Dienstag, 21. Mai 2013

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Live von der Konferenz "Theater und Netz"

Konferenz "Theater und Netz"

9. Mai 2013. Am Himmelfahrtstag fand in der Heinrich Böll Stiftung zu Berlin, direkt gegenüber vom Deutschen Theater in einem Niedrigenergiehaus beheimatet, die Konferenz "Theater und Netz" statt. Veranstalter: die Heinrich Böll Stiftung und nachtkritik.de, unterstützt von der Bundeszentrale für Politische Bildung. Einige Bilder und Sätze aus der Konferenz ...

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Thesen zur Konferenz "Theater und Netz" – ein Bullshit-Bingo, umkleidet von dreißig Thesen

30 Thesen

von Christoph Kappes

Berlin 8. Mai 2013.

 

A. Medium, Raum, Ströme

 

1. Theater ist Information. Das Internet kann Träger ("Medium") für Theater sein und es so an jeden Ort der Welt (Explosion) und die Welt an den Ort (Implosion) bringen. Ubiquitäres Theater

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Kulturmanagement und Selbstmarketing als Bestandteil der künstlerischen Ausbildung - Ein Vortrag

Der Schlüssel zur künstlerischen Freiheit

von Ina Roß

Berlin, 29. April 2013

I Beruf Künstler – ein Widerspruch in sich?

Beruf und Künstler, Künstlerberuf, Beruf Künstler – wie man es auch dreht, zwischen diesen beiden Begriffen bleibt eine Spannung. Wir alle kennen die Erzählungen und Romane von Thomas Mann, in denen der Künstler gerade als Gegenteil des soliden bürgerlichen Berufsmenschen erscheint.

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Über die Vorstellungen von Wirklichkeit im Theater des 20. Jahrhunderts

Das Versprechen des Realen

von Barbara Gronau

I. PROBIEREN

Berlin, 30. April 2013. Im Herbst 2012 probt der Regisseur Dimiter Gotscheff "Shakespeare. Spiele für Mörder, Opfer und Sonstige" mit dem Ensemble des Deutschen Theaters Berlin. Zum Auftakt der Szene soll auf der leeren Probebühne von den Schauspielern ein Spielpodest errichtet werden, das als Zentrum der Bühne und Plattform für die Aktionen dient.1 Nach einigem technischen Vorgeplänkel beginnen die Darsteller die Probe: Mit übergroßem Schwung klemmen sie sich allein oder paarweise vorgefertigte Holzbalken unter die Arme und springen enthusiastisch auf die Bühne. Es beginnt eine Klipp-Klapp-Choreographie, deren überbordende Gesten den Zimmermannsszenen bekannter Operetten Konkurrenz machen könnten, als plötzlich das Spiel ins Stocken gerät. Die Balken klemmen. Irgendwie passen die Hölzer nicht in die ausgeschnittenen Markierungen. Halblautes Gemurmel "... nee, komm mal hier rüber ... geht nicht da vorne ... mehr links ...".

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Stiftet Aufruhr! – Frank-Patrick Steckel über seine Gründe, den Ungarn-Aufruf zu unterschreiben

Man tut, was man kann

Warum ich den Aufruf "Stiftet Aufruhr!" unterschrieben habe

von Frank-Patrick Steckel

In the End, we will remember
not the words of our enemies,
but the silence of our friends.

Martin Luther King

Man tut, was man kann.

Ágnes Heller

 

Berlin, 11. April 2013. Was kann man tun? Der Aufruf macht unmissverständlich klar, dass, ihn unterzeichnet zu haben, noch keine Leistung darstellt. Die Unterschrift verbleibt im Rahmen "der üblichen Protest-Gepflogenheiten der demokratischen Zivilgesellschaft", mit welchen sich, wie der Aufruf zu Recht feststellt, "gegen Ungarn nichts mehr ausrichten lässt", gegen ein Ungarn wohlgemerkt, in dem erst vor kurzem die weltweit renommierte ungarische Philosophin Ágnes Heller auf dem Namensschild an ihrer Bürotür in der Budapester ELTE-Universität einen Aufkleber vorfand: "Juden! Die Universität gehört uns, nicht Euch. Beste Grüße: Die ungarischen Studenten."

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Die Göttinger Theaterlandschaft und die Fusionspläne um Deutsches Theater und Junges Theater

Aktenzeichen EHP 054 ungelöst

von Leonie Krutzinna

Göttingen, 27. März 2013. Wenn es in Göttingen derzeit ums Theater geht, dann weniger um künstlerische als um betriebswirtschaftliche Belange. Von "nachhaltiger Haushaltskonsolidierung" ist da die Rede oder von "Synergieeffekten". Im Sommer 2012 unterzeichneten der damalige niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann und der Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer den "Zukunftsvertrag". Der Inhalt: Schuldenerlass für Sparkurs. Göttingen muss bis 2020 einen ausgeglichenen Haushalt aufweisen, im Gegenzug wird der Stadt mit 113 Millionen Euro die größte Entschuldungssumme gewährt, die in Niedersachsen je bewilligt wurde.

