"Mutter Courage und ihre Kinder" vom Staatsschauspiel Dresden

30. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Am 30. Mai 2020 zeigen wir ab 18 Uhr Bertolt Brechts Antikriegsstück "Mutter Courage und ihre Kinder" in der Regie von Armin Petras mit Ursula Werner in der Titelrolle. Die Premiere der Produktion am Staatsschauspiel Dresden war am 27. September 2019.

"Die Hamletmaschine" vom Thalia Theater Hamburg

31. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Vom 31. Mai 2020 ab 18 Uhr bis zum 2. Juni 2020 zeigen wir Heiner Müllers "Hamletmaschine" in der Regie von Robert Wilson aus dem Jahr 1986. Am 31. Mai gibt es dazu ab 20 Uhr einen Live-Chat mit dem Host Christian Rakow.

 

 

Für alle, die die legendäre Inszenierung gemeinsam schauen oder auch fachsimpeln mögen, wird der nachtkritik-Livechat eingerichtet. Das Chat-Fenster öffnet am 31. Mai um 19.30 Uhr fürs Warm-up. Um 20 Uhr zählt Nachtkritik-Redakteur Christian Rakow als Host des Abends einen Countdown an, sodass alle gemeinsam das Video starten. Im Chat dabei sein wird Janine Ludwig, Vorstandsvorsitzende der Internationalen Heiner Müller Gesellschaft.

 

Über Robert Wilsons Inszenierung von "Die Hamletmaschine" heißt es auf der Webseite des Thalia Theaters Hamburg:

"Hamletmaschine, geschrieben nach der Übersetzung von Shakespeares 'Hamlet' für ein Theater in Berlin/DDR, kann gelesen werden als Pamphlet gegen die mörderische Illusion, dass man in unserer Welt unschuldig bleiben kann." – Heiner Müller

Shakespeares "Hamlet" war Grundlage für Heiner Müllers 1977 in der damaligen DDR verfassten "Hamletmaschine". Material, in das er eingriff, das er veränderte und um grundsätzliche Fragen erweiterte. Fragen nach dem Sinn einer zum Scheitern verurteilten oder bereits gescheiterten Revolution, die Frage nach der Rolle des Intellektuellen im Sozialismus. Müllers Text kommentiert und collagiert ohne klare Rollenzuweisung, ist eine Rebellion gegen tradierte Rezeption. Heiner Müllers intensive Beschäftigung mit Shakespeares Texten hatte mit ihrem reichen Fundus an Utopie zu tun, "dass sie nicht mehr geschrieben werden können oder noch nicht wieder, mit der Gefährdung bzw. mit dem Schwund an Utopie".

Zweimal hat Robert Wilson 1986 Heiner Müllers "Hamletmaschine" auf die Bühne gebracht, beide Male mit Schauspielstudentinnen und -studenten. Im Juni [1986] hatte seine Inszenierung mit Undergraduate Studentinnen und Studenten der New York City University Premiere, im Herbst erarbeitete Wilson in seiner ersten Arbeit am Thalia Theater die Inszenierung mit Schauspielstudentinnen und Studenten der Hamburger Hochschule für Musik und Theater und Ensemblemitgliedern des Thalia Theater im TiK, Thalia in der Kunsthalle, der damaligen zweiten Spielstätte am Glockengießerwall. Annette Paulmann, eine der Studentinnen, die Wilson für seine Produktion ausgesucht hatte, wurde daraufhin von Jürgen Flimm direkt von der Schauspielschule weg ins Thalia Ensemble engagiert.

 

Die Hamletmaschine
von Heiner Müller
Regie und Bühne: Robert Wilson, Licht: Jennifer Tipton / Robert Wilson, Musik: Jerry Leiber / Mike Stoller, Dramaturgie: Wolfgang Wiens
Mit: Lena Stolze, Kerstin Haberkamp, Kristin Derfler, Karen Friesicke, Katja Junge, Annette Paulmann, Bernhard Bettermann, Robert Düssler, Marcus Bluhm, Ulrich Hub, Jörg Benthien, Gökhan Bolcan, Heidi Ecks, Ulrich Bähnk, Frank Seelke
Premiere: 4. Oktober 1986

www.thalia-theater.de

 

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"Pünktchen trifft Anton" am Grips Theater

1. Juni 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen: Vom 1. Juni 10 Uhr bis 2. Juni 10 Uhr zeigen wir "Pünktchen trifft Anton" von Volker Ludwig nach Erich Kästner, die Uraufführung in der Regie von Frank Panhans fand im November 2011 am Berliner Grips Theaeter statt. Empfohlen für Menschen ab 11 Jahren.

"Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" vom Jungen Schauspiel Düsseldorf

31. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Am 31. Mai 2020 zeigen wir ab 10 Uhr "Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" nach Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker, in einer Online-Inszenierung des Jungen Schauspiels Düsseldorf – für alle ab 6 Jahren.

"Bookpink" am Schauspielhaus Graz

29. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen: Vom 29. Mai 18 Uhr bis 30. Mai 18 Uhr zeigen wir "Bookpink" von Caren Jeß, die Uraufführung in der Regie von Anja Michaela Wohlfahrt war am 29. November 2019 am Schauspielhaus Graz (hier die Nachtkritik). Die Inszenierung war zu den Mülheimer Theatertagen 2020 eingeladen, Caren Jeß gewann vorher für ihr Stück bereits 2018 den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik und stellte es 2019 beim Heidelberger Stückemarkt vor.

"Between Worlds / Global Tales of Outsourcing Dementia Care" von Costa Compagnie

29. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan von Inszenierungen zusammen. Bis heute 18 Uhr läuft bei uns die Recherchetheater-Arbeit "Between Worlds / Global Tales of Outsourcing Dementia Care", eine Kooperation der Costa Compagnie mit der University of British Columbia, Vancouver (CAN) und der Newcastle University (UK). Premiere war am 7. November 2019 im Ballhaus Ost Berlin.

"Hamlet" von Boris Nikitin

27. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen, Livestreams und Filmen zusammen. Noch bis morgen 18 Uhr zeigen wir die Solo-Performance "Hamlet" von Boris Nikitin, eine Reflexion über Identität, Krankheit und Wirklichkeit nach Motiven der Shakespeare-Tragödie. Die Uraufführung dieser freien Produktion fand am 24. September 2016 an der Kaserne Basel statt. "Hamlet" wurde zum Impulse Theater Festival der Freien Szene 2017 eingeladen.

"Wir sind noch einmal davongekommen" von der Theaterakademie August Everding

24. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan von Inszenierungen zusammen. Am 24. Mai 2020 ab 19:30 Uhr läuft bei uns im Live-Stream Wir sind noch einmal davongekommen nach Thornton Wilder – in einer Inszenierung von Marcel Kohler, Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Ursprünglich sollte der Abend die Abschlussinszenierung eines Schauspieljahrgangs bilden, nun spielen sie isoliert voneinander in ihren Wohnungen. Um 19:25 Uhr startet der Abend mit einer kurzen Stückeinführung.

"Ramadram" von new media socialism und Migrantpolitan

23. Mai 2020. Weil die Theater nicht mehr spielen können, stellt nachtkritik.de einen digitalen Spielplan aus Mitschnitten von Inszenierungen zusammen. Am 23. Mai 2020 zeigen wir ab 18 Uhr alle Folgen der Webserie Ramadram, die als "multilinguale diasporische Soap-Opera" von new media socialism und Migrantpolitan seit dem 27. April für Kampnagel in Hamburg produziert wurde. Ab 22 Uhr steht dann – pünktlich zum Zuckerfest! – auch die finale Folge in der Playlist bereit.