Samstag, 23. August 2014

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die nachtkritik

taksimforever muratdikenci pnarerincin 280 matthiasheyde u"Taksim forever": Neuköllner Oper Berlin  
© Matthias Heyde

Berlin, 22. August 2014

Mutter, Tupper, Rebellion

Taksim-Platz, Istanbul, Sommer 2013. Sogar verfeindete Fans der Istanbuler Fußball-Clubs schließen sich zusammen, um gegen die Politik von Ministerpräsident Erdoğan zu demonstrieren. Inzwischen sind die Proteste vorbei, Erdoğan hat seine Macht gefestigt, die Verarbeitung der Niederlage findet im Theater statt: Taksim forever - #Rüyalar parkı zum Beispiel, ein Stück für Musiktheater von Kerem Can und Can Erdogan-Sus, das Eva Biringer in der Neuköllner Oper sah.

Hamburg, 22. August 2014. Es war DIE Entdeckung des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel im vergangenen Jahr: Miss Revolutionary Idol Berserker aus Tokyo, deren krasses Sampling von Elementen der japanischen Popkultur Furore machte. Mit Noise and Darkness war die Truppe jetzt wieder da. Und der kanadische Musiker und Comiczeichner Eric San alias Kid Koala, der sein Stück Nufonia must fall zeigte. Mehr von Falk Schreiber.

Berlin, 22. August 2014. Neun Akteure in malerischen Pelzen und floral gemusterten Kleidern spüren mit spröden Bewegungen alten Filmen und darin wiederkehrenden Lebensmustern nach. Alan Smithee Directed This Play ist die Choreografie des New Yorker Big Dance Theater überschrieben. Die beim Festival Tanz im August Christian Rakow sah.

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presseschau

22. August 2014

An die Wand stellen

"Man wollte mich an die Wand stellen und so laut schießen, dass niemand sieht, wer die wirklich Verantwortlichen sind", sagt Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann im Interview mit dem Wiener Standard. "Im Laufe der Aufräumarbeiten wird sich zeigen, dass es viele Mittäter des Systems gab. Vielen schwante, dass da Dinge nicht richtig laufen. Mit der Entlassung des Direktors ist es nicht getan."

Für die Berliner Zeitung hat Arno Widmann mit dem Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann gesprochen – über Tragödie, das "dramatische Theater" als Auslaufmodell und die Institution Stadttheater, die sich "möglicherweise überlebt" hat. Zur Zusammenfassung.

Die Zeit leistet Abbitte bei Ex-Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann, dessen Entlassung sie im März noch rechtens fand. Inszwischen aber seien Dinge herausgekommen, die die Angelegenheit in anderem Licht erscheinen ließen. Mehr in der Zusammenfassung.

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magazinrundschau

magazin 8 14

21. August 2014

Der Verlust einer Sinnschicht

Saisonbilanzen und Rückzugsgefechte, denen der Bühnentext ausgesetzt ist (und wie Bühnenbildner mit diesem Verlust umgehen) beschäftigen u.a. in diesem Monat die Theatermagazine. So sie überhaupt erschienen und nicht in den Sommerschlaf gefallen sind. Mehr in der Magazinrundschau August von Wolfgang Behrens.

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porträt & profil

winfried wrede1 280 schirrmeister uDer Flausen-Macher Winfried Wrede
© Benno Schirrmeister

20. August 2014

Raum zum Ausprobieren

In Oldenburg vergibt das Theater von Winfried Wrede seit einigen Jahren Künstler-Residenzen für Freie Gruppen. Flausen – Young Artists in Residence heißt das Stipendienprogramm. Wrede sammelt Geld bei Stiftungen und Kulturinstitutionen, dafür können die Freien Gruppen frei von Ergebniszwang agieren. Benno Schirrmeister porträtiert das Projekt.

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texte der saison

schiffbruch mit verrueckter hoffnung theatre du soleil geklaut aus wwBlockiert, vereist, mit schwindender
Hoffnung: das Theater im Zeitalter des
Neoliberalismus  © Théâtre du Soleil

21. August 2014

Wäre das schlimm?

