Samstag, 25. Oktober 2014

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Die Top 10 des Theaters

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die nachtkritik

danton 280a reinhardwerner u"Dantons Tod" in Wien © Reinhard Werner

Wien, 25. Oktober 2014

Keiner dreht sich nie

Als große Fatalismusstudie hat Regisseur Jan Bosse seine Inszenierung von Dantons Tod im Burgtheater angelegt. Eine nicht stillstehende Drehbühne dient als Beschleuniger des unausweichlichen Schicksals; die Marionetten desselben geben unter anderem Joachim Meyerhoff, Michael Maertens und Jasna Fritzi Bauer. Wie sie vergeblich zappeln und fuchteln, beschreibt Kai Krösche.

Graz, 25. Oktober 2014. Videoprojektionen, Schattenspiele, Theaternebel, Schnee, Kunstblut, Windmaschinen, meterhohe Kulissenteile, Drehbühnenbild, Slapstick, Furzen, Kreischen, Ficken: Regisseur Victor Bodó war am Werke. Motel heißt der Trash-Thriller. Puh!, sagt Leopold Lippert.

Oberhausen, 25. Oktober 2014. Wie ein Käfer liegt Gregor Samsa eines Morgens auf dem Rücken. Aber wer sind in Kafkas Erzählung Die Verwandlung eigentlich die Tiere? Das fragte sich wohl Regisseur Andriy Zholdak – wie Sascha Westphal berichtet.

Mainz, 25. Oktober 2014. In Lucie Depauws Stück Lilli / HEINER Intra Muros wird eine Geschlechtsumwandlung von innen und außen beschrieben; die DDR dient dabei als Schauplatz. Brit Bartkowiak hat die Uraufführung inszeniert, Shirin Sojitrawalla hat sie gesehen.

Der Nibelungensage den miefigen Deutschland-Mythos auszutreiben, nicht weniger hatte man sich am Berliner Maxim Gorki Theater vorgenommen. Mit geballter postmigrantischer Power zieht Sebastian Nübling den alten Deutschen die Ohren lang. Aber ist das, was er in Der Untergang der Nibelungen dagegenzuhalten hat, wirklich eine Alternative? Fragt sich Esther Slevogt.

Eine kaputte, drogensüchtige und selbstzerstörerische Familie zeigt Eugene O'Neill in seinem Stück Eines langen Tages Reise in die Nacht. Am Theater an der Ruhr tritt Regisseur Roberto Ciulli den Beweis an, dass er den Titel "Magier der Dämmerung" verdient hätte. Mehr von Martin Krumbholz.

Sie wachsen ohne ihre Eltern auf, bei Geschwistern, Tanten oder Großeltern, weil Arbeit anderswo besser bezahlt ist. Die werkgruppe2 nimmt sich in Erdbeerwaisen den Kindern rumänischer Wanderarbeiter an. Ein bewegender Abend am Staatstheater Braunschweig, findet Jan Fischer.

Marie mon amour! Bei Abdullah Kenan Karaca ist Georg Büchners Woyzeck ein zärtlich Liebender – auch wenn er sich dafür Sätze aus den Nachbarwerken leihen muss. Wie der Abend am Münchner Volkstheater gelungen ist, sagt Tim Slagman.

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gemein & nützlich – blog

bildschirmfoto2014 10 22 280Screenshot Live-Stream "Refugium"

Berlin, 24. Oktober 2014

In Ulm, um Ulm und
um Ulm herum

Jüngst forderte Tim Renner, Berliner Kultur-Staatssekretär für Kultur, dass die großen Sprechtheater und Opern ihre Aufführungen per Live-Streaming übertragen sollen. Einige Theater sind längst schon soweit, das Theater Ulm zum Beispiel hat gestern Abend live gestreamt. Zeit, endlich auch hinzuschauen. Ein Testbericht von Georg Kasch.

Für alle halbseidenen Beobachtungen, die in Theaterkritiken aus guten Gründen keinen Platz finden, gibt es auch eine Verwendung: die manchmal gemeinen, aber stets nutzlosen Diagramme, Grafiken und Listen. Heute: Die Wahrheit über die Dienstperioden deutscher Intendanten.

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presseschau

24. Oktober 2014

Erst ins Bett, dann ins Kino

Im Interview mit der taz (24.10.2014) erläutert der für sein Dating-App-Projekt Wanna play? scharf kritisierte Künstler Dries Verhoeven, was er mit der Aktion hatte erreichen wollen und welche Erfahrungen er selbst in den drei Jahren als aktiver Grindr-Nutzer gemacht hat. Dabei fragt er unter anderem, "was passiert, wenn man immer die Cruising Area dabei hat und eben nicht nur zweimal die Woche in den Darkroom geht." Mehr in der Zusammenfassung.

