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Begriff Definition
Salazar, Mario

Mario Salazar, geboren 1980 in Berlin / Hauptstadt der DDR, ist Dramatiker.

Salazar, Sohn eines chilenischen Vaters und einer deutschen Mutter, studierte Lateinamerikanistik, Politikwissenschaft und Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin und der Universidad de Chile. Nach seinem Magister nahm er ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig auf. 2011 debütierte er als Dramatiker mit seinem Stück "Heimat" am Berliner Maxim Gorki Theater. Im selben Jahr erhielt er für "Alles Gold was glänzt" den Hörspielpreis des Berliner Stückemarkts. Mit "Am Leben werden wir nicht scheitern" nahm er 2012 am Heidelberger Stückemarkt teil (auf dem nachtkritik.de-Festivalportal für Heidelberg sehen Sie den Autor im Videoporträt). 2013 erhielt Salazar den Förderpreis zum Schillergedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft.

Nachtkritiken zu Stücken von Mario Salazar:

Alles Gold was glänzt als Szenische Lesung beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens (5/2011)

Alles Gold was glänzt am Theater Heidelberg (11/2012)

Hieron. Vollkommene Welt am Deutschen Theater Berlin (8/2013)

Am Leben werden wir nicht scheitern am Theater Bielefeld (11/2013)

Die Welt mein Herz am Schauspiel Köln (1/2014)

Alles Gold was glänzt im Rahmen des Projekts "Deutschland – Wunder und Wunden" am Staatstheater Cottbus (11/2014)

Annie Ocean am Theater Bielefeld (11/2015)

Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele finden jährlich im Sommer statt und wurden 1920 von Max Reinhardt gegründet. Seit 2006 stand ihnen Jürgen Flimm als Intendant vor. 2011 hat Alexander Pereira die Festspielintendanz übernommen. Als Schauspielchef amtiert seit 2011 der Schauspieler und Regisseur Sven-Eric Bechtolf. Er folgte Thomas Oberender nach. Seit 2015 trägt Sven Eric Bechtolf die Verantwortung für die künstlerische Gesamtplanung. 2017 übernimmt Marcus Hinterhäuser die Festspiel-Intendanz. Schauspielchefin wird Bettina Hering.

Im Rahmen der Salzburger Festspiele fand zwischen 2002 und 2014 der Wettbewerb um den "Montblanc Young Directors Award" statt, der mit 10.000 Euro dotiert war und zusammen mit einem Montblanc Max Reinhardt Pen vergeben wurde.

Texte zu den Salzburger Festspielen:

Der Notlicht-Skandal. Thomas Bernhardt und Salzburg (2007)

Fit for Fun in Salzburg. Die Festspiele als Festspiele der Körper (2007)

Der Hochkulturpromi (2007)

Zeitreisender. Rückwärtsgewandt. Daniel Kehlmanns Rede gegen das Regietheater (2009)
mit Presseschau und Redaktionsblog

Gott bewahre uns vor Eröffnungsreden. Daniel Kehlmann im Pressegespräch (2009)

Konsens der Anspruchslosen. Ein Kommentar zum Young Directors Project 2009

Picknick im Haus des Verjagten. Die Salzburger Festspiele feiern ihren Gründer (2010)

Theater mit Geld-zurück-Garantie. Die Festspiele blamieren sich mit der Familien-Causa Richter (2010)

Rücktrittsdrohung des neuen Intendanten und Einigung auf das Budget (2012)

Preiswürdig trotz Total-Vernebelung. Ein Kommentar zum Young Directors Project 2012

Presseschau: Interview mit dem ehemaligen Intendanten der Salzburger Festspiele Alexander Pereira (7/2014)

Meldung: Letzter Salzburger Young Directors Award an Nicolas Charaux (8/2014)

Presseschau: Die Presse und Die Süddeutsche Zeitung blicken kritisch zurück auf die Salzburger Festspiele (29.8./1.9.2015)

Meldung: Bettina Hering übernimmt die Schauspielleitung der Salzburger Festspiele (6.3.2015)



Nachtkritiken
zu Produktionen der Salzburger Festspiele:

Molière. Eine Passion von Feridun Zaimoglu, Günter Senkel und Luk Perceval, Regie: Luk Perceval (7/2007)