Spielzeitpause. Zeit, auf die vergangene Saison zurückzuschauen – auf Überblickstexte und Debattenbeiträge, die wir Ihnen als Sommerlektüre noch einmal ans Herz legen möchten. Heute: Bernd Stegemanns Kritik am Theater, das nur überleben wird, wenn es den Strukturstreit zwischen Stadttheater und Freier Szene beendet und ein neues Künstlertheater erfindet. 

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international

vallegeraeumt11082014-280 mariannasalzmann uDas Plakat "Wie trist ist die Besonnenheit"
vor dem Teatro Valle © Marianna Salzmann

Rom, 13. August 2014

Das Problem ist auf dem Berg und nicht im Tal

Das Teatro Valle ist geräumt. Zumindest sind die Besetzer ausgezogen. Das Transparent, das mehr als drei Jahre lang im Zuschauerraum des historischen Theatersaals hing, befindet sich nun draußen vor der Tür. Was sonst noch geschah, schreibt Marianna Salzmann in einem Postskript zu ihrem Bericht über die letzten Tage der Besetzung, die keine sind, auf Deutsch und Englisch.

Aus einer spontanen Besetzung sind inzwischen drei Jahre geworden. Das römische Teatro Valle wird nach wie vor von den dort arbeitenden Künstlern selbst verwaltet. Aber vielleicht nicht mehr lange: praktisch jeden Tag rechnet man dort mit der Räumung. Was damit alles verloren gehen würde und wie es überhaupt so weit kam, berichtet die Theatermacherin Marianna Salzmann, die seit über drei Wochen vor Ort ist. (Hier der Text auf Italienisch und auf Englisch.)

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kritikenrundschau

Schwierig zu inszenieren sei dieses Stück, befinden die Kritikerinnen, Kriegenburgs Salzburger Puppenkisten-Version knacke es auch nicht. Die meisten schreiben kühl, eine ist begeistert. Wir fanden es ziemlich interessant.

Zwischen Langeweile, Wut und Milde bewegt sich die Kritik. Heute macht die Zeit ihrem Ärger noch mal Luft. Wir waren auch nicht besonders milde.

Ein majestätischer Raum, in den Heiner Goebbels zweifelsohne wuchtig-suggestive Bildideen setze, so die Kritiker, die dennoch einen zu simplen, Schwerstarbeit leistenden Abend sahen. Wir entdeckten eine brillante, melodiös-schockierende Oper.

Visuell beeindruckt sind praktisch alle KritikerInnen, aber inhaltlich meldet manche/r doch Zweifel an Castelluccis Strawinsky-Übersetzung in die Düngemittelfabrikation an. Wir sahen gedankliche Schärfe bei gestischer Kargheit.

Von Walter Kappacher mit sorgsamer Überlegung, aber auch ziemlich brav geschrieben, urteilen die Kritiker über Der Abschied, der Schauspieler Paul Herwig könne das nur bedingt rausreißen. Was auch wir fanden.

Ohne Übersetzung der Redeanteile fühlt sich die Zürcher Kritikerin in diesem gestisch eindrucksvollen Abend ziemlich verloren, ähnlich wie wir.

Von ehrlich entsetzt über unfreiwillig belustigt bis ziemlich begeistert ist alles dabei in der großen Menge der Kritiken, wobei das Entsetzen deutlich überwiegt. So sahen wir die Schubert-Ausgrabung.

Die Virtuosität der Musiker wird fast durchweg gelobt, aber inhaltlich müsse man doch auch Abstriche machen, so die KritikerInnen von nah und fern. Wir wünschten uns breitere Schenkel zum Klopfen.

Einige, aber nicht alle schwärmen hemmungslos von Anna Netrebkos gereiftem Sopran, bei Domingo hört man es arg knarzen. Und Hermanis' Museumskonzept überzeugt dann doch kaum einen Kritiker. Wir hörten zwar teilweise Tolles, sahen jedoch Herumsteh- und Verlegenheitsgesten-Theater der übleren Sorte.

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