Donnerstag, 24. April 2014

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nachtkritik.de-Theatertreffen 2013: Die Nominierungen

29. Januar 2013

Wählen Sie die wichtigsten Inszenierungen des vergangenen Jahres!

nktt 280 mw uAn die Urne, fertig, los! © mwHier veröffentlichen wir die Vorschlagsliste mit 48 Inszenierungen (samt kurzer Begründung), die von den nachtkritik.de-KorrespondentInnen und -RedakteurInnen als die wichtigsten der letzten zwölf Monate nominiert worden sind. Jeder Kritiker hatte genau eine Stimme, nominiert werden konnten Produktionen, deren Premiere im Zeitraum von Ende Januar 2012 bis Ende Januar 2013 lag.

Noch bis zum 7. Februar 2013 haben die Leserinnen und Leser von nachtkritik.de nun ihrerseits die Möglichkeit, ihre Stimme für 1 bis 10 Inszenierungen dieser Liste abzugeben.

Die 10 Inszenierungen mit den meisten Stimmen werden gelobt und gepriesen und bilden die Auswahl des virtuellen nachtkritik.de-Theatertreffens 2013. Das Ergebnis veröffentlichen wir am 8. Februar 2013.

 

 

Die Begründungen für die Nominierungen 2013, alphabetisch geordnet:

Es gibt doch diese Kindergeburtstagskuchenkerzen, die man auspustet, und dann gehen sie von selbst wieder an. "Built to last": Fünf Tänzer/innen greifen nach den Sternen, befeuert von Musik aus verschiedenen Epochen der Musikgeschichte. Jedes musikalisch/tänzerische Streben ein Aufflammen der hybrischen Hoffnung auf Unsterblichkeit, die natürlich schnell verflackert. Und dann wieder aufflammt. Und dann wieder verflackert. Und so fort. Bis die Kerze irgendwann runtergebrannt ist. Aber bis dahin sind eine Menge göttlicher Funken gestoben, auch ins Publikum.

Sind bei Wilde die Protagonisten dieser beliebten Komödie immerhin sprachmächtige, also wenigstens geistreiche Nichtsnutze der Upperclass, so enttarnt Regisseurin Thirza Bruncken die Sprache von Anfang an mit Verve und vor allem viel Form als Luftnummernrhetorik. Die Helden der beliebten Komödie werden so zu willenlosen Marionetten, mit ihrer absurden Überdrehtheit findet die Inszenierung des über 100 Jahre alten Stücks einen kurzen und schnell heiß laufenden Draht zum Rummel der Jetztzeit um reine Äußerlichkeiten. Das ist jenseits von Sprachwitz und flotten Pointen wunderbar absurd und höchst amüsant.

Trotz personeller und räumlicher Beschränkung von Camus' großzügigem Massenrollenspiel gelingt Lauwers und seinem Ensemble Erstaunliches: Über zwei Stunden bleibt die Bedrohlichkeit der diktatorischen Willkür physisch spürbar, der ganze doppel- und mehrfachbödige Existenzialismus nachvollziehbar. 

Man konnte kaum glauben, dass in den Schauspielern, die man jahrelang auf dieser Bühne immergleich gesehen hatte, so ein Feuerwerk steckt. Der verzweifelte, mutige und würdige Abgang eines Ensembles!  

Calderons barocke Wahrheit von der misslichen conditio humana und der Uneigentlichkeit der Welt wird in (Mit-)Übersetzer Robert Schusters Regie zum in ein kluges Videokonzept eingebetteten, atemberaubenden Schauspieler-, Bilder-, Welttheater. Indem er seinen Sigismund-Darsteller boshaft genial durch einen Boxermundschutz sprachbehindert, erlangt das Leiden am Dasein im Leiden am monologlastigen Text für ZuschauerInnen eine unfassbare physische Intensität. Nur Gott kann das noch besser. 

So zart hat man lange nicht von der totalitären Macht der Liebe erzählt bekommen, wie in Tilman Köhlers Dresdner Inszenierung. Einer Liebe, vor deren Unbedingtheitsanspruch sich einst die Protagonistin der berühmten Erzählung von Christa Wolf wohl nur hinter der Mauer (also in der DDR) in Sicherheit bringen konnte. Weil es leichter war, vom Sozialismus zu träumen vielleicht, als eine vollkommene Liebe zu ertragen? Und weil der ungeteilte Himmel der Verliebten immer voller Geigen hängt, hat Köhler eine herausgepflückt und in der Gestalt der Violinistin Maria Stosiek auf Karoly Riszs wunderschöne Bühne gestellt. Be- und Verzauberung total. Und das mit diesem ideologielastigen Stoff. 

Eine verstörende Reise durch die Nacht des Romans mit dem schauspielerischen Leitstern Lina Beckmann. 

"Der (kommende) Aufstand" probt nicht nur den Aufstand, sondern dekliniert ihn nach andco-Manier durch, großzügig Zeiten und Räume durchschreitend. Und wie nebenbei werden kongenial die Occupy-Chöre (zurück) ins Theater geholt als überzeugendes Instrument politischer Verhandlungen zwischen dem Einzelnen und der Menge, sprich: der Gesellschaft. 

Hier treffen mit Gogol und Herbert Fritsch zwei Seelenverwandte aufeinander und sorgen gemeinsam für eine der erfrischendsten Aufführungen seit längerem im Residenztheater. 

