Sounds like Lilienthal, Dercon & Co.

10. November 2016. Noch zwei Jahre bis Johan Simons offiziell als Intendant des Bochumer Schauspielhaus startet. Bei seinem Antrittsbesuch im Bochumer Kulturausschuss stellte er seine Pläne vor. Und die klingen laut WAZ nach Matthias Lilienthal und Chris Dercon, jedenfalls nach mehr Freier Szene, als er in München hatte.

Der Schrecken ist alles Neuen Anfang

8. November 2016. In der Münchner Abendzeitung hat Michael Stadler ein langes, interessantes Gespräch mit Matthias Lilienthal geführt. Das verläuft zunächst einmal absehbar: "Sind die Kammerspiele in der Krise?" – "Nein."

Wider den Paradigmenwechsel

5. November 2016. In einem Kommentar für die Süddeutsche Zeitung (5.11.2016) versucht Christopher Schmidt, das Ausscheiden von Brigitte Hobmeier aus dem Ensemble der Münchner Kammerspiele, das die Süddeutsche Zeitung selbst vor zwei Tagen eingehend thematisiert hat, in die aktuelle Theaterentwicklung einzuordnen. "Die Empörung, die der Verlust von Brigitte Hobmeier auslöst, hängt auch damit zusammen, dass München zum Modellfall zu werden scheint für einen Paradigmenwechsel im Theater."

Unerträglich

5. November 2016. Shermin Langhoff, Intendantin des Berliner Gorki-Theaters, appelliert in einem Offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich stärker für ein Ende der Repressionen gegen die türkische Opposition einzusetzen.

Weltveränderungstheater

4. November 2016. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nimmt Christoph Menke, Philosophie-Professor der dritten Generation der Frankfurter Schule, direkten Bezug auf Hannah Lühmanns am 2. November in der Welt veröffentlichten Beitrag zur Diskussion um die Intendanz der Berliner Volksbühne. Dort schreibt Lühmann unter anderem, es sei Zeit "dass da mal etwas Neues passiert". Dem entgegnet nun Menke: "Es geht ihr nicht darum, dass das Theater der Volksbühne schlecht wäre, sondern dass Castorf Intendant der Volksbühne wurde, als sie gerade fünf Jahre alt war. Und es geht ihr auch nicht darum, dass nun Chris Dercon, der Neue, ein Theater ankündigte, das sie gut findet. Dercon ist ihr nur sympathisch, weil sie vermutet, dass er sich in der Volksbühne genauso langweilt wie sie es tut."

Garantien für kurz

3. November 2016. Im Berner Bund berichten Lena Rittmeyer und Daniel Di Falco über den Umbau des Schauspielensembles am Konzert Theater Bern. Sechs von vierzehn Schauspielerinnen und Schauspielern verlassen das Haus, zwei von ihnen unfreiwillig.* Dabei hätten Intendant Stephan Märki und Stiftungsratspräsident Benedikt Weibel bei der Abberufung von Schauspieldirektorin Stephanie Gräve im Januar 2016 öffentlich bekräftig, mit dem bestehenden Ensemble in die Zukunft gehen zu wollen, merkt der Bund kritisch an.

"Linkes Unterhosentheater" weiter unter Strom

Zürich, 3. November 2016. Wie der Zürcher Tages-Anzeiger (3.11.2016) berichtet, ist die SVP-Initiative gegen das Theater Neumarkt gestern im Züricher Gemeinderat abgeschmettert worden. In Reaktion auf die Produktion Schweiz entköppeln vom Zentrum für politische Schönheit im März 2016 hatte die rechtsgerichtete Schweizerische Volkspartei (SVP) einen Antrag eingebracht, in dem die Stadt aufgefordert wurde, dem Theater am Neumarkt den Subventionsvertrag zu kündigen.

Auf der Ersatzbank

3. November 2016. Nach der jüngsten Absage von "Unterwerfung", schon wieder schlechte Nachrichten für die Münchner Kammerspiele: Die Schauspielerin Brigitte Hobmeier kündigt ihren Vertrag mit dem Haus, und zwar weil sie sich angesichts des Spieplans "wie auf dem Abstellgleis" fühle, berichtet Christine Dössel in der Süddeutschen Zeitung (3.11.2016).

Aus für das Theater am Neumarkt geplant?

2. November 2016. In der Neuen Zürcher Zeitung berichtet Daniel Fritzsche über Pläne zur Restrukturierung der Zürcher Theaterlandschaft. Der NZZ liege eine interne Studie für die Neuorganisation der Bühnenlandschaft vor, "die brisante Lösungsansätze" präsentiere.