballhaus Naunynstraße erlebt, im Print ist man teils reservierter. Ähnlich wie wir.

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gemein & nützlich – blog

gun11a 280

Berlin, 15. April 2014

Tableau des Grau-ens

Für alle halbseidenen Beobachtungen, die in Theaterkritiken aus guten Gründen keinen Platz finden, gibt es nun eine Verwendung: die manchmal gemeinen, aber stets nutzlosen Diagramme. Heute: Die Wahrheit über Regietheater.

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bücher

ursuala werner immer 140

9. April 2014

Geerdet, handfest, klar

Sie war die Charlie in der Uraufführung von Plenzdorfs "Die neuen Leiden des jungen W." und die Eva in Rudi Strahls Erfolgskomödie "In Sachen Adam und Eva". In Andreas Dresens "Wolke 9" brillierte sie auf dem Filmfestival in Cannes. Neuerdings sieht man sie an den Münchner Kammerspielen, aber eigentlich ist sie durch und durch Berlinerin, ein langjähriger Fixstern des Maxim Gorki Theaters: Ursula Werners Autobiographie Immer geht's weiter hat Georg Kasch gelesen.

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der monat

Was bespricht nachtkritik.de?

Alle Premieren, die nachtkritik.de im April 2014 bespricht.

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