Sebastian Hartmann nähert sich dem Stoff ohne alle Rührseligkeit, stattdessen findet er für die Sucht- und Rauschzustände des Trinkers kühn erdachte theatrale und visuelle Übersetzungen. Alkohol- und Kunstdelirium fallen auf faszinierende Weise in eins.

Ulrich Rasche hat die Offenbarung des Johannes mit Reden von George W. Bush und Al Gore zu einem scharfen, kompromisslosen Musiktheaterschauspiel verschnitten, ohne das eine gegen das andere auszuspielen. Was ganz Feines.

Man mag es eine Masche nennen, die er jetzt - auch das noch - erstmals aufs Musiktheater anwendet, aber was Fritsch da mit Offenbach macht – es ist wirklich ein Gedicht. Operette explodiert, pubertär, grell, laut – und wirklich lustig.

Hier werden die richtigen Fragen gestellt!

Sebastian Baumgarten überführt mit seiner "Johanna" die ganze Bandbreite von Brechts Theaterästhetik in die Gegenwart. Das Ergebnis  ist ein spielerischer, akustisch wunderbar eingerichteter, anspielungsreicher und beeindruckend komischer Theaterabend. Dass  Baumgarten dabei der Versuchung billiger Aktualisierung widersteht, hat viele verstört – uns aber gerade überzeugt.

Bruckers Inszenierung präpariert heraus, wie Führerpersönlichkeiten Gestalt annehmen, unübersichtliche Umbruchsituationen zum Einschwenken aufs Führerprinzip verlocken, dass auch vermeintlich heiliges Berserkertum rücksichtslos Menschen zerstückelt und dass am Ende doch die Macht des Bestehenden triumphiert. Dabei öffnen kleine, richtig gesetzte Details  immer wieder verblüffende Deutungshorizonte und sorgen dafür, dass die Inszenierung die anregenden Spannung des Dazwischen hält, nicht in überflüssige Eindeutigkeiten kippt und vom Ensemble richtig gut umgesetzt wird.

Karin Beier präpariert aus den Frauen von Troja und den griechischen Männern psychologische Reaktionsmuster, löst emotionale Eruptivkräfte aus, schürt und löscht ab, brennt Bilder, verteilt strategisch die mythischen Lasten, organisiert Temperaturwechsel vom Lamento zum Lässigen und transformiert in unheimlicher Perfektion und kontrollierter Ekstase das Rituelle artifiziell bis in Bereiche medialer Öffentlichkeit.

Sicher wie die x-te Wiedervorlage des Lieblingsfilms – dennoch: Wie Komödientextensemble körperlich an die Theaterbank Wuttke herankrabbelt, wie Neumanns Holzkonstruktion die Bühnenschwerkraft aushebelt, wie Pollesch sich selbst nochmal einen Spin gibt. Schon schön!

Anstelle von Borcherts notorisch optimistischem "Anderen" stellt Bösch seinem seelisch und körperlich kaputten Kriegsheimkehrer Beckmann ein verführerisch fieses Alter Ego zur Seite: genau den brutalen jungen Mann, der im Krieg gefragt ist - und von dem im Frieden keiner mehr etwas gewusst haben will. Trost oder Hoffnungsschimmer waren gestern.

Mit bemerkenswertem Mut gelingt es Nunes mit seiner Inszenierung von Wolfram Lotz' "Einige Nachrichten an das All", zum Kern des herausfordernden Stücks zu gelangen: Leben, Tod, das Alles und das Nichts – auf der Bühne des Akademietheaters wird jeder eines Besseren belehrt, der dachte, dies sei zu viel für nur einen Theaterabend.

Stefan Pucher nimmt sich zum zweiten Mal in seiner Karriere den Shakespeare'schen "Sommernachtstraum" vor und findet in der Komödie so viel dunkle Erotik, abgründigen Humor und wüste Phantasie, dass selbst ein paar Besetzungsschnellschüsse nicht ins Gewicht fallen.

Tobende Vergangenheit und desperate Gegenwart sind in der Figur der Elektra und im Haus der Atriden nicht zu trennen – und bedingen sich auf der Bühne im Innen und Außen eines Hauses.

Thirza Bruncken versetzt den Klassiker in die Schwarz-Weiß-Welt der alten Bundesrepublik der 1960er-Jahren und porträtiert das Bürgertum des 20. Jahrhunderts als ein aus Angst um den eigenen Wohlstand panisch um sich schlagenden Haufen opportunistischer Jammerlappen. Eine umstrittene, aber in ihrer Konsequenz gänzlich unkonventionelle und gerade deshalb herausragende Inszenierung.

In diesem "Menschenzoo" müssen sich die Besucher lebenden "Exponaten" gegenüber verhalten: In malerischen Tableaux vivants präsentieren Schwarze nicht nur die Kolonialverbrechen der Deutschen, sondern stürzen die Zuschauer damit auch in eine schier unaushaltbare, voyeuristisch-rassistische Situation. Die polarisierende Arbeit entfachte Emotionen, Reaktionen und Diskussionen und vor allem: Verunsicherung.

Weil jedes (schiefe) Bild stimmt. Weil die meisten Schauspieler fantastisch und nicht nur irgendwelche Hübschchen sind. Weil Tragik lustig sein kann. Weil es wirkliche Regieideen gibt. Weil Clemens Sienknecht umwerfend mit dem Piano spielt.

