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Noch länger geschlossen

Update 5. Januar 2020: Laut mehrerer Medienberichte haben sich Bund und Länder in Deutschland in ihrer heutigen Videokonferenz auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 31. Januar verständigt. Das meldet unter anderem Der Spiegel. Somit bleiben auch die Theater weiterhin geschlossen. In Landkreisen mit einer Inzidenz ab 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner*innen soll zudem der Bewegungsradius auf maximal 15 Kilometer um den eigenen Wohnort beschränkt werden. Ursprünglich hätte der Lockdown am 10. Januar enden sollen. Eine Verlängerung war jedoch vielfach bereits erwartet worden. 

 

Ältere Updates zum Lockdown und den Theaterschließungen

26. November bis 2. Dezember 2020. Die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe haben nach Angaben der Süddeutschen Zeitung angekündigt, den staatlich bis 20. Dezember dieses Jahres angeordneten Lockdown für Kulturbetriebe eigenständig zu verlängern. Sie würden "frühestens Anfang Februar 2021 wieder in ihr reguläres Programm" einsteigen, heißt es in der Meldung. Als Grund wird die längerfristige Planungssicherheit geltend gemacht.

Das Theater Heidelberg und das Theater Ulm, ebenfalls in Baden-Württemberg, teilen per Presseaussendung mit, dass sich die Kommunal- und Privattheater in Baden-Württemberg  in einer gemeinsamen Beratung darauf geeinigt hätten, den Spielbetrieb  bis einschließlich 14. Januar 2021 ruhen zu lassen.

Das ebenfalls in Baden-Württemberg ansässige Nationaltheater Mannheim stellt den Spielbetrieb vorerst nur bis zum 1. Januar 2021 ein. Der Lockdown als Schutzmaßnahme in der zweiten Welle der Corona-Pandemie ist in Deutschland landesweit seit Anfang November 2020 in Kraft.

Derweil setzt das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau seinen Spielbetrieb bis zum 28. Februar 2021 aus. Das beschlossen die Gesellschafter angesichts der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis Görlitz und im Freistaat Sachsen. Für den größten Teil der Mitarbeiter des Theaters werde nun erneut die Kurzarbeit eingeführt, teilte das Theater am 26. November 2020 mit. Damit könne die wirtschaftliche Stabilität des Theaters gesichert werden. Einen wichtigen Beitrag dazu hätten schon im Sommer viele Besucher*innen geleistet, die dem Theater 50.000 Euro in Form von bezahlten Eintrittskarten für ausgefallene Vorstellungen gespendet hatten.

Bis mindestens Ende des Jahres pausieren wird auch das Berliner Ensemble. Dort hofft man auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs Ende Januar, für die sich der Kultursenator Klaus Lederer einsetzen will. Weiterlaufen werde wie geplant der Probenbetrieb, so das Berliner Ensemble. In einer Videobotschaft sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer, er gehe davon aus, dass vor Mitte Januar sicher keine Kulturveranstaltung stattfinden würden.

Update 30. November 2020. Seinen Spielbetrieb bis Ende Januar 2021 aussetzen wird das ETA Hoffmann Theater in Bamberg. Das gab das Theater am 30. November bekannt. Die derzeitige Anordnung der bayerischen Staatsregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sehe zwar eine Schließung vorläufig bis zum 20. Dezember 2020 vor. Alle Anzeichen deuteten jedoch darauf hin, dass die Maßnahmen bis in den Januar hinein verlängert würden. Es mache daher keinen Sinn, alle paar Wochen einen neuen Spielplan aufzusetzen und so das Publikum sowie die Mitarbeiter im Ungewissen lassen zu müssen, begründete Intendantin Sibylle Broll-Pape die Entscheidung.

Nach Beratungen mit ihren jeweiligen Trägern sagen auch die schleswig-holsteinischen Theater – Theater Kiel, Theater Lübeck und das Schleswig-Holsteinische Landestheater – ihren regulären Vorstellungsbetrieb bis einschließlich 31. Januar 2021 ab. Für die drei Theater versandte das Schleswig-Holsteinisches Landestheater in Rendsburg am 30. November eine Pressemitteilung.

Update 1. Dezember 2020. Das Konzert Theater Bern sagt den regulären Spielbetrieb bis 14.2.2021 ab, spielt aber mit einem alternativen Programm weiter, teilt das Haus in einer Pressemeldung mit. Das vom Kanton ausgesprochene Veranstaltungsverbot gilt bis 14. Dezember. Das Theater hofft, danach die Türen wieder zu öffnen, auch wenn es für reduzierte Zuschauer*innen-Zahl sein sollte.

Update 2. Dezember 2020. Die Theater in Österreich bleiben bis zum 7. Januar geschlossen, das teilte die Regierung am Mittwoch in Wien mit, wie unter anderem die Welt meldet. Am nächsten Montag dürfen damit nur Schulen, der Handel sowie bestimmte Dienstleistungen wieder öffnen.

Auch in Thüringen wird es bis Ende Januar 2021 keinen Spielbetrieb der Theater und Orchester geben. Das teilte der für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten zuständige Minister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) am Dienstagabend über Twitter mit.

Die drei hessischen Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden, das Hessische Landestheater Marburg und das Stadttheater Gießen setzen ihren Spielbetrieb ebenfalls pandemiebedingt bis zum 31. Januar 2021 aus. Das meldet u.a. die Frankfurter Allgemeine Zeitung und zitiert die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne), die die Verlängerung koordinierte: "Für die Theater ist eine solche längerfristige Perspektive unabdingbar, um den künstlerischen Betrieb sinnvoll und wirtschaftlich planen zu können." Das Schultheater solle in Hessen aber schon im Januar wieder anlaufen. Der Probenbetrieb solle "im Ermessen der Intendanzen unter Einhaltung der verbindlichen Hygieneregeln" weiterlaufen. Mitte Januar werde über das weitere Vorgehen beraten.

 

(sueddeutsche.de / Der Spiegel / Theater Heidelberg / Theater Ulm/ www.g-h-t.de / Berliner Ensemble / Twitter / ETA Hoffmann Theater / Schleswig-Holsteinische Landestheater und Sinfonieorchester GmbH / chr / jnm / eph / sd / jeb)