Quartett von Heiner Müller, Regie: Barbara Frey (8/2007)

Verbrechen und Strafe nach Fjodor Dostojeweski, Regie: Andrea Breth (7/2008)

Sad Face/Happy Face von Jan Lauwers und Needcompany (8/2008)

The Year of Magical Thinking von Joan Didion, Regie: David Hare (8/2008)

Fünf Tage im März von Toshiki Okada und chelfitsch (8/2008)

Die Räuber von Friedrich Schiller, Regie: Nicolas Stemann (8/2008)

Harper Regan von Simon Stephens, Regie: Ramin Gray (8/2008)

Judith/Juditha triumphans von Friedrich Hebbel und Antonio Vivaldi, Regie: Sebastian Nübling (7/2009)

Welcome to nowhere von Kenneth Collins (7/2009)

Die Bakchen von Euripides, szenische Lesung (7/2009)

Das letzte Band/Bis dass der Tag euch scheidet von Samuel Beckett und Peter Handke, Regie: Jossi Wieler (2009)

Die Welt ist groß und Rettung lauert überall nach Ilija Trojanow, Regie: Jette Steckel (8/2009)

You are here von Dries Verhoeven (8/2009)

Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Regie: Christian Stückl (7/2010)

Ödipus auf Kolonos von Sophokles, Regie: Peter Stein (7/2010)

Phädra von Jean Racine, Regie: Matthias Hartmann (7/2010)

Angst von Stefan Zweig, Regie: Jossi Wieler (7/2010)

Innenschau von Jakop Ahlbom (7/2010)

Notre Terreur (Im Bann des Schreckens) von D´ores et déjà, Regie: Sylvain Creuzevault (8/2010)

Mary Mother of Frankenstein von Claude Schmitz und Marie-France Collard (8/2010)

Tod in Theben von Jon Fosse nach Sophokles, Regie: Angela Richter (8/2010)

Faust 1 & 2 von Johann Wolfgang Goethe, Regie: Nicolas Stemann (7/2011)

Die vier Himmelsrichtungen von Roland Schimmelpfennig, Regie: Roland Schimmelpfennig (7/2011)

Immer noch Sturm von Peter Handke, Regie: Dimiter Gotscheff (8/2011)

Maß für Maß von William Shakespeare, Regie: Thomas Ostermeier (8/2011)

Mission Drift von The Team (8/2011)

A Games of You von Ontroerend Goed (8/2011)

Das ehemalige Haus von Signa (8/2011)

Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist, Regie: Andrea Breth (7/2012)

Peer Gynt von Henrik Ibsen, Regie: Irina Brook (7/2012)

Der Bauer als Millionär von Ferdinand Raimund, Regie: Thalias Kompagnons (8/2012)

Jakob Reinhold Michael Lenz mit Texten von Jakob Michael Reinhold Lenz, Friedrich Oberlin und Georg Büchner, Regie: Cornelia Rainer (8/2012)

Éternelle Idole von Gisèle Vienne (8/2012)

Die Soldaten von Bernd Alois Zimmermann nach Jakob Michael Reinhold Lenz,
Regie: Alvis Hermanis (8/2012)

Meine Bienen. Eine Schneise von Händl Klaus (Stück) und Markus Kraler/Andreas Schett (Musik), Regie: Nicolas Liautard (8/2012)

La Tempête nach William Shakespeare, Regie: Irina Brook (8/2012)

Hamlet Cantabile nach William Shakespeare, Regie: Yo Sup Bae/Performance Group Tuida (8/2012)

Jedermann von Hugo von Hofmannsthal, Regie: Julian Crouch (7/2013)

Gawain von Harrison Birtwistle, Regie: Alvis Hermanis (7/2013)

Die Jungfrau von Orleans von Friedrich Schiller, Regie: Michael Thalheimer(7/2013)

The Animals and Children Took the Street von 1927 (7/2013)

Lumpazivagabundus von Johann Nestroy, Regie: Matthias Hartmann (8/2013)

Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Regie: (8/2013)

Jedermann nach Hugo von Hofmannsthal, Regie: Bastian Kraft (8/2013)

Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus, Regie: Georg Schmiedleitner (7/2014)

The Forbidden Zone, Regie: Katie Mitchell (7/2014)

Hinkemann von Ernst Toller, Regie: Milos Lolic (7/2014)