Gersch hat Shakespeares Text auf knapp zweieinhalb Stunden gekürzt, bringt aber trotzdem den ganzen Hamlet, den Zweifler, Zauderer, Zornigen in einer Welt, die einem Heerlager gleicht, in der fast alle eine Waffe tragen. Eine Welt, in der das letzte Gefecht aber – das Duell mit vergifteten Waffen zwischen Hamlet und Laertes – rein verbal ausgetragen wird.

Der ausufernd poetische Text, aus einer sehr persönlichen Nostalgie geschaffen, hat in der Otteni-Regie das Tanzen gelernt und  mit der Erfindung eines Mädchen-Chores spielerisch den Blick in die nächste Generation gewagt.

Was für eine Symphonie! Hartmanns garstiger Beklemmungs-und-Befreiungs-Freestyle kreist bildgewaltig um markante Schmerzpunkte der Moderne und um die großen Fragen des Seins. Der Abend überfordert, so wie das Mysterium der menschlichen Existenz das Vorstellungsvermögen des menschlichen Geists übersteigt. Und ist dabei viel näher an Tolstois Ringen um die großen Fragen des Lebens, als es jede nur äußerliche Nacherzählung der Geschichte im Guckgasten-Format zu sein vermag.

Ein (wieder einmal) erstaunlicher Kraftakt des kleinen Trierer Theaters mit beeindruckendem Bühnenbild (Sabine Böing), einem brillanten Hauptdarsteller (Peter Singer) und einer rasanten, klug durchdachten Aufarbeitung inklusive der auf Keyboard-Sparflamme (Angela Händel) köchelnden Musik Hans Eislers.

Mit Sebastian Schugs Wedekind-Inszenierung ist "Lulu" ganz im 21.  Jahrhundert angekommen. Eine Produktion, die von intensiver Überzeichnung und ironischer Brechung lebt, außerdem von einem faszinierenden Ensemble um Lulu-Darstellerin Agnes Mann.

Ein gewaltiges Bühnenbild (Olaf Altmann) und ein Regisseur, der diesem gewachsen ist:  In erschlagender Betonatmosphäre macht Michael Thalheimer mit einem großartigen Ensemble und einer mehr als großartigen Constanze Becker – ruhig, klug, überlegen, verletzt – tatsächlich nachvollziehbar, dass der Kindsmord Medeas einziger Ausweg ist. Aus der Einsamkeit, aus der Verzweiflung, aus der Isolation. Alexander du Prels Schlussprojektionsakkord zeigt den schicksalhaften, schmerzreichen Lebensweg überklar. Eine Inszenierung, die sich einbrennt. Heißkalt.

Ein wortloser, physischer, sphärisch musikalischer und kühn gegen Goethe gelesener "Faust". Mit einem kompromisslosen Bühnenstatement verabschiedet sich der Regiekünstler Sebastian Hartmann von seiner Intendanz am Centraltheater Leipzig und seinen Kämpfen mit dem ortsansässigen Bildungsbürgertum.

Eine Aufführung, die Musik und Sprache mit den ungewöhnlichen Klanglandschaften von Franui ganz wunderbar verknüpft. Und deren Schauspieler sich mit großer Sensibilität in die Tiefenschichten des Texts hineintasten.

Es gelingt dem Ensemble die teilweise äußerst vertrackten, teilweise melancholisch-poetischen Texte aus allen Schaffensphasen des Dichters, ohne sie zu verändern, so auf die Bühne zu bringen, als ob sie für eine Theaterinszenierung gedacht wären. Ohne eine durchgehende Handlung zu erfinden, mit einem Geflecht aus Bichsel-typischen Situationen und Evokationen schafft es die Inszenierung, berührend persönlich und doch literarisch anspruchsvoll, auf alle Fälle aber leicht und fast schwerelos zu sein. Dabei wird insbesondere auf die Diktion in unverkrampfter Weise soviel Wert gelegt, dass alles, was gesagt wird, ohne Textbuch unmittelbar verständlich und überzeugend ist.

Ein wunderbares Form- und Farb-, Körper- und Sprachspiel, eine Bühnen-Happy Hour und Kapriolen-Kür, lustvoll, charmant, rhythmisch präzise und einfach vollendet.

Eine aufwühlend anregende Lehrstunde in Sachen Kapital und Gier: Rampendiva Ivo Dimchev bietet in seinem "P project" dem Publikum Geld für spontane Bühneneinsätze – und erhöht die Anforderungen an die Schamgrenze der Freiwilligen entsprechend der Entlohnung. Wie käuflich sind wir? Nach diesem Abend ahnt man: Nach oben ist alles offen.

Die Vergeblichkeit des Seins, eingepfercht in einen Wohnwagen im staubigen Überall. Stéphane Laimé findet für Jan Bosses Inszenierung wegweisende Bilder, Jens Harzer ringt als Titel-Antiheld grandios mit der Anstrengung Leben.

Die perfekt geschmierte Bühnenmaschinerie von Katie Mitchells Live-Film findet für den mäandernden Bewusstseinsstrom Mayröckers starke, suggestive Bilder. Sehr sinnlich, sehr emotional und sehr intensiv gespielt von Julia Wieninger. Mayröcker und Mitchell passen hervorragend zusammen. Wahrnehmung wird Ansichtssache, bei der einen in unmittelbarer Sprache, bei der anderen im perfekt arrangierten Film-Theater.

Das beste Theater fand 2012 in der Oper statt. Der unverwüstliche Christoph Marthaler, der selbst dann origineller ist als fast alle anderen, wenn er sich selbst plagiiert, ehrt Händel auf den Spuren der Marx Brothers und Jacques Tatis.

