Mittwoch, 27. August 2014

logo stiftung-niedersachsen

Anzeige

    

Anzeige

    

@nachtkritik

test

Die Top 10 des Theaters

Jeden Mittwoch NEU!

Anzeige

    

Anzeige
spielzeit

sp jena
sp mannheim
sp basel

sp dresden
sp garagex

sp kasernebasel

test


texte der saison

stadttheaterdebatte theater-freiburg m-korbel xIn der Klemme zwischen starrer Struktur
und Kunstanspruch: das Stadttheater
© Theater Freiburg

27. August 2014

Denkt unökonomisch!

Spielzeitpause. Zeit, auf die vergangene Saison zurückzuschauen – auf Überblickstexte und Debattenbeiträge, die wir Ihnen als Sommerlektüre noch einmal ans Herz legen möchten. Heute: Denkt unökonomisch! – Holger Schultze & Lene Grösch zum Stadttheater. Viel ist über die Strukturstarre des Stadttheaters geklagt worden, gepriesen dagegen wurde die Flexibilität des projektbezogenen Arbeitens. Doch je mehr das Stadttheater sich solchen freien Strukturen nähert, desto mehr Energie bindet das permanente "Eintreiben" der Gelder – was vom eigentlichen Ziel ablenkt, gutes Theater zu machen. Ist das Stadttheater da nicht doch das bessere Modell? Ein Plädoyer des Heidelberger Intendanten und Vorsitzenden des Künstlerischen Ausschusses im Bühnenverein Holger Schultze und der Dramaturgin Lene Grösch.

Mehr Texte der Saison...

 

Anzeige
contenbanner neukoellneroper taksim

 

presseschau

27. August 2014

Vox populi, vox Rindvieh?

Von Anfang an waren die LeserInnen-Kommentare wesentlicher Bestandteil von nachtkritik.de. Inzwischen sind die Wortmeldungen des Publikums längst überall Standard. Aber stehen sich Journalismus und seine Adressaten wirklich auf Augenhöhe gegenüber? Im Netz gibt es seit langem Auseinandersetzungen über die sich in Kommentaren äußernde vox populi. Wir haben uns bemüht, wichtige, neuere Beiträge zusammenzutragen. Hier eine Zusammenfassung.

27. August 2014. Wie das Neue Deutschland berichtet, hat der kulturpolitische Sprecher der CDU im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Marc Reinhardt, zugestanden, dass das Ziel der Theaterreform im Lande verfehlt worden sei.

26. August 2014. Morgen kommt in Zürich beim Theaterspektakel Milo Raus neues Projekt "Civil Wars" heraus: Ein Kammerspiel mit Bach-Untermalung und Schauspieler-Quartett, mit Tschechow-Szenen und Seelen-Erforschung, wie der Zürcher Tagessanzeiger herausgefunden hat. "Ist das noch Milo Rau?" will das Blatt also wissen und hat Alexandra Kedves zum Interview mit Rau geschickt. Mehr in der Zusammenfassung.

In einem Gespräch mit der Internetzeitung Das ist Rostock.de freut sich der kaufmännische Geschäftsführer des Volkstheaters Rostock Stefan Rosinski über einen leichten Gewinn der Theater GmbH von 100.000 Euro für das Jahr 2013.

Das Metrum-Gutachten sieht herbe Kürzungen für die Theater in Mecklenburg-Vorpommern bis 2020 vor. Aber erst einmal muss die Unternehmensberatung sich Kritik für eigene herbe Rechenfehler gefallen lassen, wie der NDR berichtet. Mehr in der Zusammenfassung.

In der "Welt" erklärt Tilman Krause, dass Frank Castorf Wagners "Ring"-Zyklus "geistig und emotional keineswegs zufällig nicht gewachsen" sei. Die Zusammenfassung.

"Man wollte mich an die Wand stellen und so laut schießen, dass niemand sieht, wer die wirklich Verantwortlichen sind", sagt Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann im Interview mit dem Wiener Standard. "Im Laufe der Aufräumarbeiten wird sich zeigen, dass es viele Mittäter des Systems gab. Vielen schwante, dass da Dinge nicht richtig laufen. Mit der Entlassung des Direktors ist es nicht getan."

