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Comédie-Francaise verzichtet auf Expansion
Bobigny bleibt Bobigny
Paris/ Berlin, 13./18. November 2008. Wir sind noch schuldig, die neuen Entwicklungen aus Paris zu melden. In unserem Kommentar im Oktober 08 hatten wir von den Gefahren für das renommierte Theater MC93 im Pariser Vorort Bobigny berichtet. Inzwischen hat, laut der Wiener Tageszeitung "Der Standard", die wiederum die Pariser Zeitung "Le Monde" zitiert, die Comédie-Francaise mitgeteilt, dass sie den Plan aufgegeben habe, im Norden von Paris eine zusätzliche Spielstätte im MC93 zu eröffnen. "Wir gehen nicht nach Bobigny. Noch bevor das Projekt eingehend studiert wurde, wurde es denunziert und verleumdet", sagte Intendantin Muriel Mayette.
Der Plan der 1680 von Ludwig XIV. gegründeten Comédie-Française hatte heftige Kritik ausgelöst. Patrick Sommier, Leiter des MC93, in dem Christoph Marthaler, Frank Castorf und Peter Sellars ihre Werke gezeigt haben, befürchtete, von dem Traditionshaus verschluckt zu werden. Auch Schauspieler und Regisseure wie Ariane Mnouchkine, Jane Birkin und Ariel Goldenberg protestierten gegen das Vorhaben, zumal Frankreichs Kulturministerin Christine Albanel zuvor das Vorstadttheater wegen der rückläufigen Besucherzahlen kritisiert hatte.
(jnm)
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