Fassbinders Satire karikiert den Starkult des Kunstbetriebes, Pucher bringt den zeitlosen Biss kongenial auf die Bühne und braucht nicht mehr als eine steadycam, um das Stück im Hier und Jetzt zu verorten.

Eine Inszenierung, die politisches und historisches Bewusstsein, schauspielerische und musikalische Brillanz, gebotene Leichtigkeit und angemessenen Ernst mit inszenatorischer Durchdringung und dem Wissen um die (Un-)Möglichkeiten des Theaters verbindet – und das bei einer Auseinandersetzung um das Thema Leben und Tod.

Zwei schwere Stoffe zum Thema sexuelle Gewalt – im Bauernmilieu Bayerns und in der Upperclass Londons. Regisseur Stephan Kimmig inszeniert diesen Doppelabend als theatrale Grenzerfahrung, als Thriller: herb, bitter, berührend. Behutsam und doch beklemmend genau.

Kornél Mundruczó füllt alle altherrlichen Leerstellen in J.M. Coetzees Romanvorlage mit brutalem Körperspektakel und führt die Zuschauer schmerzlich in ihrem Voyeurismus vor. Das muss man erst mal aushalten können.

Sechs Personen geben alles für eine gute Geschichte. Wenn die britischen Pioniere des Experimentaltheaters über eine Erzählung für die Bühne nachdenken, dann wird das Erzählen selbst bühnentauglich. So komisch wie klug, so spielerisch wie berührend.

Seidlers Stück, lange vor dem erfolgreichen Film entstanden, ist schlicht furios und unerhört pfiffig geschrieben, es ist wirklich sehr komisch, aber natürlich auch tragisch mit Blick auf den stotternden König, der den Kriegsbeginn bewältigen muss und das nur mit Hilfe eines herzerfrischend respektlosen Lehrers schafft. Michael Bogdanov entfesselt auf der technisch chronisch unterdimensionierten St.-Pauli-Bühne auf dem Hamburger Kiez ein historisch-szenisches Feuerwerk, wie es auch jenseits dieses Mini-Theaters selten zu sehen ist. Marcus Bluhm und Boris Aljinovic schließlich, König und Lehrer, sind in dieser Aufführung nichts weniger als ein Traumpaar.

Schlaflos in Berlin: Matthias Lilienthals megalomanisches Abschiedsgeschenk als grandiose Zumutung. Noch immer erkennen sich ehemalige Wallaceianer an ihren Jutebeuteln.

Ein detailverliebtes Bühnenbild, das den Zuschauer ins Russland des aufdämmernden 20. Jahrhunderts zurückkatapultiert; Schauspieler, die sich in ihre Rollen – Diener, Herrschaften, eine zerrüttete Familie mit einem unheimlichen Muttertier (bestechend: Elsie de Brauw) und einem besonders missratenen Sohn (ein irritierender, irrlichternder Störfaktor: Benny Claessens) – so tief einfühlen, dass man jede innere Regung und Verwerfung mitspürt; und eine Regie, die seelenruhig Zeit vergehen lässt, die Stille zwischen den Worten und den Graben zwischen den Generationen auslotet, bis zum leichenstarren Ende. Nicht altmodisch ist "Wassa" unter der Regie von Alvis Hermanis, sondern hyperrealistisch und atemberaubend dicht inszeniert. Theater als mitreißende Zeitmaschine: Klasse!

Alle Rollen von Männern gespielt: Ein einfacher Plan, intelligent umgesetzt.

Zu den Liedern von Tom Waits entwirft Yannis Houvardas ein ergreifendes Requiem im Flüsterton. Es gilt der Würde in Zeiten der Krise.



 Sorry! Abstimmung beendet!

 




Kommentare (42)

