Haußmann, Leander

Suche nach Begriffen im Lexikon (Reguläre Ausdrücke erlaubt)
Beginnt mit Enthält Genauer Treffer
Alle A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Begriff Definition
Haußmann, Leander

Leander Haußmann, 1959 in Quedlinburg geboren, ist Schauspieler, Theater- und Filmregisseur.

In eine Theaterfamilie geboren – sein Vater war der Schauspieler Ezard Haußmann – studierte Leander Haußmann im Anschluss an eine Druckerlehre und den Grundwehrdienst bei der NVA ab 1982 Schauspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" (die damals freilich noch nicht so hieß). In den 1980er Jahren trat er in Inszenierungen von Frank Castorf auf, an kleineren Theatern wie in Gera oder Parchim. In Parchim debütierte er auch als Regisseur, in Weimar, wo er seit 1990 arbeitete, erregte er überregionale Aufmerksamkeit, 1993 war er gleich mit zwei Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Haußmann arbeitete auch am Schiller Theater in Berlin, das 1993 geschlossen wurde.

Sein sinnlicher, gelegentllich überbordender und die Stoffe doch konsequent gegen den Strich bürstender Regiestil machte früh Furore. In den Jahren 1995 bis 2000 stand Haußmann als jüngster Intendant Deutschlands dem Schauspielhaus Bochum vor, wo er u.a. fünf Monate nach dessen Tod Heiner Müllers letztes Stück "Germania 3 Gespenster am Toten Mann" (1996) uraufführte.

1999 gelang ihm der Durchbruch als Filmregisseur mit der melancholischen DDR-Satire "Sonnenallee" (nach dem Buch von Thomas Brussig). Mit Filmen wie "NVA" und "Herr Lehmann" (nach dem Buch von Sven Regner) oder "Hotel Lux" blieb er in der Folge dem Sujet der Vorwendekomödie treu.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Leander Haußmann:

Der kleine Bruder am bat-Studiotheater Berlin (12/2009)

Rosmersholm an der Volksbühne Berlin (9/2011)

Hamlet am Berliner Ensemble (11/2013)

Die Möwe am Thalia Theater Hamburg (2/2014)

Woyzeck am Berliner Ensemble (9/2014)

Der gute Mensch von Sezuan am Berliner Ensemble (9/2015)

Drei Schwestern am Berliner Ensemble (12/2015)

Die Räuber am Berliner Ensemble (5/2016)

Cyrano de Bergerac am Thalia Theater Hamburg (3/2017)

Weitere Beiträge zu Leander Haußmann:

Blog: Leander Haußmann lästert und hat eine These (11/2007)

Buchkritik: Buh. Mein Weg zu Reichtum, Schönheit und Glück (10/2013)