Mehr Presseschauen

 

debatte

spielstaetten ruine bad hersfeld 560 c bad hersfelder festspiele uDie Stiftsruine von Bad Hersfeld
© Bad Hersfelder Festspiele

Berlin, 26. Juli 2014

Ruinöses aus Amazon-Stadt

Dem Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Holk Freitag, wurde fristlos gekündigt, weil er angeblich die Sparvorgaben der Stadtverwaltung nicht umsetzen wollte. Die gleichzeitig die Ansiedlung von Amazon mit neun Millionen Euro subventionierte. Weder Proteste des Festspiel-Ensembles, noch eine von inzwischen 10.000 Menschen unterschriebene Resolution gegen den Beschluss konnten die Lokalpolitiker bislang umstimmen. Und obwohl die Stadt Bad Hersfeld nur ein Fünftel des Festspiel-Budgets bezahlt, wollen die Politiker der osthessischen 30.000-Einwohner-Gemeinde in Zukunft den Spielplan bestimmen. Ein beispielloser Vorgang in der deutschen Kulturpolitik, meint Frank-Patrick Steckel und hält eine Philippika gegen den Putsch.

Mehr Debatten

 
 
Anzeige
    
 
Anzeige
    
 
 

nachtkritik-charts

donjuan 280 monika rittershaus u"Don Juan kommt aus dem Krieg" in
Salzburg  © Monika Rittershaus

27. August 2014

Die Top Ten des Theaters

Keine guten Kritiken, allenfalls Sympathien der Nachtkritiker - was also bringt Il Trovatore und Don Juan kommt aus dem Krieg, beide bei den Salzburger Festspiel aufgeführt, in die nachtkritik-Charts? Es ist das Interesse der Leser, stupid. Die beiden Texte haben die weitaus größten  Zugriffszahlen unter den Kritiken der letzten zwei Wochen. Das Ergebnis: Platz 5 und Platz 1 in dieser Woche. Mehr in den nachtkritik.de-Charts.

 

die nachtkritik

what if they went to moscow 280 jatahy u"What if they went to Moscow" auf dem
Theater Spektakel Zürich © C. Jatahy

Zürich, 25. August 2014

"Mein Fest war fürchterlich"

Gegen Lebensüberdruss und Langeweile hilft immer noch irgendwie Sex. Zumindest in der sehr freien "Drei Schwestern"-Adaption nach Tschechow, die Christiane Jatahy unter dem Titel What if they went to Moscow beim Zürcher Theater Spektakel zeigt. Einen Blick ins Kaltwasser-Aquarium der Generation Selfie wagte Charles Linsmayer.

Festes Schuhwerk, guten Radioempfang und Uhren, die nicht ganz auf die Sekunde genau ticken, braucht der Zuschauer auf der panoramatischen Stadtwanderung Diesseits vom Kulissenpark, die Matthaei & Konsorten für das Weimarer Kunstfest kreiert haben. Frauke Adrians stiefelte mit.

Mehr Nachtkritiken

 
 

kritikenrundschau

Eine erste Kritik senkt entschieden den Daumen ob dieses Gastspiels beim Zürcher Theaterspektakel. So wie wir.

Ein bisschen naiv finden die KritikerInnen das Ganze schon, was die einen aber weniger, die anderen etwas stärker stört. Wir vermissten sozialkritische Tiefenbohrungen.

Von vereinzelten Gänsehautmomenten ist zu lesen, auch manche Einsicht nehmen die KritikerInnen in NRW aus diesem Opern-Lecture-Abend mit. Aber der letzte Funken Begeisterung bleibt aus. Auch wir blieben moderat und ließen uns von der Musik, dort wo sie ganz in den Vordergrund tritt, einnehmen.

Nicht begeistert, aber durchaus angetan schrieb die lokale Zeitungskritikerin von diesem Abend des Big Dance Theater, der die überregionale ebenso wenig überzeugt wie uns.

Nass und schön finden die Hamburger KritikerInnen dieses japanische "Überfallkommando" auf Kampnagel. Auch wir ließen uns – nicht ungern – überrollen.

Gut gemeint, aber schlecht gemacht, so winken die Berliner RadiokritikerInnen ab. Wir waren gewillt, zwei Augen zuzudrücken.

Schwierig zu inszenieren sei dieses Stück, befinden die Kritikerinnen, Kriegenburgs Salzburger Puppenkisten-Version knacke es auch nicht. Die meisten schreiben kühl, eine ist begeistert. Wir fanden es ziemlich interessant.

