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Montblanc Young Directors Award 2010 für Sylvain Creuzevault
Primus est primus inter pares
Salzburg, 21. August 2010. Der im Rahmen der Salzburger Festspiele vergebene und mit 10.000 Euro dotierte Montblanc Young Directors Award 2010 für die beste Regieleistung geht an den 1982 geborenen französischen Regisseur Sylvain Creuzevault und seine Kompanie d'ores et déjà für ihre Produktion Notre Terreur.
Vergeben wurde der Preis von einer fünfköpfigen Jury, bestehend aus den Schauspielern Klaus Maria Brandauer und Birgit Minichmayr, der Kritikerin Andrea Schurian sowie der Festival-Präsidentin Helga Rabl-Stadler und dem Galerist Thaddäus Ropac. Die Jury würdige damit, so heißt es in der Pressemitteilung der Salzburger Festspiele, "eine zutiefst beeindruckende Ensembleleistung, wo Schauspieler zu Mitregisseuren werden und der Regisseur ein Primus inter Pares ist". Das Ensemble habe "mit jugendlicher Begeisterung die Geschichte der Französischen Revolution und ihrer Folgen für die Gegenwart zugänglich gemacht und das Scheitern selbst höchster Ideale und die Gefahr einer Diktatur des Guten vor Augen geführt". Dies sei überdies "mit wenigen Mitteln und einem unmittelbaren Kontakt zu den Zuschauern" gelungen, "etwa durch kluge Raumgestaltung und zunehmende Dramatik".
In dem von Schauspielleiter Thomas Oberender und Martine Dennewald kuratierten Wettbewerb "Young Directors Project", der in diesem Jahr zum 9. Mal stattfand, waren insgesamt vier Inszenierungen vertreten: Neben Creuzevaults Notre Terreur waren dies Innenschau von Jakop Ahlbom (Niederlande), Tod in Theben von Angela Richter (Deutschland) und Mary Mother of Frankenstein von Claude Schmitz (Belgien).
In den vergangenen Jahren wurde der Young Directors Award an den Niederländer Dries Verhoeven (2009, für "You are here"), an das Nature Theater of Oklahoma (2008, für "Romeo and Juliet") und Samuel Lefeuvre (2007, für "Le Salon") vergeben.
(ape)
Mehr zu Sylvain Creuzevault? Im Januar 2009 beschäftigte er sich in seiner Inszenierung von Heiner Müllers Der Auftrag am Hamburger Schauspielhaus schon einmal mit einer Revolution. Außerdem hat ihn Ute Nyssen in einem Theaterbrief aus Frankreich porträtiert.
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