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Umgewidmet

27. März 2020. Auf die bundesweiten Ausfälle von Premieren, Aufführungen und Proben und damit den Arbeitsmöglichkeiten von Theaterkünstler*innen reagiert der Fonds Darstellende Künste mit einer Anpassung seiner Förderung. Im Programm #takecare können zuvor bereits geförderte Künstler*Innen Anträge auf eine einmalige Förderung künstlerischer Vorhaben stellen. Das gab der Fonds Darstellende Künste heute in einer Pressemitteilung bekannt.

Teilweise ausgeglichen werden sollen durch das Programm #takecare die Corona-bedingten Einnahmeausfälle für frei produzierende Künstler*innen. Zu diesem Zweck hat der Fonds Darstellende Künste kurzfristig seine Initialförderung umgewidmet.

Gefördert werden im nun ausgeschriebenen Programm #takecare künstlerische Ideen, insbesondere Recherchen, aber auch Tätigkeiten, die auf die Stabilisierung der künstlerischen Aktivitäten ausgerichtet sind, etwa die nachbereitende Archivierung, die Neuausrichtung verschobener Vorhaben oder vorbereitende Gastspielakquise. Im Sinne der Eindämmungsmaßnahmen der Covid-19-Pandemie dürfe es sich dabei nicht um öffentliche Produktions-, Proben- oder Gastspieltätigkeiten handeln und jegliche Kommunikation müsse unter den Bedingungen der "physical distance", also v.a. digital, erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung.

Anträge stellen können Künstler*innen, die in den letzten zehn Jahren im Fonds Darstellende Künste gefördert wurden, in einem Umfang von je bis zu 5.000 Euro. Insgesamt stellt der Fonds für das Programm 250.000 Euro zur Verfügung. Verbunden damit ist ein Plädoyer an den Bund bzw. die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, die Zuwendung an den Fonds zu erhöhen, um die Förderung auch für bislang nicht durch den Fonds Darstellende Künste geförderte Künstler*innen der Darstellenden Künste zu ermöglichen.

(Fonds Darstellende Künste / eph)