Zwischen Langeweile, Wut und Milde bewegt sich die Kritik. Heute macht die Zeit ihrem Ärger noch mal Luft. Wir waren auch nicht besonders milde.

Mehr Kritikenrundschauen

 

porträt & profil

kill your darlings 280 esther becker fotoc olivia suter xFreischaffend und freischwebend: Esther
Becker  © Olivia Suter

24. August 2014

Grüsse von der Insel

Die Schweiz, das ist "Ja für Mundart im Kindergarten" und "Nein für Zuwanderung", das ist das fehlende "ß" auf der Computertastatur, und üppige Fördermöglichkeiten für freie Theaterschaffende. Die Dramatikerin und Schauspielerin Esther Becker lebt seit elf Jahren als Deutsche in der Schweiz und erzählt wie es sich anfühlt, ein Land lieben zu lernen, das manchmal, aber nur manchmal mit Gegenliebe geizt.

In Oldenburg vergibt das Theater von Winfried Wrede seit einigen Jahren Künstler-Residenzen für Freie Gruppen. Flausen – Young Artists in Residence heißt das Stipendienprogramm. Wrede sammelt Geld bei Stiftungen und Kulturinstitutionen, dafür können die Freien Gruppen frei von Ergebniszwang agieren. Benno Schirrmeister porträtiert das Projekt.

Mehr Reportagen, Essays, Porträts und Reden

 
 

international

vallegeraeumt11082014-280 mariannasalzmann uDas Plakat "Wie trist ist die Besonnenheit"
vor dem Teatro Valle © Marianna Salzmann

Rom, 13. August 2014

Das Problem ist auf dem Berg und nicht im Tal

Das Teatro Valle ist geräumt. Zumindest sind die Besetzer ausgezogen. Das Transparent, das mehr als drei Jahre lang im Zuschauerraum des historischen Theatersaals hing, befindet sich nun draußen vor der Tür. Was sonst noch geschah, schreibt Marianna Salzmann in einem Postskript zu ihrem Bericht über die letzten Tage der Besetzung, die keine sind, auf Deutsch und Englisch.

Aus einer spontanen Besetzung sind inzwischen drei Jahre geworden. Das römische Teatro Valle wird nach wie vor von den dort arbeitenden Künstlern selbst verwaltet. Aber vielleicht nicht mehr lange: praktisch jeden Tag rechnet man dort mit der Räumung. Was damit alles verloren gehen würde und wie es überhaupt so weit kam, berichtet die Theatermacherin Marianna Salzmann, die seit über drei Wochen vor Ort ist. (Hier der Text auf Italienisch und auf Englisch.)

Mehr Theaterbriefe hier

 

bücher

cover junge stuecke22. Juli 2014

Souveränität wegnehmen

Auf den Zeitungsseiten der Literaturkritik gab es jüngst mal wieder eine Welthaltigkeitsdebatte, in der den Werken der jungen Schriftsteller fehlende vorgeworfen wurde. Junge Stücke untersucht nun ein von den Theaterwissenschaftlern Andreas Englhart und Artur Pełka herausgegebener Sammelband nicht nur, aber auch in dieser Hinsicht und kommt zu weniger alarmierenden Schlüssen – und einem Schluss mit Nis-Momme Stockmann, der seine Autorengeneration gewohnt flammend verteidigt. Es las und schreibt Christian Baron.

Mehr Bücher

 
 

suche

Wie finde ich was?

Das offene Archiv von nachtkritik.de, in dem die hier erscheinenden Texte unbegrenzt zugänglich bleiben, kann auf vier verschiedenen Wegen angesteuert werden:

  • die Such-Funktion (nach von Ihnen gewählten Suchbegriffen)
  • das nachtkritik-Lexikon (Beiträge zu Künstlern, Festivals, Stichworten)
  • der Menüpunkt Archiv im Hauptmenü (oben auf der jeweiligen Seite immer alphabetische Gliederung des Gesamtinhalts nach Städten und Theatern und weiter unten auf der Seite alphabetische Gliederung nach Stücktiteln)
 

der monat

Was bespricht nachtkritik.de?

Alle Premieren, die nachtkritik.de im August 2014 bespricht.

Vergangene Spielzeiten