19. April 2018: Ersan Mondtag und Olga Bachs Kaspar Hauser und Söhne in Basel

Die Meinungen der Kritiken gehen stark auseinander. Wir sahen entlarvende Künstlichkeit, aber auch polternde Zaunpfahlsymbolik.

18. April 2018: Junk von Ayad Akthar am Schauspielhaus Hamburg

Von den Kolleg*innen ernten Autor Akhtar und Regisseur Jan Philipp Gloger viel Lob. Auch wir waren mehr oder weniger zufrieden.

18. April 2018: Hänsel & Gretel von Semper & Ojasoo am Hamburger Thalia Theater

Infantil bis plump finden die meisten Kritiken diese Märchen-Adaption am Thalia Theater. Auch wir waren wenig angetan.

18. April 2018: Andrea Breths Eines langen Tages Reise in die Nacht am Burgtheater

Großes Theater, ganz klar, und eindrücklich, und doch kritisieren etliche der Rezensionen auch Andrea Breths Ansatz. Wir fanden: Sie kanns einfach!

17. April 2018: A Walk on the Dark Side von Yael Ronen am Gorki Berlin

Die Kolleg*innen finden den neuen Streich von Yael Ronen unterhaltsam, aber ein wenig oberflächlich, dafür die zweite Premiere des Abends "Elizaveta Bam" des Exil-Ensembles interessant – uns taugte beides.

17. April 2018: David Bösch inszeniert Emilia Galotti in Frankfurt

In der Tendenz sind die Kolleg*innen der Inszenierung geneigt. Wir sahen das Stück feministisch quergelesen.

17. April 2018: Der alte Schinken am Schauspiel Frankfurt

Die Kolleg*innen fanden Nele Stuhlers und Jan Koslowskis Humor auf Dauer ermüdend. Wir haben uns durchaus amüsiert.

17. April 2018: Dieudonné Niangouna zeigt Phantom am Berliner Ensemble

Die Kolleginnen sind sehr enttäuscht. Wir auch.

17. April 2018: Steffi Kühnert inszeniert in Schwerin Sein oder Nichtsein

"Pointiert" beziehngsweise "fesselnd" fanden die Kollegen der Lokalzeitungen Steffi Kühnerts Inszenierung. Wir sahen die raffiniert-heitere Komödie durch Technik ausgebremst.

17. April 2018: Lilja Rupprecht inszeniert Amerika am Schauspiel Stuttgart

Gar keine guten Kritiken erhält Rupprecht von den regionalen Kolleg*innen, nur eine Zeitung springt für sie in die Bresche. Auch wir waren milder.

17. April 2018: Anna Bergmanns Wiener Madame Bovary

Dieses Flaubert-Update am Theater in der Josefstadt kommt bei den Wiener Zeitungskolleginnen mit einer Ausnahme nicht so gut an – auch wir fanden's lau.

16. April 2018: Zur schönen Aussicht von Lucia Bihler in Oldenburg

Dem Kritiker der Nordwest Zeitung gefror das Lachen angesichts der Brutal(itäts)-Groteske. Wir sahen nur puppenlustige Arrangements von Oberflächen.

16. April 2018: Polizei Graz von Pia Hierzegger und Monika Klengel

Erfrischend im Witz, ernsthaft in der Sache finden die örtlichen Medien die Inszenierung. Wir waren zurückhaltender.

15. April 2018: What if Women Ruled the World an der Volksbühne Berlin

Die letzte Premiere der Intendanz Chris Dercon, eine Arbeit der Bildenden Künstlerin Yael Bartana, fällt bei den Kolleginnen durch – bei uns auch.

14. April 2018: Jan Bosse zeigt Maß für Maß im Zürcher Schauspielhaus

Zu viel Klamauk bemängeln einige Kritiker*innen an diesem #metoo-lastigen Shakespeare-Abend. Der anderen wiederum supergut gefiel. Auch uns.

12. April 2018: Die Umschülerinnen an den Sophiensaelen Berlin

Eine Radio-Kritikerin fand den Abend "sehr sehr lustig und ungeschminkt". Auch wir hatten unseren Spaß.

12. April 2018: Jo Fabians Terra In Cognita in Cottbus

Die meisten Kolleg*innen zeigen sich beeindruckt. Wir schließen uns an.

11. April 2018: Claudia Bauers Schöpfung am Theater Dortmund

Die Kritiken würdigen sehr, wie Claudia Bauer hier eine neue Schöpfungsgeschichte zwischen Mensch, Maschine und künstlichen Intelligenzen auf die Bühne bringt. Auch wir waren angetan.

10. April 2018: Angélica Liddells ¿Qué haré yo con esta espada? beim FIND-Festival

Die Berliner Kritiken sind beeindruckt, wir waren auch sehr beeindruckt.

