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Interims-Geschäftsführer am Staatstheater Kassel

18. Oktober 2024. Am Staatstheater Kassel übernimmt Jürgen Braasch übergangsweise das Amt des Geschäftsführenden Direktors. Das gab das Hessische Ministerium für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) in einer Pressemitteilung bekannt.

Braasch füllt die Lücke, die die kurzfristige Freistellung des bisherigen Geschäftsführenden Direktors Dieter Ripberger hinterlassen hat. Mitte September war bekannt geworden, dass das Ministerium den erst seit Februar 2024 amtierenden Geschäftsführer, Dieter Ripberger, gegen dessen Willen aus dem Amt entfernt hatte. Gegen diese Freistellung klagt Ripberger vor dem Arbeitsgericht Kassel; der Gütetermin ist für den 11. November 2024 angesetzt, teilte der ehemalige Geschäftsführer nachtkritik.de auf Anfrage mit.

Erfahrener Theatermanager springt ein

Wie versprochen habe er für das Interim einen erfahrenen Theater-Manager gefunden, der auch den Bau der Ersatzspielstätte und den Umzug des Theaters vorbereiten könne, wird Hessens Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels in der Pressemitteilung zitiert.

Jürgen Braasch, Diplom-Kaufmann mit Steuerberaterexamen, hat langjährige Erfahrung in der Leitung von Kulturbetrieben. Bis zum Sommer war er Kaufmännischer Geschäftsführer der Staatstheater Hannover, zuvor unter anderem Verwaltungsdirektor des Schauspielhauses Bochum und Kaufmännischer Direktor des Theaters Freiburg. Für die Interims-Geschäftsführung unterbricht Braasch seinen Ruhestand, bis eine Nachbesetzung der Position erfolgt, heißt es in der Pressemitteilung.

Anlass der Freistellung unbekannt

Gegen die Freistellung von Dieter Ripberger hatten Mitarbeitende des Staatstheaters, darunter auch Intendant Florian Lutz, öffentlich protestiert. Zurückgenommen hat das Ministerium die Freistellung nicht. Zu deren Anlass wollte sich das Ministerium im September auf Anfrage von nachtkritik.de "aus rechtlichen Gründen" nicht äußern; eine aktuelle Anfrage beim HMWK läuft.

Dieter Ripberger war noch von Ministerin Angela Dorn (Grüne) von der vorherigen Landesregierung berufen worden, heißt es in der Hessenschau, die am 10. Oktober 2024 über das anhängige Arbeitsgericht berichtete.

(HMWK / eph)

 

Hinweis der Redaktion: Diese Meldung wird laufend aktualisiert. Am 19. Oktober 2024 um 1:15 wurden Dieter Ripbergers Hinweis auf das anhängige Arbeitsgerichtsverfahren und der Inhalt des Hessenschau-Beitrags aufgenommen.

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