Schicksalsjahre eines Berufsstandes?

21. Januar 2026. In der Auswahl des Theatertreffens 2026 fehlt: Neue Dramatik. Welche Rolle spielen zeitgenössische Texte und wie steht's um den Beruf "Theaterautor*in"? Darüber sprechen David Gieselmann und Maria Milisavljević.

Von Susanne Burkhardt und Elena Philipp

Maria Milisavljevićs "Staubfrau" am Theater Oberhausen ©  Lukas Diller

20. Januar 2026. Sind Theatertexte bei der Regie gut aufgehoben? Wie unterstützen Verlage, und öffnen Dramaturgien die Theatertüren? Welche Erfahrungen haben Autor*innen mit kollektivem Arbeiten? Und was hat der VTheA, der Verband der Theaterautor*innen, in den fünf Jahren seit seiner Gründung erreicht?

Aus ihrem Berufsleben erzählen zwei Autor*innen: Maria Milisavljević, die als autodidaktische Autorin über den Gewinn renommierter Preise den Weg an die Bühnen gefunden hat und für eine vielstimmig-poetische Gegenwartsbefragung steht. Und David Gieselmann, der, in Szenischem Schreiben ausgebildet, im Komödienfach reüssiert und seit 2020 als Vorstand im VTheA für bessere Arbeitsbedingungen für Dramatiker*innen eintritt.

 

 

 In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur.

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Kommentare  
Theaterpodcast Neue Dramatik: Günstiger Zeitpunkt
Nein, ich habe diesen Podcast noch nicht gehört, mal sehen, ob ich dafür einen entsprechend ungestörten Ort finden werde. Dennoch könnte der Zeitpunkt für sein Thema bei mir kaum günstiger sein, denn ich stehe ja noch voll unter dem Eindruck des vergangenen Abends in der Thalia Box: der Buchvorstellung von Caren Jeß zu „Ich will dieses Leben ! In geil !“, denn bei diesem Buch handelt es sich genau darum: um eine der viel zu seltenen prominenteren Veröffentlichungen einer Sammlung von in diesem Falle drei Dramen einer/eines Autorin/Autoren - hier von Caren Jeß: „Die Katze Eleonore“, „Die Walküren“ und „Heartship“. Einmal im Jahr gönne sich der S.Fischer-Verlag so eine Veröffentlichung, führte die Verlagsleiterin des Theaterressorts des Verlages, Friederike Emmerling aus, und ergänzte sinngemäß, daß auch diese Einrichtung dazu verurteilt ist, Erfolg haben zu müssen. Nun, für das Publikum gestern in der Box war die Lesung von Abschnitten aus diesen drei Dramen ganz gewiß Anregung, „Apetizer“ und allemal ein charmanter Abend; es lasen Oda Thormeyer und Cennet Voß (welche, neu am Thalia, auch in „To my little boy“, dem neuen Jeß-Stück zu sehen ist). Gewiß, mehr solcher Abende wären schön und hätten auch eine gewisse Wirkung, doch muß natürlich noch sehr vieles hinzutreten. Beispielsweise könnten die Lehrpläne bzw. Abiturstoffe aus diesen Lehrplänen einen Akzent setzen ! Warum nicht „Die Katze Eleonore“ als Abiturstück ?? Katzen dafür gäbe es in Rendsburg, Kiel und Lübeck genug (ich könnte da regelrecht ins Wünschen kommen ...).
Theaterpodcast Neue Dramatik: Lesedramen
Das Gespräch hätte man vor dreißig Jahren genau so führen können. Es hat sich also nichts geändert. - Warum eigentlich keine Lesedramen? Die einzige Chance für ZuschauerInnen sich ein wenig zu emanzipieren. Man kann es auch einfach lesen.

Da ist kein neuer Ansatz. Es ist ein sich Hineinwurschteln in den Betrieb.

Danke! Nein!
Theaterpodcast Neue Dramatik: Staubt
Schlechter Podcast. Aus jeder Frage staubt es mächtig. Ich stimme #2 zu.
Theaterpodcast Neue Dramatik: Nachfrage
Lieber Herr Baucks, lieber Herr Schneider, Sie sehen keinen neuen Ansatz? Wir hatten versprochen einen Blick in die aktuelle Landschaft der neuen Dramatik zu werfen. Vielleicht hat sich in der Tat nicht viel verändert - vielleicht hat sich manches sogar verschlechtert. Ich denke, das wird deutlich im Gespräch. Was genau fehlt Ihnen? Welchen neuen Ansatz sehen Sie denn? Wo, lieber Herr Schneider, "staubt es denn mächtig"? Das würde mich sehr interessieren.
Theaterpodcast Neue Dramatik: Spectaculum
Schon in den ersten beiden Sitzungen vor fünf Jahren wurde klar angesprochen, dass es gut wäre eine eigene Stiftung und dazugehörig ein dramatisches Zentrum in Berlin mit einer eigenen angeschlossenen kleinen Uraufführungsbühne zu gründen. Außerdem wäre eine dramatische Reihe im Stil von Spectaculum schön gewesen, herausgegeben von eben jener zu gründenden Stiftungen. Gelder hätte man bei der Lottostiftung erwirken können. All das wurde, speziell von David Gieselmann in den Wind geschlagen. Nun ist ein weiteres halbes Jahrzehnt verstrichen. Und: Ja! Es ist noch schlimmer geworden.
Theaterpodcast Neue Dramatik: Glaubensfrage
#2: Stimme uneingeschränkt zu. Natürlich kann man Dramen lesen! Wenn man kann. Sogar Textflächen-Dramatik. Davon lernt man schließlich Dramatik schreiben. Vorausgesetzt, man wird durch eine i n n e r e Notwendigkeit da hineigedrückt. Sonst lernt man vom Dramen lesen nur Schreiben wie man Dramen schreibt statt Dramatik zu schreiben. Versteht man nicht, wie ich das meine? Macht nix. Verstehen vermutlich nur DramatikerInnen - das liegt dann in der NATUR der Sache.

Liebe Susanne Burkhardt - ich glaube leider überhaupt keine/m KritikerIn mehr, dass ihn/sie interessiert, wo seine/ ihre Fragen vor lauter Staub nicht mehr als interessierte und interessante Fragen wahrgenommen werden können...
Theaterpodcast Neue Dramatik: Andere Ansätze?
Liebe Susanne Burkhardt

jetzt würde ich aber doch zu gerne wissen, was Sie von den anderen Ansätzen halten, die doch sicherlich, falls sie real geworden wären, zu einer anderen Form der Sichtbarkeit geführt hätten?
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