Samstag, 19. April 2014

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Über Livestreaming und das Theater als Router – ein Appell

Auf die Plätze, fertig, stream!

von Tina Lorenz

16. April 2014. Liebe Theater. Das ist ein Appell. Ich weiß, ihr hasst Appelle. Aber ich bin genau der Teil eurer Publikumsstruktur, der euch zunehmend abgeht, und ich hätte da mal einen Vorschlag. Wie ihr, die Theater, und wir, die User, zusammenkommen können.

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Kommentar zur Entlassung von Burgdirektor Matthias Hartmann

Abnehmende Scheinriesen

von Nikolaus Merck

11. März 2014. Pardauz. Es ist vorbei. Wegen "erheblicher Verletzungen der Sorgfaltspflicht eines Geschäftsführers" ist Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann vom zuständigen österreichischen Kulturminister Josef Ostermayer heute entlassen worden. Ein Defizit von mindestens 8,3 Millionen Euro für das Jahr 2012/13, das sich gleichsam hinter dem Rücken des Burgtheaterdirektors heimlich und von ihm unbemerkt gebildet hat, kostet ihn jetzt sein Amt. Gegen den Rauswurf will Hartmann klagen.

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Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XI – Bernd Stegemann plädiert für das Künstlertheater

Wäre das schlimm?

von Bernd Stegemann

6. März 2014. Ein befreundeter Geschäftsführer eines mittleren deutschen Stadttheaters berichtete mir jüngst von einem Gespräch mit dem Fraktionsführer der SPD in seiner Stadt. Auf die Frage, ob man den Kostenfaktor Orchester nicht sehr einfach halbieren könne, indem man die Hälfte der Musiker entlässt, versuchte der Theatermann zu erklären, dass dann die klassische Musik nur noch bis Beethoven zu spielen wäre. Das romantische Orchester brauche für seinen Klang die mehrfach besetzten Instrumentengruppen, also die volle Orchesterstärke.

Der SPD-Mann fragte hierauf mit einer Naivität, die in den Ohren klassischer Musiker wohl den Untergang des Abendlands einläutet: "Wäre das schlimm?" Unser Verteidiger der Kunst gab nun die einzig richtige Antwort: "Wenn Sie diese Frage stellen, wäre es für Sie wohl nicht schlimm."

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Debatte um die Zukunft des Stadttheaters X – Frank Krolls Verleger-Replik auf Ulf Schmidts Thesen zur Agilisierung des deutschen Theatersystems

Domestizierte Kreativität

von Frank Kroll

3. März 2014. Im rheinischen Neuss hat die Firma 3M ihren Sitz. Dieses Unternehmen kann, sollte das Konzept von Ulf Schmidt Wirklichkeit werden, in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Umsatzplus rechnen. 3M produziert kleine bunte Klebezettel. Und die verbraucht man palettenweise in jedem Writers Room. (Hier zum Beispiel, und das ist noch ein minderschwerer Fall). Das Unternehmen 3M erklärt den Erfolg seiner Klebezettelchen übrigens so: "Für alle Produkte der Marke Post-it® gilt, dass sie zuverlässig haften, aber auch schnell und rückstandsfrei entfernt werden können – dafür sorgen die Erfinder und Entwickler in den 3M-Laboren."

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Debatte um die Zukunft des Stadttheaters IX – Tobi Müller über die angebliche Offenheit der Stadttheater

Bloß keinen Fisch essen

von Tobi Müller

27. Februar 2014. Manche Debatten sterben nie. Seit ich auch beruflich mit Theater zu tun habe, seit rund zwei Jahrzehnten, streitet man alle paar Jahre über den Unterschied zwischen Freier Szene und Stadttheater. Wie lassen sich die Differenzen beschreiben – ästhetisch, ideologisch, kulturpolitisch? Was bedeutet Freie Szene, wenn diese zunehmend in Häusern produziert, welche selbst zu öffentlich geförderten Institutionen geworden sind? Und stehen die Tore der vergleichsweise reichen Theaterburgen nicht längst offen für die Kreativität der Projektemacher und deren Arbeitsweisen?

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Kreatives Prekariat – Eine Tagung in Loccum widmete sich dem Verhältnis von Kulturpolitik und Künstlerexistenz

Experten des Mehrwerts

von Tim Schomacker

Loccum, 25. Februar 2014. Entscheidet man sich für ein Leben als Künstler/in, schreibt der Kunsttheoretiker Harry Lehmann in seinem bemerkenswerten Buch über die "digitale Revolution in der Musik", wähle man eher ein Lebensideal als ein Handwerk. Zentraler Aspekt dieses Ideals sei die in der Kunst eben leichter zu bewerkstelligende "Individualisierung durch Selbstreflexion", die Lehmann von jener Individualisierung abgrenzt, bei der "Identität aus dem Sortiment angebotener Individualisierungsmuster" zusammengestellt wird. Hergestellt wird eben nicht nur Kunst, sondern auch Identität. Und zwar als ein Mehrwert, der sich gerade nicht in klingender Münze – sondern im Idealfall ganz anders bezahlt macht.

