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Erfurt: Vergleich mit Ex-Gleichstellungsbeauftragter
23. April 2025.Die Stadt Erfurt und die frühere Gleichstellungsbeauftragte Mary-Ellen Witzmann haben ihre arbeitsrechtliche Auseinandersetzung "einvernehmlich beigelegt“. Das teilt die Stadt Erfurt mit. Am Dienstagnachmittag habe der Hauptausschuss des Stadtrates in einer dringlichen Sitzung der Einigung zu gestimmt, die, wie der MDR erfuhr, auch eine hohe Abfindungssumme beinhaltet.
Mary-Ellen Witzmann hatte als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt zu Vorwürfen sexuell motivierter Pflichtverletzungen gegenüber weiblichen Personen und Machtmissbrauch im Theater Erfurt ermittelt. Generalintendant Guy Montavon verlor inzwischen seinen Posten. Aber auch Mary-Ellen Witzmann musste gehen, da sie nach Ansicht des damaligen Oberbürgermeisters Andreas Bausewein (SPD) gegen Dienstvorschriften verstoßen hatte. Gegen ihre mehrfache fristlose Kündigung hatte Witzmann geklagt.
Der aktuelle Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) erklärte nun der Mitteilung der Stadt zufolge, er sei froh, dass der Konflikt mit dem Vergleich beigelegt sei und Witzmann ein Neustart ermöglicht werden könne. Er halte an den Gründen, die zu ihrer Entlassung unter Verantwortung seines Vorgängers geführt haben, nicht fest.
Grüne und CDU im Stadtrat begrüßten den Vergleich, berichtet der MDR. Er zeige, dass Menschen, die gegen Unrecht aufstehen, nicht allein gelassen werden. Ohne Mary-Ellen Witzmanns Beharrlichkeit und Mut wären die Missstände am Theater nicht ans Licht gekommen.
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Immerhin waren zwei hochrangige Politiker der Stadt daran beteiligt, um - das hat der MDR ermittelt - den Intendanten im Amt zu schützen, die heute Staatssekretäre in Thüringer Landesministerien sind. Für mich ist das ein unglaublicher Bruch demokratischer Prinzipien.