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Mit Pontos Segen

14. April 2016. Die Jürgen Ponto-Stiftung meldet ihren ersten Preisträger des "Ponto Performance Preises": Die Gruppe FUX erhält den mit 25.000 Euro dotierten Preis für ihre "konsistente ästhetische Praxis entwickelt, die sich als ebenso lustvolle, wie raffinierte Strategie der freundlichen Übernahme beschreiben lässt."

"Sei es die performative Auseinandersetzung mit dem piefig-deutschen Kabarett- und Kleinkunsttheater in 'Die kleine Freiheit', die dekonstruktive Untersuchung von Oper und Musiktheater in 'Opa übt' oder die Transformation von Samuel Becketts 90-Sekünder ÄAtem' in das abendfüllende Bühnenwerk 'Langer Atem'. [...] FUX bedienen sich am reichhaltigen Repertoire theatraler Darstellungsweisen und eignen es sich auf bewusste, offensiv dilettantische Weise an", schreibt die Jury des Preises in ihrer heute veröffentlichten Erklärung. Der Jury gehören an: Martina Grohmann, Intendantin des Theater RAMPE Stuttgart, Prof. Hans-Ulrich Becker von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Matthias Pees und Marcus Droß vom Künstlerhaus Mousonturm (mit einer gemeinsamen Stimme), Peter Michalzik, Autor und Theaterkritiker, Dr. Philipp Schulte von der Hessischen Theaterakademie und Ralf Suermann, Vorstand der Jürgen Ponto-Stiftung.

Die Gruppe FUX entstand 2011 an der Universität Gießen, wo die drei Gründer Stephan Dorn, Falk Rößler und Nele Stuhler Angewandte Theaterwissenschaften studierten. In der Selbstbeschreibung auf ihrer Website beschreibt die Gruppe ihre Arbeit als Suche "nach neuen theatralen Formen", für die sie bereits bestehende Bühnenformate nutzt, "um sie durch den eigenen Filter zu schicken und zu etwas Eigenem umzuwenden."

Die Jürgen Ponto-Stiftung wurde 1977 kurz nach der Ermordung des Bankmanagers durch Mitglieder der RAF gemeinsam von seiner Witwe Ignes Ponto und der Dresdner Bank gegründet, um junge Künstler zu fördern.

(Jürgen Ponto-Stiftung/ sae)