"Ich bin sehr erleichtert, dass sie es geworden ist", sagt Andrea Breth über die alte, neue Burgtheater-Intendantin. Aber auch, was sie vom zeitgenössischen Theater, Videos und Romanen auf der Bühen hält, erfährt man im Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Zur Zusammenfassung.

Neulich hatten wir in unserem Dienstags-Diagramm die schönsten Sätze aus Pausengesprächen zusammengetragen. Jetzt geht die Frankfurter Rundschau in ihrer Glosse Times Mager einen Schritt weiter: Was wollen die Foyer-Floskeln wirklich sagen? Judith von Sternburg erklärt es uns.

Die Sanierung der Oper und des Schauspiels in Köln wird offenbar erheblich teurer als geplant – von gut zehn Prozent spricht der Kölner Stadtanzeiger, auf deren Webpräsenz alles weitere nachzulesen ist.

In der Baseler Zeitung gibt Theaterkritiker Andreas Tobler einen Überblick über Livestreaming- und DVD-Angebote der Theater und zeigt sich skeptisch, was deren ästhetische Möglichkeiten angeht. Mehr in der Zusammenfassung.

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bücher

cover gert voss auf der buehne

21. Oktober 2014

Der Logiker im Liegestuhl

Nicht weniger als siebzehn Shakespeare-Rollen verkörperte er im Laufe seines Lebens. Im Juli dieses Jahres starb Gert Voss, der "wahnhafte Figuren-Logiker". Im Buch Gert Voss auf der Bühne nähern sich seine ehemaligen Weggefährten nun seinem Können, versuchen es zu beschreiben, zu erklären. Und verraten, welcher Regisseure Voss am meisten prägten – noch vor Peter Stein und Luc Bondy. Thomas Rothschild berichtet von der Lektüre dieser Werkschau und Würdigung.

Wer auf den Grund von Christoph Marthalers Theater schauen will, muss nur lange genug in ein Bierglas schauen. So ulkte man, als Marthaler mit dem "Wurzelfaust" oder "Kasimir und Karoline" seine großartigen ersten Arbeiten vorlegte, in denen das Sitzen, Schauen, Zeit vergehen lassen eine große Rolle spielte. Aber so leicht ist seiner Arbeit natürlich nicht beizukommen. In dem TdZ-Arbeitsbuch gibt der Regisseur Einblick in seine Denk- und Produktionsweisen. Die Interviews sind begleitet von Materialien aus seinen Arbeitsbüchern, die während der Proben entstehen. Mehr von Simone Kaempf.

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filme & dvds

spw puls 280 ijb kai miedendorp uDie Schauspielerin Wiebke Puls mit ihrem
Interviewer Matthias Lilienthal
© ijb | Kai Miedendorp

22. Oktober 2014

Was in uns lügt, mordet, stiehlt

Schwindel der Wirklichkeit ist das spartenübergreifende Projekt der Berliner Akademie der Künste überschrieben, das den Taumel untersucht, in dem sich die Künste durch die Digitalisierung befinden: auch das Verständnis, was eigentlich Schauspielkunst (noch) ist. Die Doppel-DVD Spielweisen beleuchtet in Gesprächen mit Schauspielerinnen und Schauspielern zehn Berufsauffassungen. Mehr von Nikolaus Merck.

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magazinrundschau

collage 10-14

15. Oktober 2014

Das Tourette-Ding der Weißen

In diesem Monat operieren Theater der Zeit und Die deutsche Bühne mit gewichtigen Themensetzungen: Blackfacing hier, Theater und Krieg dort. Theater heute lässt derweil Großintellektuelle wie Diedrich Diederichsen und Günther Rühle zu Wort kommen. Mehr in der Magazinrundschau Oktober von Wolfgang Behrens.

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kritikenrundschau

Die Kritiker sahen, Schrott, Matsch und "geht gar nicht". Wir auch nicht mehr.

Ein Mordsspaß, mit dem Zeug zum kultigen Dauerbrenner – die Kritiken schwärmen in höchsten Tönen von diesen Erkundungen einer schwülen katholischen Aufklärungsliteratur. Auch unser Daumen ging hoch.

Wenn dieses Stück mal nicht nach Mülheim eingeladen wird! Nicht nur die Lokalzeitungs-, auch eine heute sehr spät nachkommende überregionale Kritiker-in sind aus dem Häuschen über diese Uraufführung zum Intendanzstart von Erich Sidler. Ähnlich wie wir.

Die Kritikerinnen haben ein reiches und womöglich richtungsweisendes Kunstwerk im Schauspielhaus Wien erlebt. Wir fanden, Regisseurin Barbara Weber hat in den Wort-Wildwuchs des Textes "geschickt dreingeschlagen".

Die Kritiken gehen auseinander, schlagen sich aber eher auf die Seite des Textes und nicht der Inszenierung. Wir waren eher verhalten.

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