Regionaler Zuschnitt vs. nationaler Anspruch?

17. Juni 2011. Thüringens Kulturminister Christoph Matschie (SPD) will bei der finanziellen Förderung von Theatern im Land künftig stärker zwischen Häusern mit nationaler und regionaler Bedeutung unterscheiden, das schreibt der MDR auf seiner Internetseite.

Allerdings vermisst der MDR Informationen, inwieweit sich diese Unterscheidung auf die finanziellen Beiträge des Landes zu den Etats der Häuser auswirken wird, "ob also beispielsweise Häuser mit nationaler Ausstrahlung auch proportional mehr Geld erhalten sollen als kleinere Theater." Die derzeit geltende Fördervereinbarung des Landes mit den Trägern von Theatern und Orchestern laufe Ende 2012 aus.

Durch die geplante zweigleisige Förderlinie, so der MDR, könne jedoch verhindert werden, dass größere Häuser gegen kleinere ausgespielt werden. Thüringen habe eine sehr spezielle und viefältige Kulturlandschaft, deren hohe Attraktivität und Leistungsfähigkeit erhalten bleiben müsse. Dazu sollten als Träger regional bedeutsamer Theater auch die Kommunen ihren Beitrag leisten.

(sle)

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#1 Thüringer Theaterförderung: ein WachstumskalkülPeter Albert 2011-06-18 01:04
Da die Basis gestärkt werden muss, wird sicher die regionale Kultur höhere Beiträge erhalten. Danach wirkt eh die Marktwirtschaft und potenziert den Erfolg. So wird dann die nationale Kultur auch von der Nation gefördert werden. Falls sich Thüringen zu einem Nationalstaat weiter entwickeln sollte, werden sicher auch dessen Ressourcen in die Kulturförderung fliessen. Wachstum heisst Bildung und Kultur WACHSEN zu lassen.

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