Mittwoch, 23. Juli 2014

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cover junge stuecke22. Juli 2014

Souveränität wegnehmen

Auf den Zeitungsseiten der Literaturkritik gab es jüngst mal wieder eine Welthaltigkeitsdebatte, in der den Werken der jungen Schriftsteller fehlende vorgeworfen wurde. Junge Stücke untersucht nun ein von den Theaterwissenschaftlern Andreas Englhart und Artur Pełka herausgegebener Sammelband nicht nur, aber auch in dieser Hinsicht und kommt zu weniger alarmierenden Schlüssen – und einem Schluss mit Nis-Momme Stockmann, der seine Autorengeneration gewohnt flammend verteidigt. Es las und schreibt Christian Baron.

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presseschau

22. Juli 2014

Der Stolz von Burkina Faso

Im Interview mit dem Tagesspiegel erzählt der Architekt und Mitbegründer von Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika Francis Kéré, wie es in Remdoogo zugeht – und erinnert sich mit warmen Worten an Schlingensief. Hier die Zusammenfassung. Außerdem lesenswert: die Tagesspiegel-Reportage über die freie Theatergruppe der Berliner Schauspielerin und Regisseurin Dominique Wolf, die die als "erste Favela Berlins" zu zweifelhaftem Ruhm gelangte Cuvry-Brache in Kreuzberg dieser Tage als Freilichtbühne erschließt und am liebsten gleich ein zweites Operndorf dort gründen würde, von Patrick Wildermann.

Wolfgang Höbel hat den Volksbühnen-Intendanten und aktuellen Bayreuther "Ring"-Regisseur Frank Castorf zum großen Spiegel-Sommerinterview gebeten. Und Castorf wäre nicht Castorf, wenn er nicht wenigstens ein paar Mal knackig austeilte. Mehr in der Zusammenfassung.

Das Theater schafft sich gerade selber ab. Zu diesem Befund kommt bei der Exegese der Spielzeithefte für die kommende Saison in der FAZ Gerhard Stadelmaier. Und liest auch Burkhard C. Kosminskis Brandbrief an die Kulturpolitik noch einmal durch. Mehr in der Zusammenfassung.

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die nachtkritik

Ein "Triumph" des "beeindruckenden Bildertheaters" hieß es, ein "barocker Vanitas-Spaß". Aber auch: ein "kunstgewerbliches Leichtprodukt" von "monströser Naivität" mit "luxuriöser Fehlbesetzung". Über den Salzburger Jedermann schieden sich schon 2013 die Geister, und sie tun es wohl weiterhin, bei der Wiederaufnahme der Inszenierung von Julian Crouch und Brian Mertes. Werner Thuswaldner war im letzten Jahr vor Ort.

Auf den Stufen des Wormser Kaiserdoms finden seit 13 Jahren die Nibelungenfestspiele statt, die Intendant Dieter Wedel immer wieder gekonnt mit Film- und Fernsehstars zwischen Action und Literatur, Kunst und großem Kino etablierte. Nun verabschiedet er sich mit einer Adaption des dritten Teils von Friedrich Hebbels Nibelungen-Trilogie "Kriemhilds Rache": Hebbels Nibelungen - Born this way. Harald Raab hat beeindruckt das Gemetzel bei König Etzel verfolgt.

Es begann mit einer Internetseite und der Aufforderung an acht Schriftsteller (darunter Alina Bronsky, Feridun Zaimoglu und Lutz Hübner), darauf Texte über Freiheit, Arbeit, Familie und Glück zu schreiben. Die Texte konnten auch von Lesern kommentiert werden. Daraus entstand die Komödie Wir Glücksritter, die nun im Rahmen des Literatursommers Baden Württemberg im Theaterhaus herauskam. Mehr von Adrienne Braun.

Hamlet hat's nicht leicht – als Dauergrübler der Wohlstandsgeneration, der sich zum Handeln nicht entschließen kann. Ophelia aber auch nicht, findet Johanna Schall – und wertet sie in ihrer Inszenierung des Shakespeare-Klassikers zur eigentlichen Philosophin mit musikalischem Todestrieb auf. Was sonst noch geschah auf der Freilicht-Treppe von Schwäbisch-Hall, berichtet Steffen Becker.

