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Chemnitzer Schauspielhaus besetzt

12. Mai 2025. Ein Aktionsbündnis hat am Wochenende das seit vier Jahren leerstehende Gebäude des Chemnitzer Schauspielhauses in der Zieschestraße besetzt. Das meldet der MDR.

Am Freitagabend enterten 50 überwiegend junge Leute das Theater – nach eigenen Angaben in Protest gegen finanzielle Kürzungen bei der Kultur in Bund, Land und Kommunen und um sich für die nicht gesicherte Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes, das als Beispiel für die Ostmoderne gilt, einzusetzen.

In einer vom MDR zitierten Mitteilung des Bündnisses heißt es: "Während Chemnitz das Kulturhauptstadtjahr 2025 feiert, ist die Arbeit vieler lokaler Initiativen aus den Bereichen Kultur, Bildung und Soziales durch massive Kürzungen bedroht."

In Chemnitz sind im städtischen Haushalt für 2025/2026 rund 340.000 Euro weniger pro Jahr für die freien Träger vorgesehen, auch auf Landesebene sollen die Ausgaben für die Kultur stark gekürzt werden. 

Der Generalintendant des Theaters Chemnitz, Christof Dittrich, begrüßt die Aktion im MDR. Die "friedliche Performance" des Aktionsbündnisses verschaffe der Kultur in Chemnitz eine neue junge Stimme.

Der Polizei zufolge verlief die Aktion friedlich. Das Bündnis will nach eigenen Angaben weitere Aktionen planen.

(MDR / sd)

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