Maske

von Teresa Präauer

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30. Juni 2015. Wer hat eigentlich den Namen des beliebten sozialen Netzwerks einmal mit "Fratzenbuch" übersetzt? Es wird wohl jemand gewesen sein, der es kennt und nutzt – und der oder die gleichzeitig dabei etwas von dem Grausen empfindet, das einen mitunter kalt erwischen kann beim Durchscrollen. Oder ist es ein wohlig-warmes Grausen? Nein, uns hier graust vor nichts, denn wer die Kunst liebt, der macht nicht Halt vor den Abgründen der Menschen. Im Gegenteil: mit Freude, Humor und Forschungsgeist widmet er oder sie sich dem Studium ihrer Erscheinungsformen. Wollte man die Kulturgeschichte der Masken fortschreiben bis in die Gegenwart, müsste man die Smartphone-Fotografie doch mitbedenken und sehen, dass die Gattung ihr prächtigstes Album geschaffen hat.