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Würzburg: Intendant Markus Trabusch geht vorzeitig
20. Dezember 2024. Das Würzburger Mainfranken-Theater und Intendant Markus Trabusch trennen sich vorzeitig. Das berichten diverse Medien, darunter die Tageszeitung Die Welt. Statt wie geplant 2026 verlässt Trabusch den Berichten zufolge das Haus schon zum Ende dieses Jahres. Der Entscheidung war Kritik an Trabusch vorausgegangen.
Zuletzt geriet Trabusch in öffentliche Diskussionen, weil er Laute eines Menschen mit Beeinträchtigung während einer Vorstellung als 'massive Störung' bezeichnet haben soll, so die Berichte weiter. Daraufhin habe Trabusch Sondervorstellungen für Menschen mit Beeinträchtigung vorgeschlagen. Zahlreiche Gewerkschaften hatten deshalb seinen Rücktritt gefordert.
Zur frühzeitigen Trennung wird eine Erklärung der Stadt Würzburg zitiert: "Dieser Schritt dient dem Wohl des Theaters und der kulturellen Entwicklung der Stadt sowie den persönlichen Interessen von Herrn Trabusch, der zuletzt erheblichem öffentlichen Druck und Vorwürfen ausgesetzt war."
Trabusch ist seit acht Jahren Intendant des Mainfranken-Theaters, das derzeit umfassend saniert wird und Staatstheater werden soll. Bereits im Frühjahr hatte er seinen Rückzug zum Ende der Spielzeit 2025/26 angekündigt. Nun endet die Ära Trabusch vorzeitig.
(Die Welt / sle)
Update 21. Dezember 2024. Wie das Würzburger Haus mitteilt, übernimmt der Opernregisseur Georg Rootering bis auf Weiteres kommissarisch die Intendanz am Mainfranken Theater. Rootering wird das Theater gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Direktor, Dirk Terwey, führen.
Rootering war bereits von 1995 bis 1997 als Oberspielleiter des Musiktheaters am damaligen Stadttheater Würzburg tätig, bevor er von 1997 bis 2006 als Intendant das Theaters am Kirchplatz in Schaan im Fürstentum Liechtenstein leitete. Seither ist er als freischaffender Regisseur im Bereich Musiktheater international tätig.
(Mainfranken Theater Würzburg / chr)
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