Samstag, 25. Mai 2013

Die Top 10 des Theaters

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die nachtkritik

agonie galizien 12 280 thomas aurin u"In Agonie" bei den Wiener Festwochen
© Thomas Aurin

Wien, 24. Mai 2013

Sittenbilder aus der Endzeit

Monarchische Ordnung, verderbte Gesellschaft, Erster Weltkrieg – durch das Werk des großen kroatischen Schriftstellers Miroslav Krleža ziehen sie eine blutige Spur. Martin Kušej hat drei Krleža-Stücke unter dem Titel In Agonie zusammengeführt: eine Familiensaga als Parabel über den Niedergang einer Gesellschaftsordnung und das Nicht-ankommen-Wollen in der neuen Zeit. Das sechsstündige Epochen-Panorama sah Reinhard Kriechbaum.

Recklinghausen, 24. Mai 2013. Themen, Moden, Umstände des zur Zeit so vielbeschworenen Vorkriegssommers 1913 hat Oliver Bukowski in Wer ist die Waffe, wo ist der Feind zu einem bibliophilen Reigen zusammengefügt. Meinhard Zanger hat's bei den Ruhrfestspielen bebildert. Mehr über das Zitatenpatchwork von Friederike Felbeck.

Wien, 24. Mai 2013. Wo die Grenzen zwischen Kunst und Leben verläuft, ist eine schwierige Frage. In Cineastas hat der theatermachende Filmer Mariano Pensotti nun bei den Festwochen nach Antworten gesucht. Martin Pesl kann berichten.

Berlin, 24. Mai 2013. Waidwund schreibt René Pollesch schon länger über letzte Dinge. Über Liebe zum Beispiel und nun über den Tod. Der General heißt die neueste Etüde, die soeben an der Volksbühne herausgekommen ist. Dort hat André Mumot sie erlitten.

"Unruhe der Form" heißt das diesjährige Performance-Format der Wiener Festwochen. Schorsch Kamerun erzeugt mit Agora I so viel formale Unruhe, dass sogar der Theaterkritiker zum Soloalbum-Kritiker werden muss. Von Liedtexten "aus über 100 Interviews zu Selbstverwirklichungsstress, Empörungsdruck und Repräsentationstaumel" berichtet Martin Thomas Pesl.

Seit dem 11. Mai laufen die 38. Mülheimer Theatertage NRW (zur Festivalübersicht), heute ist dort die Inszenierung von Heike Marianne Götze aus Hannover im Wettstreit um den Mülheimer Dramatikerpreis zu sehen. Zwar gibt es keine Nachtkritik der Inszenierung, dafür ein Videoporträt der Autorin Katja Brunner.

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nachtkritik extra

rettungsring rike pixelio.deUmfrage. Teilnehmen. Helfen. © Rike / pixelio.de

Berlin, 24. Mai 2013

Uns kann geholfen werden!

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie können nachtkritik.de unterstützen, indem Sie – heute noch – unsere Leserumfrage ausfüllen. Sie ist anonym und das Ausfüllen dauert weniger als fünf Minuten. Gewinnen können Sie auch etwas. Und ab morgen lassen wir Sie damit dann auch wieder in Ruhe. Wir danken schon mal ganz herzlich! Hier geht es zu den Fragen.

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presseschau

24. März 2013

Bürokratische Borniertheit

Mit dem Ansinnen des Deutschen Bühnenvereins, die deutsche Theaterlandschaft zu musealisieren bzw. zum UNESCO Kulturerbe erklären zu lassen, setzt sich heute die Süddeutsche Zeitung auseinander. Hier die Zusammenfassung.

Dass es bei Theater mit behinderten Schauspielern nicht um "Sozialpädagogik oder eine theatralische Aktion Sorgenkind" geht, schildert Peter Laudenbach heute in der Süddeutschen Zeitung. Worum es aus seiner Sicht denn dann geht, steht in der Zusammenfassung.

Die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel veröffentlicht heute ein großes Interview mit dem Noch-Intendanten des Maxim Gorki Theaters, Armin Petras über seine Berliner Erfahrungen.

Wer Zuschauer und Darsteller ist, sei bei X-Wohnungen in Beirut besonders offen, schreibt Barbara Villiger Heilig. Zur Zusammenfassung.

