Mittwoch, 28. Januar 2015

kolumne dirk

Anzeige

    

test


Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Was kann Theater in der Haupstadt der "Pegida" ausrichten? – Interview mit den Dresdner Intendanten Wilfried Schulz und Dieter Jaenicke

Und ewig rollt der Stein

Dresden, 26. Januar 2015. Seit Oktober 2014 breitet sich die ausländerfeindliche Bewegung der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) in deutschen Städten aus. Ihr "Geburtsort" Dresden ist gleichwohl die einzige Stadt, in der die allmontäglichen Pegida-"Spaziergänge" die Gegendemonstrationen an Größe übertreffen. Woran liegt das? Und wie gehen die Theatermacher vor Ort mit der politischen Lage um? Die Intendanten Wilfried Schulz (Staatsschauspiel Dresden) und Dieter Jaenicke (Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste), beide seit 2009 in Dresden, sprechen im Interview mit den nachtkritik.de-Redakteuren Christian Rakow und Sophie Diesselhorst.

weiter...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Debatte um die Zukunft des Stadttheaters XIX – Robin Detje über Gegenwartsdramatik und ein Theater jenseits des Mittelguten

Der Mittelweg bringt den Theatertod

von Robin Detje

15. Januar 2014. Über Gegenwartsdramatik soll ich schreiben, und das ist ja schon mal sehr schwierig – Gegenwart. Ich sitze in einem Dorf in Umbrien, in einem dreißig Jahre alten Haus im Tal mit Blick auf den Turm der mittelalterlichen Kirche auf dem Hügel. Vergangenheit und Gegenwart, da tut sich sofort eine ziemliche Schere auf.

weiter...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Kathrin Rögglas Poetik-Vorlesung an der Universität Duisburg-Essen

Essenpoetik

von Kathrin Röggla

5. Januar 2015. Als poetologisches Tagebuch hat die Schriftstellerin Kathrin Röggla die erste ihrer drei Vorlesungen als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen im Dezember 2014 angelegt. Darin beschreibt sie ihren Arbeitsalltag, ihre literarische Praxis, ihre ästhetischen Positionen und ihren an Foucault geschulten Kritikbegriff. Der Gesamttext der Vorlesungen ist auf der Poet-Seite der Universität Duisburg-Essen nachzulesen. nachtkritik.de veröffentlicht hier die erste und die dritte Vorlesung in Auszügen.

weiter...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Was darf die Kunst? Was darf die Gesellschaft? – Podiumsdiskussion mit AfD, Kampnagel im Thalia Theater

Pegida im Mittelrang

von Falk Schreiber

Hamburg, 17. Dezember 2014. Am Beunruhigendsten waren vielleicht die Claqueure. Die AfD-Anhänger, die Dirk Nockemann, als Mitglied der Schill-Partei kurzzeitig hanseatischer Innensenator und heute auf Listenplatz drei der AfD für die Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar, ins Thalia Theater mitgebracht hatte, auf dass sie seine Position bei der Podiumsdiskussion "Was darf die Kunst? Was darf die Gesellschaft?" stützten. Wobei diese Unterstützung vor allem bedeutete, dass sie Nicolas Stemann böse mit "Geht’s auch neutraler?" ins Wort fielen, dass sie Thalia-Intendant Joachim Lux als "Staatskünstler" titulierten, und dass sie die Ausführungen der Kampnagel-Chefin Amelie Deuflhard mit Hohngelächter kommentierten. Pegida-Stimmung im Mittelrangfoyer.

weiter ...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Vortrag über die Situation des Feuilletons, des Theaters und der Theaterkritik unter den Bedingungen des digitalen Epochenwechsels

Zeiten der Selbstermächtigung

von Esther Slevogt

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Überlegungen schließen direkt an den Vortrag von Christine Dössel, Theaterkritikerin der Süddeutschen Zeitung, "Über den Bedeutungsverlust der Printmedien und des Theaters in denselben" an. So war das von Thomas Bockelmann und Matthias Faltz ja auch geplant, denen ich noch einmal sehr herzlich für die Einladung danken möchte, auf dieser Tagung zu sprechen. Schließlich verdankt das Theaterportal nachtkritik.de, das ich mitgegründet habe und für das ich heute hier stehe, seine Existenz just diesem Bedeutungsverlust.

weiter...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Diskussion "Schauspiel im Livestream – Fluch oder Segen?" der Heinrich Böll Stiftung Berlin, in Kooperation mit dem Schauspiel Dortmund

Schauspiel im Livestream – Fluch oder Segen?