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Theater als GmbH – Was aus dem einstigen Heilsversprechen geworden ist

Die Deutschland-GmbH und ihre Theater

von Stefan Rosinski

20. März 2013. Eigentlich sollte es ein erlösender Paukenschlag sein: Nach quälender Debatte um die sogenannte "Zukunftsfähigkeit" des Rostocker Theaters wurde 2010 auf Beschluss der Bürgerschaft das gesamte Personal des Volkstheaters aus dem städtischen Amt in eine GmbH übergeleitet. Doch das Glück war von deprimierender Kurzlebigkeit. Bereits im dritten Jahr ihres Bestehens stand die junge Theater-Gesellschaft mit beschränkter Haftung nahe davor, insolvenzbedingt aufgelöst zu werden.

Die nervenaufreibenden ersten Januarwochen 2013 werfen ein bedenkliches Schlaglicht auf ein Konstrukt, mit dem ein zuschussbedürftiges Unternehmen wie das klassische deutsche Stadttheater in eine insolvenzfähige, privatrechtliche Kapitalgesellschaft (GmbH) umgewandelt wird. Weil es sich einst als Versprechen der Freiheit anließ, haben zahlreiche deutsche Theater diesen Schritt vollzogen. Doch schnell kann er zur existenzbedrohenden Falle für einen Betrieb werden, dessen Leistung verwaltungsrechtlich als "freiwillige" bezeichnet wird. Warum und unter welchen Umständen? Das Rostocker Beispiel darf hier durchaus als pars pro toto für eine jüngere deutsche Kulturpolitik genommen werden, die mit der Beschwörung einer Rechtsform auch einen politischen Hintersinn verbindet.

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Offener Brief an DIE ZEIT

Nach dem Sturm. Migrationsforscher_innen bieten eine andere Perspektive auf die N-Wort-Debatte in der ZEIT


Als Stipendiat_innen des PhD Programms für Migrationsstudien der ZEIT-Stiftung haben wir die gegenwärtige Medienkontroverse bezüglich der Entfernung rassistischer Begriffe aus Kinderbüchern mit großer Besorgnis verfolgt. Wir sind Migrationsforscher_innen aus einer Vielzahl von Ländern und akademischen Disziplinen. Wir leben alle in Ländern, die von Migration und Multikulturalität auf vielfältige Weise geprägt sind. Unsere Biographien sind mit unterschiedlichen Formen der Migration verwoben und umfassen häufig mehrere Generationen und Länder. Einige von uns sind aus Deutschland oder haben dort für eine Zeit lang gelebt. In Solidarität und mit einer Stimme sprechen wir hier. Wir haben alle ein Interesse an dieser kontroversen Debatte, weil sie die Frage aufwirft, wie Diversität und wie die Stimmen rassifizierter und marginalisierter Individuen und Gruppen im öffentlichen Diskurs dargestellt werden sollten. Da wir täglich mit diesen Themen beschäftigt sind, sie erleben, erforschen und diskutieren, möchten wir eine andere Perspektive auf diese Debatte anbieten, die für Sie und ihre Leser_innen interessant sein könnte.

Weiterlesen: Offener Brief an DIE ZEIT

 
 

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Black Intervention – eine denkwürdige Zusammenkunft zur Kinderbuchdebatte am Berliner Ballhaus Naunynstraße

Pippi Langstrumpf im Herzen der Finsternis

von Esther Slevogt

Berlin, 21. Februar 2013. Es war der Abend des Tages, an dem der Tod Otfried Preußlers bekannt wurde, der am Montag gestorben ist: Otfried Preußler, der einer der wesentlichen Ermöglicher der sogenannten Kinderbuchdebatte war. Denn er hatte sich vom Brief eines Vaters berühren lassen, der von der Verstörung seiner siebenjährigen Tochter Timnit über das N-Wort in "Die kleine Hexe" berichtet hatte. Daraufhin hatte er der Entfernung aller rassistisch konnotierten Begriffe aus seinen Büchern zugestimmt.

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City Tax Berlin – Die Freie Szene hofft, dass mit der City Tax mehr Fördergeld fließt. Aber die Einführung der Steuer lässt auf sich warten

Schaut auf diese Steuer

von Elena Philipp

Berlin, 21. Februar 2013. Frisches Geld für die notorisch unterfinanzierte Freie Szene? In einem Haushaltsnotlageland wie Berlin? Klingt unwahrscheinlich, könnte aber Wirklichkeit werden. City Tax heißt das Wunderinstrument, das Geld in leere Stadtkassen spült und der Freien Szene möglicherweise zu einer Finanzspritze verhilft. Als Bettensteuer oder Kulturförderabgabe wird die City Tax bei Hotelübernachtungen für Privatreisende in zwei Dutzend deutscher Städte bereits fällig, etwa in Hamburg oder Weimar.

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