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leipziger thesen

Leipzig, 16. Juli 2014

Technik der Inszenierung vs. Inszenierung der Technik

Der Leipziger Theaterwissenschaft droht die Schließung. Aber sie stemmt sich mit allen Kräften dagegen. In der Ringvorlesung Aus Tradition Grenzen überschreiten werden die Aufgabenfelder der Theaterwissenschaft in den Blick genommen. nachtkritik.de veröffentlicht die Thesen zu den Vorträgen. Heute legt Wolf-Dieter Ernst u.a. die Bedeutung der Theaterwissenschaft als Instrument zur Analyse von öffentlichen Inszenierungstechniken dar. Gerald Siegmund spricht über das Ästhetische als spezifische Leistung im Dispositiv der Gegenwart.

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kritikenrundschau

Weder der aus Auftrags-Blogtexten prominenter Autoren generierte Stücktext noch seine theatrale Umsetzung vermögen den Zeitungskritiker zu überzeugen – uns schon.

Viel Licht und viel Schatten haben die Feuilletons beim letzten Wormser Nibelungen-Sommerspektakel in der Ära Dieter Wedel gesehen. Wir waren sehr angetan.

Recht unterschiedlich beurteilt die schwäbische Presse die Premiere von Johanna Schalls "Hamlet"-Deutung. Wir beurteilten versehentlich die Voraufführung.

Den lokalen Blättern nahm die maritime Aufführung der Gruppe Das letzte Kleinod um den Regisseur und Autor Jens-Erwin Siemssen jegliche Schifffahrts-Romantik. Das ging uns kaum anders.

Nicht wirklich vom Hocker gerissen zeigen sich die meisten Kritikerinnen und Kritiker der Region von diesem Abend. Heute aber jauchzet und frohlocket eine Stimme lauthals auf. Wir allerdings gähnten.

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porträt & profil

zentrum fuer pol sch 2 280 ruben neugebauer u"Kindertransporthilfe" – nicht vom Familienministerium, sondern dem Zentrum für Politische Schönheit  © Ruben Neugebauer

15. Juli 2014

"Wir wollten Blut und bekamen Liebe"

Was ist eigentlich aus den 55.000 syrischen Flüchtlingskindern geworden? Die das Familienministerium seit Mai nach Deutschland holen will? Dass hinter der täuschend echt kommunizierten Aktion das Zentrum für Politische Schönheit steckt, ist seit den flächendeckenden Medienberichten bekannt. Aber welche größeren Ziele verfolgt die "Organisation"? Und wie viel Theater will man überhaupt machen? Sophie Diesselhorst porträtiert die Aktionskünstler.

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debatte

briegleb khuon 280 arno declair h Till Briegleb (li.) und Ulrich Khuon bei den Autorentheatertagen 2014 © Arno Declair

Juli 2014

Der Schritt ins Gewichtige

Das Spielzeitende ist da. Und weil man oft vom Ende her die Anfänge besser sieht, lohnt der Blick auf eine Meldung, die jüngst über den Ticker lief – diejenige zur Reform der Autorentheatertage in Berlin: Aus Werkstattinszenierungen sollen Uraufführungen werden, aus Nachwuchsdramatikern etablierte Autoren und aus einem Alleinjuror ein mehrköpfiges Gremium. Was ist das für ein Signal an die Theater und an die neue Dramatik? Simone Kaempf kommentiert.

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international

berlusputin 280 polina korolewa theatr docNeue Formen des politischen Theaters: Die Satire "BerlusPutin" am Moskauer Teatr.doc
© Полина Королева / Театр.doc
Moskau, 3. Juli 2014

Let's talk about faith

Russland ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall: Der Gesprächsfaden zwischen Politik und Kunst ist zerrissen, wo früher Zensur war, herrscht heute ökonomische Auslese. Mit Formenvielfalt stellt sich das Theater als politische Kunst neu auf: Das Dokumentartheater blüht, Dramatiker schreiben eher Dystopien als Satiren, Migranten betreten die Bühne. Nur Kirchenkritik ist Tabu. Im Theaterbrief aus Russland beschreibt Pavel Rudnev das aktuelle politische Theater in seinem Land.

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magazinrundschau

magazinrundschau 6-14Die Theatermagazine im Juni

25. Juni 2014

Die zugänglichste aller Künste

Theater kann so vieles sein: pädagogisch wertvoll oder besserwisserisch arrogant, die reaktionsschnellste und die zugänglichste aller Künste oder bloß schnöde Marktware, um die schamlos gefeilscht wird. Um Abistoff-Verwurstungen, die Welt der Landesbühnen und politisches Theater in Ungarn geht es in den aktuellen Fachblättern – mehr in der Magazinrundschau Juni von Wolfgang Behrens.

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der monat

Was bespricht nachtkritik.de?

Alle Premieren, die nachtkritik.de im Juli 2014 bespricht.

Alle Monate der Saison 2013/14:

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