meldung

Wiesbaden: OPEN-PORT-Preis an Kristina Malyseva

Preisträgerin Kristina Malyseva © Sophie Schüler

27. Oktober 2024. Das PAD-Festival Performing Arts & Digitalität hat erstmals den gemeinsam mit der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität ausgelobten OPEN-PORT-Preis für junge Regie verliehen. Das teilt das PAD-Festival in einer Presseaussendung mit. Die erste Preisträgerin ist Kristina Malyseva.

Die 1987 geborene Schauspielerin und Medienkünstlerin wurde für ihr Werk "Verwobene Welten - Myzel und die Sprache der Symbiose" ausgezeichnet. Der OPEN-PORT-Preis ist mit einem einmonatigen Forschungsaufenthalt an der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund verbunden.

Inhaltlich beschäftigt sich die interaktive Performance laut Pressemitteilung "mit der für Menschen größtenteils unsichtbaren Welt der Pilze. Pilze sind durch alles durchziehende, unterirdische Lebensnetze verbunden – den sogenannten Myzelien, die sich durch ihre fadenförmigen Strukturen zu einem riesigen, komplexen Netzwerk ausbreiten können und untereinander, Computernetzwerken ähnlich, durch elektrische Impulse kommunizieren."

"Verwobene Welten" ermögliche es, so die Mitteilung weiter, mithilfe von Chatbots mit den Myzelien in Kontakt zu treten: "Durch das Training einer künstlichen Intelligenz entwickeln die Pilze eine eigene Sprache, mit der sie sich schließlich dem Publikum mitteilen können. Dabei scheint sich der Raum in eine Art lebenden Organismus zu verwandeln."

Myzel KristinaMalysevaAus "Verwobene Welten" © Kristina Malyseva

"Der Abend zielt vor allem inhaltlich ins Zentrum dessen, was Digitalität ausmacht, nämlich die Verbundenheit aller mit allen und allem durch digitale Netzwerke. Malyseva nähert sich damit auch inhaltlich der zentralen Herausforderung der Kunst im Zeitalter der Digitalität, die der Kulturwissenschaftler Felix Stalder als Desiderat formuliert hat: Der Entwicklung einer Ästhetik der Verbundenheit und einer Sprache der Relationen," wird aus der Jurybegründung zitiert.

Der Jury gehörten Daniela Ginten (Festivalleiterin und Gründerin des PAD Festivals), Nora Krahl (Regisseurin, Cellistin, Komponistin, Leiterin des MiR.LAB des Musiktheaters Gelsenkirchen), Marcus Lobbes (Direktor der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund), Sina Schmidt (freie Theatermacherin und beim Deutschen Bühnenverein Koordinatorin des Projekts Datenraum Kultur) sowie Harald Wolf (designierter Chefdramaturg Schauspiel des Staatstheaters Nürnberg und von 2022-2024 Betriebsdirektor der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund) an.

Der neu geschaffene Preis soll Impulse in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Theater im Zeitalter der Digitalität setzen. Nominiert waren vier Produktionen von Absolvent:innen im Studiengang Regie von Hochschulen in Ludwigsburg, München und Zürich:

• "S.A.D. – Secretly A Dinosaur" von Sascha Malina Hoffmann & Ruben Müller
• "Kostja (K)ein Soloabend" von Alessa Bollack
"Aphotic Zone" von Jakob Altmeyer
• "Verwobene Welten – Myzel und die Sprache der Symbiose" von Kristina Malyseva 

Alle Produktionen waren beim diesjährigen PAD 03 Festival in Wiesbaden zu sehen.

Die Preis fand am 27. Oktober 2027 im Rahmen des Festivals statt.

(PAD Festival / sle)

mehr meldungen

Kommentar schreiben