1. nk-Theatertreffen 2013: andere Favoriten
Schade, ich kann meine zwei Favoriten nicht wählen:
Winterreise am Akademietheater Wien
Die bitteren Tränen der Petra von Kant Marstall/München
FixundFoxi , 29. Januar 2013 - 09:40 Uhr
2. nk-Theatertreffen 2013: trostlose Auswahl
Das ist eine wirklich uninspirierte und trostlose Auswahl! Und das nach der interessanten Auswahl beim letzten echten Theatertreffen! laaaaangweilig!
Florian , 29. Januar 2013 - 09:52 Uhr
3. nk-Theatertreffen 2013: Perceval fehlt
Ich weiß natürlich um die Schwierigkeit eine Auswahl zu beschränken, aber ohne "Jeder stirbt für sich allein" von Luk Perceval am Thalia Theater, erscheint mir diese Wahl zur Inszenierung des Jahres ein wenig substanzlos.
Michael , 29. Januar 2013 - 10:11 Uhr
4. nk-Theatertreffen 2013: mit gutem Gewissen gewählt
Da waren ja tatsächlich 3 Inszenierungen dabei, die ich guten Gewissens wählen konnte. Das ist doch schon mal was.
Sascha Krieger (Prospero) , 29. Januar 2013 - 11:25 Uhr
5. nk-Theatertreffen 2013: was noch fehlt
"Die bitteren Tränen der Petra von Kant" fehlen!!!
darjeeling64 , 29. Januar 2013 - 11:27 Uhr
6. nk-Theatertreffen 2013: nützt nicht, schadet nicht
Die Art der Vorauswahl ist ja noch nachvollziehbar: Ein schreibender Mensch, eine Stimme. So weit, so digital.
Aber wonach soll denn nun der geneigte nachtkritik-Konsument seine Auswahl treffen? Gibt es jemanden, der auch nur ein Viertel der Stücke gesehen hat? Letztlich wählt man dann doch nach lokalen, Regisseurs- oder Autor-Präferenzen, oder?
Und was ist dann die Aussage der Hitliste?
Aber gut, wenn sie schon nichts nützt, so schadet sie auch nicht.
Sandro Zimmermann , 29. Januar 2013 - 11:43 Uhr
7. nk-Theatertreffen 2013: was wird vermisst?
Lieber Florian,
mich würde interessieren, welche inspirierten Aufführungen Sie vermissen? Mein persönlicher Eindruck ist tatsächlich auch, dass der Jahrgang 2011/12 ein recht starker war. Was könnte man dem aus dem vergangenen Jahr entgegensetzen? Michael und FixundFoxi haben ja erste Aufführungen genannt ...
Wolfgang Behrens , 29. Januar 2013 - 11:43 Uhr
8. nk-Theatertreffen 2013: offensichtlich
Ich schließe mich dem Michael unbedingt an. Wer Percevals Fallada nicht mit auswählt, hat nichts verstanden. Das kündigt sich zwar schon lange an, aber jetzt wird es immer offensichtlicher.
naja , 29. Januar 2013 - 12:05 Uhr
9. nk-Theatertreffen 2013: Hakoah Wien
...und mir fehlt ganz klar "Hakoah Wien" vom Schauspielhaus Graz...
Gustav , 29. Januar 2013 - 12:42 Uhr
10. nk-Theatertreffen: missverständlich
Ich fürchte, die neun Zuschriften innerhalb von nur drei Stunden beweisen eins: Die Konzeption dieser Abstimmung ist - sagen wir es freundlich: missverständlich. Frau oder Herr naja: niemand hat 48 Inszenierungen ausgewählt, sondern jede/jeder nur eine. Wie es der Zufall will, stand bei keinem Perceval auf Platz 1. Es ist aber nicht auszuschließen, dass er für 48 Kritiker gleich an zweiter Stelle gestanden hätte. Nur kommt er dann bei dem vorliegenden Verfahren nicht auf die Liste. Ich gebe Sandro Zimmermann vollkommen recht. Die Aussage der Abstimmung kann nur sein, dass in Berlin mehr Menschen wohnen als in Greifswald oder dass Leser Inszenierungen favorisieren, die sie nur vom Hörensagen kennen. Aber offenbar wollte die Redaktion nur, dass jetzt jeder seine Lieblingsaufführung nennt, die er auf der Liste vermisst. Tja, wenn man nichts Besseres zu tun hat...
Thomas_Rothschild , 29. Januar 2013 - 14:24 Uhr
11. nk-Theatertreffen: Hamlet sein, Wien
Was ist mit den großartigen Kleinen? Wie "Hamlet sein" vom TAG in Wien zb.!
Jürgen , 29. Januar 2013 - 14:33 Uhr
12. nk-Theatertreffen: Petra Kant fehlt
klar ist der Blickwinkel immer lokal/regional, subjektiv sowieso. wer reist schon - außer Kritikern und Theaterleuten - von Stadt zu Stadt. was aber aus meiner Sicht wirklich fehlt ist "Die bitteren Tränen", die aufregendste, eindringlichste Aufführung seit Jahren in München!
Münchnerin , 29. Januar 2013 - 14:35 Uhr
13. nk-Theatertreffen: Charts als Grundlage?
wieso werden denn nicht die wöchentlich erhobenen Theatercharts als Basis herangezogen? das wären zumindest etwas objektivere Daten als lediglich die "Lieblingsstücke" der paar Schreiberlinge. (zumal werden so, wie die Auswahl ja zeigt, größere Städte mit mehr "Korrespondenten" übervorteilt)
Johanna , 29. Januar 2013 - 14:50 Uhr
14. nk-Theatertreffen: müsste man probieren
Naja, liebe Johanna, wenn man "die paar Schreiberlinge" mal zusammenzählt, kommt man schon auf ein ziemlich hohe Zahl von Aufführungen, die die alle zusammen gesehen haben. Und es war beileibe nicht so, dass jede Hamburgerin eine Hamburger und jeder Münchner eine Münchner Aufführung benannt hat. Die vielen Berliner "Schreiberlinge" z.B. haben nur sehr wenig Berlin nominiert - im Vorjahr war der m.E. eine viel größere Berlin-Dominanz.
Zur Charts-Idee: Keine uninteressante Idee. Wie könnte das denn konkret aussehen? Immer die ersten drei der jeweiligen Charts-Woche? Aber auch da würde sicher etwas fehlen, oder? Man müsste es mal probieren.
Wolfgang_Behrens , 29. Januar 2013 - 15:31 Uhr
15. nk-Theatertreffen: die Üblichen
Ich denke die Auswahl spiegelt tatsächlich ganz gut das wieder, was nicht nur zurzeit Top ist und ich wette, mehr als 5 der hier genannten Inszenierungen werden auch auf der Liste des Berliner Theatertreffens stehen. Die üblichen Verdächtigen treten ja zuverlässig in Häufung auf. K. Beier, S. Pucher, M. Thalheimer, R. Pollesch, H. Fritsch, S. Kimmig vielleicht auch wieder mal C. Marthaler und mit Sicherheit kommt man diesmal nicht an Sebi Hartmann vorbei. Es sieht also nach einer relativ unspektakulärer Auswahl aus, passend zum eher unspektakulären Jahrgang. Ein paar Überraschungen wird es aber hoffentlich noch geben. Dresden scheint mir hier wieder ein heißer Kandidat.
Stefan , 29. Januar 2013 - 15:56 Uhr
16. nk-Theatertreffen: irgendwas fehlt immer
Sprechen Sie für die Redaktion @Wolfgang_Behrens? dann war mein Eindruck vielleicht falsch, danke für die Einschätzung. dennoch wären die Charts doch eine transparentere Grundlage der Nominierungen, wenngleich natürlich auch deren Erhebung nicht immer nachvollziehbar ist. und irgendwas fehlt ja immer bzw. fällt aus dem Raster, trotzdem ist es als Leser natürlich befriedigender, Entscheidungen zumindest annähernd nachvollziehen zu können!

