logo_nachtkritik_klein.png
Drucken

Wagnis Wirklichkeit

3. März 2021. Das Theater imitiert die Welt außerhalb der Bühne. Insbesondere realistische Verfahren arbeiten an einer möglichst glaubwürdigen Darstellung. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass sie nur wiederholen, wie Realität für gewöhnlich präsentiert wird, und so die Sicht auf das verstellen, was sie eigentlich zur Anschauung bringen wollen. Wolfram Lotz schreibt gegen diese Verfahren an. Für ihn ist Realismus keine Form der Darstellung, sondern meint ein "unbedingtes Interesse für die Wirklichkeit". Lotz' Stücke sind Expeditionen, sind Versuche, dieser Wirklichkeit möglichst nahezukommen. Und sei es dadurch, dass klar wird, wie wenig über sie mit Sicherheit zu sagen ist.


Zur Serie Neue Dramatik in zwölf Positionen:

Die Video-Gesprächsreihe widmet sich Autor*innen, die mit prägenden Arbeiten in der Gegenwartsdramatik in Erscheinung getreten sind. Jenseits ihrer szenischen Realisierungen stehen hier die Theatertexte selbst im Fokus. Exemplarische Schreibweisen werden diskursiv vorgestellt und im literarischen Feld wie auch in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion verortet. Die Serie stellt das aktuelle Schaffen in seiner formalen wie inhaltlichen Bandbreite vor: von Ansätzen des Dokumentarischen über biografisch-realistische Dramatik bis hin zu Strategien der Aneignung von Wissens- und Populärkulturen. Jeden Monat erscheint eine neue Folge. Hier geht's zu Folge 1 mit Rebekka Kricheldorf.

Hier gibt es das Gespräch mit Wolfram Lotz als Podcast:

nachtkritik podcast · Neue Dramatik in zwölf Positionen (2): Wolfram Lotz


Eine Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus, gefördert vom Deutschen Literaturfonds.

 
15 NAC Logo SW XL negativ         LfBrecht Logo 4C vertikal transparent Web     171017 LITFONDScd logo blau