36566 Tage, Regie: Hans-Werner Kroesinger (8/2014)

Il trovatore von Guiseppe Verdis, Regie: Alvis Hermanis (8/2014)

Orpheus vom Little Bulb Theatre (8/2014)

Fierrabras von Franz Schubert, Regie: Peter Stein (8/2014)

Der Abschied von Walter Kappacher, Regie: Nicolas Charaux  (8/2014)

Don Juan kommt aus dem Krieg von Ödön von Horváth, Regie: Andreas Kriegenburg (8/2014)

Golem nach Motiven von Gustav Meyrink, Regie: Suzanne Andrade (8/2014)

Die Eroberung von Mexiko von Wolfgang Rihm, Regie: Peter Konwitschny (7/2015)

Clavigo von Johann Wolfgang v. Goethe, Regie: Stephan Kimmig (7/2015)

Komödie der Irrungen von William Shakespeare, Regie: Henry Mason (8/2015)

Mackie Messer. Eine Salzburger Dreigroschen Oper von Brecht/Weill, Julian Crouch und Sven-Eric Bechtolf (8/2015)

Endspiel von Samuel Beckett, Regie Dieter Dorn (7/2016)

Link:

www.salzburgerfestspiele.at

Salzmann, Marianna Sasha

Sasha Marianna Salzmann, 1985 in Wolgograd (damals UdSSR, das eine Weile auch Stalingrad hieß) geboren, ist Schiftstellerin.

Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr lebte Marianna Salzmann in Moskau und emigrierte dann mit ihren Eltern in die Bundesrepublik. Nach dem Abitur in Hannover studierte sie zunächst Theater und Medien an der Universität Hildesheim, von 2008 bis 2012 dann den Studiengang Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Bereits als Teenager in Hannover war sie sowohl Teilnehmerin als auch Veranstalterin interkultureller Lesungen und Poetry-Slams. Aus dieser Zeit stammt ihre Arbeitsgemeinschaft mit Deniz Utlu, mit dem sie seit 2002 das interkulturelle Literaturmagazin "freitext" verantwortet und auch zwei Stücke schrieb. Ihr Text "Wera" war im Februar 2010 Teil des Projekts der Dresdener Bürgerbühne Alles auf Anfang. Für ihr Stück "Muttermale Fenster blau" erhielt sie 2011 den Kleist-Förderpreis.

Nachtkritiken zu Stücken von Marianna Salzmann:

Beg your pardon im Ballhaus Naunynstrasse Berlin (4/2012)

Muttermale Fenster blau bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen (5/2012)

Muttersprache Mameloschn in der Box des Deutschen Theaters Berlin (9/2012)

Fahrräder könnten eine Rolle spielen (mit Deniz Utlu) im Ballhaus Naunystraße Berlin (11/2012)

Schwimmen lernen am Theater Heidelberg (3/2013)

Kasimir und Karoline (Horváth-Bearbeitung) am Düsseldorfer Schauspielhaus (5/2013)

Schwimmen lernen. Ein Lovesong am Maxim Gorki Theater Berlin (11/2013)

Hurenkinder Schusterjungen am Nationaltheater Mannheim (1/2014)

Wir Zöpfe am Maxim Gorki Theater Berlin (2/2015)

Meteoriten am Gorki Theater Berlin (4/2016)

Ich, ein Anfang am Schauspiel Frankfurt (2/2017)

Zucken Maxim Gorki Theater Berlin /  Junges Theater Basel (3/2017)

Texte von Marianna Salzmann auf nachtkritik.de:

Theaterbrief aus Italien 4 – Seit drei Jahren ist das Teatro Valle in Rom besetzt, jetzt steht die Räumung kurz bevor (8/2014)  (auch in englischer und italienischer Sprache)

Postscript zum Theaterbrief (9/2015) (auch in englischer Sprache)

Link:

freitext

www.sashamariannasalzmann.com

Sanchez, Rafael

Rafael Sanchez, 1975 in Basel geboren, ist Regisseur.

