kolumne
Georg Kasch
31. August 2021
Machen Hammelkeulen schwul?
Als bestes Argument gegen den Einwand, queeres Leben sei "gegen die Natur" zeigt sich immer wieder: In der Natur ist so ziemlich alles möglich. Sogar wenig lammfromme Identitätssuche. Von Leni, dem selbstbestimmten Schaf, erzählt Georg Kasch in einer neuen Ausgabe seiner Kolumne.
die nachtkritik
"Oedipus" © Arno DeclairBerlin, 29. August 2021
Ich, Anthropos Tyrann
Am schmerzlichsten sind jene Qualen, die man frei sich selbst erschuf, heißt es im Oedipus des Sophokles. Ulrich Rasche hat die Tragödie des exemplarischen Individuums am Deutschen Theater Berlin nach seiner Art rhythmisiert – mit einer kalten Leuchtstoff-Sonne am Himmelszelt. Elena Philipp berichtet von der Premiere.
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presseschau

31. August 2021
"Das Ding ist durch"
Streit an der Dortmunder Freie-Szene-Institution Fletch Bizzel: dem neuen Leitungs-Duo wurde nach wenigen Monaten gekündigt. Der Vermieter soll ihr künstlerisches Programm nicht goutiert haben. Die Kündigung wurde für rechtsunwirksam erklärt, die lokalen Medien kommentieren. Hier die Zusammenfassung.
interview
Emel Aydoğdu + Selen Kara
© Denis Walter + Hakki Topcu26. August 2021
Noch kein Normalzustand
Was am Wohnungsmarkt die Frage nach dem deutschen Pass, das ist am Theater die Aussage: "Schiller mögen allein reicht nicht". Wer mitspielen will und "anders" aussieht, muss Zugehörigkeit beweisen. Damit haben die Regisseurinnen Emel Aydoğdu und Selen Kara zahllose Erfahrungen gemacht. Max Florian Kühlem hat sie getroffen.
theaterbrief aus iran
"Yamaha" in der Regie von Kahbod Taraj: live aufgeführt im Februar 2021 © Reza Javidi27. August 2021
Gehemmt und doch inspiriert
Das iranische Theater litt bereits vor Covid-19 unter massiven Einschränkungen. Während der Pandemie setzte sich der Überlebenskampf verschärft fort - und die Suche nach neuen Möglichkeiten. So sind auch im Iran etliche digitale Theaterarbeiten entstanden, berichtet die Wissenschaftlerin, Schauspielerin, Regisseurin und Dramaturgin Narges Hashempour. (Klick here for the English version of this article.)
zürcher theater spektakel
Dorothée Munyanezas "Mailles"
© Christian Altorfer 23. August 2021
Ein Land ohne Großmütter
Trotz Corona präsentiert das Zürcher Theater Spektakel ein internationales Line-up. Arbeiten von Mapa Teatro, Dorothée Munyaneza und Tania El Khoury erzählen vom Schmerz in einem kolonialen System, vom Verstummen und Aufbegehren der Frauen und von einer Stadt in Trümmern. Valeria Heintges berichtet.
afghanistan
Zeichnung des Ende Juli von den Taliban ermordeten Comedians Nazar Mohammad Khasha © Farand Safi23. August 2021
Unvorstellbare Gefahr
Mit der Übernahme der Macht durch die Taliban sind Kunst und Kultur gefährdet, ihre Ausübung lebensgefährlich geworden. Ein afghanischer Theatermacher, der nach einem Bombenanschlag auf eine Theateraufführung vor ein paar Jahren nach Deutschland kam, hat mit Esther Slevogt über die aktuelle Situation gesprochen. Um seine Familie in Afghanistan nicht zu gefährden, möchte er anonym bleiben.
buchkritik
Wie Penélope Cruz
Lanzarote – nicht als kanarisches Urlaubsparadies, sondern als Ort einer Spurensuche, die in die Abgründe des deutsch-spanischen Faschismus führt. So erscheint die Insel in Moritz Rinkes neuestem Roman Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García. Cornelia Fiedler hat ihn gelesen.
kulturjournalismus heute
Luna Ali + Petra Kohse
© Paul Lovis Wagner + Antonia Aurin18. August 2021
Wir müssen reden!
Schrumpfende Printpräsenz, wachsender Druck der Plattformökonomie online. Quo vadis Kulturjournalismus? Auf dem Symposium Die Zukunft des Kulturjournalismus im Dialog mit der Freien Szene in Berlin gab's eine Standortbestimmung. Wir veröffentlichen Positionen der Dramatikerin Luna Ali und der Journalistin Petra Kohse.
der newsletter
Der Newsletter von nachtkritik.de: Innerhalb einer Kaffeepause alles Wichtige intus.
19. August 2021
Erst kommt das Fressen, und dann...
Donnerstag ist Newslettertag. Heute findet Christian Rakow angesichts der weltpolitischen Lage klare Worte – mit folgenden Themen: Krise der westlichen Moral +++ Kohle statt Klima +++ falsche und richtige Kontinuitäten +++ Kulturjournalismus in der Krise. Hier gibt's den Newsletter in der Webversion. Und hier können Sie den nachtkritik-Newsletter abonnieren.
der theaterpodcast
Die Dortmunder Produktion "2170" © Birgit Hupfeld12. August 2021
Alleskönner:innen
Dramaturg:innen lesen Stücke, setzen Themen, begleiten Proben, moderieren Publikumsgespräche. Waren sie früher die Anwält:innen der Literatur, sind sie heute vor allem Manager:innen einer Produktion. Im Theaterpodcast #38 sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp mit Remsi Al Khalisi, Hannah Saar und Hermann Beil über ein Berufsbild im Wandel.