(Ich spreche nicht für die, aber doch aus der Redaktion. Herzlich wb)
Johanna , 29. Januar 2013 - 16:28 Uhr
17. nk-Theatertreffen: Augenzeugenbericht
Na dann, wählen wir also unsere beliebtesten Theater (-stücke).
Dank der Vorlage von Stefan und auf die Gefahr hin, von der Zuschauerelite wieder verbal gelyncht zu werden, trau ich mich, für den "Geteilten Himmel" und damit Dresden Reklame zu machen.
Hier mein Augenzeugenbericht (nein, keine Kritik ...):
http://teichelmauke.me/2013/01/20/der-himmel-ist-unteilbar/
Sandro Zimmermann , 29. Januar 2013 - 16:41 Uhr
18. nk-Theatertreffen: beste Antwort
drei mal centraltheater - cool - nachdem was man gestern in der lvz über die arbeit von hartmann lesen mußte, sind nun diese nominierungen wohl die beste antwort
leipzig , 29. Januar 2013 - 16:54 Uhr
19. nk-Theatertreffen: Keiner stirbt für sich allein
Dass Luk Percevals 'Jeder stirbt für sich allein" fehlt ist wirklich nicht zu begreifen!
nartano , 29. Januar 2013 - 17:16 Uhr
20. nk-Theatertreffen: Schachzug
Natürlich fehlen hier einige Inszenierungen und von jedem Redakteur nur eine nennen zu lassen, die für ihn die Beste war, ist ein kluger Schachzug. Das Dresden nur mit Tilmann Köhlers neuer Inszenierung vertreten ist, ist leider sehr schade. "Hamlet" zum Beispiel war in meinen Augen mutigerer und ebenso würdig für die Liste. Aber so freut es mich wenigstens das der Mut in Leipzig honoriert wurde.
Polonius , 29. Januar 2013 - 17:28 Uhr
21. nk-Theatertreffen: die interne Thread-Wahl
"Jeder stirbt für sich allein" ist auch mein Favorit, gewinnt Perceval halt die implizite "Thread"-Wahl.
Arkadij Zarthäuser , 29. Januar 2013 - 18:40 Uhr
22. nk-Theatertreffen: Lösch, Kusej und Breth
Apropos die Üblichen: Wirklich (wieder!) drei mal Fritsch (davon einmal mit Musiktheater/da fiele mir Zwingenderes ein!)?? Warum nicht Löschs "Rote Erde" aus Essen; warum nicht Kusejs grandioser Fassbinder aus München oder Breths Kleist aus Salzburg?? Bösch in Bochum hingegen, mehr als berechtigt!
Homburg , 29. Januar 2013 - 19:24 Uhr
23. nk-Theatertreffen: Insiderwissen tt13?
Das hier ist nur virtuell.
Es ist doch schon ausgemacht, dass München
mit PETRA VON KANT und Wien mit WINTEREISE
in Berlin dabei sind. ELEKTRA aus Zürich wird noch
diskutiert, wegen dem schwachem MACBETH
letztes Jahr. WASSA wurde bereits letztes Jahr
nicht eingeladen und Dresden hat wegen der
Jubiläumsspielzeit bereits eine feste Zusage.
Es läuft wohl auf HAMLET hinaus.
Es heißt das diese Jahr auch Frankfurt dabei
ist. Glückwunsch! Über Leipzig wird nicht
nachgedacht, es sei einfach zu epigonal.
Freund der Jury , 29. Januar 2013 - 19:31 Uhr
24. nk-Theatertreffen: ohne auch nur ...
es stimmt, ohne die stücke auch nur zu kennen wird abgestimmt, man honoriert bekannte
faithful , 29. Januar 2013 - 20:35 Uhr
25. nk-Theatertreffen: Dresden eher in der Mitte
Lieber Freund der Jury,