Sanchez begann seine Theaterlaufbahn 1994 als Schauspieler am Jungen Theater Basel, wo er auch zu inszenieren anfing. Von 2003 bis 2006 war er Hausregisseur am Theater Basel, inszenierte aber bereits auch an anderen Theatern wie der Berliner Schaubühne, dem Hamburger Thalia Theater, am Theater Essen oder dem Münchner Volkstheater. Von 2008 bis 2013 leitete er gemeinsam mit Barbara Weber das Zürcher Neumarkt Theater.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Rafael Sanchez:

Kommt ein Mann zur Welt am Düsseldorfer Schauspielhaus (4/2007)

Tartuffe am Schauspiel Essen (5/2008)

Nostalgie 2175 am Hamburger Thalia Theater (4/2008)

Der Boss vom Ganzen am Zürcher Theater am Neumarkt (10/2008)

Der Spiegel am Zürcher Theater am Neumarkt (5/2009)

Kasimir und Karoline am Zürcher Theater am Neumarkt (9/2009)

Sein oder Nichtsein am Deutschen Theater Berlin (11/2009). Dieser Arbeit sollte eigentlich die Fassung von Jürgen Hofmann zugrunde liegen, der in einem offenen Brief zur Causa Stellung bezog.

Die Jüdin von Toledo am Düsseldorfer Schauspielhaus/Zürcher Theater am Neumarkt (9/2010)

Nur nachts an den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin (11/2010)

Die Kommune am Deutschen Theater Berlin (1/2012)

Ein Sommernachtstraum (mit Barbara Weber) am Neumarkt Theater Zürich (6/2012)

Coriolanus am Deutschen Theater Berlin (12/2012)

In der Republik des Glücks am Deutschen Theater Berlin (11/2013)

Die Welt mein Herz am Schauspiel Köln (1/2014)

Viel gut essen am Schauspiel Köln (10/2014)

Stirb, bevor du stirbst am Schauspiel Köln (11/2015)

Troilus und Cressida am Schauspiel Köln (2/2016)

Tod eines Handlungsreisenden am Schauspiel Köln (3/2017)

Schall, Johanna

Johanna Schall, geboren am 19. September 1958 in Berlin, ist Schauspielerin und Theaterregisseurin.

Ihre Theaterausbildung nahm sie 1980 auf, ihr erstes festes Engagement als Schauspielerin führte sie von 1982 bis 1984 ans Kleist-Theater Frankfurt (Oder). Von 1984 bis 1997 war Schall Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Berlin. Seit 1993 arbeitet Schall als Theaterregisseurin, von 2002 bis 2007 war sie Schauspieldirektorin am Volkstheater Rostock. Johanna Schall ist Enkelin Bertolt Brechts und Tochter der am 31. August 2015 verstorbenen Verwalterin der Brecht Erben GmbH, Barbara Brecht-Schall.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Johanna Schall:

Das Wintermärchen am Theater Ingolstadt (3/2012)

Shakespeares Könige. MORD MACHT TOD. bei der Bremer Shakespeare Company (1/2014)

Lehrstück Lehrstück am Theater Augsburg (2/2014)

Hamlet bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall (7/2014)

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny am Volkstheater Rostock (2/2015)

Schein, Hermann

Hermann Schein, 1946 in Leipzig geboren, ist Regisseur.

Schein war Oberspielleiter in Frankfurt/Oder und Spielleiter an den Freien Kammerspielen in Magdeburg. Er inszenierte u.a. am Staatstheater Mainz, am Deutschen Theater Göttingen, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Staatsschauspiel Dresden und am Hessischen Staatstheater Darmstadt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Hermann Schein:

Buddenbrooks am Staatsschauspiel Dresden (2/2008)

Der zerbrochne Krug am Staatstheater Darmstadt (5/2008)

Doktor Hoechst am Staatstheater Darmstadt (4/2009)

Das Gegenteil von gar nichts am Staatstheater Darmstadt (11/2009)

Supernova am Staatstheater Darmstadt (11/2010)

Jud Süss am Staatstheater Darmstadt (3/2011)

Der Theatermacher / Der Raub der Sabinerinnen am Staatstheater Darmstadt (12/2011).

Schilling, Alexander

Alexander Schilling, geboren 1969 in Mannheim, ist Theaterregisseur.

