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Preise beim Primeurs-Festival 2024 vergeben
Preisverleihung: Bettina Schuster-Gäb (Festivalverantwortliche SST), Horst Busch (SST Saarbrücken), Fred Kakuschke (Regisseur), Mikael Serre (Jurymitglied), Anette Kührmeyer (SR Kultur-Hörspielchefin), Jonas Hock (Leiter des Institut d’Études Françaises), Delphine Edy (Jury), Gwendoline Soublin (Autorin), Sula Textor (Übersetzerin), Ian De Toffoli (Autor), Pauline Fois (Übersetzerin), David Paquet (Autor), Nicolas Le Potier (Le Carreau – Scène nationale de Forbach et de l’Est mossellan) © Astrid Karger
24. November 2024. Die Preise des 18. Festival Primeurs für französischsprachige Dramatik sind vergeben. Den Autor*innenpreis erhält Gwendoline Soublin für ihr Stück "Spezimen (Spécimen)". Den Übersetzer-Preis teilen sich Pauline Fois und Sula Textor, die im deutsch-französischen Tandem das Stück "Gloria Gloria" des Autors Marcos Caramés-Blanco übertragen haben. Auch der Publikumspreis ist geteilt wegen des knappen Ergebnisses und geht David Paquet für "Sternschnupfen (L’éveil du printemps)" sowie an Ian De Toffoli für sein Stück "Léa oder Eine Theorie der komplexen Systeme (Léa ou la théorie des systèmes complexes)". Das teilt das Saarländische Staatstheater Saarbrücken mit, das das Festival zusammen mit Le Carreau – Scène nationale de Forbach et de l`Est Mosellan, SR Kultur und dem Institut d‘Études Françaises ausrichtet.
Seit 2008 stiften der Saarländische Rundfunk und das Saarländische Staatstheater mit der Unterstützung der Freunde des Saarländischen Staatstheaters einen Autor*innenpreis in Höhe von 3.000 Euro. 2017 kam ein Übersetzer*innenpreis in Höhe von 1.000 Euro dazu. Die Jury bestand in diesem Jahr aus Delphine Edy (Theaterwissenschaftlerin und Übersetzerin), Claude Mangen (übersetzender Regisseur und Intendant des Mierscher Theaters, Luxemburg), Mikaël Serre (übersetzender Regisseur und Dramaturg).
In der Jury-Begründung heißt es über Gwendoline Soublins "Spezimen (Spécimen)": "Ausgehend vom zermürbenden Alltag einer sechsundvierzigjährigen Frau, die in der Abteilung Fisch & Krustentiere des Supermarktes SuperGéant verkauft, befreit Gwendoline Soublin die räumliche und zeitliche Realität genauso aus ihren Zwängen wie unser entmenschlichtes Leben und das dramatische Schreiben – um uns eine Fabel zwischen ökologischem Epos und dramatischem Gedicht in der Gegenwart zu präsentieren.« Die Jury betont besonders "die Rolle der Sprache, die in der Lage ist, sowohl das zu sagen, was existiert, als auch das, was nicht existiert, und so eine Form des Widerstands gegen eine Gesellschaft zu leisten, die zum System und zur Maschine geworden ist, um den Menschen und seine Träume zu zerschlagen."
Über Pauline Fois' und Sula Textors von Marcos Caramés-Blancos "Gloria Gloria" heißt es: "Die Schreibweise ist besonders lebhaft und rhythmisch, mit abwechselnden Voll- und Leerstellen, verschiedenen Registern und Formen, um die kochende Innerlichkeit der Protagonistin wiederzugeben". Die Jury würdige, dass es Fois und Textor "perfekt gelingt, den Realismus der Figuren, aber auch ihre dunklen Seiten und ihre Komplexität wiederzugeben. […] Schließlich, und vielleicht am wichtigsten, ermöglicht es diese Übersetzung, die Herausforderung zukünftiger Inszenierungen anzunehmen, indem sie den Schauspieler*innen eine prägnante, musikalische Sprache […] bietet."
(www.staatstheater.saarland / sik)
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