ich würde mit Ihnen wetten, das es Dresden trotz Jubiläumsspielzeit und tollem Köhler und spannendem Hamlet wohl nicht nach Berlin schafft. Ich glaube das da die üblichen Verdächtigen auf uns warten und ein oder zwei wirkliche Überraschungen, sprich wirkliche Außenseiter. Dresden sehe ich da eher in der Mitte. Freuen würde es mich natürlich, Dresden mal wieder in Berlin zu sehen.
Polonius , 29. Januar 2013 - 22:00 Uhr
26. nk-Theatertreffen: die elfte Stimme
Das Problem wäre doch ganz einfach zu lösen: Jeder, der sich an der Abstimmung beteiligt, ob er nun für eine oder zehn Aufführungen plädiert, kann eine zusätzliche Stimme abgeben für eine nicht nominierte Produktion.
wilhelm roth , 29. Januar 2013 - 22:38 Uhr
27. nk-Theatertreffen: Krieg und Frieden, umwerfend
...wenn Leipzig mit Krieg und Frieden diesmal nicht dabei ist,dann ist das einfach nur traurig!das beste ,was ich seit langem auf deutschsprachigen Bühnen gesehen habe!
Inszenierung und Schauspieler sind einfach umwerfend!!!!
Marja aus Berlin , 29. Januar 2013 - 23:07 Uhr
28. nk-Theatertreffen: Von Mäusen und Menschen
hallo, redaktion, habt ja mal wieder ne lange liste erarbeitet. würde euch gern nochn vorschlag für nr.49 machen: VON MÄUSEN UND MENSCHEN am hans-otto-theater in der regie von niklas ritter. hatte gerade premiere. sehr cool. sehr berührend. sehr begeisternd. gruß aus potsdam
potsdamer , 29. Januar 2013 - 23:46 Uhr
29. nk-Theatertreffen: zustimmung
@23 das ist gut!
LE , 30. Januar 2013 - 07:55 Uhr
30. nk-Theatertreffen: wird diskutiert werden
Den Vorschlag von Wilhelm Roth unter 26. finde ich sehr erwägenswert. Das ist eine Option, die wir sicherlich innerhalb der Redaktion für die Wahl des nächsten Jahres diskutieren werden.
Wolfgang Behrens , 30. Januar 2013 - 11:08 Uhr
31. nk-Theatertreffen: den Jahrgang genießen
@ 23
Wäre ja furchtbar, wenn alles schon so klar wäre; was Sie da schreiben, klingt eher nach Kuhhandel als nach einer Suche nach den "bemerkenswertesten Inszenierungen" einer Theaterspielzeit. Spätestens dort -beim TT 2013- sollte dann vom Thalia in Hamburg nicht der "Platonow" zu Gebote stehen, sondern eben Percevals "Jeder stirbt für sich allein". Ich finde den Vorschlag in § 26 sehr gut und ebenso die Antwort des Redakteurs in § 30, muß freilich, was den Wert der Veranstaltung angeht, Herrn Zimmermann und Herrn Rothschild schon zustimmen: natürlich ist das eine spielerische Sache, so eine nk-Wahl: die mindestens den Vorzug hat, noch einmal in sich zu gehen, was für einen Jahrgang wir, was für einen Jahrgang ich hatte(n). Bemerkenswert ist für mich vor allem, wie wenig ich von den vorgeschlagenen Sachen letztlich sah, obschon ich doch ein wenig herumkomme, und ich brauchte zudem eine gewisse Weile, zB. festzustellen, daß ich gewiß auch "Crashtest Nordstadt" gewählt hätte, ein Projekt, das zwei Spielzeiten miteinander verknüpft und gerade für das tt2013 in Berlin schon aus "technischen" Gründen kaum zu Gebote steht, es sei denn als Übertragung nach Berlin im Zuge eines dritten Crashtests (aber das ist hochgradig unwahrscheinlich). Nun mag es eine gewisse Konzentration auf üblich verdächtige Theater bzw. TheatermacherInnen geben, und kaum ein Theater wird auf nachtkritik de. so oft besucht wie das Thalia Theater in Hamburg; insofern ist der ausgebliebene Perceval dann letztlich doch wieder bemerkenswert. Viel Spaß und produktives Erinnern bei der Wahl !.

post scriptum: Das Centraltheater Leipzig verdient durchaus eine Ladung zum TT 2013 nach Berlin (gerade wenn ich mir die Reaktionen auf "Krieg und Frieden" vergegenwärtige, war da nicht allzuviel die Rede von einer bloß epigonalen Sache; kaum ein Abend hatte bei der Kritik einen solchen Widerhall), schon "Der Zauberberg" hätte seinerzeit eine solche verdient gehabt für meine Begriffe.
Arkadij Zarthäuser , 30. Januar 2013 - 13:17 Uhr
32. nk-Theatertreffen: selber epigonal
es ist doch ganz einfach:
sollte Krieg & Frieden nicht geladen werden (sondern stattdessen wieder zweimal fritsch oder dergleichen), geht zwar nicht die welt unter, aber das theatertreffen kann ein für alle mal als belanglos bzw. epigonal betrachtet werden.
de facto , 30. Januar 2013 - 15:02 Uhr
33. nk-Theatertreffen: Was wird nachgeahmt?
32 versteh ich nicht. Wen oder was ahmt das Theatertreffen nach? Und wenn wir gerade dabei sind - meint 13 wirklich, dass die größeren Städte "übervorteilt", also benachteiligt werden? Ich möchte so gerne begreifen.
Thomas Rothschild , 30. Januar 2013 - 19:33 Uhr
34. nk-Theatertreffen: Kuhandel und Fälschung
ach nein, arkadij! das klingt nach kuhhandel? da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. aber danke. wie ich Sie einschätze, ist es doch nur furchtbar, dass etwas klar wäre, weil Ihre favoriten nicht berücksichtigt wurden. die "leipziger handschrift" epigonal? unterschriftenfälschung? aber, liebe 32, belanglos und epigonal gehören tatsächlich zusammen.
LE , 31. Januar 2013 - 00:53 Uhr
35. nk-Theatertreffen: "Rot" in Hamburg
Es sind schon tolle Produktionen dabei. Aber ich finde, dass die kleineren Bühnen immer zu kurz kommen. An den Hamburger Kammerspielen läuft derzeit noch "Rot" von John Logan mit Markus Boysen und Jacob Matschenz, ein überragender Theaterabend! Und auch der "Ghetto Swinger", der im September 2012 dort Premiere hatte, ist absolut sehenswert!
S.Schmidt , 31. Januar 2013 - 15:30 Uhr
36. nk-Theatertreffen: Fab Five 2013
Überraschend auf dem realen Theatertreffen wären doch mal Forced Entertainment, Brett Bailey, andcompany&Co., Ivo Dimchev und Unendlicher Spaß...
surprise surprise , 31. Januar 2013 - 16:27 Uhr
37. nk-Theatertreffen: sicher
aber es ist doch schon sicher, das krieg und frieden zum theatertreffen fährt!
@32 , 01. Februar 2013 - 16:07 Uhr
38. nk-Theatertreffen: Erwägungen
@ LE

