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Braunschweig/Magdeburg: Preis der Jungen Dramatik vergeben

16. Mai 2022. Der vom Staatstheater Braunschweig und vom Theater Magdeburg ausgerichtete Wettbewerb zum "Preis der Jungen Dramatik" ist gestern zu Ende gegangen. Der Hauptpreis der Jury geht an Guido Wertheimer. Sein Siegerstück "Wir werden diese Nacht nicht sterben" erhält einen Auftrag zur Fertigstellung inklusive Uraufführung am Staatstheater Braunschweig und wird mit einer Summe in Höhe von 6.500 Euro gefördert. Der mit 1.500 Euro dotierte Publikumspreis ging an das Autor:innen-Duo Liv Thastum und Nick Tlusty für "Am Ende. Der Fortschritt".

Studierende der Universität der Künste Berlin, des Deutschen Literaturinstituts Leipzigs und des Fachbereichs Kulturwissenschaften & Ästhetische Kommunikation der Universität Hildesheim waren aufgerufen, sich mit einem Exposé und Szenenentwürfen für abendfüllende Theaterstücke zu bewerben. Aus 49 Einsendungen wurden fünf Stückentwürfe ausgewählt, die in der "Langen Nacht der Jungen Dramatik" am 14. Mai am Theater Magdeburg sowie am 15. Mai am Staatstheater Braunschweig in Auszügen präsentiert wurden, eingerichtet von jungen Regisseur*innen beider Häuser.

Der Jury gehörten an: Björn SC Deigner (Theaterautor), Bastian Häfner (Verlag Felix Bloch Erben), Katja Langenbach (Regisseurin und Schauspieldirektorin Luzerner Theater), Anna Mülter (Künstlerische Leiterin des Festivals "Theaterformen") sowie Esther Slevogt (Chefredakteurin von nachtkritik.de).

Guido Wertheimer, geboren 1996 in Buenos Aires, studierte Theater und Dramaturgie. Als Theaterautor und Schauspieler hat er mit der Kompanie La Ruda Teatro in zwei Residenzprojekten in Bolivien gearbeitet und war Teil mehrerer Theater- und Performanceprojekte in Buenos Aires. 2019 veröffentlichte er seinen Gedichtband "El gesto que se degrada". 2020 zog er nach Deutschland, um Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin zu studieren. Gelegentlich schreibt er im Duo mit Paula Kläy: Gemeinsame Texte wurden an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, am TD Berlin sowie am Landestheater Detmold gezeigt. Er übersetzt Theatertexte aus dem Deutschen ins Spanische und arbeitet zurzeit an seinem ersten Dokumentarfilm "Este Horizonte es el fin". Guido Wertheimer ist Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung.

Nick Tlusty, geboren 1996 in Braunschweig, beendet zurzeit sein Studium der Kulturwissenschaften und der ästhetischen Praxis in Hildesheim, zuvor Studium der Musikwissenschaft in Leipzig. Neben der Tätigkeit als Pianist und Komponist, tritt er in den letzten Jahren vermehrt als Performer und Komponist in Musiktheater-Projekten in Erscheinung.

Liv Thastum, geboren 1997 in Berlin, studiert zurzeit Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, zuvor Theater- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Ihre lyrischen und dramatischen Texte wurden in diversen Anthologien und Literaturmagazinen in Deutschland und Dänemark veröffentlicht.

(Theater Magdeburg / miwo)

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