neue dramatik
5. August 2021
Felicia Zeller: Die Poesie der Aktenstapel
In Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus veranstaltet nachtkritik.de in diesem Jahr die Gesprächsreihe Neue Dramatik in zwölf Positionen. Das Format widmet sich Autor*innen, die mit prägenden Arbeiten in der Gegenwartsdramatik in Erscheinung getreten sind. In der siebten Folge ist Felicia Zeller zu Gast. Im Gespräch mit Christian Rakow geht es unter anderem um ihre Stücke "Kaspar Häuser Meer", "X-Freunde" und "Der Fiskus" sowie ihre Tätigkeit im 2020 gegründeten Verband der Theaterautor*innen. Weitere Informationen zu dieser Folge und zur ganzen Reihe finden Sie hier.
interview
Barbara Frey © Daniel SadrowskiBochum, 3. August 2021
"Wo die Angst ist,
da geht's lang!"
Am 14. August wird die Ruhrtriennale eröffnet. Neue Leiterin ist Barbara Frey. Die frühere Zürcher Intendantin übernimmt als erste Regie führende Frau diesen Posten. Im Interview mit Andreas Wilink spricht sie über Edgar Allan Poe, Industriekultur, Frauen + Tod. Und darüber, was passiert, wenn Männer sich gegenseitig den Rücken einseifen.
dossier netztheater
Festivaldokumentation
In der Pandemie ging das Theater ins Netz – und zwar mit zunehmender Experimentierlust + Expertise. Eine Bestandsaufnahme haben wir mit dem Netztheater-Festival Zoom In im April unternommen, Gastspiele + Artist Talks, Panels + Workshops organisiert. Nun wurde die Dokumentation des Festivals Gundlage dieses Netztheater-Dossiers.
digitales festival
The Sun Sets Eight Times a Day © ScreenshotOnline, 27. Juli 2021
Gärten der Welt
Das Berliner Theater Aufbau Kreuzberg und suite42 präsentieren das digitale Festival The Sun Sets Eight Times A Day. Künstler:innen aus acht Ländern auf drei Kontinenten treten miteinander in einen kreativen Austausch und erproben eine globale Kunst der Zukunft. Sophie Diesselhorst berichtet.
buchkritik
Im Maschinenraum der Gegenwart
Als Dramatiker wurde er bekannt, 2017 gewann der österreichische Autor Ferdinand Schmalz den Ingeborg-Bachmann-Preis mit einem Kapitel aus seinem Debüt-Roman Mein Lieblingstier heißt Winter, der nun fertig und erschienen ist. Einen sprachkunstvollen Doch-Nicht-Krimi las Michael Wolf.
buchkritik
© Vegard Vinge / Alexander Verlag Berlin
21. Juli 2021
Kohärenz ist Lüge
Carl Hegemann ist das Paradebeispiel des Dramaturgen, der wie ein Free-Jazzer locker Motive aufnimmt, umspielt, improvisiert und ins Philosophische entrückt. Von dieser fulminanten Fähigkeit des langjährigen Chefdramaturgen und Vordenkers der Castorf-Volksbühne legt nun ein dickes Buch mit Texten aus den letzten 20 Jahren Zeugnis ab: Dramaturgie des Daseins. Everyday live. Vegard Vinge hat es illustriert, Christian Rakow hat es gelesen.
nachtkritik-app
Live und in Farbe!
Was für Highlights gibt es in diesem fetten Theatersommer? Wo ist spannendes Netztheater zu sehen? Wenn Sie keine Nachricht aus dem Theatersektor, keine Kritik verpassen wollen: Nutzen Sie die nachtkritik-App mit Push-Funktion. Dann erhalten Sie alle wichtigen Kritiken und Theaternews direkt aus der Redaktion auf Ihr Smartphone. Zum Download.
klima
Der Weltklimastreik in Berlin © Luisa Neubauer / Twitter19. Juli 2021
Es muss sich JETZT etwas tun!
Die Folgen den Klimawandels sind verheerend. Seit der Konferenz Klima trifft Theater 2019 begleitet nachtkritik.de das Thema intensiv. Aus aktuellem Anlass verweisen wir noch einmal auf die Videoreihe EcosaloonTV. Hier thematisieren Lynn Takeo Musiol und Christian Tschirner gemeinsam mit dem Regisseur Yannik Böhmer und Expert*innen aus Wirtschaft, Städteplanung und Darstellender Kunst dringliche Klima- und Zukunftsfragen.
operndorf afrika
Schlingensiefs Operndorf im Film
Bild: Robert Kummer | Screenshot3. Juni 2021
Open Door
Kurz vor seinem Tod 2010 gründete der Aktionskünstler Christoph Schlingensief das Operndorf Afrika in Burkina Faso. Als Ort für Kunst, Schule und soziales Miteinander. Mit eigener Krankenstation. Aus den Entwürfen wurde Arbeitswirklichkeit. – Ein Gespräch mit dem Kurator Akinbode Akinbiyi, Residenz-Künstler*innen und Geschäftsführerin Aino Laberenz.
theater und macht
Büro von Iris Laufenberg im Schauspielhaus Graz © Lex Karelly22. Mai 2021
8 Fragen an 10 Intendant*innen
Wie hältst du's mit der Macht? Das ist im Strudel der aktuelle Leitungsdebatten wohl die Gretchen-Frage. Zehn Intendant*innen haben fürs Buch "Theater und Macht" auf je acht Fragen zu ihren Theaterleitungsstrategien geantwortet – hier sind die Fragebögen mit Antworten aus Deutschland/Österreich/Schweiz.
