Schilling studierte Politik und Philosophie in Mannheim und Baltimore (USA) und sammelte bereits während der Studienzeit erste Regieerfahrungen in der freien Szene. Von 2000 bis 2003 war er als Regieassistent am Staatstheater Nürnberg engagiert. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur unter anderem in Ingolstadt, Kassel, Leipzig, Mannheim, Münster, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal. Von 2006 bis 2009 war er Mitglied der künstlerischen Leitung des LOFFT.Leipzig, in der Spielzeit 2009/10 Mitglied im Leitungsteam des Theaters Ingolstadt.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Alexander Schilling:

Schiedsrichter Fertig am Staatstheater Nürnberg (11/2008)

Die Jüdin von Toledo an der Landesbühne Nord in Wilhelmshaven (5/2012).

Homepage: alexanderschilling.info

Schilling, Árpád

Árpád Schilling, geboren 1974 in Cegléd/Ungarn, ist Theaterregisseur und künstlerischer Projektleiter.

Schilling begann mit 17 Jahren als Schauspieler, wechselte aber bald ins Regiefach. Er studierte an der Budapester Theaterakademie und gründete noch während seines Studiums 1995 sein eigenes Ensemble Krétakör (Kreidekreis), das zu einer der international erfolgreichsten Schauspielgruppen Ungarns avancierte. Schilling baute Krétakör zum Zentrum für zeitgenössische Kunstformen in Budapest aus und zur Produktionsplattform, die sich auf Projektarbeit mit Jugendlichen auch außerhalb Budapests konzentriert.

2008 wurde Schilling vom französischen Kulturminister zum "Chevalier de l’Ordre des Arts et Lettres" ernannt. 2009 erhielt er den Europäischen Theaterpreis für Neue Realitäten im Theater. In den politischen Auseinandersetzungen zwischen der ungarischen freien Künstlerszene und der rechtskonservativen Kulturpolitik unter der Regierung Viktor Orbáns trat Schilling federführend auf (u.a. Meldung vom 12. Juni 2014: Krétakör auf Schwarzer Liste der Regierung). Schilling nahm auch an der Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Whatever happened... to the Hungarian Theatre? im Dezember 2013 in Berlin teil. Ebenfalls zu Gast war er bei der von nachtkritik.de und Heinrich Böll Stiftung veranstalteten Konferenz Theater und Netz. Vol. 3 im Mai 2015 in Berlin.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Árpád Schilling:

Hamlet.ws bei den "Nordiske Impulser" in Bergen/Norwegen (6/2007)

Krízis – trilógia, III: A papnö / Krise – Trilogie, III: Die Priesterin bei den Wiener Festwochen (5/2012)

A Párt Die Partei The Party. The Party is over –  but we keep going! beim Steirischen Herbst (10/2014)

Eiswind / Hideg szelek am Akademietheater Wien (5/2016)

Siehe auch Lexikoneintrag Ungarn.

Schimanski, Patrick

Patrick Schimanski, 1965 in Worms geboren, ist Regisseur und Komponist.

Schimanski studierte Philosophie, Musikwissenschaft und Publizistik an der Universität Mainz. In Heidelberg absolvierte er eine Ausbildung als Tonstudio-Techniker und nahm Kompositionsunterricht. Als Musiker brachte Schimanski mehrere CDs heraus.

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Patrick Schimanski:

Jeff Koons am Theaterlabor Bremen (6/2008)

Germania Tod in Berlin am Theaterlabor Bremen (6/2009)

Mütter am Theaterlabor Bremen (8/2010)

Gedächtnisambulanz am Theater Bielefeld (6/2011)

Eine Nacht im schwedischen Sommer am Theaterlabor Bremen (7/2011)

Faust am Stadttheater Bremerhaven (nur Bühnenmusik)  (11/2011)

Wir spielen, bis der Scheiß aufhört! am Theaterlabor Bremen (8/2012).

Link:

www.patrick-schimanski.de

Schimmelpfennig, Roland

Roland Schimmelpfennig, 1967 in Göttingen geboren, ist Dramatiker und Regisseur.

Bevor er 1990 an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule sein Regiestudium aufnahm, arbeitete Schimmelpfennig als Journalist in Istanbul. Er gehörte zunächst der künstlerischen Leitung der Münchner Kammerspiele an und wechselte dann in der Spielzeit 1999/2000 als Dramaturg und Autor an die frisch von Thomas Ostermeier übernommene Berliner Schaubühne.