10. April 2018: Henriette Dushes In einem dichten Birkenwald, Nebel in Wilhelmshaven

Die lokalen Kritiken sind angetan vom Stück und der Inszenierung von Sascha Bunge. Wir loben Bunges Bildsprache.

10. April 2018: Ingo Berk mit Schatten eines Jungen von Arne Lygre in Göttingen

Die Lokalkritiker loben Lygres Text, der auch uns beeindruckt hat.

10. April 2018: Christa Wolfs Medea. Stimmen von Tilmann Köhler am DT Berlin inszeniert

Deklamationstheater sei Tilmann Köhlers Inszenierung am Deutschen Theater, kritisieren die einen und missbilligen, die anderen genießen die fast weihevolle Form. Wir blieben unbewegt.

9. April 2018: Rebekka Kricheldorfs Robert Redfords Hände selig in Nürnberg

Oberflächlich oder eindringlich? Die Lokalkritiker*innen sind sich uneins über Bettina Bruiniers Inszenierung. Wir fanden den Abend hochunterhaltsam.

5. April 2018: Johanna Wehners Melancholia am Schauspielhaus Bochum

Wehners Inszenierung von Melancholia nach dem Film von Lars von Trier kommt bei den Kritikern weiter gut an, heute folgt noch eine angetane Kritik. Bei uns auch.

4. April 2018: Thorleifur Örn Arnarssons Edda in Hannover

Begeistert waren schon die Lokalzeitungskritiker, sind nun auch die Kollegen überregionaler Blätter – auch uns faszinierte die üppige Sagen-Nacherzählung.

4. April 2018: Katie Mitchell inszeniert in Hamburg Schlafende Männer

Die Geister der Kolleg*innen scheiden sich auf interessante Weise am Schluss dieser Martin-Crimp-Uraufführung am Schauspielhaus – an der wir im Endeffekt abrutschten.

3. April 2018: Sebastian Hartmann mit Erniedrigte und Beleidigte in Dresden

Die Kritiker*innen zeigen sich schwer beeindruckt von diesem Abend frei nach Dostojewski. Wir sahen gar ein Gesamtkunstwerk.

3. April 2018: Philipp Preuss mit Gespenster ... nach Ibsen in Leipzig

Ein erster Kritiker fand die Inszenierung "beklemmend und gruselig", ein weiterer ist ebenfalls fasziniert. Für uns blieb der Abend Behauptung.

31. März 2018: Dancer in the Dark am Hamburger Thalia

Ein Teil des Abends spielt in kompletter Dunkelheit. Nicht alle Kritiker*innen lassen sich von diesem Konzept Bastian Krafts überzeugen, einig sind sie sich aber über den Star des Abends. Wir stören uns an rührseligem Hyperrealismus.

31. März 2018: Das grosse Herz des Wolodja Friedmann in Zürich

Sonja Streifinger bringt Gerhard Meisters Dramatisierung des nun veröffentlichten Exil-Romans von Lotte Schwarz am Schauspielhaus zur Uraufführung. Eine erste Kritik bemängelt eine schwache Regie. Wir freuen uns über die Entdeckung des Stoffs.

29. März 2018: Salome von Einar Schleef in Konstanz

Die Lokalkritiker*innen loben Vera Nemirovas Inszenierung. Wir sahen "ein sinnliches Theater der Grausamkeiten".

28. März 2018: Herbert Fritschs Null an der Schaubühne Berlin

Alle lieben Herbert Fritschs neuen Abend Null an der Berliner Schaubühne, einige Kritiker machen zwar auch Abstriche, aber loben insgesamt. Wie auch wir.

27. März 2018: Therese Willstedts Woyzeck am Schauspiel Köln

"Gespenstischer Totentanz" oder "Pflichtübung"? Die Print-Kritiker sind sich uneins. Wir entdeckten sezierenden Tiefblick.

26. März 2018: Hans Falladas Jeder stirbt für sich allein in Bonn

Ein erster Kritiker findet, Sandra Strunz' Inszenierung könnte kürzer und konzentrierter sein. Wir sahen kurze, schlaglichtartige Szenen und überzeichnete Typen.

26. März 2018: Enis Macis Mitwisser am Schauspielhaus Wien uraufgeführt

Die Wiener Kritiker fandens sehenswert bis langweilig. Wir finden, dass man als Regisseur eines solchen rhizom-artig wuchernden Texts, wie Maci ihn hier vorlegt, nur verlieren kann.

26. März 2018: Sebastian Baumgartens Caligula in Düsseldorf

"Groß gedacht und groß angelegt" finden die Kritiker Sebastian Baumgartens Caligula, wenn nicht etwas zu groß. Wie auch wir.

Diese und ältere Kritikenrundschauen finden Sie immer auch angehängt an die jeweilige Nachtkritik.