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Deutscher Buchpreis an Dorothee Elmiger

13. Oktober 2025. Die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger erhält für ihren Roman "Die Holländerinnen" den Deutschen Buchpreis 2025. Die Preis wurde am heutigen Montagabend in Frankfurt am Main verliehen. 

Elmigers Roman erzählt von einer Schriftstellerin, die zusammen mit einer Theatergruppe durch den mittelamerikanischen Urwald reist, um dort für ein Stück zu recherchieren, das sich mit dem realen Fall des Verschwindens zweier niederländischer Touristinnen im Jahr 2014 Jahren befasst. "Das ganze Buch ist im Konjunktiv geschrieben, in der indirekten Rede, in der Kolportage", so Elmiger über ihren nun preisgekrönten Roman: "Und ich glaube, das war für mich die Möglichkeit, meine Skepsis, wenn es ums Erzählen geht, in den Text hineinzubringen." 

"Dorothee Elmigers Roman beobachtet sehr genau, wie die Figuren auf die Fremde und den Regenwald, der sie nahezu einschluckt, reagieren. Was für wilde, wüste und verstörende Geschichten sie sich erzählen. Damit stößt sich der Roman von den üblichen True-Crime-Formaten ab. Was uns begeistert hat: Er nimmt sehr viele Erzählmuster auf und macht etwas vollkommen Neues daraus. Das ist ein Kunststück", heißt es in der Begründung der Jury.

Die 1985 geborene Schriftstellerin stand bereits 2020 mit ihrem Roman "Aus der Zuckerfabrik" auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Ihr Roman "Schlafgänger" wurde auch für das Theater adaptiert.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt.

Die Jury des Deutschen Buchpreises bildeten in diesem Jahr: Laura de Weck (Schweizer Radio und Fernsehen; Jurysprecherin), Maria Carolina Foi (Universität Triest), Jürgen Kaube (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Friedhelm Marx (Universität Bamberg), Kathrin Matern (Frau Rilke Buchladen, Neustrelitz), Lara Sielmann (Deutschlandfunk Kultur) und Shirin Sojitrawalla (freie Kritikerin).

(www.deutscher-buchpreis.de / jeb)

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