Schimmelpfennig ist einer der meistgespielten deutschen Dramatiker, seine Stücke werden in etwa 40 Ländern aufgeführt. Einen kongenialen Regisseur fanden Schimmelpfennigs Stücke stets in dem 2009 verstorbenen Jürgen Gosch, bei dessen Begräbnis er die Trauerrede hielt. Schimmelpfennig ist mit der Dramatikerin Justine del Corte verheiratet.

2009 erhielt er den Stückpreis des österreichischen Theaterpreises Nestroy für Besuch bei dem Vater,  2010 für sein dramatisches Gesamtwerk den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis . Schimmelpfennigs Stück "Hier und Jetzt" wurde, in der Inszenierung von Gosch, sowohl zum Theatertreffen 2009 als auch zu den Mülheimer Theatertagen 2009 eingeladen. Genauso erging es seinem bereits mehrfach nachgespielten Stück "Der goldene Drache", das er selbst am Wiener Burgtheater herausbrachte, und das ebenfalls beim Theatertreffen 2010 und bei den Mülheimer Theatertagen gastierte, wo es außerdem mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet wurde. Die Laudatio auf den erstmaligen Mülheimer Preisträger hielt Ulrich Hub. 2013 trat er die 2. Saarbrückener Poetik-Dozentur für Dramatik an, seine Lektionen wurden in dem Buch "Ja und Nein. Vorlesungen über Dramatik. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik" veröffentlicht.

Nachtkritiken zu Arbeiten von Roland Schimmelpfennig:

Das Reich der Tiere am Deutschen Theater Berlin (9/2007, Autor)

Die Ratte am Zürcher Schauspielhaus (1/2008, Regisseur)

Calypso am Hamburger Schauspielhaus (2/2008, Autor)

Hier und Jetzt im Schauspielhaus Zürich (4/2008, Autor. Dieses Stück wurde 2009 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. Mehr im Schimmelpfennig-Dossier auf nachtkritik-stuecke09, wo es auch einen Ruhrpod zu "Hier und Jetzt" gibt)

Idomeneus am Münchner Cuvilliés-Theater (6/2008, Autor)

Idomeneus am Deutschen Theater Berlin (4/2009, Autor)

Die Bakchen bei den Salzburger Festspielen (7/2009, Übersetzer des Euripides-Textes, szenische Lesung der unvollendeten Inszenierung von Jürgen Gosch)

Der goldene Drache im Burgtheater Wien (9/2009, Autor und Regisseur. Mehr dazu auch im Dossier zum Siegerstück der Mülheimer Theatertage 2010 auf nachtkritik-stuecke2010.de)

Der goldene Drache am Stadttheater Bern (11/2009, Autor)

Das weiße Album am Schauspiel Frankfurt (2/2010, Übersetzer der Beatles-Texte)

Der elfte Gesang am Schauspielhaus Bochum (2/2010, Autor, im Rahmen des Uraufführungsmarathon "Odyssee Europa").

Der goldene Drache am Staatstheater Kassel (6/2010, Autor)

Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes am Deutschen Theater Berlin (11/2010, Autor)

Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes am Thalia Theater Hamburg (11/2010, Autor)

Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes am Akademietheater Wien (12/2010, Autor und Regisseur)

Der goldene Drache am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (02/2011)

Wenn, dann: Was wir tun, wie und warum am Schauspiel Frankfurt (4/2011)

Die vier Himmelsrichtungen (UA) bei den Salzburger Festspielen (7/2011, Autor und Regisseur)

Das fliegende Kind (UA) am Wiener Burgtheater (2/2012, Autor und Regisseur)

Der Komet (UA) am Wiener Akademietheater (9/2012, Regisseur und Bühnenbild)

Auf der Greifswalder Straße am Theaterlabor Bremen (8/2013, Autor)

SPAM am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (5/2014, Autor und Regisseur)

Das schwarze Wasser am Nationaltheater Mannheim (1/2015, Autor)

Das Reich der Tiere am Wiener Burgtheater (2/2015)

Wintersonnenwende am Deutschen Theater Berlin (10/2015)

An und Aus am Nationaltheater Mannheim (1/2016)

Das große Feuer am Nationaltheater Mannheim (1/2017)


weitere nachtkritik-Texte zu Roland Schimmelpfennig

Buchrezension: Ja und Nein – Roland Schimmelpfennigs Vorlesungen über Dramatik (9/2014)