10. Dezember 2014. Während große Opernhäuser ihre Vorstellungen regelmäßig ins Netz streamen, das Londoner National Theatre seine Inszenierungen in Kinosäle auf der ganzen Welt sendet und die Berliner Philharmoniker eine "Digital Concert Hall" betreiben, sind die deutschsprachigen Theater sehr zögerlin, was die Übertragung von Aufführungen ins Netz angeht. Bisher ist das Theater Ulm das einzige Stadttheater, das regelmäßig und kostenlos Livestreams von Schauspielinszenierungen im Internet anbietet.

weiter...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Kommentar – Robert Wilson vermeidet mit Jean Genets "Les Nègres" am Pariser Théâtre de l’Odéon nur scheinbar diskriminierenden Zeichengebrauch

Ist eigentlich der Sprengstoffzünder noch an?

von Simone Kaempf

5. Dezember 2014. Brett Baileys Menschenzoo-Performance Exhibit B hat man schon nicht mehr richtig auf der Rechnung gehabt. Die in Berlin entfachte Diskussion auch nicht mehr, nun ist sie wieder hochgekocht, in Paris, wo "Exhibit B" vier Abende lang lief und nächste Woche nochmal gezeigt werden soll. Die Proteste waren massiv, das sieht man auf youtube-Mitschnitten. Großes Polizeiaufgebot vorm Theater, wo die Demonstranten ihrem Unmut laut Luft machen. Sie kreiden rassistische Motive in "Exhibit B" an, die Darstellung der Schwarzen als passive und stumme Opfer des Kolonialismus.

weiter...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Eine Erklärung von Brett Bailey nach den Pariser Protesten gegen seine umstrittene Arbeit EXHIBIT B

Blood on the Tarmac

by Brett Bailey

29. November 2014. This morning, in a video clip on an online forum, I watched close-up footage of protesters engaging in struggle with French 'robocops' outside last night's performance of EXHIBIT B in St Denis, Paris. Someone fell. Someone was dragged away. The camera zoomed in on a splash of blood on the white paint of a road marking, and my blood ran cold.

weiter ...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

In Sachen Blackfacing – Zwischenruf zu einer andauernden Debatte

Dein Blackface ist so langweilig! Was das deutsche Repräsentationstheater von den Nachbarkünsten lernen kann

von Joy Kristin Kalu

Berlin, 26. November 2014. Knappe drei Jahre währt die Diskussion um Rassismus im deutschen Theater bereits, und sie steckt eigentlich immer noch in den Anfängen. Darstellungen schwarzer Figuren auf deutschsprachigen Bühnen haben auch in den vergangenen drei Spielzeiten für jede Menge Ärger gesorgt. Sie wurden in zahlreichen Inszenierungen mit theatralen Mitteln umgesetzt, die sich am treffendsten als rassistisch charakterisieren lassen. Das Schwarzmalen von Gesichtern, also das "Blackfacing", das der Debatte 2012 einen Namen gab, ist ein solches Mittel.

weiter...

 
 

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. | Drucken |

Frie Leysen kritisiert die aktuelle europäische Kunstentwicklung anlässlich ihrer Erasmus-Preisverleihung in Amsterdam

An Alarm Bell

von Frie Leysen

17. November 2014. A story from Seong-Hee Kim, a friend and colleague from South Korea. Millions of years ago, the first creatures crawled out of the sea and onto land, became reptiles, and then mammals. But after a while one of them, probably a reindeer, changed his mind, anticipated the big crash of a meteorite, took a deep breath, and jumped back into the sea. He thought his chances of survival were greater there. The whale: one of the biggest, most intelligent, and most empathic animals on earth, and the only mammal in the sea. An illustration that taking a step backwards does not necessarily mean regressing, but can be the right thing to do.

weiter...

 
 

Seite 1 von 25