Matthias Dell schreibt auf der Website der Wochenzeitung Der Freitag (22.5.2013) einen geharnischten Einwand gegen Jérôme Bels Inszenierung Disabled Theater. Es handele sich um einen Abend, "der blöder war, als Theater ist".

21. Mai 2013: Die Tageszeitungen resümieren die Theatertreffen-Jubiläums-Ausgabe. Zu den Zusammenfassungen.

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bücher

beackerwozu theater

Buch des Monats: Mai 2013

Das kann man sich schon fragen: Wozu Theater? Viele fragen ja auch immer wieder. Nur mit den Antworten hapert es meist. Entweder fallen sie zu vage oder zu verstiegen aus. Dirk Baecker, Soziologe von Beruf, hat nun also auch wissen wollen: Wozu Theater? Wer auf eine pfiffige Ach-deshalb-Antwort hofft, wird von seinem Buch allerdings enttäuscht. Warum es sich dennoch lohnt, weiß Ulf Schmidt.

Buchhinweise Mai 2013: Die DVD Kaminski ON AIR mit Der Ring des Nibelungen, Halina Hackerts Studie zu Schleefs Roman Gertrud und Christoph Menkes Philosophie über Die Kraft der Kunst, besprochen von Wolfgang Behrens und Dirk Pilz.

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kritikenrundschau

Mit einem wunderschönen Bühnenbild hat Kriegenburg diesen Tschechow-Abend ausgestattet, darüber ist die Kritik sich einig. Ansonsten wird mitunter Ernsthaftigkeit vermisst. Heute folgt noch eine uneineingeschränkte Hymne. Wir hatten Einwände.

Heute zieht noch die FAZ nach und spricht von einem Martyrium. Wir waren auch skeptisch.

Ein weiterer Kritiker jubelt und lobt die Schauspieldirektorin. Wir waren vom Theater begeistert.

Für den Geschmack der örtlichen Kritiker sind die leisen Töne bei aller lobenswerten Spielfreude etwas zu kurz gekommen. Wir waren auch dem Stück gegenüber skeptisch.

Die Kritiker können dem Einstünder etwas abgewinnen, wir weniger.

Für junge Leute passend, ansonsten zu überzeichnet? So in etwa die uneinigen Kritiker. Wir fanden's seltsam.

Totale Begeisterung bei den Wiener Kritikerinnen. Begeisterung auch bei uns.

Echtes Malocher-Theater sei dies, was der lokalen Zeitungskritikerin eher weniger gefällt. Anders als uns.

Brav nennt die Münchner Kritik diese deutsche Erstaufführung des Palmetshofer-Werkes. Respektvoll nannten wir sie.

Hingerissen ist ein erster Radiokritiker von diesem Theaterabend. Wir ließen uns auch gefangen nehmen.

Überzeugend findet der regionale Kritiker diese Hauptmann-Umsetzung. Geht uns genauso.

Eine lokale Kritikerin berichtet von Wehrmutstropfen, eine zweite sah eine gelungene Inszenierung. Die sahen wir auch.

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theaterbriefe

beirut-iv 560 fritz-engel hExport nach Beirut: "X Apartments" in der libanesischen Hauptstadt. © Fritz Engel

Beirut, 16. Mai 2013

Stadtbeglückung in Nahost

Was macht eigentlich Ex-HAU-Chef Matthias Lilienthal? Ist der nicht in Beirut? Ja, genau. Er unterrichtet und vermengt mit seinen Studenten auch dort Kunst und Leben. Sein Theaterformat "X Wohnungen" hat er als X Apartments Beirut mitgebracht. Der Fotograf und Autor David Baltzer ist mit auf Tour gegangen.

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theatertreffen 2013

Berlin, 21. Mai 2003

Die andere Perspektive

Es ist ein liebgewonnenes Ritual: das alljährliche Jury-Bashing zum Abschluss des Theatertreffens. Dieses Jahr gab es in der Jurydebatte nicht nur Kritik an einem schwachen Jahrgang, den manch eine/r gar grundsätzlich repräsentativ für ein Gegenwartstheater fand, das formal hochgerüstet, aber inhaltlich leer und weltarm ist. Es wehte auch scharfer politischer Gegenwind gegen die Blackfacing-Etüden in Sebastian Baumgartens Zürcher Brecht-Inszenierung "Die heilige Johanna der Schlachthöfe". Esther Slevogt berichtet.

Die Tweets zur Jury-Diskussion gibt's unter #TT50 #Jury.

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