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Ist das Drama ums Wiener Burgtheater eine Tragödie oder eine Komödie? – Ein Kommentar

Oft hoffnungslos, niemals ernst

von Norbert Mayer

Wien, 18. Februar 2014. Im Burgtheater werden in dieser Saison zwei große Tragödien von William Shakespeare gespielt, Hamlet und König Lear, in Starbesetzung. Am meisten Aufmerksamkeit erregt jedoch seit Jahresbeginn ein anderes Drama, ein Kammerspiel. Ex-Vizedirektorin Silvia Stantejsky, die zuvor als Geschäftsführerin für die Finanzen zuständig war, steht unter dem Verdacht, eine äußerst kreative Buchhaltung geführt zu haben. Bereits im November war sie von Direktor Matthias Hartmann, der zudem auch Geschäftsführer ist, auf Druck der Bundestheater-Holding wegen dieser mutmaßlichen Malversationen fristlos entlassen worden. Demnächst sollen die angeblichen Finanztricks, die sich im sechsstelligen Euro-Bereich bewegen, aufgeklärt sein. Das aber ist nur der erste Akt des Trauerspiels.

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Kommentar zum drohenden Aus für das große Freie-Szene-Festival "Impulse"

Der schiefe Leuchtturm des Westens

von Esther Boldt

15. Februar 2014. Eine unscheinbar auftretende Pressemeldung versetzt seit Dienstag die deutsche Theaterszene in Aufruhr: Die Kunststiftung NRW hat ihre Theaterförderung neu konzipiert und beendet nach 25 Jahren ihre Förderung der Theater-Biennale "Impulse". Beim letzten Mal musste schon Festivalprogramm abgespeckt werden, weil die erhoffte Projektförderung der Bundeskulturstiftung ausblieb, nun aber ist das Fundament der Biennale viel grundlegender erschüttert. In den letzten Jahren hatte die Förderung durch die Stiftung 150.000 Euro betragen, nach vielen intensiven Gesprächen mit der Stiftung während und nach der vergangenen Ausgabe beantragte das Festival in diesem Jahr 200.000 Euro – nun bekommt es überraschend gar nichts.

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Statement anlässlich des Austritts des Volkstheaters Rostock aus dem Deutschen Bühnenverein

Rostocker Signal

von Stefan Rosinski und Sewan Latchinian

Rostock, 10. Januar 2014. Den eigenen Statuten zufolge hat der Deutsche Bühnenverein das Ziel, die einzigartige Vielfalt der Theater-und Orchesterlandschaft zu erhalten und zu pflegen. Und dennoch hat das Volkstheater Rostock seine Mitgliedschaft mit sofortiger Wirkung gekündigt. Warum? Weil wir der Meinung sind, dass die deutsche Theaterlandschaft mit einem Strukturwandel konfrontiert ist, für den die Politik der Besitzstandsverbände nicht nur keine Antwort hat, sondern ihn sogar kontraproduktiv verschärft.

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Debatte um die Zukunft des Stadttheaters VIII – Ulf Schmidts Vortrag zum "nächsten Theater"

Auf dem Weg zum agilen Theater

von Ulf Schmidt

Mannheim, 25. Januar 2014. Der folgende Vortrag ist eine persönliche, pointierte und in manchen Teilen vielleicht ungerechte und ungerecht pauschalisierende Darstellung. Das ist mir egal, weil es hier nicht auf Gerechtigkeit ankommt, sondern auf Theater. Darauf, es nicht nur zu erhalten, sondern seine alte Kraft neu zu entdecken und zu entfalten. Ich bin überzeugt, dass Theater – und damit meine ich in erster Linie das, was man pauschal als Sprechtheater zu bezeichnen pflegt – vor einer tiefgreifenden Zäsur steht. Eine Zäsur, auf die ein anderes, ein nächstes Theater folgt. Ein Theater, das selbst eine Zäsur mitvollzieht und zugleich reflektiert, die in der Gesellschaft bereits zu sehen und zu spüren ist. Ich rede also über ein anderes Theater für eine entstehende nächste Gesellschaft – und über die Arbeitsweisen eines solchen Theaters der nächsten Gesellschaft.

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