Berliner Bananenrepublik

22. November 2016. In der Berliner Zeitung rollen Jens Balzer und Christian Schlüter mit den Augen, weil der designierte Berliner Kultursenator Klaus Lederer angekündigt hatte, die Personalie Chris Dercon – der 2017 die Berliner Volksbühne übernehmen soll – zu prüfen. Und sie ziehen Schlüsse: "Die Koalition ist sich einig, Müller zieht einen klaren Strich unter die Renner-Ära und nimmt die massive Beschädigung von Dercon in Kauf."

Etikettenschwindel?

18. November 2016. In einem Interview mit der FAZ (18.11.2016) nimmt Benjamin von Blomberg, Chefdramaturgen der Münchner Kammerspiele, Stellung zur Kritik am Kurs des Hauses unter Intendant Matthias Lilienthal. Diese sei "aus heiterem Himmel" gekommen.

Bedrohliche Renten

17. November 2016. Einem Bericht der Badischen Zeitung (17.11.2016) zufolge, droht dem Theater Freiburg eine Nachzahlung von bis zu zwei Millionen Euro an Rentenbeiträgen. Die Rentenversicherung fordert nach mehreren Prüfungen Sozialbeiträge für Künstler, die als Gäste am Theater arbeiteten.

München jammert

17. bis 21. November 2016. Matthias Lilienthal steht zu Beginn seiner zweiten Spielzeit als Intendant in der Kritik. Nachdem mehrere Schauspieler*innen aus ästhetischen Gründe ihre Kündigungen einreichten, steht die Zielsetzung Lilienthals auf dem Prüfstand. Wir fassen die Debatte in einer Zusammenstellung Pro- und Contra-Lilienthal zusammen.

"Wir sind sehr neugierig"

17. bis 24. November 2016. Klaus Lederer wird neuer Berliner Kultursenator – und sofort schießen Spekulationen ins Kraut. "Die Anzeichen mehren sich, dass Klaus Lederer und einige Politiker der Grünen die Uhr zurückdrehen wollen", findet Rüdiger Schaper im Tagesspiegel – und warnt davor, den Dercon-Vertrag "in Donald-Trump-Manier" zu brechen: "Es wäre juristisch kompliziert und für das Land Berlin auch sehr teuer, Dercon und seine Vorbereitungstruppe zu entlassen, es wäre auch ohne Beispiel. Möglich ist es – wenn der Ruf Berlins als weltoffene Kulturhauptstadt mit fairen und seriösen Umgangsformen egal ist." Zudem schreibt er, dass Armin Petras zum Ersatzkandidaten werden könnte. Petras hatte erst Anfang der Woche angekündigt, sein Amt als Intendant des Schauspiel Stuttgart vorzeitig zu verlassen. Petras selbst sagt dazu nun im Interview mit der Welt: "Es gibt keinerlei Gespräche mit politisch Verantwortlichen in Berlin. Und ich werde mit aller Kraft meiner Arbeit in Stuttgart den Vorrang geben."

"Ich muss verunsichern"

16. November 2016. Für die Stuttgarter Zeitung treffen sich Noch-Schauspielintendant Armin Petras und einer seiner schärfsten Kritiker, der Journalist Roland Müller, zu einem höchst lebhaften Gespräch über Petras' vorzeitiges Ausscheiden 2018.

"Ich zolle dem Respekt"

14. November 2016. "Ich finde, dass diese Diskussion absolut ärgerlich ist", sagt Martin Kusej, Intendant am Münchner Residenztheater im Gespräch mit Michael Stadler in der Münchner AZ über die von der Süddeutschen Zeitung ausgerufene Münchner Theaterkrise um die Kammerspiele. "Die behauptete Theaterkrise ist an den Haaren herbeigezogen. Diese Krise wird anhand von normalen Vorgängen herbeigeschrieben und herbeigeredet, ohne dass es dafür eine fundierte Grundlage gibt."

Sehnsucht nach alten Zeiten?

12. November 2016. Auf Spiegel online positioniert Anke Dürr sich in der Debatte um die vermeintliche Krise der Münchner Kammerspiele zu Beginn der zweiten Spielzeit der Intendanz Matthias Lilienthal pro Lilienthal.

Im Sozialtheaterverein

11. November 2016. Die Süddeutsche Zeitung widmet heute der vermeintlichen Krise an den Münchner Kammerspielen, die nicht zuletzt durch Kündigungen einiger Schauspieler*innen virulent geworden ist, die gesamte Titelseite des Feuilletons.