Da wäre ich jetzt tatsächlich nicht darauf gekommen, daß es für mich nur furchtbar ist, weil meine Favoriten nicht berücksichtigt wurden, danke dafür, daß Sie mir Klarheit darüber verschafft haben, wie ich so einzuschätzen bin: für Sie !
Erläuterungen, wie ich Sie so kennengelernt habe, brauche ich da wohl nicht zu befürchten, oder ?
Freilich schrieb ich, daß ich sehr viele Sachen, die hier in der Liste stehen oder von anderer Seite in Frage kommen, gar nicht wahrnehmen konnte; es ist insofern tatsächlich schwerlich auszuschließen, daß man auch eine gut begründete Auswahl finden könnte, die an Leipzig vorbeikommt, wenngleich mir das vom Widerhall aus dem Kritikenblätterwald schon merkwürdig erschiene.
Ich denke, es haben immer irgendwelche Abende, die nicht geladen werden, ähnlich verdient wie solche, die geladen werden, und es kommt vor, daß dann einer geladen wird, der es meineserachtens weniger verdient als ein nicht-geladener: so wäre es halt für meine Begriffe, wenn der Thalia-"Platonow"- berücksichtigt würde der
Thalia-"Jeder stirbt für sich allein"-Abend nicht. Klar klingen in einem solchen Thread und leider auch häufiger im Feuilleton solche persönlichen Einschätzungen mitunter objektiv-apodiktisch, aber ich versichere Ihnen, daß mir an Theaterpolitik nicht viel liegt.
So nach dem Motto: "Alles aus Haus A ein wenig rosiger, alles aus Haus B ein wenig fader" zu sehen. Die "wahren" Ideologen werfen hier doch hin und wieder jemandem Widersprüchlichkeiten vor, wenn zB. der eine Perceval-Abend schlicht enttäuscht ("Kirschgarten"), der andere vollends überzeugt ("Jeder stirbt für sich allein"), sprechen in München zB. abfällig von denen auf der anderen Seite, und soetwas gibt und gab es auch zu Dresden und Leipzig, wechselseitig !, und so weiter und so fort..
Arkadij Zarthäuser , 01. Februar 2013 - 17:05 Uhr
39. nk-Theatertreffen: persönlicher Spitzenreiter
"Einsamne Menschen" von G. Hauptmann in Stuttgart (Nord) gehört für mich in jedem Fall zu meinen persönlichen Spitzenreitern! Das ist ein großartiger Theaterabend!!!
Benjamin Hofer, Stuttgart , 02. Februar 2013 - 11:13 Uhr
40. nk-Theatertreffen (Nominierungen): Video als Grundlage
So läuft das also. Die Salzburger Festspiele werben auf ihrer Homepage für das virtuelle nachtkritik-Theatertreffen: "Voten Sie für die Arbeit des Tirolers, der in seinem Werk „die Musik und Sprache mit den ungewöhnlichen Klanglandschaften von Franui ganz wunderbar verknüpft“ (nachtkritik.de). Falls Sie das Stück nicht gesehen habe, dann können Sie in diesem Video einen Einblick in die Produktion gewinnen." Nichts gegen Bienen-Schneisen. Aber ein Videoeinblick als Grundlage für eine Wahl? Ist das der demokratische Sinn der Abstimmung?
Thomas_Rothschild , 08. Februar 2013 - 07:47 Uhr
41. nk-Theatertreffen (Nominierungen): Wettbewerbsnachteil
Naja Herr Rothschild,
besagte Inszenierung war ja auf einem Festival nur ganz kurze Zeit zu sehen, der Regisseur ist zudem völlig unprominent. Insofern hat diese Produktion gewissermaßen schon einen ziemlichen Wettbewerbsnachteil und da kann ich jetzt schon verstehen, dass die irgendwie versuchen so auf sich aufmerksam zu machen und für sich zu werben.
Und als Angehöriger der Minderheit, die sich das in Salzburg anschauen musste, kann ich Ihnen sagen, dass von denjenigen, mit denen ich da saß, vermutlich niemand hier das Kästchen neben der Bienen-Schneise geklickt hat ...
Parsifals Schwester , 08. Februar 2013 - 10:09 Uhr
42. nk-Theatertreffen: Bienen gewählt
Doch, ich habe das Bienen-Kästchen geklickt, zumindest der Text nämlich war in Salzburg großartig!
Kundrys Bruder , 08. Februar 2013 - 15:22 Uhr

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