Berliner Theatertreffen - Der Hamburger Dramaturg Christian Tschirner fordert, das "Best of"-Festival in die Provinz zu verlegen
Raus aus Berlin!
Cripping up - Was problematisch daran ist, wenn Schauspieler ohne Behinderung Rollen mit Behinderung spielen
Bloß nicht auffallen!
von Georg Kasch
Berlin, 21. November 2018. Wer hat Angst vor "Cripping up"? Offensichtlich niemand. "Cripping up", auch "Disability Drag" genannt, kommt aus dem Englischen und bezeichnet die Tatsache, dass nicht-behinderte Schauspieler*innen Menschen mit Behinderung spielen beziehungsweise sich entsprechend verkleiden und damit meist besonders viel Applaus, Anerkennung, Preise einheimsen, weil es offenbar als gänzlich extremer, exzentrischer Rollenwechsel angesehen wird. Laut einer Studie von 2012 spielten 16 Prozent aller Oscar-Gewinner Rollen mit einer Behinderung oder psychischen Krankheit. "Cripping up“ ist gewissermaßen das Pendant zum "Blackfacing" und rückt so in den Fokus der Repräsentationsdebatten, die das Theater seit nunmehr sieben Jahren umtreiben.
Good Sherry beim Festival "Save your Soul" in den Berliner Sophiensaelen - Ein Beitrag zu sprachlicher Gewalt, wieder einmal
Therapie wider Willen
von Katharina Alsen
20. November 2018. Es kommt nicht so oft vor, dass Künstler*innen von Veranstalter*innen das Mikrophon abgedreht wird. Aber wenn, dann muss man aufmerken. Weil eine fundamentale Grenze erreicht wurde, weil eine Performance offenbar an den Grundfesten dessen rüttelte, was unsere Kultur ästhetisch und ethisch vertretbar findet. So geschehen beim eben zu Ende gegangenen Festival Save Your Soul an den Berliner Sophiensælen.
Tanz und Sprechtheater - Ein Gespräch über die Verflechtung der Künste
Betriebsunfall einer Beziehung
von Astrid Kaminski und Elena Philipp
11. Oktober 2018. Vor einem Jahr haben Astrid Kaminski und Elena Philipp aus Tanzsicht auf die Dercon-Volksbühne geblickt. Nun trafen sie sich zur neuerlichen Begutachtung der Lage – um einerseits konkret zu schauen, wie es an der Volksbühne weitergeht mit dem Tanz, aber auch, um über die Konvergenz der Kunstformen (Sprech-)Theater und Tanz nachzudenken.
Der Theaterpodcast (8) - Susanne Burkhardt und Elena Philipp über die Kündigung der Intendantin am Tanztheater Wuppertal, den Fall Jan Fabre und das Theater von Jürgen Gosch
Siegreich und schiffbrüchig
28. September 2018. Nach nur einem Amtsjahr fristlos gekündigt wurde im Juli 2018 die Intendantin des Tanztheaters Wuppertal, Adolphe Binder. Warum? Was war passiert, das die international strahlkräftige Institution der 2009 verstorbenen Tanztheater-Erfinderin Pina Bausch derart in die Krise stürzen konnte? Letztlich unklar sind die Kündigungsgründe; auch der Vorfall als Ganzes ist bislang nur vage nachvollziehbar. Mit der Tanzkritikerin Dorion Weickmann sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp in Folge 8 des Theaterpodcasts über die Leitungsquerelen in Wuppertal. Außerdem geht es in der September-Ausgabe 2018 um Machtmissbrauchsvorwürfe gegenüber dem Choreographen und Regisseur Jan Fabre – und um das (Schauspiel-)Theater von Jürgen Gosch, der dieses Jahr 75 Jahre alt geworden wäre.
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